Aktuelles

Sonntag - 11.10.2020

Pilzexkursionen durch das Wiehengebirge

Die Termine für die Pilzexkursionen im Wiehengebirge stehen fest:

Sonntag 11.10.2020 von 13:00 bis 16:15 Uhr

Sonntag 25.10.2020 von 13:00 bis 16:15 Uhr

Dieses Jahr übernimmt Manfred Lindenau die Führung.

Treffpunkt ist der Parkplatz am Haus des Gastes, Pemberville Platz 1, 32289 Rödinghausen

Kein Bild und keine App ersetzen die Betrachtung der Pilze in der Natur. Um Verwechslungen zu vermeiden sind Kenntnisse der makroskopischen Merkmale wichtig. Weiter wird die Bedeutung der heimischen Speise- und Giftpilze für unsere Tier- und Pflanzenwelt erläutert. Während der Exkursion können Pilze für den eigenen Bedarf gesammelt werden. Dabei wird das richtige Sammeln von Pilzen besondere Bedeutung finden. Schädigungen der Flora und insbesondere des Pilzbestandes sollen vermieden werden. Ein Pilzlehrbuch kann beim Kursleiter erworben werden.

Bitte bringen Sie ein Messer und einen Sammelbehälter (keine Plastiktüte) mit.

10€ Teilnahmegebühr werden vor Ort bezahlt.

Die Anmeldung erfolgt bei der VHS im Kreis Herford unter 05221/5905-0 oder info@vhsimkreisherford.de

Aktuelles

Mittwoch - 12.08.2020

Stadtradeln im Team der Biostation

STADTRADELN 2020 – der Kreis Herford ist zum ersten Mal mit dabei!

Im Zeitraum vom 12. August bis zum 01. September 2020 treten wir gemeinsam für Klimaschutz, Radförderung und eine saubere Luft in unserem Kreis in die Pedale! Die Biologische Station Ravensberg hat beim diesjährigen Stadtradeln ein motiviertes Team am Start und sucht noch Mitradler. Wer also Lust am Radfahren hat registriert sich einfach auf www.stadtradeln.de/kreis-herford und tritt unserem Team bei.

Aber was ist Stadtradeln eigentlich? Und wie funktioniert das Ganze?

Hier einige Hinweise:

STADTRADELN ist eine internationale Kampagne des Klima-Bündnis. Ziel ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ein Zeichen für die Radförderung in der Kommune zu setzen – und Spaß beim Radfahren zu haben! Im Rahmen dieses Wettbewerbs treten Teams aus Kommunalpolitiker*innen, Schulklassen, Vereinen, Unternehmen und Bürger*innen für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale.

Im Zeitraum vom 12. August bis zum 01. September 2020 sollen an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer beruflich und privat mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Während des Aktionszeitraums tragen Radelnde die gefahrenen Kilometer online ein oder tracken sie direkt mit der STADTRADELN-App. Auch eine manuelle Erfassung über einen Erfassungsbogen ist möglich. Die Ergebnisse des Kreises, der Kommunen und Teams werden auf der STADTRADELN-Internetseite veröffentlicht, sodass sowohl bundesweite Vergleiche zwischen den Kreisen/Kommunen als auch Teamvergleiche innerhalb des Kreises/der Kommunen möglich sind und für zusätzliche Motivation sorgen.

STADTRADELN im Kreis Herford – das Wichtigste im Überblick finden Sie auf unserer Fahrrad-Website www.fahr-im-kreis.de

Veröffentlichungen

Vogeljagd in der Provinz

Der Naturforscher und Vogelsammler Alexander Koenig auf Gut Böckel

Texte Eckhard Möller, Klaus Nottmeyer-Linden

Erschienen zur gleichnamigen Ausstellung im Doberg-Museum 2003, 23 Seiten

Herausgegeben vom Doberg-Museum Bünde

Gestaltung und Druck ZP Medienagentur, Iserlohn

Bezug über das Doberg-Museum oder über die Biologische Station (Kosten: 2,- €) oder per Download: PDF-Datei (2MB)

Auszug aus der Veröffentlichung:

Inhalt

5   Wie alles begann
6   Alexander Koenig, der Naturforscher
11 Das Rittergut Böckel
12 Damals/Heute
16 Alexander Koenig auf Gut Böckel
21 Die Ergebnisse
22 Bibliografie, Bildnachweise

Wie alles begann

Mit einem Buch fing alles an. Wilhelm Meier-Peithmann (Bergen an der Dumme/früher Dünne) machte Eckhard Möller vor Jahren darauf aufmerksam, dass in der Autobiografie von Alexander Koenig, dem bekannten Ornithologen und Gründer des gleichnamigen Museums in Bonn, Hinweise auf Gut Böckel bei Rödinghausen zu finden seien. Nach der Auswertung der wenigen Stellen, an denen Angaben über Böckeler Vögel zu finden waren ( unter anderem über den mittlerweile “berühmten” Grünspecht von Schwenningdorf), ruhte die ganze Sache lange Zeit, bis Klaus Nottmeyer-Linden – mit engen familiären Bindungen ins Rheinland – davon erfuhr. Er stellte den Kontakt zum Bonner Museum her, und ohne allzu große Erwartungen betraten wir im Februar 2000 die eindrucksvolle Vogelabteilung dort, sehr freundlich betreut von Dr. Renate van den Elzen, der Kuratorin.

Die Suche begann. In den Schubladen und Schränken fanden wir unter den Tausenden von Vogelbälgen trotz allen Eifers zwar nicht den Schwenningdorfer Grünspecht, aber dafür viele andere Vögel, die Alexander Koenig am Gut Böckel geschossen hatte. Er war wesentlich häufiger dort zu Gast als er in der Biografie erwähnt. Auch in der Eiersammlung wurden wir bei weiteren Arbeitsbesuchen in Bonn fündig: Einige Gelege, wie alle sauber präpariert, stammten von Böckel.

Wir durften auch die handschriftlichen Aufzeichnungen aus Alexander Koenigs Jugendjahren über seine damals noch kleine Sammlung durchsehen und auswerten. Sie enthielten weitere Hinweise auf Böckeler Vögel, die später vernichtet werden mussten. Insgesamt haben wir wesentlich mehr Bälge, Eier und Daten finden können als wir in unseren kühnsten Träumen gehofft hatten.

Mit dieser Ausstellung im Museum in Bünde kehren die Böckeler Vögel und Eier nach beinahe 125 Jahren im Rheinland für wenige Wochen fast genau wieder in die Landschaft zurück, aus der sie stammen…

Veröffentlichungen

Das Grünland im Kreis Herford

“Das Grünland im Kreis Herford – eine Landnutzungsform mit bewegter Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft”

Verfaßt von Klaus Nottmeyer-Linden

Erschienen im Historische Jahrbuch 1997, Seite 127 – 137

Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 1996

Herausgegeben vom Kreisheimatverein Herford e.V.

ISBN 3-89534-180-0

Bezug über den Kreisheimatverein (Restposten) oder über die Biologische Station als pdf-Datei herunterladen.

Auszug aus der Veröffentlichung:

Einleitung:

Eine grüne Fläche ist nicht immer gleich Grünland. Entscheidend ist die Frage nach der Entstehung und der Nutzung – eine Frage mit historischer Tragweite. Nur ein kurzer Streifzug durch prähistorische und historische Zeiten der Landnutzung läßt letztendlich verstehen, was es mit dem Grünland auf sich hat. Die Entwicklung der Menschheit ist mit der des Grünlandes eng verbunden. Die Verwertung des Aufwuchses durch Vieh-haltung und Bewirtschaftung von Nahrungsflächen für das Vieh stellen die Grundlage für beide dar – bis heute.

Ursprüngliches Grünland findet sich nur dort, wo aus natürlichen Gründen keine Bäu-me und Sträucher wachsen – in den Savannen und Steppen. Außerhalb der Moore und einigen Teilen der Flußauen war Mitteleuropa – so ist der Stand der Forschung – vor der Besiedlung durch den Menschen ein geschlossenes Waldgebiet. Erst durch Rodung und Bewirtschaftung entstanden freie Flächen: Acker, Grünland (und bebaute Flächen). An diesem Punkt gehen allerdings heute die Meinungen der Wissenschaftler auseinander. Während ELLENBERG (1986) die Herkunft der Wiesenpflanzen mit Extremstandorten der Vorzeit zu erklären versucht, sehen andere in den früher in Mitteleuropa zahlreich weidenden Großtieren wie Auerochse, Steppennashorn, Altelefant und Mammut die Verursacher für die Entstehung natürlicher “Parklandschaften” – mit genügend Lebensraum für die Wiesenpflanzen (MAY 1993, BUNZEL-DRÜKE et al. 1994). Ob nur auf Randstandorten oder auf Flächen mit “natürlicher Beweidung” entstanden – nachdem die Menschen aus der Natur- eine Kulturlandschaft gemacht hatten, traten die Gräser und Kräuter ihren Siegeszug an.

Grob unterteilen kann man das eigentliche Grünland in Wiesen und Weiden – ausgehend von einer landwirtschaftlichen Nutzung durch Mahd bzw. Beweidung. Diese Unterscheidung ist besonders für die aktuelle Situation des Grünlandes bedeutsam. Für Wiese und Weide gilt gleichermaßen, daß sie überall dort verbreitet sind, wo der Ackerbau aus meist praktischen Erwägungen unterbleibt. Stets war Grünland die schlechtere Variante der Landnutzung; Grünlandflächen werden als minderwertig ein-gestuft. Allerorten wird Grünland sofort durch Acker ersetzt, wenn sich die Bedingunggen für den Ackerbau verbessern. Festzustellen ist aber nicht nur eine Konkurrenz zwischen Ackerbau und Viehzucht – wie man sie auch aus alten Westernfilmen kennt. Vielmehr haben sich Wiesennutzung und Ackerbau lange Zeit gegenseitig bedingt: ein altes Sprichwort sagt: “Die Wiese ist die Mutter des Ackerbaus”. Erst die Möglichkeit der Düngung mit Stallmist, dessen Grundlage letztendlich das Heu ist, erhöhte die Erträge im Ackerbau. Dieses relative Gleichgewicht zwischen den beiden Polen der Landwirtschaft kam erst dann aus dem Lot, als die technische Entwicklung den Ackerbau zum Nachteil der Grünlandflächen vorantrieb.

