Veranstaltungen

Freitag - 04.06.2021

Vom Gut Böckel zum Voßholz

Diese Wanderung hat Kultstatus. Sie wird seit über 20 Jahren ununterbrochen jedes Jahr Anfang Juni angeboten. Viel Natur, etwas Geschichte (Landschaft und Gut) und Anekdoten von interessanten Besuchern auf dem alten Herrensitz machen eine gute Mischung aus.

Leitung:Eckhard Möller, Klaus Nottmeyer
Treffpunkt:  Rilkestraße, Haupttor Gut Böckel, Rödinghausen
Dauer:   19.00 – 21.30 Uhr
Teilnahmegebühr:Entfällt
Anmeldung:Nicht erforderlich
Aktuelles

Dienstag - 20.10.2020

Ein zweiter Biber in der Elseaue

Seit Ende Juli 2020 verfolgt die Biologische Station Ravensberg die Tätigkeiten des treuen Bibers Rasputin in der Elseaue. Immer wieder lässt er sich auf den Bildern der angebrachten Wildkameras blicken. Jetzt im Herbst können auch Fraßspuren in den Auenbereichen festgestellt werden. Rasputin scheint gerade sehr aktiv zu sein, was die Biologische Station natürlich freut. Und es gibt noch einen Grund zur Freude: Die Wildkameras zeigen nun zweifellos auch die Aktivität eines weiteren, kleineren Bibers in der Elseaue! Noch ist unklar, wo das Tier hergekommen ist und ob es nur auf der Durchreise ist. Jetzt gilt es mehr über die Biber der Elseaue herauszufinden.

ein kleiner und ein großer Biber am selben Standort
Veranstaltungen

Sonntag - 11.07.2021

Spürnasen in der Natur – Mit allen Sinnen in Bewegung

Im Wald spielen, sich ausprobieren, die Natur einmal anders entdecken, toben, spüren und entspannen – bei der Naturerlebnisführung für Familien mit Kindern von 6 bis 11 Jahren ist für jeden etwas dabei.
Anmeldung bis zum 06.07. bei der Biologischen Station erforderlich.

Leitung:Thomas Wehrenberg
Treffpunkt:  Randringhausen, Kurhaus Bültermann, Bäderstraße 102, Bünde
Dauer:   14.30 – 17.00 Uhr
Teilnahmegebühr:3,00 €
Anmeldung:Anmeldung bis zum 06.07. bei der Biologischen Station erforderlich.
Veranstaltungen

Samstag - 10.07.2021

Vom Weserhafen zum Wittekindstein Fahrrad-Naturtour durch Vlotho

Der Aufstieg in das Vlothoer Bergland beginnt am tiefsten Punkt der Tour, am Ufer der Weser. Verlässt man den alten Hafen lassen sich an der Linnenbeeke erfolgreiche Maßnahmen zur naturnahen Gewässerentwicklung bewundern. Dann geht es vorbei an Feuchtwiesen, Artenschutzgewässer und dem Vlothoer Kurpark hinauf zum Kleinen Selberg. Hier steht ein nennenswerter Bestand der Wacholderheide. Weiter zum Eiberg ergibt sich ein herrlicher Blick über das Lipper Bergland. Ein Grasweg führt an einem Netz von Hecken entlang, bevor es zurück über den Wittekindstein nur noch bergab an die Weser geht. Wissenswertes zu Tieren und Pflanzen, über die lokale Geschichte und über die jahrhundertealte Verbindung von Mensch und Kulturlandschaft lassen sich an den 18 Wegpunkten auf dem 22 km langen Rundweg erfahren. Weitere Informationen unter www.fahr-im-kreis.de. Anmeldung ist nicht erforderlich.

Leitung:Thomas Wehrenberg
Treffpunkt:  Vlothoer Weserhafen, Am Fährhof
Dauer:   14.00 – 17.00 Uhr
Teilnahmegebühr:3,00 €
Anmeldung:Nicht erforderlich
Veranstaltungen

Sonntag - 21.03.2021

Vögel im Naturschutzgebiet Enger Bruch

Ende März ist am Top-Rastplatz für Zugvögel westlich von Enger einiges zu erwarten. Die durchziehenden Gäste sind immer für Überraschungen gut.

Leitung:Klaus Nottmeyer, Holger Stoppkotte
Treffpunkt:  Parkplatz Ringstraße / Ecke Bolldammstraße, 32130 Enger
Dauer:   9.00 – 11.00 Uhr
Teilnahmegebühr:3,00 €
Anmeldung:Nicht erforderlich
Veranstaltungen

Samstag - 20.02.2021

Nistkastenbau

Vögel bei der Brut und Aufzucht der Jungen im selbst gebauten Nistkasten zu beobachten, ist eine spannende Beschäftigung. Die Teilnehmer dieses Seminars können unter fachkundiger Anleitung Nistkästen für die Vögel im heimischen Garten bauen. Die Bausätze für Meisen, Kleiber, Rotkehlchen & Co. sind vorbereitet und werden mit Schraubendreher und Hammer zusammengebaut. Die Veranstaltung ist auch für Kinder ab 4 Jahren geeignet. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 begrenzt.

Leitung:Anna Brennemann
Treffpunkt:  Biologische Station Ravensberg, Am Herrenhaus 27,
Dauer:   14.00 – 16.00 Uhr
Teilnahmegebühr:15,00 € pro Nistkastenbausatz
Anmeldung:Anmeldung bis 12.02. bei der Biologischen Station.
Veranstaltungen

Samstag - 13.02.2021

Erziehungsschnitt an jungen Kernobstbäumen

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, einen ca. 3-jährigen Obstbaum unter Anleitung selbst zu schneiden, bitte Rosenschere mitbringen. Wetterfeste Kleidung wird empfohlen.
Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet bei Temperaturen unter minus 5 Grad nicht statt.

Leitung:Georg Borchard
Treffpunkt:  Obstwiese gegenüber Maasbeeker Str. 37, 32602 Vlotho
Dauer:   13.30 – 16.00 Uhr
Teilnahmegebühr:5,00 €
Anmeldung:Nicht Erforderlich
Veranstaltungen

Samstag - 30.01.2021

Obstbaumschnitt Fruchtholzschnitt an älteren Kernobstbäumen

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, einen Obstbaum unter Anleitung selbst zu schneiden. Die Bäume wurden vor ca. 20 Jahren gepflanzt, sie gehen nun in die Fruchtphase über. Zuerst wird der Erziehungsschnitt überprüft und anschließend werden Techniken zur Fruchtholzförderung demonstriert. Wetterfeste Kleidung wird empfohlen.
Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet bei Temperaturen unter minus 5 Grad nicht statt.

Leitung:Georg Borchard
Treffpunkt:  Obstwiese MadlietWeg 89, 32130 Enger
Dauer:   13.30 – 16.00 Uhr
Teilnahmegebühr:5,00 €
Anmeldung:Nicht Erforderlich
Veranstaltungen

Samstag - 16.01.2021

Obstbaumschnitt: Erziehungsschnitt an jungen Kernobstbäumen

Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, einen ca. 3-jährigen Obstbaum unter Anleitung selbst zu schneiden, bitte Rosenschere mitbringen. Wetterfeste Kleidung wird empfohlen.
Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung findet bei Temperaturen unter minus 5 Grad nicht statt.

Leitung:Georg Borchard
Treffpunkt:  Obstwiese Eilshauser Str., Bushaltestelle Am Kleinbahnho
Dauer:   13.30 – 16.00 Uhr
Teilnahmegebühr:5,00 €
Anmeldung:Nicht erforderlich
Veranstaltungen

Sonntag - 11.10.2020

Pilzexkursion durch das Wiehengebirge

Kein Bild und keine App ersetzen die Betrachtung der Pilze in der Natur. Um Verwechslungen zu vermeiden sind Kenntnisse der makroskopischen Merkmale wichtig. Weiter wird die Bedeutung der heimischen Speise- und Giftpilze für unsere Tier- und Pflanzenwelt erläutert. Während der Exkursion können Pilze für den eigenen Bedarf gesammelt werden. Dabei wird das richtige Sammeln von Pilzen besondere Bedeutung finden. Schädigungen der Flora und insbesondere des Pilzbestandes sollen vermieden werden. Ein Pilzlehrbuch kann beim Kursleiter erworben werden.

Bitte bringen Sie ein Messer und einen Sammelbehälter (keine Plastiktüte) mit.

Leitung:Manfred Lindenau
Treffpunkt:  Haus des Gastes (Parkplatz), Rödinghausen
Dauer:   13.00 bis 16.15 Uhr
Teilnahmegebühr:10,00 €
Anmeldung:bei der VHS im Kreis Herford unter 05221/5905-0 oder info@vhsimkreisherford.de
Veranstaltungs-Nr.20-68000
Veranstaltungen

Sonntag - 25.10.2020

Pilzexkursion durch das Wiehengebirge

Kein Bild und keine App ersetzen die Betrachtung der Pilze in der Natur. Um Verwechslungen zu vermeiden sind Kenntnisse der makroskopischen Merkmale wichtig. Weiter wird die Bedeutung der heimischen Speise- und Giftpilze für unsere Tier- und Pflanzenwelt erläutert. Während der Exkursion können Pilze für den eigenen Bedarf gesammelt werden. Dabei wird das richtige Sammeln von Pilzen besondere Bedeutung finden. Schädigungen der Flora und insbesondere des Pilzbestandes sollen vermieden werden. Ein Pilzlehrbuch kann beim Kursleiter erworben werden.

Bitte bringen Sie ein Messer und einen Sammelbehälter (keine Plastiktüte) mit.

Leitung:Manfred Lindenau
Treffpunkt:  Haus des Gastes (Parkplatz), Rödinghausen
Dauer:   13.00 bis 16.15 Uhr
Teilnahmegebühr:10,00 €
Anmeldung:bei der VHS im Kreis Herford unter 05221/5905-0 oder info@vhsimkreisherford.de
Veranstaltungs-Nr.20-68001
Aktuelles

Sonntag - 11.10.2020

Pilzexkursionen durch das Wiehengebirge

Die Termine für die Pilzexkursionen im Wiehengebirge stehen fest:

Sonntag 11.10.2020 von 13:00 bis 16:15 Uhr

Sonntag 25.10.2020 von 13:00 bis 16:15 Uhr

Dieses Jahr übernimmt Manfred Lindenau die Führung.

