Die Biologische Station beendet die Schnittsaison 2025/2026 mit dem Häckseln des Weidenschnittmaterials
In Bünde haben unsere fünf „Praktis“ der Biostation in den Naturschutzgebieten Elseaue und Habighorster Wiesental die letzten Schnittreste der Kopfweidenpflegeaktionen in diesem Winter gehäckselt und abgefahren. Der Gehölzrückschnitt ist schon Ende Februar fertig gewesen, denn ab dem 1.3. dürfen nach dem Naturschutzgesetz in NRW keine Gehölze mehr in der freien Landschaft abgesägt werden, um Tiere und Pflanzen in ihrer Entwicklung zu schonen. Jetzt sind auch alle anderen Arbeiten, die im Zusammenhang mit der Kopfweidenpflege stehen, abgeschlossen.
Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer der Biologischen Station im Kreis Herford erledigen diese Arbeit seit 30 Jahren mit Hilfe der Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und den Bundesfreiwilligen (BFD) im gesamten Kreisgebiet. „Mit 249 Bäumen erreichten wir diesen Winter ein gutes Ergebnis“ sagte Dennis Böse, Praktiker bei der Station, „die milden Temperaturen am Winteranfang und die gefrorenen Böden im Januar haben uns die Arbeit erleichtert“: Insgesamt kann die Station inzwischen auf die stattliche Anzahl von über 7664 gepflegten Kopfweiden verweisen.
An drei Standorten wurde das Team der Biologischen Station diesen Winter vom BUND, der Waldjugend und anderen freiwilligen Helfern tatkräftig unterstützt.
Früher war die Pflege der Kopfbäume fest geregelt: Jeden Winter wurden immer einige zurückgeschnitten, das Holz kam in den Ofen und die Zweige wurden zu Körben, Zäunen und anderen Nutzgegenständen geflochten. Im Sommer wurden die Äste als frisches Grün an das Vieh verfüttert. Mit den Jahren entwickeln die Bäume – meist Weiden, viel seltener sind Hainbuchen oder Pappeln – eine besondere Wuchsform: kurz aber dafür stämmig mit einem dicken Kopf. Werden sie nicht mehr geschnitten, wächst mit den Jahren eine große Krone mit vielen Ästen heran – oft zu viel für einen Baum mit einem so kurzen Stamm. Um die für viele Tierarten wertvollen Kopfbäume vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren und ihren Schutz langfristig zu sichern, müssen sie gepflegt und auch nachgepflanzt werden, wo sie schon verschwunden sind.
Informationen über unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden 😊.