Tab.1: Vor- und Nachteile von Mahd und Beweidung

Vorteile der WieseNachteile der Wiese
Nutzung wo Ackerbau nicht möglich ist

Heu gibt Mist (“Wiese – die Mutter des Ackers”)

Heu ist vielseitiger als Heu von Mähweiden
Arbeitsaufwand hoch

Starke Wetterabhängigkeit

Leistungssteigerung begrenzt

Starke Besiedlung durch Wildkräuter

Geringe Narbendichte
Vorteile der WeideNachteile der Weide
Beweidung erspart Bewirtschaftung

geringe Wetterabhängigkeit

Weidegang erhöht Narbendichte

geringer Aufwuchs an Wildkräutern

Schnelle Intensivierung möglich
Höhere Energieaufwand für die Tiere

kein Mist, keine Gülle

Geringe Ergiebigkeit im Winter

Die Übersicht der Vor- und Nachteile (s. Tab. 1) führt zu der Annahme, die Weide sei wirtschaftlicher als die Wiese. Letztendlich hängt aber die Frage nach der Nutzung von klimatischen Faktoren ab. Das Ravensberger Hügelland liegt mitten im Übergangsbereich vom kontinentalen zum atlantischen Klima. In ganz Deutschland zeigt sich deshalb eine klimatisch verursachte Nord-Süd-Verteilung: Im Norden überwiegen die Weiden, im Süden die Wiesen. Eine Mischnutzung ist meist da verbreitet, wo eine ganzjährige Weidehaltung nicht möglich ist.

Die Zier- oder Gebrauchsrasen unserer Gärten sind im eigentlichen Sinne kein Grünland. Großflächige, nicht landwirtschaftliche genutzte Grünlandbereiche entstanden durch Nebennutzung, wie Straßenränder, Deiche und Flugplätze. Wesentliche Erscheinungsformen des wirtschaftlich genutzes Grünlandes sind:

  • Mähweide: Eine Nachbeweidung folgt der Mahd;
  • Dauerweide: Beweidung wenn möglich über das ganze Jahr;
  • Streuwiese: weniger Schnitt, meist als Einstreu in den Ställen genutzt, kombiniert mit Obstanbau;
  • Frischwiesen und weiden: Diese vorherrschende Grünlandform steht unter der Prämisse der landwirtschaftlichen Nutzung mit einer meist hohen Bewirtschaftungsintensität;
  • Feuchtwiesen mit einer reichhaltigen Wasserversorgung, einer oft starken Überschwemmung und einer deshalb eingeschränkten Nutzung;
  • Trockenrasen: der Sonne zugewandte Flächen, die oft nur wenig genutzt, meist auf kalkreichen oder sauren Böden und daher wenig ertragreich sind;
  • Borstgrasrasen: wachsen auf mineralstoffarmen Böden und sind sehr artenreich.
Projekte

Obstwiesenprojekt

Streuobstwiesen prägen seit Jahrhunderten unsere heimische Kulturlandschaft. Kaum ein Hof ohne Obstwiese oder ein Feldweg ohne Obstbaumreihe, aber in den letzten Jahrzehnten gingen vor allem durch Aufgabe der traditionellen Obstwiesennutzung und durch Ausweitung von Siedlungs- und Industrieflächen viele Obstwiesen verloren.

Zum Schutz dieses wertvollen Lebensraumes rief 1995 die Biologische Station das Obstwiesenprojekt ins Leben. Seit dem werden mit der Unterstützung durch Praktikant/innen Obstwiesen des Kreises kartiert, Besitzer beraten, Nach- und Neupflanzungen organisiert und Baumpflege durchgeführt.

Ziele sind die Sicherung und Entwicklung der noch vorhandenen, extensiv genutzten Streuobstwiesen im Kreis Herford, die Neuanpflanzung weiterer Streuobstwiesen und der Erhalt der regionalen Sortenvielfalt

Neue Bestellungen

Bestellungen für die Obstbaum-Verteilaktion im Herbst 2020 werden mit der überarbeiteten Bestellliste bis Ende September entgegengenommen!

Zuständige Mitarbeiterin

Frau Anna Brennemann
brennemann@bshf.de
05223-78250
Durchwahl:
05223 – 1837769

Downloads

Um den Lebensraum Streuobstwiese kreisweit zu erhalten, werden Neuanpflanzungen unterstützt bzw. Besitzern von Wiesen wird die Nachpflanzung empfohlen. Von 1995 bis 2019 konnten durch die jährlichen Obstbaumverteilaktionen 6594 Obstbäume regionaler Hochstammsorten an Interessenten abgegeben werden. Das Interesse ist nach wie vor rege; jedes Jahr können etwa 40 bis 50 Abnehmer registriert werden. Viele Abnehmer bleiben dem Obstwiesenprojekt treu und ergänzen regelmäßig ihre Obstwiese.

Von den 387 Bäumen, die 2019 vergeben wurden, waren wieder einige sogenannte “Reiserbäume”, die im Auftrag der Station von einer Baumschule erfolgreich aufgereisert wurden. Die Liste der “Reiserbäume” wächst stetig. Bedingt durch diese vermehrte Nachfrage wurden bereits einige historische Lokalsorten wieder in das aktuelle Angebot einiger Baumschulen wieder aufgenommen.

Ein Gegenstand der weiteren Arbeit ist die Einarbeitung neuer Kartierungen und Nachpflanzungen in das GIS (Geographisches Informationssystem) der Station. So können weitere Aktivitäten im Obstwiesenprojekt noch besser organisiert und durchgeführt werden. Geplant ist die Anlage von neuen und die Ergänzung von bestehenden Obstwiesen.

In diesem Jahr feierte das Obstwiesenprojekt sein 25 jähriges Bestehen. Auch in den kommenden Jahren sind weitere Obstsammelaktionen, Schnittseminare, Sortenbestimmungen und Obstbaumverteilaktionen geplant.

Im Jahr 2018 hat die Biologische Station eine kreisweite Erhebung der Streuobstwiesenbestände durchgeführt. Die Anzahl der wertvollen Wiesen ist in den letzten Jahren erheblich gesunken (siehe unter Veröffentlichungen). Streuobstwiesen sind extensiv bewirtschaftete Wiesen mit hochstämmigen Bäumen verschiedener, historischer und regionaler Obstsorten. Mit zunehmenden Alter steigt ihre ökologische Bedeutung. Ihr Erhalt und ihre Pflege sind landesweit wichtige Ziele des Natur- und Artenschutzes. Typische Bewohner der Streuobstwiesen sind Steinkauz, Feldsperling, Siebenschläfer, verschiedene Fledermausarten, Wildbienen und Schmetterlinge. Die Biologische Station hat sich deswegen für ihr Projekt zum besseren Schutz der Streuobstwiesen um finanzielle Unterstützung bemüht – mit Erfolg!

Die Durchführung des neuen, auf zwei Jahre begrenzten Projekts wird durch Fördermittel zweier Stiftungen ermöglicht: Die Stiftung der Sparkasse Herford fördert die Pflanzung und Pflege von Bäumen. Die Stiftung Zukunft im Wittekindskreis stellt Mittel für zusätzliche Projektkosten zur Verfügung.

Ziele des Projektes sind die Verbesserung der bestehenden Wiesen z.B. durch Nachpflanzen fehlender Bäume oder die komplette Neuanlage. Ebenso wichtig ist die fachliche und praktische Unterstützung der Eigentümer. Viele Besitzer und Bewirtschafter der alten und neuen Obstwiesen können nicht mehr selbst aktiv werden oder benötigen fachliche Anleitung und die Vermittlung von praktischem „knowhow“.

Im Rahmen des „neuen Obstwiesenprojektes“ ist gewissermaßen zur Initialzündung die Pflanzung von 200 neuen Bäume finanziert. Dies gilt auch für den Pflegeschnitt älterer Bäume, um bereits bestehende Bestände zu verbessern. Dafür ist im Projekt die Pflege von 200 Altbäumen gesichert. Darüber hinaus will die Biologische Station weitere neue Obstwiesen anlegen, viele Lücken auf bestehenden Flächen schließen und sich kreisweit für eine dauerhafte Pflege einsetzen.

Projekte

Herkulesstaude – gefährliche Schönheit

Es kommt immer wieder vor, dass Kinder nach dem Spielen in Wiesen mit Hautreizungen in Form von Rötungen und leichten Schwellungen nach Hause kommen. Diese Symptome werden als „Wiesen-Dermatitis“ bezeichnet. Sie sind jedoch nichts im Vergleich zu den Verletzungen, die man sich nach einem Hautkontakt mit der Herkulesstaude zuzieht. Sind die Kontaktstellen dann dem Sonnenlicht ausgesetzt, können schwere Hautverbrennungen, Verfärbungen und Schwellungen entstehen, die durch die im Saft der Pflanze enthaltenen phototoxischen Substanzen hervorgerufen werden. Im schlimmsten Fall können empfindliche Menschen oder Allergiker sogar einen anaphylaktischen Schock erleiden. Daher sollten Kinder nicht in die direkte Nähe der Pflanzen kommen oder mit Pflanzenteilen spielen. Aber auch für Erwachsene ist der Kontakt gefährlich.

Warum die Herkulesstaude auch für unsere Natur nicht gut ist

Die Herkulesstaude wurde im 19. Jahrhundert aus dem Kaukasus eingeführt und breitete sich in Nordrhein-Westfalen schnell aus. Die mehrjährige Riesendolde wurde als botanische Sensation und als Bienenweide in Parks- und Gärten in Deutschland gepflanzt und ist von dort aus verwildert. Typische Lebensräume sind die Ufer von Flüssen und Bächen, Straßenböschungen, Bahnlinien, Waldränder und Brachflächen. Eine Pflanze kann bis zu ca. 100.000 Samen produziert und ist in der Lage, schnell große Bestände aufzubauen.

Auch im Kreis Herford gibt es an einigen Stellen schon Reinbestände von Herkulesstauden. Sie beschatten den Boden so stark, dass einheimische Pflanzen völlig unterdrückt werden. An Fließgewässern stellen diese „Herkulesstaudenwälder“ auch noch eine starke Erosionsgefahr dar. Anders als Pflanzen, die hier natürlich vorkommen, hält der Gigant das Ufer mit seiner Pfahlwurzel nicht fest.

