Nachweise für Fischotter und Biber mithilfe von Wildkameras im Gewässersystem der Else und Werre im Kreis Herford


Autorin:
Saskia Dröge, Kirchlengern (Mit 18 Abbildungen und 11 Tabellen)


Erschienen:
Im 2016 veröffentlichten Berichtsband des Naturwissenschaftlichen Vereins für Bielefeld und Umgegend e.V. (54. Bericht über das Jahr 2015)

Bezug des 54. Berichts über:
Naturwissenschaftlicher Verein für Bielefeld und Umgegend e.V.
Adenauerplatz 2, 33602 Bielefeld
Tel.: 0521/172434
Fax: 0521/5218810
info@nwv-bielefeld.de
www.nwv-bielefeld.de

Kosten:
7,50€ + Porto

Download:
finden Sie hier
PDF-Download (1,97 MB)

 


 

In den Jahren 2015 und 2016 untersuchte die Biologiestudentin Saskia Dröge im Rahmen ihrer Bachelorarbeit und mit Unterstützung der Biologischen Station Spuren von Fischottern und Bibern an der Else zwischen Bünde und Kirchlengern. Durch den Einsatz von Wildkameras wurde versucht, näheres über die Aktivität, Verbreitung und Anzahl beider Säugetierarten herauszufinden. Es stellte sich die Frage, ob die Gewässer im Kreis Herford dauerhaft von Fischottern aufgesucht werden. Des Weiteren galt es zu klären, ob sich weiterhin mindestens ein Biber an der Else im Kreis Herford aufhält und woher dieses Tier stammen könnte. Mithilfe der Wildkameras konnten über 13 Säugetierarten in Gewässernähe der Else dokumentiert werden, unter anderem auch ein Biber. Die Aufnahmen bestätigen, dass es sich nur um ein Tier handelt, das hauptsächlich bei Dunkelheit aktiv ist. Durch die genetische Untersuchung einer Haarprobe wurde festgestellt, dass es sich um einen männlichen osteuropäischen Biber handelt, der vermutlich an der Else oder in der näheren Umgebung der Else ausgesetzt worden ist. Im Rahmen des neu begonnenen Monitorings im Kreis Herford wurde gezielt nach Spuren des Fischotters gesucht. Es konnten bei insgesamt vier gezielten Kontrollen mehrfach Losungen und Trittsiegel dokumentiert werden, eine Wildkameraaufnahme gelang nicht. Bei den gefundenen Spuren handelt sich vermutlich um Randgebiete von Fischotterrevieren in benachbarten Kreisen. Ein etabliertes Revier ist aufgrund der geringen Spurenlage im Kreis Herford bisher nicht anzunehmen. Eine Zusammenarbeit mit benachbarten Biologischen Stationen und ein dauerhaftes quartalsweises Monitoring soll in Zukunft Aufschluss über die Entwicklung des Fischotters im Kreis Herford und in der gesamten Region geben.