Treffpunkt ist der Parkplatz am Haus des Gastes, Pemberville Platz 1, 32289 Rödinghausen

Kein Bild und keine App ersetzen die Betrachtung der Pilze in der Natur. Um Verwechslungen zu vermeiden sind Kenntnisse der makroskopischen Merkmale wichtig. Weiter wird die Bedeutung der heimischen Speise- und Giftpilze für unsere Tier- und Pflanzenwelt erläutert. Während der Exkursion können Pilze für den eigenen Bedarf gesammelt werden. Dabei wird das richtige Sammeln von Pilzen besondere Bedeutung finden. Schädigungen der Flora und insbesondere des Pilzbestandes sollen vermieden werden. Ein Pilzlehrbuch kann beim Kursleiter erworben werden.

Bitte bringen Sie ein Messer und einen Sammelbehälter (keine Plastiktüte) mit.

10€ Teilnahmegebühr werden vor Ort bezahlt.

Die Anmeldung erfolgt bei der VHS im Kreis Herford unter 05221/5905-0 oder info@vhsimkreisherford.de

Veranstaltungen

Sonntag - 04.10.2020

Eigene Äpfel zu Saft machen

Am 04.10. kommt “Das Saftmobil” im Rahmen des 7. Blasheimer Apfeltages mitten nach Lübbecke- Blasheim.

Es können Mengen ab 50 kg angenommen werden, Äpfel, Birnen, Quitten und weiteres. (Anmeldung erforderlich)

Bei Interesse steht Frau Aschemeier Ihnen selbstverständlich zur Verfügung (0160-7202050)

Aktuelles

Mittwoch - 16.09.2020

Infoveranstaltung in der Biostation zu den Fahrrad-Freizeitrouten im Kreis Herford

Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche findet am 16.09.2020 ein Info-Vormittag in der Biologischen Station Ravensberg statt. In der Zeit von 9:30 bis 13:00 Uhr können sich Interessierte unter Beachtung der dann gültigen Abstands- und Hygieneregeln über das Thema Fahrrad-Freizeitrouten im Kreis Herford informieren.

Vorgestellt werden Tagestouren, Naturtouren, Themenrouten und vieles mehr wird. Umfangreiche Tipps zur Planung und Ausgestaltung von Fahrrad-Freizeitaktivitäten und zur Alltags-Fahrradmobilität im Kreis Herford werden gegeben. Wer möchte, bekommt eine persönliche Hilfestellung zur Anwendung von GPS-Tracks bei der Tourenplanung und der Navigation auf dem eigenen Handy.

Unterstützt wird der Infotag vom Mobilitätsmanagement des Kreises Herford.

Aktuelles

Freitag - 07.08.2020

Filmischer Beweis für Biber an Bünder Else

Die Biologische Station Ravensberg hat für die Aktivitäten eines Bibers in Bünde jetzt auch filmische Beweise. Eine der drei aufgestellten Wildkameras habe das Tier Ende Juli an der Else eingefangen, freut sich Stationsleiter Klaus Nottmeyer. Mit hoher Wahrscheinlichkeit handele es sich um das Männchen, auf dessen Spuren man erstmals vor fünf Jahren gestoßen war.

Der Biber an der Bünder Else ist laut Biologischer Station aktuell der einzige (nachgewiesene) Biber im gesamten Kreis Herford

Aktuelles

Mittwoch - 12.08.2020

Stadtradeln im Team der Biostation

STADTRADELN 2020 – der Kreis Herford ist zum ersten Mal mit dabei!

Im Zeitraum vom 12. August bis zum 01. September 2020 treten wir gemeinsam für Klimaschutz, Radförderung und eine saubere Luft in unserem Kreis in die Pedale! Die Biologische Station Ravensberg hat beim diesjährigen Stadtradeln ein motiviertes Team am Start und sucht noch Mitradler. Wer also Lust am Radfahren hat registriert sich einfach auf www.stadtradeln.de/kreis-herford und tritt unserem Team bei.

Aber was ist Stadtradeln eigentlich? Und wie funktioniert das Ganze?

Hier einige Hinweise:

STADTRADELN ist eine internationale Kampagne des Klima-Bündnis. Ziel ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, ein Zeichen für die Radförderung in der Kommune zu setzen – und Spaß beim Radfahren zu haben! Im Rahmen dieses Wettbewerbs treten Teams aus Kommunalpolitiker*innen, Schulklassen, Vereinen, Unternehmen und Bürger*innen für Radförderung, Klimaschutz und Lebensqualität in die Pedale.

Im Zeitraum vom 12. August bis zum 01. September 2020 sollen an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst viele Kilometer beruflich und privat mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Während des Aktionszeitraums tragen Radelnde die gefahrenen Kilometer online ein oder tracken sie direkt mit der STADTRADELN-App. Auch eine manuelle Erfassung über einen Erfassungsbogen ist möglich. Die Ergebnisse des Kreises, der Kommunen und Teams werden auf der STADTRADELN-Internetseite veröffentlicht, sodass sowohl bundesweite Vergleiche zwischen den Kreisen/Kommunen als auch Teamvergleiche innerhalb des Kreises/der Kommunen möglich sind und für zusätzliche Motivation sorgen.

STADTRADELN im Kreis Herford – das Wichtigste im Überblick finden Sie auf unserer Fahrrad-Website www.fahr-im-kreis.de

Aktuelles

Samstag - 01.08.2020

Start der neuen „Freiwilligen“!

Die Biologische Station begrüßt vier neue Mitarbeiter auf Zeit

Seit 1994 haben bei der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford 122 (!) junge Menschen entweder ihren Zivildienst, ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) oder ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) geleistet. Sie waren und sind ein unverzichtbarer Bestandteil besonders für die praktischen Arbeiten zum Schutz von Natur und Landschaft im Kreis Herford. Die neue Crew von vier jungen Leuten – einmal FÖJ und dreimal BFD – heißen: Joel, Fabian, Anique und Sheila.

Derzeit arbeiten die „Freiwilligen“, wie sie bei der Station genannten werden, vor allem auf vielen Flächen mit dem Freischneider und mit der Astschere (wie im Füllenbruch in Hiddenhausen) oder pflegen extensive Grünlandflächen.

Nach den 48 Zivildienstleistenden (2012 war damit Schluss) sind es mit den neuen Freiwilligen nun 48 im Freiwilligen Ökologischen Jahr und 26 Praktikanten im Bundesfreiwilligendienst, die bei uns tätig waren bzw. sind.

Es freut uns sehr, dass sich immer genügend Interessierte bei der Station melden um sich in einem Freiwilligenjahr zu engagieren und dass viele der jungen Leute, die einmal ein Jahr für den Naturschutz im Kreis Herford mitgearbeitet haben, bis heute mit der Station in Kontakt bleiben.

Wir freuen uns auf die Zeit mit den Neuen!!

Veröffentlichungen

Vogeljagd in der Provinz

Der Naturforscher und Vogelsammler Alexander Koenig auf Gut Böckel

Texte Eckhard Möller, Klaus Nottmeyer-Linden

Erschienen zur gleichnamigen Ausstellung im Doberg-Museum 2003, 23 Seiten

Herausgegeben vom Doberg-Museum Bünde

Gestaltung und Druck ZP Medienagentur, Iserlohn

Bezug über das Doberg-Museum oder über die Biologische Station (Kosten: 2,- €) oder per Download: PDF-Datei (2MB)

Auszug aus der Veröffentlichung:

Inhalt

5   Wie alles begann
6   Alexander Koenig, der Naturforscher
11 Das Rittergut Böckel
12 Damals/Heute
16 Alexander Koenig auf Gut Böckel
21 Die Ergebnisse
22 Bibliografie, Bildnachweise

Wie alles begann

Mit einem Buch fing alles an. Wilhelm Meier-Peithmann (Bergen an der Dumme/früher Dünne) machte Eckhard Möller vor Jahren darauf aufmerksam, dass in der Autobiografie von Alexander Koenig, dem bekannten Ornithologen und Gründer des gleichnamigen Museums in Bonn, Hinweise auf Gut Böckel bei Rödinghausen zu finden seien. Nach der Auswertung der wenigen Stellen, an denen Angaben über Böckeler Vögel zu finden waren ( unter anderem über den mittlerweile “berühmten” Grünspecht von Schwenningdorf), ruhte die ganze Sache lange Zeit, bis Klaus Nottmeyer-Linden – mit engen familiären Bindungen ins Rheinland – davon erfuhr. Er stellte den Kontakt zum Bonner Museum her, und ohne allzu große Erwartungen betraten wir im Februar 2000 die eindrucksvolle Vogelabteilung dort, sehr freundlich betreut von Dr. Renate van den Elzen, der Kuratorin.

Die Suche begann. In den Schubladen und Schränken fanden wir unter den Tausenden von Vogelbälgen trotz allen Eifers zwar nicht den Schwenningdorfer Grünspecht, aber dafür viele andere Vögel, die Alexander Koenig am Gut Böckel geschossen hatte. Er war wesentlich häufiger dort zu Gast als er in der Biografie erwähnt. Auch in der Eiersammlung wurden wir bei weiteren Arbeitsbesuchen in Bonn fündig: Einige Gelege, wie alle sauber präpariert, stammten von Böckel.

Wir durften auch die handschriftlichen Aufzeichnungen aus Alexander Koenigs Jugendjahren über seine damals noch kleine Sammlung durchsehen und auswerten. Sie enthielten weitere Hinweise auf Böckeler Vögel, die später vernichtet werden mussten. Insgesamt haben wir wesentlich mehr Bälge, Eier und Daten finden können als wir in unseren kühnsten Träumen gehofft hatten.

Mit dieser Ausstellung im Museum in Bünde kehren die Böckeler Vögel und Eier nach beinahe 125 Jahren im Rheinland für wenige Wochen fast genau wieder in die Landschaft zurück, aus der sie stammen…

Veröffentlichungen

Das Grünland im Kreis Herford

“Das Grünland im Kreis Herford – eine Landnutzungsform mit bewegter Vergangenheit und einer ungewissen Zukunft”

Verfaßt von Klaus Nottmeyer-Linden

Erschienen im Historische Jahrbuch 1997, Seite 127 – 137

Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 1996

Herausgegeben vom Kreisheimatverein Herford e.V.