Bekämpfung der Herkulesstaude (Riesenbärenklau)

Die Biologische Station führt schon seit mehreren Jahren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Riesenbärenklaus durch. Da bisher noch kein “Patentrezept” für die Bekämpfung existiert, sind die Biostationsmitarbeiter mit unterschiedlichen Methoden gegen die Pflanze vorgegangen.
Um eine Massenverbreitung zu verhindern sollte die Samenentwicklung gestoppt werden. Am wirksamsten erwies sich dabei das komplette Entfernen der Pflanze inklusive dem Ausgraben der Wurzel. Die Blüten- und Samenstände müssen entsorgt werden, da auch abgeschnittene Blütendolden nachreifen und Samen produzieren können. Auf den bearbeiteten Flächen ist eine sorgfältige Nachkontrolle erforderlich.

In den von der Station betreuten Naturschutzgebieten wurden so erste Erfolge erzielt. Da die Pflanze sich aber nicht nur in den NSG angesiedelt hat, sondern sich im ganzen Kreisgebiet ausbreitet und sich dabei nicht an Zuständigkeitsgrenzen zwischen Bund, Land, Kreis, Kommunen und Privaten hält, ist eine übergreifende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Riesenbärenklaus besonders wichtig.

Das Projekt

Aus diesem Grund hat die Untere Landschaftsbehörde (Kreis Herford) zusammen mit der Biologischen Station Ravensberg und den neun Kommunen ein mehrjähriges Projekt zur Bekämpfung der Herkulesstaude ins Leben gerufen.

Das Projekt wurde im Juni 2005 gestartet und wird seit dem in der gesamten Vegetationsperiode der Herkulesstaude durchgeführt. So wurden auch in diesem Jahr im Mai die Tätigkeiten wieder aufgenommen. Die Koordination des Projektes hat die untere Landschaftsbehörde übernommen. Der Einsatz, die Anleitung und Betreuung der Mitarbeiter sowie die Erfolgskontrolle wird sowohl von der Biologischen Station als auch von der unteren Landschaftsbehörde durchgeführt. Die durch das Projekt gewonnenen Daten werden so gesammelt, ausgewertet und dokumentiert, dass sie als Grundlage für die effektive Bekämpfung in den kommenden Jahren dienen.Eine selbst herausgebrachte Broschüre (siehe rechts) soll dabei helfen, die Bevölkerung über die Herkulesstaude und die Bekämpfungsmöglichkeiten aufzuklären.Weitere Informationen zum Projektjahr 2006 sind in dem hier archivierten Zeitungsartikel der Neuen Westfälischen (PDF-Datei, 1,2 MB) nachzulesen

Ergebnisse aus dem Projekt 2019 :

  • Herkulesstauden kommen in allen Kommunen des Kreises Herford vor. Schwerpunkt der Verbreitung ist in Vlotho mit 92 und Herford mit 81 bekannten Standorten.
  • von den 283 bekannten Standorten im Kreis Herford werden 76 von der Biologischen Station bearbeitet. Es handelt sich um Flächen mit einzelnen Pflanzen bis hin zu einer Fläche mit über 700 Exemplaren.
  • 25 Standorte wurden 2019 im Rahmen dieses Projektes durch Ausstechen der Wurzel, der einzigen wirksamen Methode, bekämpft. Insgesamt wurden alleine durch die Biostation gut 2300 Pflanzen entfernt.
  • 49 Standorte wurden in den vergangenen Jahren erfolgreich bekämpft, so dass diese 2019 durch die Stationsmitarbeiter nur noch kontrolliert wurden.
  • über 240 Arbeitsstunden hat allein die Biologische Station Ravensberg im Jahr 2019 in die Bekämpfung der Herkulesstaude investiert.


Übersichtskarte

Die Übersichtskarte zeigt die uns bekannten und kartierten Herkulesstaudenstandorte (Stand 31.12.2019). Durch Klick auf die Karte öffnet diese sich in besserer Qualität.



Ansprechpartner:

  • Untere Landschaftsbehörde:
    Hanna Frick-Pohl, Tel.: 05221 132321
  • Biologische Station Ravensberg:
    Thomas Wehrenberg, Tel.: 05223 78250

Wir brauchen aber auch Ihre Hilfe
um der Staude Herr zu werden! Darum bitten wir um Ihre tatkräftige Unterstützung:

  • für die Erfassung der bestehenden und sich neu ausbreitenden Herkulesstaudenbestände, da uns mit Sicherheit nicht alle Standorte bekannt sind. Bitte informieren Sie die Biologische Station über die Ihnen bekannten Standorte.
  • auch bei der Bekämpfung selbst ist Ihre Mithilfe gefragt. Je mehr Leute sich an der Bekämpfung der Herkulesstaude beteiligen, um so größer sind die Erfolgsaussichten!

Was man nicht tun sollte:

  • nicht in Panik geraten sobald man eine große Pflanze mit weißen Doldenblüten sieht
  • die Pflanzen nicht ziellos mit Hacke und Spaten, womöglich mit Chemikalien, zu vernichten suchen
  • schon gar nicht die Blüten- und vor allem nicht unreife (sie reifen nach!) oder reife Fruchtstände in der Landschaft verteilen!

Was man tun sollte:

  • Wenn man auf eine verdächtige Pflanze trifft, unbedingt prüfen ob es sich nicht vielleicht um den einheimischen Bärenklau handelt, denn der sollte unbedingt stehen gelassen werden. Zur Bestimmungshilfe kann untenstehende Tabelle genutzt werden.
  • Wenn Sie im Garten oder in der Umgebung an Straßen- und Waldrändern Standorte der Herkulesstaude finden, die nur wenige Pflanzen umfassen (Einzelpflanzen), empfehlen sich folgende Maßnahmen: Am Besten ist es, die Jungpflanzen ab April/Mai mit einem Spaten auszustechen und die Wurzeln verdorren zulassen in dem man sie in die Sonne legt. Die Fläche sollte man den ganzen Sommer immer wieder kontrollieren und die Arbeit ggf. wiederholen. Falls doch einige Pflanzen zur Blüte kommen, sollten die Blütenstände vorsichtig entfernt und in der Restmülltonne entsorgt werden. Nicht kompostieren, nicht in die Komposttonne – Ausbreitungsgefahr!!
  • Bei größeren Beständen kann es auch hilfreich sein , wenn man die Pflanzen kurz vor der Blüte abmäht und die Wurzeln in ca. 20cm Tiefe absticht. Das Mähen muss mindestens sechsmal in einer Saison im Abstand von 10-14 Tagen wiederholt werden. Dabei sollte man unbedingt auf niedrig wachsende „Notblüten“ achten, die vorher zu entfernen sind. Nach einem Jahr ist die Arbeit leider nicht getan, die Samen im Boden bleiben mindestens 10 Jahren keimfähig, so dass auch in den Folgejahren die Fläche immer wieder kontrolliert werden muss.
  • Vor allem wenn Sie größere Ansammlungen der Staude entdecken, aber auch bei Einzelfällen an Straßen, melden Sie sich bitte beim Kreis oder der Biologischen Station Ravensberg.


Schutzmaßnahmen:

Ganz wichtig bei Arbeiten mit der Herkulesstaude ist die Schutzkleidung.
Dazu gehören:

  • Handschuhe, die mit
  • einem langärmeligen Hemd / Sweatshirt abschließen,
  • lange Hose, feste Schuhe
  • evtl. Gesichtschutz und
  • Sonnencreme

Falls doch Hautkontakt mit Pflanzenteilen oder dem Saft erfolgt ist, sofort mit klarem Wasser abspülen, die Stelle mit Sonnencreme einreiben und vor der Sonne verstecken. Das Abheilen dauert meist ein bis zwei Wochen. Auch danach sollte die Sonne gemieden werden. Bei stärkeren Beschwerden sollte unbedingt der Hausarzt aufgesucht werden.


Herkulesstaude oder einheimischer Wiesen-Bärenklau ?

Projekte

Fahr im Kreis: 10 Fahrrad-Naturrouten im Kreis Herford

Fahrradfahren und freie Natur gehören untrennbar zusammen. Mit diesen Routenvorschlägen für den aktiven Freizeitradler halten Sie ein besonderes Produkt in den Händen:

Sie fahren nicht nur durch die Landschaft hindurch sondern auch zu ihr hin!

Diese Fahrradrouten folgen schon einmal verschlungenen Wegen. Wissenswertes zu Tieren und Pflanzen, über die lokale Geschichte und über die jahrhundertealte Verbindung von Mensch und Kulturlandschaft lassen sich an den zahlreichen Wegpunkten auf den 16 – 28 km langen Rundwegen erfahren.

Dabei sind schöne Aussichten, interessante Einblicke, regionale Besonderheiten oder Merkwürdigkeiten – lassen Sie sich überraschen mit ganz anderen Aspekten der direkten Umgebung von Spenge, Enger, Rödinghausen, Bünde, Kirchlengern, Hiddenhausen, Herford, Löhne und Vlotho.

Viel Spaß wünscht Ihnen

Die Biologische Station Ravensberg

Tipp

Lassen Sie sich bei Ihrer Tour von Satelliten leiten! So finden Sie zuverlässig Ihren Weg und können sich ganz entspannt auf die Landschaft konzentrieren.

Die Rundwege können Sie kostenlos als GPS-Track von unserer Homepage herunterladen und auf ihr Navigationsgerät aufspielen.

Haben Sie kein entsprechendes technisches Gerät? Macht nichts! Die Fahrradfreizeitrouten sind zwar nicht beschildert. Aber wir haben für Sie eine detaillierte Karte mit allen wichtigen Informationen vorbereitet

Alle weiteren Informationen und Downloads finden Sie unter:

www.fahr-im-kreis.de

Projekte

Spürnasen in der Natur – Mit Sinnen in Bewegung

Für Kinder von 3 bis 11 Jahren gibt es seit 2007 ein besonderes Angebot der Biologischen Station. Vier “Spürnasenpfade” in Waldgebieten im Kreis Herford wurden angelegt. Bis 2018 haben dort schon über 17.000 Kinder während unserer Führungen den Wald spielerisch erlebt.

Spürnasenpfade sind gesperrt.

