Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und der Bundesfreiwilligendienst (BFD) in der Biologischen Station Ravensberg
Die Biologische Station ist schon seit über 30 Jahren Einsatzstelle für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Das FÖJ wurde 1995 vom Land Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen und bietet jungen Menschen die Möglichkeit, sich aktiv für Natur- und Umweltschutz zu engagieren. Das FÖJ ist ein Orientierungs- und Bildungsjahr für ökologisch interessierte Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 27. Lebensjahr, die noch keine Lehre oder kein Studium abgeschlossen haben.
Seit 2011 sind wir zudem auch Einsatzstelle für den Bundesfreiwilligendienst (BFD), der bei uns über die Zentralstelle des NABU organisiert wird. Hier sind die Vorgaben nicht so „streng“ gefasst.
Jedes Jahr besetzen wir 3 bis 5 Freiwilligenstellen. Dabei spielt es keine Rolle, ob du ein FÖJ oder einen BFD absolvierst: Alle Freiwilligen arbeiten gemeinsam im Team und übernehmen – je nach persönlicher Neigung, Interesse und Jahreszeit – vielfältige Aufgaben draußen in der Landschaft, in der Landwirtschaft oder im Büro. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, lediglich Interesse und Spaß an praktischer Arbeit in der Natur bei Wind und Wetter sollte vorhanden sein.
Vielfältige Aufgaben im Naturschutz
Während deines Freiwilligendienstes erhältst du einen umfassenden Einblick in unsere Arbeit und unterstützt uns bei den täglichen Arbeiten einer Biologischen Station. Dazu gehören sowohl Erfassungen von Lebensräumen und Arten als auch handfeste Naturschutzmaßnahmen und die Mitarbeit in der Naturpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit. Hier einige Beispiele:
Erfassung und Schutz von Lebensräumen
Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Kartierung und Pflege wertvoller Lebensräume im Kreis Herford:
- Streuobstwiesen werden jedes Jahr – vor allem von August bis Oktober – systematisch erfasst. Dabei werden Baumanzahl, Alter, Pflegezustand und notwendige Maßnahmen dokumentiert und in ein kreisweites Kataster eingetragen.
- Kopfweidenstandorte werden ebenfalls regelmäßig kartiert. Von Oktober bis Ende Februar begleiten die Freiwilligen die Mitarbeitenden bei der Vorbereitung und Auswertung der Pflegemaßnahmen sowie beim jährlichen Schnitt von mehreren hundert Kopfbäumen.
Erfassung von Tierarten
Auch der Artenschutz spielt eine zentrale Rolle in der Biologischen Station:
- Eisvögel werden durch das Aufsuchen und Kontrollieren ihrer Brutröhren erfasst. Zusätzlich werden neue geeignete Brutstandorte gesucht und bestehende Steilwände gepflegt oder neu angelegt.
- Amphibienerfassungen finden vor allem im Frühjahr statt. In ausgewählten Gebieten werden Frösche, Kröten und Molche erfasst, um Bestände zu beobachten und gezielte Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Lebensräume zu entwickeln.
- Fischotter werden an ausgewählten Standorten im gesamten Kreis Herford erfasst. Dabei werden typische Spuren wie Losung oder Trittsiegel kontrolliert. Ergänzend werden Wildkameras aufgestellt, betreut und ausgewertet, um die Anwesenheit des Fischotters nachzuweisen und seine Nutzung der Gewässer zu dokumentieren.
Dein Jahr in der Biologischen Station
- Start: 01. August
- praxisnahe Einblicke in Naturschutz, Landschaftspflege und Umweltbildung
- abwechslungsreiche Arbeit draußen und im Büro
- Erfahrung sammeln im Umgang mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
- attraktive und lehrreiche Seminare zu ökologischen und umweltpolitischen Themen
- Teamarbeit
- Möglichkeit, eigene Interessen und Stärken einzubringen
- Weiterentwicklung eigener Persönlichkeit
- sozialversichterte Tätigkeit
- 350 € „Taschengeld“ und 26 Tage Urlaub
- sinnvolle Zeit für berufliche Orientierung
- Wartezeit bei Studienplatzvergabe und z.T. anrechenbare Praktikumszeit für manche Studiengänge
- berufspraktischer Teil für den Erwerb der Fachhochschulreife
- Imagefilm
Das FÖJ
- FÖJ in unserer Biostation
- Abschlussbericht FÖJ
- Infos Interessierte
- Bewerbungsinfos vom LWL
- Wegweiser von A – Z
Interessante links
Der Bfd
Interessante Links
Praktische Naturschutzarbeiten
Neben den Erfassungen packen die Freiwilligen aktiv mit an:
- Heuwerbung: Im Sommer mäht die Station 24 ha extensiv genutztes Grünland. Hierbei helfen die Freiwilligen mit, wie z.B. beim Auf- und Abladen der Heuballen oder der Nacharbeit auf der Grünlandfläche mit dem Freischneider.