ISBN 3-89534-180-0

Bezug über den Kreisheimatverein (Restposten) oder über die Biologische Station als pdf-Datei herunterladen.

Auszug aus der Veröffentlichung:

Einleitung:

Eine grüne Fläche ist nicht immer gleich Grünland. Entscheidend ist die Frage nach der Entstehung und der Nutzung – eine Frage mit historischer Tragweite. Nur ein kurzer Streifzug durch prähistorische und historische Zeiten der Landnutzung läßt letztendlich verstehen, was es mit dem Grünland auf sich hat. Die Entwicklung der Menschheit ist mit der des Grünlandes eng verbunden. Die Verwertung des Aufwuchses durch Vieh-haltung und Bewirtschaftung von Nahrungsflächen für das Vieh stellen die Grundlage für beide dar – bis heute.

Ursprüngliches Grünland findet sich nur dort, wo aus natürlichen Gründen keine Bäu-me und Sträucher wachsen – in den Savannen und Steppen. Außerhalb der Moore und einigen Teilen der Flußauen war Mitteleuropa – so ist der Stand der Forschung – vor der Besiedlung durch den Menschen ein geschlossenes Waldgebiet. Erst durch Rodung und Bewirtschaftung entstanden freie Flächen: Acker, Grünland (und bebaute Flächen). An diesem Punkt gehen allerdings heute die Meinungen der Wissenschaftler auseinander. Während ELLENBERG (1986) die Herkunft der Wiesenpflanzen mit Extremstandorten der Vorzeit zu erklären versucht, sehen andere in den früher in Mitteleuropa zahlreich weidenden Großtieren wie Auerochse, Steppennashorn, Altelefant und Mammut die Verursacher für die Entstehung natürlicher “Parklandschaften” – mit genügend Lebensraum für die Wiesenpflanzen (MAY 1993, BUNZEL-DRÜKE et al. 1994). Ob nur auf Randstandorten oder auf Flächen mit “natürlicher Beweidung” entstanden – nachdem die Menschen aus der Natur- eine Kulturlandschaft gemacht hatten, traten die Gräser und Kräuter ihren Siegeszug an.

Grob unterteilen kann man das eigentliche Grünland in Wiesen und Weiden – ausgehend von einer landwirtschaftlichen Nutzung durch Mahd bzw. Beweidung. Diese Unterscheidung ist besonders für die aktuelle Situation des Grünlandes bedeutsam. Für Wiese und Weide gilt gleichermaßen, daß sie überall dort verbreitet sind, wo der Ackerbau aus meist praktischen Erwägungen unterbleibt. Stets war Grünland die schlechtere Variante der Landnutzung; Grünlandflächen werden als minderwertig ein-gestuft. Allerorten wird Grünland sofort durch Acker ersetzt, wenn sich die Bedingunggen für den Ackerbau verbessern. Festzustellen ist aber nicht nur eine Konkurrenz zwischen Ackerbau und Viehzucht – wie man sie auch aus alten Westernfilmen kennt. Vielmehr haben sich Wiesennutzung und Ackerbau lange Zeit gegenseitig bedingt: ein altes Sprichwort sagt: “Die Wiese ist die Mutter des Ackerbaus”. Erst die Möglichkeit der Düngung mit Stallmist, dessen Grundlage letztendlich das Heu ist, erhöhte die Erträge im Ackerbau. Dieses relative Gleichgewicht zwischen den beiden Polen der Landwirtschaft kam erst dann aus dem Lot, als die technische Entwicklung den Ackerbau zum Nachteil der Grünlandflächen vorantrieb.

Tab.1: Vor- und Nachteile von Mahd und Beweidung

Vorteile der WieseNachteile der Wiese
Nutzung wo Ackerbau nicht möglich ist

Heu gibt Mist (“Wiese – die Mutter des Ackers”)

Heu ist vielseitiger als Heu von Mähweiden
Arbeitsaufwand hoch

Starke Wetterabhängigkeit

Leistungssteigerung begrenzt

Starke Besiedlung durch Wildkräuter

Geringe Narbendichte
Vorteile der WeideNachteile der Weide
Beweidung erspart Bewirtschaftung

geringe Wetterabhängigkeit

Weidegang erhöht Narbendichte

geringer Aufwuchs an Wildkräutern

Schnelle Intensivierung möglich
Höhere Energieaufwand für die Tiere

kein Mist, keine Gülle

Geringe Ergiebigkeit im Winter

Die Übersicht der Vor- und Nachteile (s. Tab. 1) führt zu der Annahme, die Weide sei wirtschaftlicher als die Wiese. Letztendlich hängt aber die Frage nach der Nutzung von klimatischen Faktoren ab. Das Ravensberger Hügelland liegt mitten im Übergangsbereich vom kontinentalen zum atlantischen Klima. In ganz Deutschland zeigt sich deshalb eine klimatisch verursachte Nord-Süd-Verteilung: Im Norden überwiegen die Weiden, im Süden die Wiesen. Eine Mischnutzung ist meist da verbreitet, wo eine ganzjährige Weidehaltung nicht möglich ist.

Die Zier- oder Gebrauchsrasen unserer Gärten sind im eigentlichen Sinne kein Grünland. Großflächige, nicht landwirtschaftliche genutzte Grünlandbereiche entstanden durch Nebennutzung, wie Straßenränder, Deiche und Flugplätze. Wesentliche Erscheinungsformen des wirtschaftlich genutzes Grünlandes sind:

  • Mähweide: Eine Nachbeweidung folgt der Mahd;
  • Dauerweide: Beweidung wenn möglich über das ganze Jahr;
  • Streuwiese: weniger Schnitt, meist als Einstreu in den Ställen genutzt, kombiniert mit Obstanbau;
  • Frischwiesen und weiden: Diese vorherrschende Grünlandform steht unter der Prämisse der landwirtschaftlichen Nutzung mit einer meist hohen Bewirtschaftungsintensität;
  • Feuchtwiesen mit einer reichhaltigen Wasserversorgung, einer oft starken Überschwemmung und einer deshalb eingeschränkten Nutzung;
  • Trockenrasen: der Sonne zugewandte Flächen, die oft nur wenig genutzt, meist auf kalkreichen oder sauren Böden und daher wenig ertragreich sind;
  • Borstgrasrasen: wachsen auf mineralstoffarmen Böden und sind sehr artenreich.
Projekte

Obstwiesenprojekt

Streuobstwiesen prägen seit Jahrhunderten unsere heimische Kulturlandschaft. Kaum ein Hof ohne Obstwiese oder ein Feldweg ohne Obstbaumreihe, aber in den letzten Jahrzehnten gingen vor allem durch Aufgabe der traditionellen Obstwiesennutzung und durch Ausweitung von Siedlungs- und Industrieflächen viele Obstwiesen verloren.

Zum Schutz dieses wertvollen Lebensraumes rief 1995 die Biologische Station das Obstwiesenprojekt ins Leben. Seit dem werden mit der Unterstützung durch Praktikant/innen Obstwiesen des Kreises kartiert, Besitzer beraten, Nach- und Neupflanzungen organisiert und Baumpflege durchgeführt.

Ziele sind die Sicherung und Entwicklung der noch vorhandenen, extensiv genutzten Streuobstwiesen im Kreis Herford, die Neuanpflanzung weiterer Streuobstwiesen und der Erhalt der regionalen Sortenvielfalt

Neue Bestellungen

Bestellungen für die Obstbaum-Verteilaktion im Herbst 2020 werden mit der überarbeiteten Bestellliste bis Ende September entgegengenommen!

Zuständige Mitarbeiterin

Frau Anna Brennemann
brennemann@bshf.de
05223-78250
Durchwahl:
05223 – 1837769

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Um den Lebensraum Streuobstwiese kreisweit zu erhalten, werden Neuanpflanzungen unterstützt bzw. Besitzern von Wiesen wird die Nachpflanzung empfohlen. Von 1995 bis 2019 konnten durch die jährlichen Obstbaumverteilaktionen 6594 Obstbäume regionaler Hochstammsorten an Interessenten abgegeben werden. Das Interesse ist nach wie vor rege; jedes Jahr können etwa 40 bis 50 Abnehmer registriert werden. Viele Abnehmer bleiben dem Obstwiesenprojekt treu und ergänzen regelmäßig ihre Obstwiese.

Von den 387 Bäumen, die 2019 vergeben wurden, waren wieder einige sogenannte “Reiserbäume”, die im Auftrag der Station von einer Baumschule erfolgreich aufgereisert wurden. Die Liste der “Reiserbäume” wächst stetig. Bedingt durch diese vermehrte Nachfrage wurden bereits einige historische Lokalsorten wieder in das aktuelle Angebot einiger Baumschulen wieder aufgenommen.

Ein Gegenstand der weiteren Arbeit ist die Einarbeitung neuer Kartierungen und Nachpflanzungen in das GIS (Geographisches Informationssystem) der Station. So können weitere Aktivitäten im Obstwiesenprojekt noch besser organisiert und durchgeführt werden. Geplant ist die Anlage von neuen und die Ergänzung von bestehenden Obstwiesen.

In diesem Jahr feierte das Obstwiesenprojekt sein 25 jähriges Bestehen. Auch in den kommenden Jahren sind weitere Obstsammelaktionen, Schnittseminare, Sortenbestimmungen und Obstbaumverteilaktionen geplant.

Im Jahr 2018 hat die Biologische Station eine kreisweite Erhebung der Streuobstwiesenbestände durchgeführt. Die Anzahl der wertvollen Wiesen ist in den letzten Jahren erheblich gesunken (siehe unter Veröffentlichungen). Streuobstwiesen sind extensiv bewirtschaftete Wiesen mit hochstämmigen Bäumen verschiedener, historischer und regionaler Obstsorten. Mit zunehmenden Alter steigt ihre ökologische Bedeutung. Ihr Erhalt und ihre Pflege sind landesweit wichtige Ziele des Natur- und Artenschutzes. Typische Bewohner der Streuobstwiesen sind Steinkauz, Feldsperling, Siebenschläfer, verschiedene Fledermausarten, Wildbienen und Schmetterlinge. Die Biologische Station hat sich deswegen für ihr Projekt zum besseren Schutz der Streuobstwiesen um finanzielle Unterstützung bemüht – mit Erfolg!