Aus Sicherheitsgründen
ist das Betreten der
Spürnasenpfade
inklusive Spielstationen
und Bauten
zur Zeit untersagt!

Dank der Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Herford können wir auch 2019 dieses einmalige Angebot zu den gewohnt familienfreundlichen Konditionen von 25 € pro Führung anbieten.

Die Spürnasenpfade stehen für eine Erlebnispädagogik, die zur Verbesserung von Wahrnehmung und Wissen über die Natur beitragen will und zugleich Verantwortung im Umgang mit der belebten Umwelt vermittelt. Dem kindlichen Bedürfnis nach Bewegung wird auf den Pfaden entsprochen, um so Übergewicht und Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen wirksam vorbeugen zu können. Ausprobieren, Spielen, Lernen und Entspannen – für alle ist etwas dabei.

Was wurde gemacht?

4 Spürnasenpfade wurden in  Wäldern im Kreis Herford auf öffentlichen Flächen angelegt. Die Pfade wurden so gewählt, dass der Weg für die Kinder der Grundschulen, Kindergärten, Kitas und Ganztagsschulen kurz ist. Die Analyse möglicher Standorte hat ergeben, dass der Schweichelner Wald, Randringhausen, der Stuckenberg und das Katzenholz besonders geeignet sind.

Der Pfad im Katzenholz wurde Anfang 2017 aus Verkehrssicherheitsgründen und wegen zu geringer Nutzung durch die Kinder nach 10 Jahren geschlossen. Die Kinder aus der Region Spenge und Enger können sehr gut den Spürnasenpfad im Schweichelner Wald nutzen.

Als Ersatz für den Spenger Pfad haben wir einen neuen Spürnasenpfad in der Ebenöde in Vlotho am 11.07.2017 eröffnet.

Was wurde wo gebaut?

Am Eingang eines Pfades befindet sich eine Informationstafel mit einer Wegbeschreibung. Mehr Tafeln gibt es nicht!

Die einzelnen Stationen an jedem Pfad sind mit Symbolen auf Pfählen gekennzeichnet, z.B. Eichhörnchen, Dachs, Frosch. An jeder Station können nach verschiedenen Aktivitätsstufen, die sich an dem „flow learning konzept“ von Joseph Cornell orientieren, Walderlebnisspiele durchgeführt werden. Die dazu benötigten Materialien (Augenbinden, Malsachen um Rinde und Blätter abzuzeichnen, Seile, etc.) bringen die gebuchten Exkursionsleiter mit. Für die Kinder, LehrerInnen, ErzieherInnen und Eltern das “Rundum-sorglos-Paket”. Bei jeder Führung sollte zusätzlich eine erziehungsberechtigte Person von Ihnen mitgehen.

An geeigneter Stelle wurden Barfußtastpfade angelegt.

Zusätzlich wurden am Wegesrand, zwischen den Stationen, verschiedene Bauten wie z.B. Balancierbaumstämme, Stubben, Baumtelefone, Holzxylophone, Summbäume, Insektenhotels usw. errichtet. Es wird Wert darauf gelegt Naturmaterialien zu verwenden, die wenig verändert werden. Alle Bauten stehen am Rand des Weges und beeinträchtigen die  Befahrbarkeit für die Forstarbeiten nicht.

Wo buche ich eine Führung?

Dieses attraktive Angebot für Kinder und Familien im Kreis Herford der Biologischen Station können Sie über unser Buchungsformular seit 2008 buchen.  Dazu bitte das Buchungsformular ausdrucken und ausgefüllt an die Biologische Station senden.
Download Buchungsformular

Biologische Station Ravensberg
Am Herrenhaus 27
32278 Kirchlengern
(05223) 761386
(oder 05223 – 78250)
Fax 05223 – 78522
foej@bshf.de

Die Spürnasen in der Natur sind Teil des Projektes
Kids Vital im Kreis Herford .
Dort finden Sie auch weitere interessante Aktivitäten für Kinder.

Spürnasen Infos:

Neueröffnung des Spürnasenpfades in der Ebenöde in Vlotho am 11.07.2017

Der Spürnasepfad im Katzenholz in Spenge wurde aus Verkehrssicherheitsgründen und wegen zu geringen Nachfrage geschlossen und abgebaut. Die Kinder aus Spenge und Enger können alternativ sehr gut den Pfad im Schweichelner Wald nutzen.


Die Spürnasenpfade im Schweichelner Wald, Stuckenberg und Randringhausen sind weiterhin wie gewohnt nutzbar. Hier finden, wie jedes Jahr im Frühjahr, in den nächsten Wochen Renovierungsarbeiten statt, um die Winterschäden zu reparieren und den Pfad wieder für die neue Spielsaison herzurichten.

Führungen von 2-3 Stunden können weiterhin bei der Biologischen Station für
25€ gebucht werden. Die Rucksäcke werden nicht mehr ausgeliehen.

Projekte

Handbuch Artenschutz im Kreis Herford

Einleitung:

Das Handbuch Artenschutz im Kreis Herford (als ein Bestandteil des Landschaftskatasters des Kreises Herford) ist ein gemeinschaftliches Projekt der Biologische Station und dem Amt für Landschaft und Bauen des Kreises Herford, gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Herford.

Die wichtigsten Ziele sind:

  • Die Sicherung und Förderung besonders gefährdeter Arten und deren Lebensräume im Kreisgebiet
  • Aufbau und Fortführung eines digitalen Datenbestandes zum verbesserten Überblick über die Situation der belebten Natur im Kreis
  • Information der interessierten Öffentlichkeit und der Behörden bei den Kommunen

In der Projektbeschreibung sind näher Infos über die Entstehung und Verwendung des Artenschutzhandbuchs aufgeführt.

Unter Artensteckbriefe finden Sie zunächst eine Übersicht der Steckbriefe ausgewählter Arten aus dem Kreis Herford.
Die einzelnen Steckbriefe enthalten neben einer allgemeinen und speziell für das Kreisgebiet geltenden Beschreibung eine Verbreitungskarte, die das Vorkommen der Art im Kreisgebiet verdeutlicht. Dazu wurde das Kreisgebiet in 22 gleichmäßige Rechtecke eingeteilt (TK25 viertel). Kommt die Art mindestens einmal in einem Rasterrechteck vor, ist dies mit einem Punkt im Zentrum des Vierecks dargestellt.

Unter Beobachtungen können Sie uns selber eigene Beobachtungen zu den schon im Handbuch aufgeführten oder zu weiteren besonderen Arten mitteilen.

Wollen Sie weitere Informationen, vielleicht auch zu anderen als die hier beschriebenen Arten, dann werden Sie vielleicht im Infosystem der LANUV fündig.
Auch das Internetportal www.natur-in-nrw.de stellt zahlreiche Artenprofile zur Verfügung.

Veröffentlichungen

Sodann bildet die Warmenau die Grenze

Wie ein natürliches Fließgewässer zur künstlichen Grenze wurde und später zum begradigten Bach

Verfaßt von Heidrun Bücker und Klaus Nottmeyer-Linden

Erschienen im Historische Jahrbuch 1998, Seite 145 – 163

Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 1996

Herausgegeben vom Kreisheimatverein Herford e.V.

ISBN 3-89534-207-6

Bezug über den Kreisheimatverein (Restposten)
oder über die Biologische Station (Kopie)
oder per Download: PDF-Datei (4MB)

Auszug aus der Veröffentlichung:

Einleitung:

Die Warmenau ist 19,6 km lang und heute auf ca. 14 km Länge die Grenze zwischen den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Ihr Ursprung liegt auf dem Gebiet der Stadt Werther am Fuße des Teutoburger Waldes. Nach wenigen Kilometern Fließstrecke ist der Bach, der sich mehr und mehr zu einem kleinen Fluß entwickelt, zugleich Begrenzung der Kreise Herford und Osnabrück, der Kommunen Spenge und Melle. Kurz vor der Mündung verliert die Warmenau die Funktion als Grenze und mündet auf niedersächsischer Seite in die Else.

Immer wieder in der Geschichte haben Flüsse und Bäche – ebenso wie Gebirge und Küstenlinien – die Grenze zwischen verschiedenen Territorien gebildet. An der Warmenau gab es viele Jahrhunderte nach der Besiedlung und Urbarmachung des Landes zunächst keine Grenze. Erst durch langwierige und schwer durchschaubare Fehden und Streitigkeiten, die Jahrhunderte andauern, wird der ungehindert fließende Bach in die Funktion einer Grenze gezwungen. Lange Zeit verhindert nun das Festhalten am Grenzverlauf in der Mitte des Gewässers einen Ausbau oder eine Begradigung; eine gemeinsame Anstrengung zur Begradigung war aufgrund der unüberbrückbaren Gegensätze nicht denkbar, geschweige denn durchführbar.

Erst im 20. Jahrhundert ergibt sich in der Zeit des “Großdeutschen Reiches” die Möglichkeit, die Grenze in ihrer Funktion zu verneinen und ihren Verlauf und damit auch den Bach zu verändern. Im folgenden soll die bewegte Geschichte der Warmenau kurz dargelegt werden. An einem konkreten Abschnitt des Gewässers wird zudem die Entwicklung und Konsequenzen der Begradigung geschil

Veröffentlichungen

Angebotsnaturschutz

Klaus Nottmeyer-Linden, Stefan Müller und Dieter Pasch (Bearb.)