- Kopfweidenschnitt: Die Freiwilligen begleiten die Mitarbeiter der Station bei zahlreichen Kopfweidenschnittmaßnahmen, u.a. auch zusammen mit dem ehrenamtlichen Naturschutz (BUND). Hier stehen vor allem Aufräumarbeiten im Vordergrund.
- Gehölzpflanzungen und -pflege: Hecken in den Schutzgebieten und Obstbäume auf Streuobstwiesen werden gepflanzt und regelmäßig gepflegt.
- Weitere Tätigkeiten wie Neophyten-Management, Müllsammelaktionen, Naturschutzschilder kontrollieren, Infomaterial erstellen und verteilen etc.
Natur- und Umweltpädagogik
Die Biologische Station bietet regelmäßig Veranstaltungen für Schulklassen, Kindergärten und Familien an. Die Freiwilligen unterstützen uns dabei:
- Schulklassen und Kindergartengruppen besuchen die Station, um an Aktionen wie Nisthilfenbau, Baumbestimmung, Weidenbasteln, Vogelspaziergängen oder Bacherkundungen teilzunehmen.
- Im Projekt „Spürnasen – Mit allen Sinnen in Bewegung“ werden für Kinder Naturerlebnis und Bewegung auf mehreren Erlebnispfaden kombiniert: Die Freiwilligen helfen hier sowohl bei der Pflege der Pfade als auch bei der Erstellung von Materialien.
Öffentlichkeitsarbeit
- Die Website der Biologischen Station sowie unsere Social-Media-Kanäle (Facebook & Instagram) werden regelmäßig mit Unterstützung der Freiwilligen aktualisiert.
- Infoständen auf Veranstaltungen: Bei mehreren Anlässen im Jahr setzt die Biologische Station u.a. ein Glücksrad ein, dass auch von den Freiwilligen mit betreut wird.
Bewerbung
Wie ihr seht, ist das FÖJ und der BFD in unserer Biostation sehr abwechslungsreich und deckt viele Aufgabenbereiche ab.
Es werden regelmäßig neue Leute gesucht!
Interessent/innen für ein FÖJ oder ein BFD in unserer Biologischen Station sollten entweder einen Führerschein der Klasse B besitzen oder möglichst in der näheren Umgebung von Kirchlengern wohnen, da wir keine Übernachtungsmöglichkeiten haben.
Deine freiwillige Arbeit wird durch monatlich 350 € „Taschengeld“ unterstützt und ist eine sozialversichterte Tätigkeit.
Arbeits- und Schutzkleidung wird natürlich gestellt und muss nicht selbst finanziert werden.
Die Teilnahme an einem Motorsägenkurs und anderen Qualifikationen werden angeboten – hierbei übernehmen wir ebenfalls die Kosten.
Interessiert?
Dann klick Dich doch einfach durch die Downloads auf dieser Seite und informiere Dich über das FÖJ oder den BFD!
Falls Du noch Fragen hast, klick Dich durch unsere Hompage oder wende Dich mit einer E-mail an uns (foej@bshf.de), oder an den zuständigen Mitarbeiter in unserer Station:
Thomas Wehrenberg; wehrenberg@bshf.de ; 05223 761376
Die Bewerbung für eine FÖJ-Stelle findet ausschließlich über das Online-Bewebungsverfahren unter der Adresse https://www.foej.lwl.org/de/informationen-interessierte/bewerbung statt – dort findest du auch weitere Infos dazu.
Von Bewerbern für den BFD benötigen wir die üblichen Unterlagen: Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnis.
Bitte sendet diese Bewerbung an:
Biologische Station Ravensberg
Thomas Wehrenberg
Am Herrenhaus 27
32278 Kirchlengern
oder noch besser digital per E-Mail an : wehrenberg@bshf.de