Die Durchführung des neuen, auf zwei Jahre begrenzten Projekts wird durch Fördermittel zweier Stiftungen ermöglicht: Die Stiftung der Sparkasse Herford fördert die Pflanzung und Pflege von Bäumen. Die Stiftung Zukunft im Wittekindskreis stellt Mittel für zusätzliche Projektkosten zur Verfügung.

Ziele des Projektes sind die Verbesserung der bestehenden Wiesen z.B. durch Nachpflanzen fehlender Bäume oder die komplette Neuanlage. Ebenso wichtig ist die fachliche und praktische Unterstützung der Eigentümer. Viele Besitzer und Bewirtschafter der alten und neuen Obstwiesen können nicht mehr selbst aktiv werden oder benötigen fachliche Anleitung und die Vermittlung von praktischem „knowhow“.

Im Rahmen des „neuen Obstwiesenprojektes“ ist gewissermaßen zur Initialzündung die Pflanzung von 200 neuen Bäume finanziert. Dies gilt auch für den Pflegeschnitt älterer Bäume, um bereits bestehende Bestände zu verbessern. Dafür ist im Projekt die Pflege von 200 Altbäumen gesichert. Darüber hinaus will die Biologische Station weitere neue Obstwiesen anlegen, viele Lücken auf bestehenden Flächen schließen und sich kreisweit für eine dauerhafte Pflege einsetzen.

Projekte

Kopfweiden

“Das Kopfbaumprojekt der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford: eine erfolgreiche Verbindung von effektiver Maßnahmenumsetzung und einem EDV – gestützten Kataster”

Zusammenfassung
Im Kreis Herford (445 km²) hat die dort ansässige Biologische Station Ravensberg auf Anregung des ehrenamtlichen Naturschutzes mit der Erfassung aller Kopfbäume begonnen. Ziel ist die Organisation dauerhafter Kopfbaumpflege und die Abschätzung des notwendigen Aufwandes. Für über 90% der bisher festgestellten 6770 Bäume an 544 Standorten konnte ein genauer Pflegeplan anhand einer eigens erstellten Datenbank mit GIS-Anbindung erarbeitet werden. Seit über 20 Jahren haben Mitarbeiter der Station mit Unterstützung des ehrenamtlichen Naturschutzes über 6400 Bäume geschnitten, 226 davon in diesem Winter. Der deutliche Zuwachs geschnittener Bäume ist auf die bessere Erfassung durch das Kopfbaum-Kataster zurückzuführen. Der Einsatz eines EDV-gestützten Katasters ist nur mit der direkten Maßnahmendurchführung sinnvoll. Die zukünftige Pflege von ca. 889 Bäumen im Kreis Herford muss sichergestellt und finanziert werden, u.a. durch Spenden und Drittmittel.


Ausgangslage
In der Vergangenheit wurden Kopfbäume z.B. von den Landwirten zur Brennholz- und Weidenrutengewinnung genutzt. Später wurde die Pflege durch ehrenamtliches Engagement oder Behördeneinsatz übernommen. Die Nutzung und die Pflege ist jedoch heute vielerorts zusammengebrochen. Immer mehr Bäume sind in einen Zustand, in dem ein Rückschnitt kaum noch oder nur schwer möglich ist.

Viele Bäume sind, bedingt u.a. durch fehlende Pflege, ersatzlos entfernt worden. Die Pflege beschränkt sich auf schon einmal gepflegte oder zufällig bekannt gewordene Standorte. Durch die (im Kreis Herford abgeschlossene) Landschaftsplanung sind kaum Standorte erfasst (ca. 20 %, einige Pläne weisen Kopfbaumpflege nicht aus). Insofern war eine gezielte Planung und Umsetzung von Kopfbaumschnitt aufgrund der unzureichenden Datenlage nicht möglich.

Die Notwendigkeit der Pflege war nur allgemein bekannt und konnte nicht konkret umgesetzt werden. Bekannte Standorte wiederum konnten oftmals nicht gepflegt werden, weil für die Umsetzung Personal und Finanzierung fehlten. Verschärft wurde die Situation im Kreis Herford, als die übliche Förderung privater Pflegeaktionen (30,- DM / Baum; Finanzierung über FöNa 88 und Kreismittel) Anfang der 90er Jahre gestrichen wurde. Eine Unterstützung von Maßnahmen durch die lokale Sparkassenstiftung ermöglichen eine Weiterführung der Pflege auf niedrigem Niveau.

Es ist zu vermuten, dass Vielerorts in NRW ähnliche Verhältnisse herrschen. Nur durch langjährigen und kontinuierlichen Einsatz ehrenamtlich gestützter Initiativen, wie im Kreis Paderborn, wo pro Winter über 1.000 Bäume durch die dortige Biologische Station gepflegt werden (Wolf pers. Mit.), kann ein umfassender Erhalt der Kopfbäume sichergestellt werden. Hier besteht eine besondere Tradition, die über 30 Jahre und mit inzwischen professioneller Organisation erfolgreich ist. Andere Beispiele zeigen, wie in Düsseldorf und im Kreis Mettmann, dass eine dauerhafte Pflege auch durch kommunale Einrichtungen getragen werden kann. Der vorliegende Bericht über das Kopfbaum-Kataster im Kreis Herford ist als Anregung für die Regionen in NRW zu verstehen, in denen ein ähnlicher “Pflegenotstand” wie ursprünglich im Kreis Herford vorzufinden ist.


Zielsetzung
Auf Anregung aus dem ehrenamtlichen Naturschutz, der nach wie vor Kopfbäume schneitelt und über die Notlage wusste, begann die Biologische Station 1997 mit der Erfassung der gesamten Kopfbaumbestände im Kreisgebiet Herford. Ziel des Projektes ist die konkrete Maßnahmenumsetzung verbunden mit einer dauerhaft gesicherten, zeitlich und organisatorisch abgestimmten sowie weitgehend lückenlosen Pflege der Kopfbäume im ganzen Kreis. Die zur Verfügung stehenden EDV-Mittel sollten schnell und leicht einsetzbar sein. Deshalb wurde auf herkömmliche Datenbank- und GIS-Strukturen zurückgegriffen.


Fragebogen und Kataster
Mittels eines eigenen Erhebungsbogens wurden und werden alle bekannten Standorte abgefahren (BFD, FÖJ, andere Praktikanten/innen). Abgefragt wurden neben grundlegenden Daten zu den Bäumen, wie Alter, Umfang und vor allem zum Pflegezustand (Schätzungen), Informationen über Eigentümer, Schutzstatus, Kommune, Erreichbarkeit, Zustand der Fläche(n), Beweidung usw. Auch die Art der Weiden, es wird nur zwischen “Bruch”- oder “Korbweide” grob unterschieden, ist für die zukünftige Nutzung von Interesse. “Korbweiden”-Standorte werden für die Gewinnung von Weidenruten und Stecklingen besonders hervorgehoben. Wenn möglich wurde bei der ersten Begehung mit dem Eigentümer auch ein Gestattungsvertrag für die Durchführung der Pflege verbunden mit einer Verpflichtung zur dauerhaften Sicherung der Bäume vereinbart. Problematisch sind oftmals schwer auffindbare Eigentümer, die – wie es immer öfter festzustellen ist – nicht in der Nähe der Weiden wohnen. Es kommt sogar vor, dass Eigentümer über ihren Besitz nicht ausreichend informiert sind. Gerade die Kopfbaumreihen an Gräben, Bächen etc. liegen zumeist an Flurstücksgrenzen und erschweren die Zuordnung und die Suche nach dem Eigentümer.

Als Grundlage der Kopfbaumsuche dienten zunächst die bekannten Standorte durch Maßnahmen des BUND oder NABU, oftmals mit Gestattungsverträgen, seit über 25 Jahren. Hinzu kamen eigene Informationen, Daten der Kommunen und Hinweise von Einzelpersonen. Nach gezielten Presseinformationen und anderen Öffentlichkeitsterminen gingen (und gehen) zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung über Kopfbaumstandorte ein.

Aufbauend auf einer von Thomas Wehrenberg erstellten Datenbank (in Access) mit einer Anbindung an das GIS der Station (Arc View) sind nun jederzeit Darstellungen der aktuellen Standorte (zur Pflegeplanung und allgemeinen Präsentation) und Abfragen nach den akuten “Pflegefällen” möglich. Es lassen sich Umfang und Aufwand der kontinuierlichen Pflege erkennen und berechnen – nachdem der nicht unerhebliche Rückstand aufgeholt ist. Dateiformat und Aufbau der GIS-Anbindung kann jeder Interessent als Kopie beziehen.


Ergebnisse
Die Tabelle zeigt den Stand der Erfassung von März 2019. Insgesamt sind im Kreis Herford mit 445 km² 6770 Kopfbäume an 544 Standorten aktuell im Kataster erfasst. Über 97 % dieser Bäume und Standorten existieren genaue Informationen, d.h. für jeden einzelnen Baum wurden Alter, Umfang, Baumart, Pflegezustand etc. aufgenommen und in einer Karte dokumentiert, die inzwischen auch mit dem GIS der Station digital erfasst ist. Neben den detailliert erfassten Kopfbäumen werden in Zukunft alle weiteren Standorte bezüglich des Informationsstandards angeglichen sowie weitere Standorte gesucht. Schätzungsweise fehlen dem Kataster noch mehrere Dutzend Standorte, vor allem solche mit einer niedrigen Baumzahl. Im Durchschnitt finden sich 12 Bäume je Standort. Auffällig ist der höhere Durchschnittswert in den NSG (über 15 Bäume pro Standort); u.a. durch ein Gebiet bedingt, das trotz geringer Größe (NSG Blutwiese mit 23,5 ha) über 100 Kopfbäume aufweist.

Bäume%Standort%
Außerhalb NSG55288246285
In NSG1242188215
Insgesamt6770100544100

Wieviele Kopfweiden stehen an wievielen Standorten im NSG und außerhalb dieser?

Der Blick auf die Übersichtskarte des Kreises Herford zeigt, dass fast alle uns bekannten Standorte genau erfasst sind. Vor allem im Bereich der Stadt Löhne baute das Kataster ursprünglich auf Meldungen der Stadtverwaltung auf. Jetzt sind aber auch diese Standorte genau überprüft worden.