Vorschläge zur Weiterentwicklung des Vertragsnaturschutzes

Tagungsbericht der gleichlautenden Fachtagung 23.-24. Oktober 2002 in Wuppertal

Erschienen in den BfN – Skripten 89 beim Bundesamt für Naturschutz, Bonn- Bad Godesberg 2003, 107 Seiten

Gefördert und Herausgeben vom Bundesamt für Naturschutz

Bezug über das BFN oder der Biologischen Station Ravensberg

Sie können die Veröffentlichung auch bald als PDF-Dokument anzeigen lassen und auf Ihren Rechner speichern:

ist noch in Vorbereitung

Zusammenfassung

Auf einer Tagung zum Thema Vertragsnaturschutz trafen sich am 23. und 24.10.2002 in Wuppertal 77 Teilnehmer aus Forschung, Verwaltung, Landwirtschaft und Naturschutz – unter ihnen 10 Referenten aus Deutschland und der Schweiz.
Es wurde allgemein bekräftigt, dass dem Vertragsnaturschutz als einem sehr erfolgreichen Kooperationsmodell zwischen Landwirtschaft und Naturschutz eine besonders wichtige Rolle bei der zukünftigen Umsetzung von Naturschutz- und Agrarumweltzielen zukommt.
Europäische wie bundesdeutsche Rahmenbedingungen im aktuellen Vertragsnaturschutz wurden vorgestellt und mögliche Entwicklungen für die Zukunft skizziert. Dabei wurde ein erhöhter Abstimmungsbedarf zwischen den Bundesländern, dem Bund und der EU deutlich.
Wege außerhalb der EU-Förderung offenbarten sich am Beispiel der Schweiz, die vor allem in der Effizienzkontrolle und der Qualitätssicherung einen gewissen Vorsprung vor den EU-Ländern zu haben scheint.
Aktuelle Beispiele aus der Forschung und der administrativen Umsetzung bei der Erfolgskontrolle und der Verbesserung im Sinne einer Ergebniskontrolle zeigten auf, dass auch innerhalb der EU-Förderung viel Spielraum genutzt werden kann und neue Wege beschritten werden sollten. Oftmals hapert es aber an der Umsetzung vor Ort, wie es konkrete Beispiele aus Nordrhein-Westfalen belegten.

Zum Abschluss der Tagung wurden Ansätze zur Weiterentwicklung des Vertragsnaturschutzes aus Sicht der Landwirtschaft und des Naturschutzes vorgestellt und ausgiebig diskutiert, wobei immer wieder auf die Gemeinsamkeiten verwiesen wurde. Gewarnt wurde vor bürokratischen Hemmnissen, zu deren Reduzierung auch konkrete Vorschläge vorliegen.

Veröffentlichungen

Geschichte des Vogelschutzes in Deutschland

Erschienen:

In NNA-Berichte 16. Jahrgang/2003, Heft 2:
Naturschutz-Indikatoren / Neue Wege im Vogelschutz

Herausgeber & Bezug:

Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz
Hof Möhr, D-29640 Schneverdingen
Telefon (05199) 989-0, Telefax (05199) 989-46
e-mail: nna@nna.de
Internet: www.nna.de

Autor: Klaus Nottmeyer-Linden

Download:
finden Sie hier PDF-Download (69 kB)

Einleitung:
Der Beitrag ist der Versuch, die Geschichte des Vogelschutzes aus zugegeben subjektiver Sicht in wenigen, stark zusammengefassten Abschnitten darzustellen und einige persönliche Thesen auch zur Zukunft des modernen Vogelschutzes zu wagen. Eingangs möchte ich Anna-Katharina Woebse und Friedemann Schmoll ganz besonders herzlich danken, die mir wertvolle Literaturhinweise und besonders auch Einblick in noch nicht veröffentlichte Schriften gaben. Beide sind mit ihrer Arbeit zur Geschichte des Natur und Vogelschutzes eng mit dem Archiv, Forum und Museum zur Geschichte des Naturschutzes in Deutschland in Königswinter verbunden. Wir können uns glücklich schätzen, dass es diese Einrichtung gibt, die in Zukunft noch viele wichtige Arbeiten über dieses spannende Thema fördern und hervorbringen wird.

Veröffentlichungen

Das Hobby des Zigarrenfabrikanten

Die Steinmeistersche Fischzüchterei zu Bünde

Verfaßt von Susanne Schütte

Erschienen im Historische Jahrbuch 2004

Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003

Herausgegeben vom Kreisheimatverein Herford e.V.

ISBN 3-89534-531-8

Bezug ab dem 15. November 2003 im Handel oder über den Kreisheimatverein

Auszug aus der Veröffentlichung:

Eigentlich wollte August Steinmeister 1880 nur einen Goldfischteich im Garten seiner neu errichteten Villa in der Eschstraße 43 anlegen. Daraus entstanden sind die Bünder Fischzuchtanlagen, die zu ihrer Zeit landesweit und darüber hinaus so bekannt waren, dass sogar die Fachleute der zoologischen Sektion des Westfälischen Provinzial-Vereins für Wissenschaft und Kunst in Münster sich dafür interessierten. Schon die unspektakulären Anfänge waren für Bismarcks Staatssekretär für Landwirtschaft Grund genug, sich 1880 bei einer Reise durch den Kreis Herford diese Anlagen von dem damaligen Landrat Dr. Rudolf von Borries vorführen zu lassen…

Veröffentlichungen

Alte Obstsorten

neu entdeckt für Westfalen und Lippe
Sortenwahl, Pflanzung, Pflege

3. aktualisierte Auflage, Oktober 2008, 84 Seiten

Herausgegeben und gefördert durch:
Biologische Station Ravensberg und Stiftung für die Natur Ravensberg,

in Zusammenarbeit mit:
Pomologen-Verein e.V.

gefördert durch:
Nordrhein-Westfälische Stiftung für Umwelt und Entwicklung

Text:
Hans-Joachim Bannier

Gestaltung sowie Apfelzeichnungen:
Corinna Lüdtke

Druck:
Hans Kock Buch- und Offsetdruck GmbH, Bielefeld

Adressenliste: 2017 überarbeitet
als Download (pdf-Datei, 0,5 MB)

Zusammenfassung:

Für Obstbaumbesitzer und solche, die es werden wollen:

Ein kompakter Ratgeber mit “einfachem”, aber dennoch solidem Obstbauwissen über Sortenwahl, Pflanzung und Pflege von Obstbäumen für Streuobstwiesen sowie für den Haus- und Kleingarten. Für Obstwiesenbesitzer, Selbstversorger, Hobbygärtner, Nebenerwerbs-Landwirte ebenso wie für Naturschutzbehörden, Naturschutzverbände, Heimatvereine oder Baumschulen.

Mit einem umfangreichen Anhang regionaler Adressen (Baumschulen, Mostereien, Aufpreisvermarktern Beratungsangebote etc) aus ganz Westfalen und Lippe sowie angrenzenden Regionen.

Seit der zweiten Auflage jetzt mit zahlreichen farbigen Abbildungen regionaltypischer und robuster Apfelsorten Westfalens. Ein Beitrag zur Erhaltung alten bäuerlichen Kulturguts

Preis:4,80€ zuzüglich Porto
In der Zeit vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 reduziert sich der Preis entsprechend der MwSt-Senkung.
Bezug per Post:Stiftung für die Natur Ravensberg
Am Herrenhaus 27
32278 Kirchlengern
Bezug per E-mail:schuette@bshf.de

weiter Informationen rund ums Obst erhalten Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiesen oder unter:

www.pomologen-verein.de
www.streuobst.de

Aktuelles

Dienstag - 30.06.2020

Wege durch das Füllenbruch

Ein Artikel von Meiko Haselhorst, der auch im Zuge der Reihe “Wege durch den Sommer” in der NW veröffentlicht wurde
Enger, 09.06.2020

Klatschmohn, Rosen, Ackerwinde

Wege durch den Sommer (1): Wer morgens um halb sieben mit dem Fahrrad und mit wachen Sinnen durch das Füllenbruch fährt, kann dort Energie für den ganzen Tag tanken.

Meiko Haselhorst

Die Bank ist noch ein wenig feucht vom Morgentau. Ich setze mich trotzdem hin – alles andere wäre hier schon fast fahrlässig: Rechts neben mir, nur wenige Meter entfernt, zwitschert ein Zaunkönig in der üppig blühenden Hagebutte. Direkt hinter mir, am Rand des Roggenfeldes, summen die Hummeln im feuerroten Klatschmohn. Und vor mir erstreckt sich unter dem strahlend blauen Himmel eine frisch gemähte Wiese und verströmt ihren unwiderstehlichen Duft nach Heu. In etwa fünf Metern Höhe schwebt ein Rotmilan dahin. Allein hierfür hat sich das frühe Aufstehen gelohnt.

Eine halbe Stunde zuvor: Über die Untere Wiesenstraße in Sundern geht’s mit dem Rad direkt hinein in das Naturschutzgebiet. Auf einer gemähten Wiese links neben mir tummeln sich Rabenkrähen, Saatkrähen und ein Fasanenpärchen. Und dazwischen hoppelt ein Feldhase. Kaum biege ich nach links in das Sträßchen „Am Vogelholz“ ein, bin ich schon wieder auf Herforder Gebiet. Die Stadt und die Großgemeinde Hiddenhausen teilen sich das seit 1977 geschützte Areal, der weitaus größere Teil der geschützten 140 Hektar gehört allerdings zu Hiddenhausen.

Ich überquere den schon vor Jahren renaturierten Düsedieksbach und werfe einen Blick auf die Infotafel. Elritzen soll es in diesem Bächlein geben, ein Indiz für gute Wasserqualität. Jetzt gerade sausen dort unten im Kolk nur ein paar Stichlinge herum. Mit ihren hektischen Bewegungen produzieren die kleinen Raubfische winzige Schlammwölkchen am Grund. Auf der Wasseroberfläche spiegelt sich das Sonnenlicht, unzählige Mücken vollführen auch am frühen Morgen schon einen wilden Tanz.

Ich steige auf den Sattel und fahre ein Stück weiter. Links von mir, im Schilf, knackt und knistert es leise – die Morgensonne heizt die trockenen Vorjahreshalme auf. Seit Jahren ziehen hier im Röhricht die Rohrweihen ihre Jungen groß – seltene Greifvögel, auf die die Biologen der Region ein besonderes Augenmerk haben. An diesem Morgen lassen sie sich leider nicht blicken. Dafür singen mir Rohrammer und Rohrsänger in Stereo etwas vor. Ein Kuckuck macht mir ebenfalls lautstark seine Aufwartung. Und irgendwo im Dickicht rechts neben mir verzückt mich eine späte Nachtigall mit ihrem unverwechselbaren Gesang.

Ich biege nach rechts in einen schmalen Weg ein. Unter den Reifen knirscht der Splitt. Große Weiden, Pappeln, Erlen und andere Bäume werfen hier kühlen und dunklen Schatten, ich muss die Sonnenbrille absetzen. Wilde Rosen ranken sich an den Bäumen empor. An den Wegrändern stehen zwischen all den Sträuchern schon kniehoch Brennnesseln, Wilde Möhre und Labkraut. Es riecht nach Holunderblüten.

