Angebotsnaturschutz

Klaus Nottmeyer-Linden, Stefan Müller und Dieter Pasch (Bearb.)

Vorschläge zur Weiterentwicklung des Vertragsnaturschutzes

Tagungsbericht der gleichlautenden Fachtagung 23.-24. Oktober 2002 in Wuppertal

Erschienen in den BfN - Skripten 89 beim Bundesamt für Naturschutz, Bonn- Bad Godesberg 2003, 107 Seiten

Gefördert und Herausgeben vom Bundesamt für Naturschutz

Bezug über das BFN oder der Biologischen Station Ravensberg

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Zusammenfassung

Auf einer Tagung zum Thema Vertragsnaturschutz trafen sich am 23. und 24.10.2002 in Wuppertal 77 Teilnehmer aus Forschung, Verwaltung, Landwirtschaft und Naturschutz - unter ihnen 10 Referenten aus Deutschland und der Schweiz.
Es wurde allgemein bekräftigt, dass dem Vertragsnaturschutz als einem sehr erfolgreichen Kooperationsmodell zwischen Landwirtschaft und Naturschutz eine besonders wichtige Rolle bei der zukünftigen Umsetzung von Naturschutz- und Agrarumweltzielen zukommt.
Europäische wie bundesdeutsche Rahmenbedingungen im aktuellen Vertragsnaturschutz wurden vorgestellt und mögliche Entwicklungen für die Zukunft skizziert. Dabei wurde ein erhöhter Abstimmungsbedarf zwischen den Bundesländern, dem Bund und der EU deutlich.
Wege außerhalb der EU-Förderung offenbarten sich am Beispiel der Schweiz, die vor allem in der Effizienzkontrolle und der Qualitätssicherung einen gewissen Vorsprung vor den EU-Ländern zu haben scheint.
Aktuelle Beispiele aus der Forschung und der administrativen Umsetzung bei der Erfolgskontrolle und der Verbesserung im Sinne einer Ergebniskontrolle zeigten auf, dass auch innerhalb der EU-Förderung viel Spielraum genutzt werden kann und neue Wege beschritten werden sollten. Oftmals hapert es aber an der Umsetzung vor Ort, wie es konkrete Beispiele aus Nordrhein-Westfalen belegten.

Zum Abschluss der Tagung wurden Ansätze zur Weiterentwicklung des Vertragsnaturschutzes aus Sicht der Landwirtschaft und des Naturschutzes vorgestellt und ausgiebig diskutiert, wobei immer wieder auf die Gemeinsamkeiten verwiesen wurde. Gewarnt wurde vor bürokratischen Hemmnissen, zu deren Reduzierung auch konkrete Vorschläge vorliegen.