Pflege
Nach einem vorsichtigen Beginn hat die Einführung des Katasters Früchte getragen und viele neue Standorte konnten erfasst und bearbeitet werden. Auch die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen “Pflegekräften” funktioniert besser, Absprachen mit Kommunen und privaten Besitzern lassen sich gezielt durchführen. Begründet durch die sich stetig verbessernde Datenlage konnte auch die Zahl der geschnittenen Bäume pro Winter deutlich gesteigert werden. Anhand der Kataster-Unterlagen wurden erstmals für den Winter 1999/2000 die pflegebedürftigen Kopfbäume ermittelt, die einzelnen Maßnahmen geplant und nach der folgenden Prioritätenliste abgearbeitet:

  1. Pflege dringend notwendig,
  2. Lage in einem NSG oder einem anderen Betreuungsgebiet der Station,
  3. Gestattungsvertrag vorhanden,
  4. Der Besitzer kümmert sich um den Verbleib des Schnittguts oder eine andere gute Lösung ist gefunden,
  5. Standort ist gut und witterungsunabhängig erreichbar.
WinterBäume
1996/9710
1997/98104
1998/99165
1999/00315
2000/01199
2001/02396
2002/03496
2003/04279
2004/05291
2005/06344
2006/07409
2007/08292
 2008/09486
2009/10254
2010/11266
2011/12255
2012/13221
2013/14256
2014/15358
2015/16316
2016/17261
2017/18231
2018/19226
Summe6430

Pflegeschnitt von Kopfbäumen im Kreis Herford in den letzten vierzehn Jahren – durch die Station mit ehrenamtlicher Unterstützung.

So konnten die Stationsmitarbeiter mit ehrenamtlicher Unterstützung erstmals in der Schnittperiode 1999/2000 über 300 Bäume pflegen. Bisher konnten im Projekt 6430 Kopfbäume geschnitten werden. Anfangs musste zumeist ein Neuschnitt nach über 10 jähriger Pause durchgeführt werden, mit entsprechend erheblichem Aufwand und großen Mengen an Schnittgut.
Allen bekannten Bäumen wurden – wenn möglich – Verantwortliche für die Pflege zugeordnet. Nur 25% der Bäume werden von den Eigentümern gepflegt. Die Pflege durch den ehrenamtlichen Naturschutz (BUND Kreis Herford und NABU Rödinghausen) und einige Maßnahmen der Kommunen erfolgen in Kooperation mit der Biologischen Station (s. folgende Tabelle).

VerantwortlichBäumeStandorteBäume in %
Pflege unklar560388
Pflege /Eigentümer157519723
Pflege / Ehrenamt580429
Pflege / Kommune7756712
Pflege / Station165010024
Pflege / Weser-Werre-Else-Projekt163010024
Summe6770544100

Wer pflegt die Kopfbäume im Kreis Herford ?


Verbleib des Schnittguts
Teilweise konnte das Schnittgut über Spendengelder der Eigentümer, des Kreises Herford oder finanziert über andere Zuwendungen gehäckselt und abgefahren werden. Vielfach gelang eine erfolgreiche Vermittlung des Schnittguts an Grundschulen oder Kindergärten zur Außenanlagengestaltung. Vorteilhaft sind Abnehmer, die selbst anfahren und Auswahl, Bearbeitung und Abtransport durchführen. 
Leider zeigte sich, dass weit über die Hälfte der vorhandenen Kopfbäume keine “Korb”- sondern meist “Bruchweiden” sind, die sich für Tipi- und Tunnelbau nicht eignen. Eine Aufbereitung von Schnittgut für die Verwendung von Weidenbauten und Flechtarbeiten z.B. in Kindergärten und Schulen erfolgt nur auf Bestellung oder für den “Weidentag” der Biologischen Station. Nur noch gelegentlich finden sich Anwohner oder Eigentümer, die das Astholz der Kopfbäume als Anmach- oder Kaminholz selbst aufschneiden und abtransportieren.


Zukünftige Pflege durch die Station
Bei einem Blick auf die zukünftige Entwicklung zeigt sich, dass bedingt durch die verbesserte Datenlage schon viele Bäume gepflegt wurden und deshalb in den nächsten Jahren der Pflegebedarf relativ konstant bleibt. Zudem fehlen im Kataster sicher noch einige Standorte, so dass Nachkartierungen die Zahlen noch erhöhen werden.

JahrSchnitt
2019/20165
2020/21154
2021/22309
2022/23129
2023/24132
Summe889

Fazit und Ausblick
Obwohl aktuell kein fachlich abgestimmtes, landesweit einsetzbares Datenbank-Programm vorliegt, sind die verwendeten Standard-Anwendungen als Zwischenlösung ausreichend, zumal das vom Land NRW geplante Programm OSIRIS bereits vorhandene Access-Daten einarbeiten soll.

Die Einrichtung eines Kopfbaum-Katasters im Kreis Herford zeigt die Chancen, die eine EDV-gestützte Planung und Umsetzung für den praktischen Naturschutz bietet. Zugleich wird deutlich, dass eine maßnahmen- und fachbezogene Datenbankstrukur, wie sie mit OSIRIS geplant ist, dringend benötigt wird. Die Einrichtung eines Katasters ist allerdings nur mit der direkten Anbindung an konkrete Maßnahmenumsetzung sinnvoll und kann zur Nachahmung unbedingt empfohlen werden.

Durch ehrenamtliche Unterstützung, mit Hilfe von FÖJ – Praktikanten/innen und einer ABM im Bereich EDV, konnte ein relativ verlässliches Bild der Situation der Kopfbäume im Kreis Herford gewonnen werden. Für über 97 % der Bäume liegt ein genauer Pflegeplan vor, der die Unterrichtung der Eigentümer per Gestattungsvertrag und ein Organisationsplan (Anfahrt, Verbleib Schnittgut etc.) beinhaltet. Mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit und vor allem durch die zahlreichen Kontakte mit Eigentümern u.a. wurde ein dichtes Netz von Entsorgungsmöglichkeiten geschaffen. Ein überraschendes Ergebnis war der geringe Anteil der “Korbweiden”, die im Weidenbau sehr gut verwendbar sind und deshalb gezielt (nach-)gepflanzt werden.

Wenn die Daten noch fehlender Standorte eingearbeitet sind und der Pflegerückstand aufgeholt ist, kann mit einem Gesamtbestand von ca. 7200 Bäumen im Kreis Herford und einer dauerhaften Pflege von ca. 1000 Bäumen je Saison gerechnet werden. Geht man davon aus, dass ca 25 % durch die Eigentümer und ca. 25% nach wie vor durch Kommunen oder ehrenamtliche Naturschützer gepflegt werden, muss zukünftig für ca. 3600 Bäume (7 Jahre, jährlich ca. 515 Bäume) eine langfristige Lösung gefunden werden. Legt man für die Pflege von 515 Bäumen 60,- € je Baum zugrunde, ergeben sich jährliche Kosten in Höhe von ca. 30.000,- €. Die existierenden Förderungen von Seiten der öffentlichen Hand reichen dafür nicht aus. Die zukünftige Pflege der Kopfweiden im Kreis Herford muss also anders sichergestellt und finanziert werden, z.B. durch Spenden und Drittmittel.


Stecklinge bringen neues Leben für die Kopfweidenstandorte
Der Biologischen Station geht es im Kopfweidenprojekt nicht nur um den Erhalt des „Status quo“: vielmehr muss der Verlust vieler Weiden in den letzten Jahrzehnten unbedingt aufgefangen werden. Dazu kommt, dass ein überraschendes Ergebnis der genauen Erfassung aller Kopfbäume im Kreis ergab, dass nur ein geringer Anteil “Korbweiden” gefunden werden konnte. Diese sind aber vor allem für die Verwendung des Schnittmaterials im Weidenbau sehr wichtig verwendbar sind und sollen deshalb gezielt (nach-)gepflanzt werden.

Durch Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Herford konnte die Station im Laufe des Jahres 2008 und 2009 an bisher 16 Standorten 310 dieser Korbweiden nachpflanzen:

2008:

2009:

Aufgrund der guten Informationen über die Weiden im Kreisgebiet insgesamt, konnten von vorhandenen Bäumen die geeigneten Stecklinge geschnitten und in vorhandene Lücken eingebracht werden. Probleme machen nach wie vor die Standorte: Leider sind nicht alle Eigentümer bereit, neue Weiden auf ihren Flächen zu zulassen. Die Unsicherheit der Pflege wird dann als Argument ins Feld geführt. Deshalb wird die Station weiterhin an der dauerhaften Pflege der Bäume festhalten, und die Anzahl durch fortführendes Nachstecken der Weiden erhöhen.

Weitere Informationen können Sie auch den Pressartikeln der regionalen Zeitungen entnehmen

21.08.2008Westfalen-Blatt150 Korbweiden an sieben Orten
Biologische Station setzt Stecklinge
Artikel
18.08.2008Neue WestfälischeBiologen pflanzen Korbweiden
150 Stecklinge an sieben Standorten gesetzt
Artikel

Bauanleitungen
Die Biologische Station hat über 20 verschiedene Bauanleitungen von Zaun bis Tipi zusammengestellt. Hier werden einige dieser Bauanleitungen vorgestellt, die sie an dieser Stelle als PDF-Dokumente herunterladen können. Die komplette Sammlung der Bauanleitung können Sie bei uns bestellen.


Weidenbauten an Schulen und Kindergärten

Kurzer Sachbericht

Gefördert von der Stiftung der Sparkasse Herford wurde von November 2006 bis März 2008 an 12 Kindergärten bzw. Grundschulen (s. Übersicht) im Kreis Herford Weidenbauten errichtet.

Die Tätigkeiten der Biologischen Station umfassten

  • ein Beratungsgespräch vor Ort,
  • die Gewinnung des Materials (Zurechtschneiden, Bündeln und Lieferung)
  • und die fachliche Anleitung und Mithilfe beim Weidenbau.

Die nebenstehenden Fotos und Zeitungsartikel verdeutlichen das hohe Engagement und die begeisterte Mitarbeit der Kinder , Eltern, Erzieher und Lehrer. Es gelang erfolgreich, die nachhaltige Nutzung des Weidenschnitts mit den nötigen Informationen zur Bedeutung und zum Schutz der heimischen Kulturlandschaft mit praktischen Aktionen zu verbinden, die den Kindern (und den Eltern) dazu auch noch viel Spaß gemacht haben. Die auf längere Dauer angelegten Weidenbauten können und sollen, wie auch schon geschehen, kontinuierlich mit den Kindern gepflegt werden und vermitteln somit auch auf lange Sicht wertvolle Kenntnisse und Fertigkeiten. Aufgrund der sehr positiven Resonanz (es konnten nicht alle Anfragen berücksichtigt werden) ist an eine Fortführung des Projektes gedacht.





