Erfassung und Bewertung ausgewählter Streuobstwiesen im Ravensberger Hügelland

Diplomarbeit
an der Fakultät Biologie der Universität Bielefeld

Vorgelegt
von David Beckmann

Eine Zusammenarbeit
mit der Biologischen Station Ravensberg

Bielefeld, März 2008,
141 Seiten

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  Die Obstbroschüre

Zusammenfassung

Im Kreis Herford wurden vom Mai bis zum August 2007 76 überwiegend mittelalte Streuobstwiesen kartiert und durch einen eigens dafür angefertigten Datenbogen bewertet. Durch diese Bewertung erhielten die Obstwiesen vier unterschiedliche Wertstufen, wobei die Wertstufe II in dieser Studie den größten Anteil ausmacht.

Auf einer Gesamtgröße von 40,75 Hektar wurden 3183 Obstbäume kartiert. Das mittlere Baumdichte beträgt etwa 96 Bäumen pro Hektar. Der Apfelbaum ist hierbei der häufigste Vertreter. Die Mehrzahl aller Flächen wird extensiv, meist durch Beweidung genutzt. In der zusätzlichen Erfassung der Pflanzenarten im Unterwuchs auf jeder Fläche, sind insgesamt 133 verschiedene Pflanzenarten bestimmt worden. Die mittlere Pflanzenartenanzahl beläuft sich auf 27 Arten pro Fläche.

Die Artenanzahl der Pflanzen ist abhängig von der jeweiligen Bewirtschaftung des Unterwuchses. Es kann gezeigt werden, dass extensiv gemähte Flächen im Unterwuchs signifikant mehr Arten aufweisen als beweidete oder intensiv gemähte.

Ebenfalls wirkt sich ein weiter, unregelmäßiger Baumabstand positiv auf die Pflanzenartenzahl im Unterwuchs aus.

Anhand dieser ermittelten Daten können Empfehlungen zur Anlage und Bewirtschaftung einer Streuobstwiese gemacht werden. Die Bewirtschaftung sollte aus ökologischen Gesichtspunkten extensiviert werde. Hierbei ist die Mahd der Beweidung vorzuziehen. Bei der Anlage einer neuen Streuobstwiese sollte darauf geachtet werden, dass unregelmäßige Pflanzabstände von acht bis 12 Metern eingehalten werden.


weiter Informationen rund ums Obst erhalten Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiesen oder unter:

www.pomologen-verein.de
www.streuobst.de