Nach ersten Verdachtsfällen seit Ende Februar liegt nun seit dem 12.3.2026 die Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut vor: Die gesammelten, toten Wasservögel im Enger Bruch (und darüber hinaus) sind definitiv von der Geflügelpest betroffen. Auch an anderen Stellen wurden positive Fälle festgestellt (Hücker Moor, Gut Bustedt, Blutwiese), so dass für Spenge, Enger, Hiddenhausen und Teile von Bünde eine Stallpflicht für große und kleine Geflügelbestände gilt.
Weitere, detaillierte Informationen finden sich auf der Website des Kreisveterinäramtes:
Betroffen war vor allem das Enger Bruch, wo 13 verendete Wildvögel entdeckt und eingesammelt wurden. Die meisten Vögel waren Graugänse, dazu kam Höckerschwan, Kanadagans und im Bruch ein Habicht (leider auch negativ). Kreisweit waren noch Lachmöwe und Mäusebussard positiv getestet worden. Ein am 12.3. im NSG Elseaue tot aufgefundener Kormoran wurde negativ getestet.
Für die Schutzgebiete bedeutete es (unvermeidbare) Störungen durch das Aufsuchen und Entfernen der Tierkadaver. Weil die betroffenen Arten und auch die jeweiligen Einzelvögel wahrscheinlich den Brutvögeln zuzurechnen sind, fehlen diese natürlich jetzt bei Revierbildung, Paarbindung und Nestbau. Im Enger Bruch kann man davon ausgehen, dass bei ca. 20-30 Paaren Graugans (ca. max. 60 Vögel) annähernd 15 % der Graugänse eingegangen sind. Bei den auch sehr häufigen Kanadagänsen (40-65 Vögel) ist der Verlust mit nur einem toten Tier vergleichsweise gering. Ein Jungvogel der Höckerschwäne (zwei Paare im Bruch) ist offenbar aber ebenfalls der Krankheit zum Opfer gefallen.
Es besteht die Hoffnung, dass nach einigen Tagen relativer Ruhe, das Virus sich ein Stück ausgebremst hat und der Geflügelpest-Ausbruch zurückgeht.
Es gilt nach wie vor: Keine Tiere selbst anfassen oder einsammeln und bei neuen Funden immer das Veterinäramt einschalten (05221 – 131641).
Eine weitere Bitte: Wer die entsprechende App auf dem Smartphone hat oder von zuhause die Website bedient, bitte verdächtige Totfunde unter dem entsprechenden Modul bei NaturaList bzw. ornitho.de eintragen. Vielen Dank für die Mithilfe.

Foto: Junger Höckerschwan im Enger Bruch. Foto: Angelika Meister
Titelfoto: Junge Höckerschwäne im Enger Bruch. Foto: Lars Eickmeyer