Übersicht über die Kindergärten und Schulen mit durchgeführten Weidenbauten:

  • Grundschule Lenzinghausen in Spenge
  • Kindergarten Kirchlengern in Kirchlengern
  • Kindertagesstätte Vlohzirkus in Vlotho
  • Kindertagesstätte Kinderparadies in Bünde
  • Grundschule Oldinghausen in Enger
  • Grundschule Spenge/Hücker-Aschen in Spenge
  • AWO-Kindergarten Bünde-Südlengern
  • Eickhofschule in Schweicheln
  • Grundschule Stift Quernheim
  • Förderschule Arche in Schweicheln
  • Waldorf-Kindergarten Morgenstern in Hiddenhausen
  • Kindergarten Zappel in Kirchlengern

Presseberichte 2006 – 2008 verschiedener regionaler Zeitungen:

15.04.2008Neue WestfälischeWeidenlandschaft wandelt sich
Damit der Waldorfkindergarten noch grüner wird
Artikel
08.04.2008Westfalen-BlattSchüler lernen in Weidentipis
Biologische Station baut >>grüne Zelte<< auf dem Gelände der >>Arche<<
Artikel
08.04.2008Neue WestfälischeZelte aus Weidenruten
Die Biologische Station baut Tipis mit Mitteln der Sparkassen-Stiftung
Artikel
06.03.2008Westfalen-BlattKinder freuen sich über Tipi
Weidenaktion kommt gut an
Artikel
04.03.2008Neue WestfälischeEickhofschule bekommt ein Weidenzelt
Zu Ostern wird das Tipi grün
Artikel
01.03.2008Neue WestfälischeKinder lieben Grün
AWO-Kindergarten und Biologische Station bauen Weiden-Iglu
Artikel

Aktionsangebot rund um die Weide
Die Biologische Station führt regelmäßig jedes Jahr am ersten Samstag im Februar einen Tag rund um die Weide durch. Weiter bieten wir für interessierte Gruppen kreative Veranstaltungen zum Basteln mit Weidenmaterial für Kindern und Erwachsene an. Die Termine können mit der Biostation individuell angesprochen werden. Bitte rufen Sie uns an.

Weitere Informationen finden Sie auch in inserem Veranstaltungskalender.

Projekte

Herkulesstaude – gefährliche Schönheit

Es kommt immer wieder vor, dass Kinder nach dem Spielen in Wiesen mit Hautreizungen in Form von Rötungen und leichten Schwellungen nach Hause kommen. Diese Symptome werden als „Wiesen-Dermatitis“ bezeichnet. Sie sind jedoch nichts im Vergleich zu den Verletzungen, die man sich nach einem Hautkontakt mit der Herkulesstaude zuzieht. Sind die Kontaktstellen dann dem Sonnenlicht ausgesetzt, können schwere Hautverbrennungen, Verfärbungen und Schwellungen entstehen, die durch die im Saft der Pflanze enthaltenen phototoxischen Substanzen hervorgerufen werden. Im schlimmsten Fall können empfindliche Menschen oder Allergiker sogar einen anaphylaktischen Schock erleiden. Daher sollten Kinder nicht in die direkte Nähe der Pflanzen kommen oder mit Pflanzenteilen spielen. Aber auch für Erwachsene ist der Kontakt gefährlich.

Warum die Herkulesstaude auch für unsere Natur nicht gut ist

Die Herkulesstaude wurde im 19. Jahrhundert aus dem Kaukasus eingeführt und breitete sich in Nordrhein-Westfalen schnell aus. Die mehrjährige Riesendolde wurde als botanische Sensation und als Bienenweide in Parks- und Gärten in Deutschland gepflanzt und ist von dort aus verwildert. Typische Lebensräume sind die Ufer von Flüssen und Bächen, Straßenböschungen, Bahnlinien, Waldränder und Brachflächen. Eine Pflanze kann bis zu ca. 100.000 Samen produziert und ist in der Lage, schnell große Bestände aufzubauen.

Auch im Kreis Herford gibt es an einigen Stellen schon Reinbestände von Herkulesstauden. Sie beschatten den Boden so stark, dass einheimische Pflanzen völlig unterdrückt werden. An Fließgewässern stellen diese „Herkulesstaudenwälder“ auch noch eine starke Erosionsgefahr dar. Anders als Pflanzen, die hier natürlich vorkommen, hält der Gigant das Ufer mit seiner Pfahlwurzel nicht fest.

Bekämpfung der Herkulesstaude (Riesenbärenklau)

Die Biologische Station führt schon seit mehreren Jahren Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Riesenbärenklaus durch. Da bisher noch kein “Patentrezept” für die Bekämpfung existiert, sind die Biostationsmitarbeiter mit unterschiedlichen Methoden gegen die Pflanze vorgegangen.
Um eine Massenverbreitung zu verhindern sollte die Samenentwicklung gestoppt werden. Am wirksamsten erwies sich dabei das komplette Entfernen der Pflanze inklusive dem Ausgraben der Wurzel. Die Blüten- und Samenstände müssen entsorgt werden, da auch abgeschnittene Blütendolden nachreifen und Samen produzieren können. Auf den bearbeiteten Flächen ist eine sorgfältige Nachkontrolle erforderlich.

In den von der Station betreuten Naturschutzgebieten wurden so erste Erfolge erzielt. Da die Pflanze sich aber nicht nur in den NSG angesiedelt hat, sondern sich im ganzen Kreisgebiet ausbreitet und sich dabei nicht an Zuständigkeitsgrenzen zwischen Bund, Land, Kreis, Kommunen und Privaten hält, ist eine übergreifende Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Riesenbärenklaus besonders wichtig.

Das Projekt

Aus diesem Grund hat die Untere Landschaftsbehörde (Kreis Herford) zusammen mit der Biologischen Station Ravensberg und den neun Kommunen ein mehrjähriges Projekt zur Bekämpfung der Herkulesstaude ins Leben gerufen.

Das Projekt wurde im Juni 2005 gestartet und wird seit dem in der gesamten Vegetationsperiode der Herkulesstaude durchgeführt. So wurden auch in diesem Jahr im Mai die Tätigkeiten wieder aufgenommen. Die Koordination des Projektes hat die untere Landschaftsbehörde übernommen. Der Einsatz, die Anleitung und Betreuung der Mitarbeiter sowie die Erfolgskontrolle wird sowohl von der Biologischen Station als auch von der unteren Landschaftsbehörde durchgeführt. Die durch das Projekt gewonnenen Daten werden so gesammelt, ausgewertet und dokumentiert, dass sie als Grundlage für die effektive Bekämpfung in den kommenden Jahren dienen.Eine selbst herausgebrachte Broschüre (siehe rechts) soll dabei helfen, die Bevölkerung über die Herkulesstaude und die Bekämpfungsmöglichkeiten aufzuklären.Weitere Informationen zum Projektjahr 2006 sind in dem hier archivierten Zeitungsartikel der Neuen Westfälischen (PDF-Datei, 1,2 MB) nachzulesen

Ergebnisse aus dem Projekt 2019 :

  • Herkulesstauden kommen in allen Kommunen des Kreises Herford vor. Schwerpunkt der Verbreitung ist in Vlotho mit 92 und Herford mit 81 bekannten Standorten.
  • von den 283 bekannten Standorten im Kreis Herford werden 76 von der Biologischen Station bearbeitet. Es handelt sich um Flächen mit einzelnen Pflanzen bis hin zu einer Fläche mit über 700 Exemplaren.
  • 25 Standorte wurden 2019 im Rahmen dieses Projektes durch Ausstechen der Wurzel, der einzigen wirksamen Methode, bekämpft. Insgesamt wurden alleine durch die Biostation gut 2300 Pflanzen entfernt.
  • 49 Standorte wurden in den vergangenen Jahren erfolgreich bekämpft, so dass diese 2019 durch die Stationsmitarbeiter nur noch kontrolliert wurden.
  • über 240 Arbeitsstunden hat allein die Biologische Station Ravensberg im Jahr 2019 in die Bekämpfung der Herkulesstaude investiert.


Übersichtskarte

Die Übersichtskarte zeigt die uns bekannten und kartierten Herkulesstaudenstandorte (Stand 31.12.2019). Durch Klick auf die Karte öffnet diese sich in besserer Qualität.



Ansprechpartner:

  • Untere Landschaftsbehörde:
    Hanna Frick-Pohl, Tel.: 05221 132321
  • Biologische Station Ravensberg:
    Thomas Wehrenberg, Tel.: 05223 78250

Wir brauchen aber auch Ihre Hilfe
um der Staude Herr zu werden! Darum bitten wir um Ihre tatkräftige Unterstützung:

  • für die Erfassung der bestehenden und sich neu ausbreitenden Herkulesstaudenbestände, da uns mit Sicherheit nicht alle Standorte bekannt sind. Bitte informieren Sie die Biologische Station über die Ihnen bekannten Standorte.
  • auch bei der Bekämpfung selbst ist Ihre Mithilfe gefragt. Je mehr Leute sich an der Bekämpfung der Herkulesstaude beteiligen, um so größer sind die Erfolgsaussichten!

Was man nicht tun sollte:

  • nicht in Panik geraten sobald man eine große Pflanze mit weißen Doldenblüten sieht
  • die Pflanzen nicht ziellos mit Hacke und Spaten, womöglich mit Chemikalien, zu vernichten suchen
  • schon gar nicht die Blüten- und vor allem nicht unreife (sie reifen nach!) oder reife Fruchtstände in der Landschaft verteilen!

