Turenbusch

Allgemeines zum Gebiet

Im Spenger Ortsteil Bardüttingdorf an der Grenze zum Landkreis Osnabrück liegt zwischen intensiv genutzten Ackerflächen das 30 ha große Naturschutzgebiet. Es umfasst das Tal des kleinen Grenzflusses Warmenau und die angrenzenden Bachtäler, die oft von Buchenwäldern umgeben sind. Manche Bachtäler sind durch den Ausbau der Wiesen zu Sieken umgewandelt worden. Zur Landschaft zählen neben den Feuchtwiesen auch kleine Erlen-Auwaldreste und Tümpel, in denen sich Amphibien wie der Grasfrosch wohlfühlen. Der Natur- und Geopark TERRA.vita verläuft durch das Gebiet.

.

Besonderheiten Natur

Die reich strukturierten Terrassenstufen der Warmenau sind Lebensraum für viele Arten. Die schattigen und krautarmen Buchenwälder mit Efeu, Flattergras und Aronstab gehen in artenreiche Auenwälder mit Schwarzem Holunder, Großem Hexenkraut, Großer Brennnessel, Sumpf-Dotterblume und Gemeinem Beinwell über. In den Feuchtgrünlandflächen wachsen Mädesüß, Kuckucks-Lichtnelke, Sumpf-Vergissmeinnicht, Waldsimse und Kohldistel, die sich in den Gewässerrandstreifen und Brachen zu blühreichen Hochstauden mit Gilbweiderich und Indischem Springkraut entwickeln. In der Warmenau wachsen Wassersterne und direkt am Ufer Blutweiderich.

In den abgestorbenen Stämmen der Buchen bauen Bunt- und Kleinspecht ihre Bruthöhlen, während Mäusebussard, Rotmilan und Weißstorch im Grünland nach Nahrung suchen.

Ziele des Naturschutzes

Die Erhaltung und Entwicklung des Sieksystem mit naturnahen Laubwaldbeständen, Feuchtwiesen und -weiden, Hochstaudenfluren und Still- und Fließgewässern sind Hauptziele des Naturschutzes im Turenbusch.

Tätigkeitsschwerpunkt der Biologischen Station

Bei der Umsetzung der Naturschutz-Ziele ist die Erhaltung des Grünlands die Kernaufgabe. Die Bewirtschaftung der Flächen, ob Mahd oder Beweidung, wird durch das Team der Biologischen Station organisiert und mit den Bewirtschaftern abgestimmt. Seit 2019 unterstützen Galloways den Naturschutz bei der Grünlandpflege der feuchten Wiesen und bereichern das abgelegene Gebiet.

Damit Gewässer nicht einwachsen und beschatten finden in regelmäßigen Abständen Gehölzmaßnahmen statt.

Lage des Gebietes

Weitere Informationen

Fachinformationen Land NRW


Regeln beim Betreten eines Naturschutzgebiets
  • Bitte bleiben Sie auf den Wegen
  • Hunde sind anzuleinen
  • Müll bitte nicht wegwerfen
  • Kein Feuer machen und nicht grillen
  • Pflanzen nicht entnehmen oder beschädigen
  • Wildlebende Tiere nicht beunruhigen