An einigen Stellen riecht es nach fauligem Schlamm. Ich halte an, biege mit den Armen ein paar Zweige am Wegesrand auseinander und werfe einen Blick auf einen der schwarzen Waldtümpel, die im Winter gut zu sehen sind, sich im Sommer aber hinter einer dichten Blätterwand verstecken. Eine Entenmutter mit sechs Küken im Schlepptau entfernt sich leise schnatternd vom Ufer. Dafür, dass der Sommer kaum angefangen hat, steht das Wasser hier schon sehr niedrig.

Noch etwas weiter liegt rechterhand die nächste große Wiese. Häufig sind hier die Lippinghauser Weißstörche bei der Nahrungssuche zu beobachten. An diesem Morgen leider nicht. Wahrscheinlich sitzen sie in Lippinghausen auf ihrem Horst. Dafür stakst ein Graureiher mit vorsichtigen Schritten durch das hohe Gras. Als ich meine Kamera herausholen will, breitet er seine Flügel aus und stößt sich vom Boden ab. Mit seinem rückwärts gebogenen Hals und den nach hinten gestreckten Beinen erinnert er in der Luft an einen Flugsaurier.

An einer Feldweg-Kreuzung biege ich nach rechts ab, an einer kleinen Weggabelung ein weiteres Mal. Direkt vor mir scheinen zwei Eichhörnchen Fangen zu spielen. Zuerst sehen sie mich gar nicht, erst als ich nur noch wenige Meter von ihnen entfernt bin, schlagen sie sich fix in die Büsche.

Da steht sie, die Sitzbank, keinen Steinwurf entfernt von der Dorfstraße. Flankiert von Klatschmohn und blühender Hagebutte. Ich setze mich, breite die Arme auf der Rückenlehne aus, schlage die Beine übereinander und genieße. Am Heimstättenweg sind die meisten Jalousien noch unten.

„Früher haben auf dieser Wiese immer die Kiebitze gebrütet“, geht es mir nach einer Weile durch den Kopf. Dieses Jahr sind sie nicht mehr gekommen. Mit dem Kiebitz geht’s abwärts. Früher hätte man hier auch mit Sicherheit eine Lerche gesehen und gehört, wahrscheinlich sogar mehrere. Und mit etwas Glück auch ein paar Rebhühner. Alle nicht mehr da.

Von links steigt mir der Geruch von Bier in die Nase. Der Mülleimer neben der Bank quillt über, Flaschen und Dosen liegen auf dem Boden verteilt. Aber all das wollen wir heute mal ausblenden.

Aktuelles

Freitag - 05.06.2020

Waldohreule beim Beuteflug

In den vergangenen Wochen hat im Naturschutzgebiet Füllenbruch in Hiddenhausen die Waldohreule erfolgreich gebrütet. Dem Naturfilmer Ulrich Haufe ist es gelungen, den Beuteflug im Video festzuhalten.

Das Video kann auf YouTube angeschaut werden.

Aktuelles

Dienstag - 26.05.2020

Brutsaison Kiebitz 2020 im Kreis Herford

Mit einem ersten Zwischenstand (22.04.2020) hatten wir im Kreisgebiet an 8 Standorten mehr als ein Paar Kiebitz, das einen Brutversuch gestartet hat.

Insgesamt konnte man Ende April von einem Brutbestand von 33-35 Brutpaaren ausgehen. Drei Kolonien sind durch längerfristige Verträge gesichert, für eine weitere gibt es einen jährlichen Vertrag. An anderen Stellen wurden Gelege markiert oder die Bewirtschaftung abgesprochen. Auffällig ist, dass einige Paare offenbar erst ab 10.-15.4. mit der Brut begonnen haben, andere hatten da fast schon Junge. Insgesamt haben wir im Kreis Herford mehr Paare als im letzten Jahr; es scheint aber, dass weniger Vögel zu anfangs wirklich zur Brut geschritten sind. Außerdem sind einige Standorte verwaist oder nur noch durch 1-2 Paare vertreten.

Im Zuge der Nachkontrollen (bis zum 24.5.2020) ergibt sich folgendes Bild:

Rödinghausen: 1 Paar.
Bünde: In Ahle sicher drei Paare, die mindestens drei Junge führen, die schon recht groß sind. Ein weiteres Paar an der anderen Stelle wurde zu spät entdeckt, das Gelege ist der Bewirtschaftung zum Opfer gefallen (neuer Standort).
Löhne: Auf der Ausgleichfläche am NSG Blutwiese drei Paare sicher, die derzeit Junge führen bzw. noch brüten. Dazu ein weiteres Paar direkt an der Autobahn, das offensichtlich größere Junge hat. An der Schloss Ulenburg: statt 1-2 Paare noch eines, das aktuell Junge führt.
Spenge: Warmenau: 5 Paare, davon führt eines zwei Junge, vier Paare haben neu gelegt. Lenzinghausen: zwei Stellen mit zusammen 9 Paaren; an der ersten Stelle noch 2-3 Paare, die größere Junge führen (Vertrag Feldvogelinsel). Drei weitere am Ortsrand führen auch Junge (Vertrag).
Enger: Aktuell brüten drei Paare auf der Kranichwiese, 2-3 weitere auf einem Acker südlich und ein weiteres westlich des Bruches. Dazu zweimal 1 Paar an der Ortsumgehung Enger, die aber offensichtlich neu dorthin gekommen sind (ein brütendes Weibchen).
Herford: Im NSG Füllenbruch war zunächst 1 Paar, das wieder verschwunden ist. In HF-Diebrock brütet derzeit mind. ein Weibchen (neuer Standort).

Acht weitere, aus den Vorjahren bekannte Standorte, z.B. in Vlotho, Herford und Kirchlengern, wurden erneut aufgesucht, allerdings ohne Ergebnis.

Nach der zweiten Runde sind es nun (noch) sicher 32-34 Kiebitz-Brutpaare im Kreis Herford. An mindestens 8 Stellen gibt es z.T. schon größere Jungvögel. Gegenüber 2019 kann man von einer leichten Zunahme sprechen, wenn auch wichtige Standorte offensichtlich aufgegeben wurden (Herford Laar oder NSG Füllenbruch – dort hatten wir in guten Jahren allein 11 Brutpaare!).

Veröffentlichungen

Fahr im Kreis: 10 Fahrrad-Naturrouten im Kreis Herford

Mit einer schönen Banderole zu einem handlichen Packen vereint, bietet dieses 10er-Set auf 190 Seiten sehr informative Beschreibungen, viele Bilder und ausführliches Kartenmaterial.

1. Auflage, Herford, Dezember 2010

Herausgegeben 2010 durch den Kreis Herford in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Ravensberg

Druck: Mail Druck und Medien GmbH, Bünde, 1. Auflage, Dezember 2010

Preis 10er Set:6 € + Versandkostenpauschale von 2,00 €
In der Zeit vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 reduziert sich der Preis entsprechend der MwSt-Senkung.
 
Bestellung per Post/Telefon:Biologische Station Ravensberg
Am Herrenhaus 27, 32278 Kirchlengern05223 78250
  
Bestellung per E-mail:wehrenberg@bshf.de
Weitere Informationen:www.fahr-im-kreis.de
Die Biologische Station hat im Auftrag des Kreises zehn Freizeit-Fahrradrouten erstellt, die durch naturnahe, landschaftlich schöne und interessante Umgebung führen. Es geht vorbei an Jahrhundertlinden, Wasserschlössern, Feuchtwiesen und Bauernwäldern, Gedenksteinen, Obstwiesen, Kopfweiden und herrlichen Aussichtspunkten. So lassen sich ganz neue Einblicke in die Landschaft gewinnen – ganz bewusst auch abseits der „üblichen Wege“! Die Routen sind 16 –- 28 km lang und als Rundkurse mit einer Dauer von ca. 3 Stunden angelegt. Sie führen durch Vlotho, Rödinghausen, Löhne, Kirchlengern, Herford, Bünde, Enger, Hiddenhausen und Spenge, sind von Frühjahr bis Herbst befahrbar und vor allem zur Naherholung geeignet.Es bestehen für jede Naturroute ausführliche Beschreibungen mit den orts- und regionaltypischen Besonderheiten von Natur und Kulturlandschaft. Bisher konnten Texte und Karten nur auf der Homepage mit dem schönen Namen www.fahr-im-kreis.de heruntergeladen werden.

Nun liegen alle zehn Naturrouten auch gedruckt vor!
Veröffentlichungen

Vergleichende Untersuchungen in einigen Naturschutzgebieten des Kreises Herford (Eiberg, Kleiner Selberg, Linnenbeeke)

Erschienen:
Im 2013 veröffentlichen Berichtsband des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend (51. Bericht über die Jahre 2011 und 2012)

Herausgeber:
Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend e.V.

Redaktion:
Dr. Ulrike Letschert

Bezug über:
Naturwissenschaftlicher Verein für Bielefeld und Umgegend e.V.
Adenauerplatz 2, 33602 Bielefeld
Tel.: 0521/172434
Fax: 0521/5218810
info@nwv-bielefeld.de
www.nwv-bielefeld.de

Kosten:
10,- € + Porto

Download:
finden Sie hier PDF-Download (1 MB)

Im 51. Berichtsband des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend (51. Bericht über die Jahre 2011 und 2012, herausgegeben 2013) werden drei Naturschutzgebiete in Vlotho (Kreis Herford) beschrieben. Der Autor Heinz Lienenbecker und weitere Co-Autoren befassen sich mit den Naturschutzgebieten Eiberg, Kleiner Selberg und Linnenbeeke. Nach einer Beschreibung der Gebiete befasst sich Dr. Martin Büchner mit den geologischen und bodenkundlichen Grundlagen. Es folgen eine Liste der gefunden Pflanzenarten von Thore Wynarski und Tabellen der kartierten Pilzarten von Siegfried Findewirth und Marieluise Bongards.

Vegetationskundliche Erläuterungen und faunistische Beobachtungen (Gabriele Potabgy, Dieter Marten) ergänzen die Gebietsbeschreibungen. Zum Schluss werden von Gabriele Potabgy und Karl-Heinz Diekmann Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen der letzten Jahre in den drei Gebieten erläutert. Der Artikel wird durch 16 Abbildungen im Farbteil des Berichtsbandes illustriert.