Was man tun sollte:

  • Wenn man auf eine verdächtige Pflanze trifft, unbedingt prüfen ob es sich nicht vielleicht um den einheimischen Bärenklau handelt, denn der sollte unbedingt stehen gelassen werden. Zur Bestimmungshilfe kann untenstehende Tabelle genutzt werden.
  • Wenn Sie im Garten oder in der Umgebung an Straßen- und Waldrändern Standorte der Herkulesstaude finden, die nur wenige Pflanzen umfassen (Einzelpflanzen), empfehlen sich folgende Maßnahmen: Am Besten ist es, die Jungpflanzen ab April/Mai mit einem Spaten auszustechen und die Wurzeln verdorren zulassen in dem man sie in die Sonne legt. Die Fläche sollte man den ganzen Sommer immer wieder kontrollieren und die Arbeit ggf. wiederholen. Falls doch einige Pflanzen zur Blüte kommen, sollten die Blütenstände vorsichtig entfernt und in der Restmülltonne entsorgt werden. Nicht kompostieren, nicht in die Komposttonne – Ausbreitungsgefahr!!
  • Bei größeren Beständen kann es auch hilfreich sein , wenn man die Pflanzen kurz vor der Blüte abmäht und die Wurzeln in ca. 20cm Tiefe absticht. Das Mähen muss mindestens sechsmal in einer Saison im Abstand von 10-14 Tagen wiederholt werden. Dabei sollte man unbedingt auf niedrig wachsende „Notblüten“ achten, die vorher zu entfernen sind. Nach einem Jahr ist die Arbeit leider nicht getan, die Samen im Boden bleiben mindestens 10 Jahren keimfähig, so dass auch in den Folgejahren die Fläche immer wieder kontrolliert werden muss.
  • Vor allem wenn Sie größere Ansammlungen der Staude entdecken, aber auch bei Einzelfällen an Straßen, melden Sie sich bitte beim Kreis oder der Biologischen Station Ravensberg.


Schutzmaßnahmen:

Ganz wichtig bei Arbeiten mit der Herkulesstaude ist die Schutzkleidung.
Dazu gehören:

  • Handschuhe, die mit
  • einem langärmeligen Hemd / Sweatshirt abschließen,
  • lange Hose, feste Schuhe
  • evtl. Gesichtschutz und
  • Sonnencreme

Falls doch Hautkontakt mit Pflanzenteilen oder dem Saft erfolgt ist, sofort mit klarem Wasser abspülen, die Stelle mit Sonnencreme einreiben und vor der Sonne verstecken. Das Abheilen dauert meist ein bis zwei Wochen. Auch danach sollte die Sonne gemieden werden. Bei stärkeren Beschwerden sollte unbedingt der Hausarzt aufgesucht werden.


Herkulesstaude oder einheimischer Wiesen-Bärenklau ?

Projekte

Fahr im Kreis: 10 Fahrrad-Naturrouten im Kreis Herford

Fahrradfahren und freie Natur gehören untrennbar zusammen. Mit diesen Routenvorschlägen für den aktiven Freizeitradler halten Sie ein besonderes Produkt in den Händen:

Sie fahren nicht nur durch die Landschaft hindurch sondern auch zu ihr hin!

Diese Fahrradrouten folgen schon einmal verschlungenen Wegen. Wissenswertes zu Tieren und Pflanzen, über die lokale Geschichte und über die jahrhundertealte Verbindung von Mensch und Kulturlandschaft lassen sich an den zahlreichen Wegpunkten auf den 16 – 28 km langen Rundwegen erfahren.

Dabei sind schöne Aussichten, interessante Einblicke, regionale Besonderheiten oder Merkwürdigkeiten – lassen Sie sich überraschen mit ganz anderen Aspekten der direkten Umgebung von Spenge, Enger, Rödinghausen, Bünde, Kirchlengern, Hiddenhausen, Herford, Löhne und Vlotho.

Viel Spaß wünscht Ihnen

Die Biologische Station Ravensberg

Tipp

Lassen Sie sich bei Ihrer Tour von Satelliten leiten! So finden Sie zuverlässig Ihren Weg und können sich ganz entspannt auf die Landschaft konzentrieren.

Die Rundwege können Sie kostenlos als GPS-Track von unserer Homepage herunterladen und auf ihr Navigationsgerät aufspielen.

Haben Sie kein entsprechendes technisches Gerät? Macht nichts! Die Fahrradfreizeitrouten sind zwar nicht beschildert. Aber wir haben für Sie eine detaillierte Karte mit allen wichtigen Informationen vorbereitet

Alle weiteren Informationen und Downloads finden Sie unter:

www.fahr-im-kreis.de

Projekte

Spürnasen in der Natur – Mit Sinnen in Bewegung

Für Kinder von 3 bis 11 Jahren gibt es seit 2007 ein besonderes Angebot der Biologischen Station. Vier “Spürnasenpfade” in Waldgebieten im Kreis Herford wurden angelegt. Bis 2018 haben dort schon über 17.000 Kinder während unserer Führungen den Wald spielerisch erlebt.

Spürnasenpfade sind gesperrt.

Aus Sicherheitsgründen
ist das Betreten der
Spürnasenpfade
inklusive Spielstationen
und Bauten
zur Zeit untersagt!

Dank der Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Herford können wir auch 2019 dieses einmalige Angebot zu den gewohnt familienfreundlichen Konditionen von 25 € pro Führung anbieten.

Die Spürnasenpfade stehen für eine Erlebnispädagogik, die zur Verbesserung von Wahrnehmung und Wissen über die Natur beitragen will und zugleich Verantwortung im Umgang mit der belebten Umwelt vermittelt. Dem kindlichen Bedürfnis nach Bewegung wird auf den Pfaden entsprochen, um so Übergewicht und Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen wirksam vorbeugen zu können. Ausprobieren, Spielen, Lernen und Entspannen – für alle ist etwas dabei.

Was wurde gemacht?

4 Spürnasenpfade wurden in  Wäldern im Kreis Herford auf öffentlichen Flächen angelegt. Die Pfade wurden so gewählt, dass der Weg für die Kinder der Grundschulen, Kindergärten, Kitas und Ganztagsschulen kurz ist. Die Analyse möglicher Standorte hat ergeben, dass der Schweichelner Wald, Randringhausen, der Stuckenberg und das Katzenholz besonders geeignet sind.

Der Pfad im Katzenholz wurde Anfang 2017 aus Verkehrssicherheitsgründen und wegen zu geringer Nutzung durch die Kinder nach 10 Jahren geschlossen. Die Kinder aus der Region Spenge und Enger können sehr gut den Spürnasenpfad im Schweichelner Wald nutzen.

Als Ersatz für den Spenger Pfad haben wir einen neuen Spürnasenpfad in der Ebenöde in Vlotho am 11.07.2017 eröffnet.

Was wurde wo gebaut?

Am Eingang eines Pfades befindet sich eine Informationstafel mit einer Wegbeschreibung. Mehr Tafeln gibt es nicht!

Die einzelnen Stationen an jedem Pfad sind mit Symbolen auf Pfählen gekennzeichnet, z.B. Eichhörnchen, Dachs, Frosch. An jeder Station können nach verschiedenen Aktivitätsstufen, die sich an dem „flow learning konzept“ von Joseph Cornell orientieren, Walderlebnisspiele durchgeführt werden. Die dazu benötigten Materialien (Augenbinden, Malsachen um Rinde und Blätter abzuzeichnen, Seile, etc.) bringen die gebuchten Exkursionsleiter mit. Für die Kinder, LehrerInnen, ErzieherInnen und Eltern das “Rundum-sorglos-Paket”. Bei jeder Führung sollte zusätzlich eine erziehungsberechtigte Person von Ihnen mitgehen.

An geeigneter Stelle wurden Barfußtastpfade angelegt.

Zusätzlich wurden am Wegesrand, zwischen den Stationen, verschiedene Bauten wie z.B. Balancierbaumstämme, Stubben, Baumtelefone, Holzxylophone, Summbäume, Insektenhotels usw. errichtet. Es wird Wert darauf gelegt Naturmaterialien zu verwenden, die wenig verändert werden. Alle Bauten stehen am Rand des Weges und beeinträchtigen die  Befahrbarkeit für die Forstarbeiten nicht.

Wo buche ich eine Führung?

Dieses attraktive Angebot für Kinder und Familien im Kreis Herford der Biologischen Station können Sie über unser Buchungsformular seit 2008 buchen.  Dazu bitte das Buchungsformular ausdrucken und ausgefüllt an die Biologische Station senden.
Download Buchungsformular

Biologische Station Ravensberg
Am Herrenhaus 27
32278 Kirchlengern
(05223) 761386
(oder 05223 – 78250)
Fax 05223 – 78522
foej@bshf.de

Die Spürnasen in der Natur sind Teil des Projektes
Kids Vital im Kreis Herford .
Dort finden Sie auch weitere interessante Aktivitäten für Kinder.

Spürnasen Infos:

Neueröffnung des Spürnasenpfades in der Ebenöde in Vlotho am 11.07.2017

Der Spürnasepfad im Katzenholz in Spenge wurde aus Verkehrssicherheitsgründen und wegen zu geringen Nachfrage geschlossen und abgebaut. Die Kinder aus Spenge und Enger können alternativ sehr gut den Pfad im Schweichelner Wald nutzen.


Die Spürnasenpfade im Schweichelner Wald, Stuckenberg und Randringhausen sind weiterhin wie gewohnt nutzbar. Hier finden, wie jedes Jahr im Frühjahr, in den nächsten Wochen Renovierungsarbeiten statt, um die Winterschäden zu reparieren und den Pfad wieder für die neue Spielsaison herzurichten.

Führungen von 2-3 Stunden können weiterhin bei der Biologischen Station für
25€ gebucht werden. Die Rucksäcke werden nicht mehr ausgeliehen.

Projekte

Handbuch Artenschutz im Kreis Herford

Einleitung:

Das Handbuch Artenschutz im Kreis Herford (als ein Bestandteil des Landschaftskatasters des Kreises Herford) ist ein gemeinschaftliches Projekt der Biologische Station und dem Amt für Landschaft und Bauen des Kreises Herford, gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Herford.

Die wichtigsten Ziele sind:

  • Die Sicherung und Förderung besonders gefährdeter Arten und deren Lebensräume im Kreisgebiet
  • Aufbau und Fortführung eines digitalen Datenbestandes zum verbesserten Überblick über die Situation der belebten Natur im Kreis
  • Information der interessierten Öffentlichkeit und der Behörden bei den Kommunen

In der Projektbeschreibung sind näher Infos über die Entstehung und Verwendung des Artenschutzhandbuchs aufgeführt.

