Bergmolch (Triturus alpestris)

Der Bergmolch ist neben dem Teichmolch die häufigste Molchart im Kreis Herford. Bei einer Amphibienuntersuchung des "Bund für Natur- und Umweltschutz im Kreis Herford e.V." konnten von 2003 bis 2004 in der Kommune Herford etwa 5000 Exemplare nachgewiesen werden. Das Westfälische Bergland zählt Deutschlandweit zur Region mit den stärksten Populationen dieser Art.

  Bergmolch (Photo: Rieser Naturschutzverein)


Verbreitung des Bergmolches im Kreis Herford
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Allgemeine Informationen

Der Bergmolch ist mit dem Teichmolch die allgemein häufigste und am weitesten verbreitete Molchart. Bis auf den Norden und Nordosten Deutschlands ist er nahezu flächendeckend verbreitet und meist nicht selten. Wie sein Name schon sagt bevorzugt er berg- und hügelreiche Landschaften, weshalb er in den nördlichen, flachlandgeprägten Bundesländern fehlt bzw. vergleichsweise selten ist. In den Alpen kann man ihn noch auf über 2500 Metern finden. Aufgrund seiner großen Anpassungsfähigkeit und einem hohen pH-Toleranzbereich ist es ihm möglich, Gewässer zu bewohnen, die für andere Amphibien völlig ungeeignet sind. Wie alle Molche verlässt er nach der Fortpflanzungsperiode das Gewässer und lebt an Land. Außerhalb des Wassers nimmt er, ebenfalls wie alle Molche, keine Nahrung zu sich.


Lebensraum

In den Waldlagen in fast jeder Art von Gewässer zu finden.


Gefährdungsursachen

Auch wenn der Bergmolch noch nicht als gefährdet gilt (abgesehen von den nördlichen Rändern seines Verbreitungsgebietes und individuenarmen Vorkommen im Flachland), konnte während des letzten Jahrzehnts ein drastischer Individuenrückgang beobachtet werden. Dieser ist vor allem durch die Zerstörung von Kleingewässern, z.B. durch forstwirtschaftliche Maßnahmen zu erklären.


Rote Liste NRW

  • Kategorie n: "nicht in der Roten Liste geführt"

Hilfsmaßnahmen

  • Erhaltung und Schutz von Kleingewässern in Wäldern
  • Anlegen von Teichen bzw. Tümpeln- selbst in kleinsten Gewässern kann eine erfolgreiche Vermehrung stattfinden
  • Belassen von Wassergefüllten Fahrspurrinnen auf wenig genutzten Waldwegen