Veröffentlichungen

Der Naturradwanderführer

Zu dem vielfältigen Angebot an Natur-, Themen- und Tagestouren für den aktiven Radfahrer im Kreis Herford kommt jetzt dieser Radwanderführer neu hinzu.

Die vielen Informationen mit ausgesuchtem Hintergrundmaterial sind die ideale Grundlage zur Vorbereitung einer Radtour. Die griffigen Texte und viele attraktive Fotos zu Geschichte, Landschaft und Kultur des Ravensberger Hügellandes laden einfach auch zum Schmökern und Blättern ein.

Extra für diesen Führer wurden fünf zusätzliche Radwanderrouten erstellt. Der interessierte Radfahrer kann mit ihnen die beschriebenen Besonderheiten thematisch gebündelt abradeln und intensiv erfahren.

1. Auflage, Herford, Dezember 2015

Herausgegeben 2015 durch den Kreis Herford in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Ravensberg

Druck: aktuell druck Offset GmbH & Co KG, Herford, 1. Auflage, Dezember 2015

Preis:8€ + Versandkostenpauschale von 1,50 €
In der Zeit vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 reduziert sich der Preis entsprechend der MwSt-Senkung.

Bestellung per Post/Telefon:Biologische Station Ravensberg
Am Herrenhaus 27, 32278 Kirchlengern05223 78250  

Bestellung per E-mail:wehrenberg@bshf.de

Weitere Informationen:www.fahr-im-kreis.de
  
 

Veröffentlichungen

Gemeinsam für den Vogelschutz

Die Biologischen Stationen und die Staatliche Vogelschutzwarte in NRW

In Nordrhein-Westfalen existiert seit 1939 eine staatliche, heute in das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) integrierte Vogeschutzwarte.

Seit den 1970er Jahren wurde ein nahezu flächendeckendes Netz Biologischer Stationen aufgebaut, die vor Ort unter anderem in der Schutzgebietsbetreuung, dem praktischen Artenschutz, der Begleitung des Vertragsnaturschutzes und der Öffentlichkeitsarbeit tätig sind.

Vogeschutzwarte und Biologische Stationen arbeiten in einer Reihe von Projekten zusammen. Verbesserungsmöglichkeiten werden im Informationsfluss und insbesondere in der Auswertung langjährig erhobener Daten über Vogelbestände und Vogelschutzprobleme gesehen.

Natur in NRW, Nr. 2/2016, Recklinghausen, Seite 22-24

Fachbeitrag von: Klaus Nottmeyer und Peter Herkenrath

Herausgegeben 2016 durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Ravensberg

Druck: B.O.S.S Medien GmbH

Bezug: als kostenlose pdf-Datei

Veröffentlichungen

Wie kam es zum »Naturräumlichen Fachkonzept Biologische Stationen in NRW«

Die vorliegende kleine Übersicht zur Entwicklung des »Naturräumlichen Fachkonzeptes Biologische Stationen NRW« fußt in wesentlichen Teilen auf einer ersten Lektüre und Analyse umfangreicher Unterlagen aus den Handakten von Thomas Neiss im Archiv der Stiftung Naturschutzgeschichte in Königswinter. Aufgrund der Fülle des Materials kann dies nur ein erster Schritt zu einer intensiveren Darstellung dieses ganz besonderen und bundesweit einmaligen Projektes des deutschen Naturschutzes sein. Hinzugefügt habe ich etliche eigene Eindrücke, Erlebnisse und Erinnerungen aus fast 25 Jahren, in denen ich als ehren- und hauptamtlicher Vertreter im Umfeld der Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen (NRW) aktiv gewesen bin. Dazu kommen Ergebnisse einiger Gespräche mit diversen beteiligten Personen. Für Korrekturen und Anregungen zu den sicher auch persönlich eingefärbten Ausführungen bin ich dankbar.

Das Grundgerüst zur Entstehung eines in dieser Form einmaligen Netzes von regionalen Naturschutzeinrichtungen bildete das 1990 veröffentlichte »Naturräumliche Fachkonzept «. Schon über 20 Jahre vorher war die Gründung ihrer Urform, der Station in den Rieselfeldern Münster, erfolgt; weitere Einrichtungen orientierten sich an diesem Vorbild. Eine Ausweitung der Förderung in Form eines regelrechten Programms erschien immer wieder in Ansätzen als Formulierung und Anregung in den gesichteten Unterlagen. Ein Konzept für das Netz von Biologischen Stationen in NRW »lag in der Luft«. Die
1980er Jahre – noch vor dem Eintritt der Grünen in die Landesregierung– erscheint im Rückblick als die ideale Zeit, um einem Konzept wie diesem den Weg zu bahnen. Nachdem der Plan zur Realisierung dieses einfachen und guten Gedankens in die Realität umgesetzt worden war, erhob sich heftige Kritik – eigentlich von allen Seiten. Und erstaunlich wenig Lob. Haushälterischer und politischer Druck bewirkte 15 Jahre später eine Neufassung des Konzeptes – gerade rechtzeitig, um finanziellen Einschnitten und politischem Gegenwind entgegentreten zu können. Dennoch konnten die negativen Einflüsse das Netz
der Stationen nicht zerreißen. Heute verbreitet sich im Land NRW und weit darüber hinaus die Ansicht, dass die Einrichtung dieses »Sozialwerkes für die Natur« (Neiss 1995) ein segensreicher Schachzug für den Naturschutz war. Trotz formaler und auch inhaltlicher Mängel des Fachkonzeptes von1990 hat es die Implementierung dieses Netzes überhaupt erst ermöglicht.Bei der Durchsicht vieler Schriftstücke aus dieser Zeit fällt auf, dass nicht nur der Start zum Aufbau der heute 40 Stationen in NRW im wahrsten Sinne des Wortes die Handschrift des langjährigen Abteilungsleiters Thomas Neiss trägt. Auch die Bewältigung der vielen Krisen danach war eine immerfort währende Aufgabe, die allen Unkenrufen zum Trotz von Erfolg gekrönt war. Bei der Verabschiedung in den Ruhestand überreichten die Biologischen Stationen dem »Vater« dieses besonderen Sozialwerkes einen Präsentkorb mit zahlreichen lokalen Produkten aus naturnaher Nutzung der Kulturlandschaften des Landes Nordrhein-Westfalen – unter dem beziehungsvoll doppeldeutigen Titel: »Die Früchte Ihrer Arbeit«. Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen.

Mensch Kultur Natur, Band 2 – Jenseits der scheinbaren Gewissheiten, Seite 281-295Fachbeitrag von: Klaus Nottmeyer

Herausgegeben 2016 durch den Klartextverlag.

Druck: Pátria Druckerei AG

Bezug: auf Bestellung hier in der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford e.V. erhältlich.
Veröffentlichungen

Unterwegs im Wittekindsland-Die CD

Ein Komm-mit-Buch für Kinder im Kreis Herford

Infos, Arbeitsblätter und Links für Lehrkräfte

Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2016

Herausgegeben vom Kreisheimatverein Herford e.V. unter Mitarbeit der Biologischen Station Ravensberg

ISBN 3-89534-566-0

Bezug im Handel oder über den Kreisheimatverein (9,- Euro)
In der Zeit vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 reduziert sich der Preis entsprechend der MwSt-Senkung.

Hierbei handelt es sich um die CD passend zum Buch „Unterwegs im Wittekindsland“. Sie ist eine CD die extra für Lehrkräfte erstellt wurde. Sie enthält Material mit Infos, Tipps und Arbeitsblättern zu den einzelnen Themen des Schulbuches.

Die Gliederung folgt der thematischen Aufteilung des Schulbuches. Zu jeder Seite des Schulbuches gibt es auf der CD-ROM unter dem gleichen Seitentitel weiterführendes Material unter folgenden Stichworten:

Wissenswertes zum Thema
mit Details zum Thema, die nicht immer für Grundschüler aufbereitet sind, aber für Themeninteressierte viel Neues bieten.

Aktionstipps
mit erprobten Adressen für Ausflüge, Betriebs- oder Museumsbesichtigungen

Buchtipps
mit Büchern zum Thema, die für Erwachsene und / oder für Kinder geeignet sind.

Medientipps & Links
mit Internetadressen und Medien für die Grundschule, die im Medienzentrum Kreis Herford ausleihbar sind

Zum Vorlesen
mit Geschichten, Sagen und Märchen zum Thema

Verweis
mit Hinweisen, wo weiteres Material zum Thema auf dieser CD-ROM zu finden ist

Auf den nächsten Seiten: Kopiervorlagen
mit zum Thema passenden Malvorlagen, Rätselseiten und Bastelanleitungen für die Schülerinnen und Schüler zum Ausdrucken, Kopieren und Weiterreichen.

Veröffentlichungen

Unterwegs im Wittekindsland

Ein Komm-mit-Buch für Kinder im Kreis Herford

Materialen für den Sachunterricht

Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2016

Herausgegeben vom Kreisheimatverein Herford e.V. unter Mitarbeit der Biologischen Station Ravensberg

ISBN 978-3-7395-1057-6

Bezug im Handel oder über den Kreisheimatverein (12,40 Euro)
In der Zeit vom 01.07.2020 bis 31.12.2020 reduziert sich der Preis entsprechend der MwSt-Senkung.

Dieses Buch ist für Entdecker gedacht. Für Leute ,die gerne herumstöbern. Zum Beispiel draußen in der Nachbarschaft. Oder in einem Buch wie diesem. Entdecker und Stöberer wie du finden in diesem Buch jede Menge Neuigkeiten aus deiner heimatlichen Umgebung. Sogar Sachen, von denen viele Erwachsene keine Ahnung haben: Tiere und Städte, Burgen und Flüsse, Menschen und Geschichten.

Dieses Buch ist aber nicht nur zum Lesen da. Mädchen und Jungen gehen damit auf Tour, am besten mit dem Fahrrad. Nimm Freunde oder die Eltern mit! Gemeinsam macht es mehr Spaß.

