Warmenau (Martmühle und Strangfeld)

Allgemeines zum Gebiet

Im Norden von Spenge liegt das 26ha große Naturschutzgebiet, das so heißt wie der lange, kleine Grenzfluss Warmenau, der in Bünde-Ahle in die Else fließt. Es ist umgegeben von kleinen Siedlungen und landwirtschaftlich genutzten Flächen. Die zwei Teilflächen des NSG heißen „Martmühle“ und „Strangfeld“. Der Spenger Mühlenbach und Eselsbach münden südwestlich der Martmühle in die Warmenau.

Die Martmühle unterbricht den geschwungenen, tief eingeschnittenen Verlauf des Fließgewässers. Nach wie vor wird hier Wasserenergie gewonnen. Direkt an das Fließgewässer grenzen Grünlandflächen, die von Schafen beweidet oder als Mähwiese genutzt werden. In den Flächen stehen Baumgruppen aus alten Eichen, Buchen und Pappeln und an den Hängen des Tals schließen Buchenwälder an. Sumpfige Pappel- und Erlenbruch- Wälder werden von kleinen Gewässern durchzogen.

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Besonderheiten Natur

Das Feuchtgrünland entlang des Flusses ist aus botanischer Sicht besonders wertvoll. Zahlreiche Feuchtpflanzen wie Kuckucks-Lichtnelke, Sumpf-Schafgarbe, Echter Baldrian, Röhriger Wasserfenchel, Kohldistel und Mädesüß bereichern die Landschaft und bilden in zahlreichen Entwässerungsgräben artenreiche Hochstaudenfluren, die viele Insekten wie Kohlweißlinge und Käfer anlocken. Im Bruchwald finden sich Sumpfdotter-Blume und Gelbe Teichrose, Teich-Schachtelhalm, Bitteres Schaumkraut und Armleuchter-Algen besiedeln die Stillgewässer.

Der Eisvogel brütet in den Ufer-Abbrüchen der Warmenau und nutzt diese gleichzeitig als Jagdrevier, ebenso wie der Fischotter, der im Gewässer lebt.

Ziele des Naturschutzes

Die extensive Nutzung der Grünlandflächen ist das primäre Schutzziel des Gebiets. Durch den Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel entwickeln sich artenreiche Blühwiesen und Hochstaudenfluren, die als Gewässerrandstreifen die Warmenau schützen. Die alten Buchenwälder an den Hängen des Tals werden nicht durchforstet, sodass sich im Totholz der Buntspecht und zahlreiche andere Arten eingenistet haben. Da einige ackerbaulich genutzte Flächen noch bis an die Warmenau reichen, wird die Umwandlung in Grünland angestrebt. So kann sich der typische Charakter ähnlich dem einer Aue ausbilden und Bodenerosion durch Hochwasser verhindert werden.

Tätigkeitsschwerpunkte der Biologischen Station

Die Gebietskontrolle und Absprache mit Eigentümern und Bewirtschaftern der Flächen ist Kernaufgabe im Gebiet. Praktische Maßnahmen sind unter anderem der Kopfweiden-Schnitt in einem Abstand von 6-8 Jahren, die Bekämpfung der Herkulesstaude und die Freistellung von kleinen Gewässern, die ansonsten durch das Indische Springkraut und Gehölze beschattet würden. Die Herkulesstaude verbreitet sich durch Samen an Fließgewässern und nur eine regelmäßige Kontrolle und Bekämpfung vorhandener Bestände sorgt dafür, dass sich die gebietsfremde Art nicht weiter ausbreitet und die heimische Pflanzenwelt verdrängt.

Lage des Gebietes

Weitere Informationen

Fachinformationen Land NRW


Regeln beim Betreten eines Naturschutzgebiets
  • Bitte bleiben Sie auf den Wegen
  • Hunde sind anzuleinen
  • Müll bitte nicht wegwerfen
  • Kein Feuer machen und nicht grillen
  • Pflanzen nicht entnehmen oder beschädigen
  • Wildlebende Tiere nicht beunruhigen