Unter Artensteckbriefe finden Sie zunächst eine Übersicht der Steckbriefe ausgewählter Arten aus dem Kreis Herford.
Die einzelnen Steckbriefe enthalten neben einer allgemeinen und speziell für das Kreisgebiet geltenden Beschreibung eine Verbreitungskarte, die das Vorkommen der Art im Kreisgebiet verdeutlicht. Dazu wurde das Kreisgebiet in 22 gleichmäßige Rechtecke eingeteilt (TK25 viertel). Kommt die Art mindestens einmal in einem Rasterrechteck vor, ist dies mit einem Punkt im Zentrum des Vierecks dargestellt.

Unter Beobachtungen können Sie uns selber eigene Beobachtungen zu den schon im Handbuch aufgeführten oder zu weiteren besonderen Arten mitteilen.

Wollen Sie weitere Informationen, vielleicht auch zu anderen als die hier beschriebenen Arten, dann werden Sie vielleicht im Infosystem der LANUV fündig.
Auch das Internetportal www.natur-in-nrw.de stellt zahlreiche Artenprofile zur Verfügung.

Projekte

Fledermaus und Haus

Sie möchten die Fassade, das Dach oder den Keller renovieren? Fledermäuse leben oft unbemerkt mitten unter uns. Während sie nachts ausfliegen um Insekten zu jagen, verbergen sie sich tagsüber in ihren Quartieren. Neben Arten, die in Höhlen und Spalten an Bäumen leben, gibt es solche, die Quartiere an Gebäuden bevorzugen, zum Beispiel in Mauerspalten, hinter Fensterläden oder auf Dachböden. Die Zukunft dieser Gebäude bewohnenden Fledermausarten hängt in besonderem Maße von unserer Bereitschaft ab, ihre Quartiere zu bewahren bzw. bereitzustellen. Jeder Hausbesitzer, Mieter, Verwalter, Architekt und Handwerker kann daher aktiv zu ihrem Schutz beitragen, indem er vorhandene Quartiere erhält, ehemalige bei Sanierung wieder zugänglich macht und zusätzlich neue schafft.

Sie haben einen Verdacht, dass Fledermäuse an ihrem Haus wohnen? Dann freuen wir uns über eine Meldung bei einem der folgenden Unterstützer des Projekts und helfen Ihnen gerne.

BUND:
Bernd Meier-Lammering: 0178-1210374
Martin Starrach: 05221-31022
Burkhard Kriesten: 05732-81910
Erhard Nolte: 05223-62208
fledermausschutz@bund.net

Biologische Station Ravensberg:
Gabriele Potabgy
Tel. 05223/1837766 (Mo. u. Die.) oder 05223/78250
E-Mail: potabgy@bshf.de

NABU Fledermaus-Hotline:
030 2849845000

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Veröffentlichungen

Sodann bildet die Warmenau die Grenze

Wie ein natürliches Fließgewässer zur künstlichen Grenze wurde und später zum begradigten Bach

Verfaßt von Heidrun Bücker und Klaus Nottmeyer-Linden

Erschienen im Historische Jahrbuch 1998, Seite 145 – 163

Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 1996

Herausgegeben vom Kreisheimatverein Herford e.V.

ISBN 3-89534-207-6

Bezug über den Kreisheimatverein (Restposten)
oder über die Biologische Station (Kopie)
oder per Download: PDF-Datei (4MB)

Auszug aus der Veröffentlichung:

Einleitung:

Die Warmenau ist 19,6 km lang und heute auf ca. 14 km Länge die Grenze zwischen den Bundesländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Ihr Ursprung liegt auf dem Gebiet der Stadt Werther am Fuße des Teutoburger Waldes. Nach wenigen Kilometern Fließstrecke ist der Bach, der sich mehr und mehr zu einem kleinen Fluß entwickelt, zugleich Begrenzung der Kreise Herford und Osnabrück, der Kommunen Spenge und Melle. Kurz vor der Mündung verliert die Warmenau die Funktion als Grenze und mündet auf niedersächsischer Seite in die Else.

Immer wieder in der Geschichte haben Flüsse und Bäche – ebenso wie Gebirge und Küstenlinien – die Grenze zwischen verschiedenen Territorien gebildet. An der Warmenau gab es viele Jahrhunderte nach der Besiedlung und Urbarmachung des Landes zunächst keine Grenze. Erst durch langwierige und schwer durchschaubare Fehden und Streitigkeiten, die Jahrhunderte andauern, wird der ungehindert fließende Bach in die Funktion einer Grenze gezwungen. Lange Zeit verhindert nun das Festhalten am Grenzverlauf in der Mitte des Gewässers einen Ausbau oder eine Begradigung; eine gemeinsame Anstrengung zur Begradigung war aufgrund der unüberbrückbaren Gegensätze nicht denkbar, geschweige denn durchführbar.

Erst im 20. Jahrhundert ergibt sich in der Zeit des “Großdeutschen Reiches” die Möglichkeit, die Grenze in ihrer Funktion zu verneinen und ihren Verlauf und damit auch den Bach zu verändern. Im folgenden soll die bewegte Geschichte der Warmenau kurz dargelegt werden. An einem konkreten Abschnitt des Gewässers wird zudem die Entwicklung und Konsequenzen der Begradigung geschil

Veröffentlichungen

Angebotsnaturschutz

Klaus Nottmeyer-Linden, Stefan Müller und Dieter Pasch (Bearb.)

Vorschläge zur Weiterentwicklung des Vertragsnaturschutzes

Tagungsbericht der gleichlautenden Fachtagung 23.-24. Oktober 2002 in Wuppertal

Erschienen in den BfN – Skripten 89 beim Bundesamt für Naturschutz, Bonn- Bad Godesberg 2003, 107 Seiten

Gefördert und Herausgeben vom Bundesamt für Naturschutz

Bezug über das BFN oder der Biologischen Station Ravensberg

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ist noch in Vorbereitung

Zusammenfassung

Auf einer Tagung zum Thema Vertragsnaturschutz trafen sich am 23. und 24.10.2002 in Wuppertal 77 Teilnehmer aus Forschung, Verwaltung, Landwirtschaft und Naturschutz – unter ihnen 10 Referenten aus Deutschland und der Schweiz.
Es wurde allgemein bekräftigt, dass dem Vertragsnaturschutz als einem sehr erfolgreichen Kooperationsmodell zwischen Landwirtschaft und Naturschutz eine besonders wichtige Rolle bei der zukünftigen Umsetzung von Naturschutz- und Agrarumweltzielen zukommt.
Europäische wie bundesdeutsche Rahmenbedingungen im aktuellen Vertragsnaturschutz wurden vorgestellt und mögliche Entwicklungen für die Zukunft skizziert. Dabei wurde ein erhöhter Abstimmungsbedarf zwischen den Bundesländern, dem Bund und der EU deutlich.
Wege außerhalb der EU-Förderung offenbarten sich am Beispiel der Schweiz, die vor allem in der Effizienzkontrolle und der Qualitätssicherung einen gewissen Vorsprung vor den EU-Ländern zu haben scheint.
Aktuelle Beispiele aus der Forschung und der administrativen Umsetzung bei der Erfolgskontrolle und der Verbesserung im Sinne einer Ergebniskontrolle zeigten auf, dass auch innerhalb der EU-Förderung viel Spielraum genutzt werden kann und neue Wege beschritten werden sollten. Oftmals hapert es aber an der Umsetzung vor Ort, wie es konkrete Beispiele aus Nordrhein-Westfalen belegten.

Zum Abschluss der Tagung wurden Ansätze zur Weiterentwicklung des Vertragsnaturschutzes aus Sicht der Landwirtschaft und des Naturschutzes vorgestellt und ausgiebig diskutiert, wobei immer wieder auf die Gemeinsamkeiten verwiesen wurde. Gewarnt wurde vor bürokratischen Hemmnissen, zu deren Reduzierung auch konkrete Vorschläge vorliegen.

Veröffentlichungen

Geschichte des Vogelschutzes in Deutschland

Erschienen:

In NNA-Berichte 16. Jahrgang/2003, Heft 2:
Naturschutz-Indikatoren / Neue Wege im Vogelschutz

Herausgeber & Bezug:

Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz
Hof Möhr, D-29640 Schneverdingen
Telefon (05199) 989-0, Telefax (05199) 989-46
e-mail: nna@nna.de
Internet: www.nna.de

Autor: Klaus Nottmeyer-Linden

Download:
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Einleitung:
Der Beitrag ist der Versuch, die Geschichte des Vogelschutzes aus zugegeben subjektiver Sicht in wenigen, stark zusammengefassten Abschnitten darzustellen und einige persönliche Thesen auch zur Zukunft des modernen Vogelschutzes zu wagen. Eingangs möchte ich Anna-Katharina Woebse und Friedemann Schmoll ganz besonders herzlich danken, die mir wertvolle Literaturhinweise und besonders auch Einblick in noch nicht veröffentlichte Schriften gaben. Beide sind mit ihrer Arbeit zur Geschichte des Natur und Vogelschutzes eng mit dem Archiv, Forum und Museum zur Geschichte des Naturschutzes in Deutschland in Königswinter verbunden. Wir können uns glücklich schätzen, dass es diese Einrichtung gibt, die in Zukunft noch viele wichtige Arbeiten über dieses spannende Thema fördern und hervorbringen wird.

Veröffentlichungen

Das Hobby des Zigarrenfabrikanten

Die Steinmeistersche Fischzüchterei zu Bünde

Verfaßt von Susanne Schütte

Erschienen im Historische Jahrbuch 2004

Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003

Herausgegeben vom Kreisheimatverein Herford e.V.

ISBN 3-89534-531-8

Bezug ab dem 15. November 2003 im Handel oder über den Kreisheimatverein

Auszug aus der Veröffentlichung:

Eigentlich wollte August Steinmeister 1880 nur einen Goldfischteich im Garten seiner neu errichteten Villa in der Eschstraße 43 anlegen. Daraus entstanden sind die Bünder Fischzuchtanlagen, die zu ihrer Zeit landesweit und darüber hinaus so bekannt waren, dass sogar die Fachleute der zoologischen Sektion des Westfälischen Provinzial-Vereins für Wissenschaft und Kunst in Münster sich dafür interessierten. Schon die unspektakulären Anfänge waren für Bismarcks Staatssekretär für Landwirtschaft Grund genug, sich 1880 bei einer Reise durch den Kreis Herford diese Anlagen von dem damaligen Landrat Dr. Rudolf von Borries vorführen zu lassen…