Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)

Durch die intensive Bewirtschaftung von potentiellen Biotopen und einem Mangel an geeigneten, entsprechend feuchten Standorten ist die Sumpfdotterblume im Kreis Herford mit Sicherheit häufiger als Zierpflanze in privaten Gärten, als in der freien Natur zu finden. Aufgrund ihrer Attraktivität ist sie eine beliebte Pflanze bei Gartenbesitzern und bietet sich vor allem zur Bepflanzung von Teichen und Sumpfbeeten an.

 
Die Sumpf-Dotterblume: Foto BiostationDie Sumpf-Dotterblume: Foto Biostation


Allgemeine Informationen

Aufgrund ihres Lebensraumes und ihrer dottergelben Blüten wegen gab man der Sumpfdotterblume ihren Namen. Auch Art- und Gattungsname nehmen Bezug auf diese Charakteristika, denn "Caltha" wurde schon unter den Römern eine "gelbe Blume" bezeichnet und "palus" bedeutet auf lateinisch "Sumpf". Sie ist leicht giftig, weshalb sie auf sumpfigen Weiden vom Vieh gemieden wird. In der Homöopathie findet sie auf vielfältige Art Anwendung und wurde früher auch zum Färben verwendet. Optimale Standortbedingungen führen zu einer kräftigen, dottergelben Blütenfärbung die viele Insekten anlockt und schon im zeitigen Frühjahr beginnt.


Lebensraum

Der Lebensraum der Sumpfdotterblume sind, wie ihr Name schon sagt, sumpfige, ganzjährig feuchte Orte wie Tümpel, Quellsümpfe, Gräben, Bachläufe, sumpfige Feuchtwiesen und Auwälder. Ihre Verbreitung erstreckt sich über ganz Europa, Teile Asiens sowie das nördliche Amerika. Eine Entnahme der Pflanze aus der Natur ist verboten und kann durch die Angebote in Gärtnereien vermieden werden.


Gefährdungsursachen

Früher, vor den umfangreichen Flurbereinigunsmaßnahmen und Grünlandentwässerungen, war die Sumpfdotterblume weitaus häufiger und wesentlich verbreiteter anzutreffen als Heute. Durch Dränage vieler Feuchtwiesen, Trockenlegung von Sümpfen, Räumung von Gräben, Überdüngung und eine intensivere Landnutzung hat sich der Lebensraum dieser Pflanze stark verkleinert.


Rote Liste NRW

  • Kategorie n: "nicht in der Roten Liste geführt"
  • ist auf der Vorwarnliste der Roten Liste vermerkt


Hilfsmaßnahmen

  • Schutz der Lebensräume (s.o.)
  • extensive Bewirtschaftung von Feuchtwiesen
  • Verzicht auf Grabenräumung
  • Verzicht auf übermäßige Düngung

Vom Schutz der Sumpfdotterblume und ihres Lebensraumes profitieren auch viele andere, stark gefährdete, auf das gleiche Biotop angewiesene Pflanzen und Tiere (z.B. der Sumpfgrashüpfer).