Veröffentlichungen

Nachweise für Fischotter und Biber mithilfe von Wildkameras im Gewässersystem der Else und Werre im Kreis Herford

Autorin: Saskia Dröge, Kirchlengern (Mit 18 Abbildungen und 11 Tabellen)

Erschienen:
Im 2016 veröffentlichten Berichtsband des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend e.V. (54. Bericht über das Jahr 2015)

Bezug des 54. Berichts über:
Naturwissenschaftlicher Verein für Bielefeld und Umgegend e.V.
Adenauerplatz 2, 33602 Bielefeld
Tel.: 0521/172434
Fax: 0521/5218810
info@nwv-bielefeld.de
www.nwv-bielefeld.de

Kosten:
7,50€ + Porto

Download:
finden Sie hier
PDF-Download (1,97 MB)
In den Jahren 2015 und 2016 untersuchte die Biologiestudentin Saskia Dröge im Rahmen ihrer Bachelorarbeit und mit Unterstützung der Biologischen Station Spuren von Fischottern und Bibern an der Else zwischen Bünde und Kirchlengern. Durch den Einsatz von Wildkameras wurde versucht, näheres über die Aktivität, Verbreitung und Anzahl beider Säugetierarten herauszufinden. Es stellte sich die Frage, ob die Gewässer im Kreis Herford dauerhaft von Fischottern aufgesucht werden. Des Weiteren galt es zu klären, ob sich weiterhin mindestens ein Biber an der Else im Kreis Herford aufhält und woher dieses Tier stammen könnte. Mithilfe der Wildkameras konnten über 13 Säugetierarten in Gewässernähe der Else dokumentiert werden, unter anderem auch ein Biber. Die Aufnahmen bestätigen, dass es sich nur um ein Tier handelt, das hauptsächlich bei Dunkelheit aktiv ist. Durch die genetische Untersuchung einer Haarprobe wurde festgestellt, dass es sich um einen männlichen osteuropäischen Biber handelt, der vermutlich an der Else oder in der näheren Umgebung der Else ausgesetzt worden ist. Im Rahmen des neu begonnenen Monitorings im Kreis Herford wurde gezielt nach Spuren des Fischotters gesucht. Es konnten bei insgesamt vier gezielten Kontrollen mehrfach Losungen und Trittsiegel dokumentiert werden, eine Wildkameraaufnahme gelang nicht. Bei den gefundenen Spuren handelt sich vermutlich um Randgebiete von Fischotterrevieren in benachbarten Kreisen. Ein etabliertes Revier ist aufgrund der geringen Spurenlage im Kreis Herford bisher nicht anzunehmen. Eine Zusammenarbeit mit benachbarten Biologischen Stationen und ein dauerhaftes quartalsweises Monitoring soll in Zukunft Aufschluss über die Entwicklung des Fischotters im Kreis Herford und in der gesamten Region geben.
Veröffentlichungen

Streuobstwiesen im Kreis Herford – Ergebnisse einer kreisweiten Erfassung 2018

Autor/in: Liam Dederke, Höxter ; Liane Lücking, Höxter; Klaus Nottmeyer, Kirchlengern (Mit 13 Abbildungen und 2 Tabellen)

Erschienen:
Im 2019 veröffentlichten Berichtsband des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend e.V. (56. Bericht über das Jahr 2018)

Bezug des 56. Berichts über:
Naturwissenschaftlicher Verein für Bielefeld und Umgegend e.V.
Adenauerplatz 2, 33602 Bielefeld
Tel.: 0521/172434
Fax: 0521/5218810
info@nwv-bielefeld.de
www.nwv-bielefeld.de

Kosten:
7,50€ + PortoDownload:
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Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) hat viele Biologische Stationen in NRW beauftragt, bis Ende 2018 die Erfassung der Streuobstwiesen ihres jeweiligen Betreuungsgebietes zu organisieren. Dazu wurde vom Landesamt eine Kulisse mit „Verdachtsflächen“ vorgegeben, die durch eine Auswertung von Luftbildern und Laserscandaten ermittelt und den Stationen zur Verfügung gestellt wurden.

Die Biologische Station Ravensberg verfügt im Kreis Herford über eine weitaus umfangreichere Grundlage für die Erfassung. Viele Streuobstwiesen waren entweder bereits durch andere Erfassungen bekannt, wie z. B. durch das eigene Kataster der Station, oder sie wurden im Rahmen der Verifizierung neu gefunden.

Die Auswertung sowie einen Großteil der Erfassung übernahmen die beiden erstgenannten Autoren – zwei Studierende der Hochschule Ostwestfalen-Lippe aus dem Studiengang Landschaftsarchitektur, die in der zweiten Jahreshälfte 2018 ihr Praxissemester in der Biologischen Station Ravensberg absolvierten. Die umfangreiche Erfassung soll als Arbeitsgrundlage für ein geplantes Projekt der Biologischen Station dienen, welches den Erhalt und die Förderung von Streuobstbeständen im Kreis Herford zum Ziel hat.

Dieser Bericht über die Streuobstwiesen im Kreis Herford befasst sich mit der Häufigkeit der kreisweiten Bestände insgesamt, ihrer Verteilung, ihres Pflegezustandes und ihres Durchschnittsalters. In einem weiteren Schritt werden alle Streuobstwiesen ermittelt, die nach § 42 LNatschG als schützenswerte Biotope eingeschätzt werden können.

Bei der Kartierung wurden sehr gute und flächendeckende Ergebnisse für den Kreis Herford erzielt: Es wurden insgesamt 818 Flächen angefahren, auf denen sich nach den vorliegenden Daten Obstwiesen befinden könnten. Auf 102 Flächen befanden sich keine Obstbäume, 14 Flächen waren Obstalleen oder Obstbaumreihen und 6 Flächen durften nicht betreten werden, weil der Eigentümer mit der Kartierung nicht einverstanden bzw. nicht zu erreichen war. Damit konnten 696 Obstwiesenbestände erfasst werden, von denen allerdings 406 Flächen nach Definition des LANUV zu klein waren (< 1.500 m² oder < 9 Bäume). Von den 290 Flächen, die dem Biotoptyp NKH0 zugerechnet werden können, waren 149 Bestände mindestens 2.500 m² groß. Die Kriterien des § 42 LNatschG erfüllten nur 45 Wiesen, also nur 6 % des gesamten kartierten Bestands. Es wurden insgesamt 12.526 Bäume erfasst, davon 12.026 Obstbäume und 500 Walnussbäume. Die beiden Hauptkartierer haben in etwa 2,5 Monaten zu zweit einen großen Teil der Flächen kontrolliert und die erhobenen Daten ausgewertet. Dazu haben beide ca. 2.500 km mit einem Dienst-PKW der Biologischen Station zurückgelegt. Der Aufwand der Mitarbeiter der Biologischen Station und der weiteren sechs Katiererinnen kann in etwa auf den gleichen Zeitraum geschätzt werden. Insgesamt kamen so ca. 7 Monate einer ganzen Arbeitsstelle zusammen.

Veranstaltungen

Samstag - 31.10.2020

Radtour durch die Weserniederung zur Kranichbeobachtung im Uchter Moor

Im Herbst versammeln sich zehntausende Kraniche in der Diepholzer Moorniederung. Der abendliche Einflug zu den Rastplätzen ist ein unbeschreibliches Naturschauspiel. Mit der Bahn geht es zunächst nach Leese-Stolzenau und von dort durch die Weserniederung zum Uchter Moor, um in der Dämmerung die einfliegenden Kraniche zu beobachten. Von dort geht es weiter mit dem Rad nach Rahden und ab da mit der Bahn zurück. Die Tour ist ca. 50 km lang. Die Teilnehmerzahl ist auf 9 begrenzt.

Leitung:Bernd Meier-Lammering
Treffpunkt:  Bahnhof Herford (Zustiegsmöglichkeit in Bünde)
Dauer:   10.00 bis ca. 21.00 Uhr
Teilnahmegebühr:25,00 € (inkl. Bahnfahrt)
Anmeldung:Anmeldung bis 23.10. unter 0170-7619035 oder bund.herford@bund.net
Veranstaltungen

Sonntag - 18.10.2020

Herforder Herbstfarben

Stadtführung zu den Herforder Bäumen.

Leitung:Gerd Teuteberg
Treffpunkt:  An der Linde auf dem Münsterkirchplatz, Herford
Dauer:14:00 bis ca. 16:30 Uhr
Teilnahmegebühr:   5,00 € Spende erwünscht
Anmeldung:Anmeldung bis 15.10. unter (05221) 348846 oder bund.herford@bund.net

Veranstaltungen

Samstag - 17.10.2020

Führung zur Herbstbalz des Uhus – Audienz beim König der Nacht

Mit ein wenig Glück empfängt uns der Uhu – der König der Nacht – mit seinen unheimlichen und dunklen Rufen in seinem Revier. Während der Herbstbalz werden wir, in einer Kleingruppe, der größten Eulenart lauschen. Vielleicht können wir dabei auch Männchen und Weibchen abwechselnd hören. Möglicherweise lässt sich der Nachtgreif auch noch sehen! Begrenzte Teilnehmerzahl. Bei Regen fällt das Uhu-Verhör aus.

Leitung:Peter Franzeck
Treffpunkt: Theaterparkplatz Herford, Mindener Str. 11
Dauer:  17.30 bis ca. 20.00 Uhr
Teilnahmegebühr:   5,00 € Spende erwünscht
Anmeldung:Anmeldung unter (05221) 348726 (nach 17:30 Uhr) oder bund.herford@bund.net
Veranstaltungen

Samstag - 17.10.2020

Obstbaumschnitt

Diese Veranstaltung fällt leider aus!

Fruchtholzschnitt an älteren Kernobstbäumen

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, einen Obstbaum unter Anleitung selbst zu schneiden. Die Bäume wurden vor ca. 20 Jahren gepflanzt, sie gehen nun in die Fruchtphase über. Zuerst wird der Erziehungsschnitt überprüft und anschließend werden Techniken zur Fruchtholzförderung demonstriert. Wetterfeste Kleidung wird empfohlen. Bitte Rosenschere mitbringen. Die Veranstaltung findet bei Temperaturen unter minus 5 Grad nicht statt.

Leitung:Georg Borchard
Treffpunkt:Obstwiese in Bünde-Spradow an der Kläranlage / Im Südbrock
Dauer:14.00 – 16.30 Uhr
Teilnahmegebühr:   5,00 €
Anmeldung:Eine Anmeldung ist nicht erforderlich