Die Regulierung der Else im Kreis Herford

Naturschutzgeschichte eines Flusses zwischen gerade und krumm

Verfaßt von Ulrike Letschert & Klaus Nottmeyer-Linden unter Mitarbeit von Susanne Schütte

Erschienen im Historische Jahrbuch 1998, Seite 99 - 112

Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 1996

Herausgegeben vom Kreisheimatverein Herford e.V.

ISBN 3-89534-430-3 ISNN 0942-6434

Bezug über den Kreisheimatverein (Restposten) oder über die Biologische Station (Kopie)

  Elseregulierung 1926 bis 1929


Mitarbeiter der Biologischen Station beim Heupressen 2001


Auszug aus der Veröffentlichung:

Einleitung:

Alle Flüsse in den Kulturlandschaften Mitteleuropas sind seit Jahrhunderten eng mit der Geschichte des Menschen verbunden, vor allem natürlich mit der Geschichte der Landnutzung. Die wechselhaften Schicksale vieler Fließgewässer des Ravensberger Hügellandes zeigen oftmals die gleichen Muster und stehen beispielhaft für den zunächst von technischen, finanziellen und politischen Schwierigkeiten geprägten "Kampf" des Menschen gegen die ungehemmten und oftmals auch gefährlichen Hochwasser (BÜCKER & NOTTMEYER-LINDEN 1997, KRIESTEN 1992). Erst nachdem die notwendige Prosperität und die Vereinheitlichung der politischen Verhältnisse es ermöglichten, wurden viele Regulierungen in Angriff genommen oder vollendet.

Am Beispiel der Else, hier vor allem dem Abschnitt zwischen Bünde und Kirchlengern, zeigt sich aber auch, dass es ab Mitte der 60er Jahre Widerstand bei Natur- und Umweltschützern gab. Im folgenden Artikel werden deshalb nicht nur die "erfolgreichen" Begradigungen der Else vorgestellt sondern auch der Bereich, in dem der Flussverlauf nahezu unverändert geblieben ist.

Die Else entsteht durch eine Flussgabelung (Bifurkation) der Hase bei Gesmold im Kreis Osnabrück, fließt durch Melle, Bünde und Kirchlengern und mündet unterhalb von Kirchlengern in die Werre...