Das Kopfweidenprojekt

"Das Kopfbaumprojekt der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford: eine erfolgreiche Verbindung von effektiver Maßnahmenumsetzung und einem EDV - gestützten Kataster"

Zusammenfassung
Ausgangslage
Zielsetzung
Fragebogen und Kataster
Ergebnisse
Pflege
Verbleib des Schnittgutes
Zukünftige Pflege
Fazit und Ausblick
Stecklinge bringen neues Leben
   für die Kopfweidenstandorte
Bauanleitungen
Weidenbauten an Kindergärten und
   
Grundschulen
Aktionsangebot rund um die Weide

 

 

 



Zusammenfassung

Im Kreis Herford (445 km²) hat die dort ansässige Biologische Station Ravensberg auf Anregung des ehrenamtlichen Naturschutzes mit der Erfassung aller Kopfbäume begonnen. Ziel ist die Organisation dauerhafter Kopfbaumpflege und die Abschätzung des notwendigen Aufwandes. Für über 90% der bisher festgestellten 6670 Bäume an 541 Standorten konnte ein genauer Pflegeplan anhand einer eigens erstellten Datenbank mit GIS-Anbindung erarbeitet werden. Seit über 20 Jahren haben Mitarbeiter der Station mit Unterstützung des ehrenamtlichen Naturschutzes über 6210 Bäume geschnitten, 231 davon in diesem Winter. Der deutliche Zuwachs geschnittener Bäume ist auf die bessere Erfassung durch das Kopfbaum-Kataster zurückzuführen. Der Einsatz eines EDV-gestützten Katasters ist nur mit der direkten Maßnahmendurchführung sinnvoll. Die zukünftige Pflege von ca. 1200 Bäumen im Kreis Herford muss sichergestellt und finanziert werden, u.a. durch Spenden und Drittmittel.




Ausgangslage
In der Vergangenheit wurden Kopfbäume z.B. von den Landwirten zur Brennholz- und Weidenrutengewinnung genutzt. Später wurde die Pflege durch ehrenamtliches Engagement oder Behördeneinsatz übernommen. Die Nutzung und die Pflege ist jedoch heute vielerorts zusammengebrochen. Immer mehr Bäume sind in einen Zustand, in dem ein Rückschnitt kaum noch oder nur schwer möglich ist.

 



Durchgewachsene Kopfbäume - die Pflege war relativ schwierig wegen der Lage im Gelände

Viele Bäume sind, bedingt u.a. durch fehlende Pflege, ersatzlos entfernt worden. Die Pflege beschränkt sich auf schon einmal gepflegte oder zufällig bekannt gewordene Standorte. Durch die (im Kreis Herford abgeschlossene) Landschaftsplanung sind kaum Standorte erfasst (ca. 20 %, einige Pläne weisen Kopfbaumpflege nicht aus). Insofern war eine gezielte Planung und Umsetzung von Kopfbaumschnitt aufgrund der unzureichenden Datenlage nicht möglich.

Die Notwendigkeit der Pflege war nur allgemein bekannt und konnte nicht konkret umgesetzt werden. Bekannte Standorte wiederum konnten oftmals nicht gepflegt werden, weil für die Umsetzung Personal und Finanzierung fehlten. Verschärft wurde die Situation im Kreis Herford, als die übliche Förderung privater Pflegeaktionen (30,- DM / Baum; Finanzierung über FöNa 88 und Kreismittel) Anfang der 90er Jahre gestrichen wurde. Eine Unterstützung von Maßnahmen durch die lokale Sparkassenstiftung ermöglichen eine Weiterführung der Pflege auf niedrigem Niveau.

Es ist zu vermuten, dass Vielerorts in NRW ähnliche Verhältnisse herrschen. Nur durch langjährigen und kontinuierlichen Einsatz ehrenamtlich gestützter Initiativen, wie im Kreis Paderborn, wo pro Winter über 1.000 Bäume durch die dortige Biologische Station gepflegt werden (Wolf pers. Mit.), kann ein umfassender Erhalt der Kopfbäume sichergestellt werden. Hier besteht eine besondere Tradition, die über 30 Jahre und mit inzwischen professioneller Organisation erfolgreich ist. Andere Beispiele zeigen, wie in Düsseldorf und im Kreis Mettmann, dass eine dauerhafte Pflege auch durch kommunale Einrichtungen getragen werden kann. Der vorliegende Bericht über das Kopfbaum-Kataster im Kreis Herford ist als Anregung für die Regionen in NRW zu verstehen, in denen ein ähnlicher "Pflegenotstand" wie ursprünglich im Kreis Herford vorzufinden ist.



Zielsetzung

Auf Anregung aus dem ehrenamtlichen Naturschutz, der nach wie vor Kopfbäume schneitelt und über die Notlage wusste, begann die Biologische Station 1997 mit der Erfassung der gesamten Kopfbaumbestände im Kreisgebiet Herford. Ziel des Projektes ist die konkrete Maßnahmenumsetzung verbunden mit einer dauerhaft gesicherten, zeitlich und organisatorisch abgestimmten sowie weitgehend lückenlosen Pflege der Kopfbäume im ganzen Kreis. Die zur Verfügung stehenden EDV-Mittel sollten schnell und leicht einsetzbar sein. Deshalb wurde auf herkömmliche Datenbank- und GIS-Strukturen zurückgegriffen.

 




Fertig geschnittene Bäume, das Schnittgut wurde vom Eigentümer verwertet




Fragebogen und Kataster

Mittels eines eigenen Erhebungsbogens wurden und werden alle bekannten Standorte abgefahren (BFD, FÖJ, andere Praktikanten/innen). Abgefragt wurden neben grundlegenden Daten zu den Bäumen, wie Alter, Umfang und vor allem zum Pflegezustand (Schätzungen), Informationen über Eigentümer, Schutzstatus, Kommune, Erreichbarkeit, Zustand der Fläche(n), Beweidung usw. Auch die Art der Weiden, es wird nur zwischen "Bruch"- oder "Korbweide" grob unterschieden, ist für die zukünftige Nutzung von Interesse. "Korbweiden"-Standorte werden für die Gewinnung von Weidenruten und Stecklingen besonders hervorgehoben. Wenn möglich wurde bei der ersten Begehung mit dem Eigentümer auch ein Gestattungsvertrag für die Durchführung der Pflege verbunden mit einer Verpflichtung zur dauerhaften Sicherung der Bäume vereinbart. Problematisch sind oftmals schwer auffindbare Eigentümer, die – wie es immer öfter festzustellen ist - nicht in der Nähe der Weiden wohnen. Es kommt sogar vor, dass Eigentümer über ihren Besitz nicht ausreichend informiert sind. Gerade die Kopfbaumreihen an Gräben, Bächen etc. liegen zumeist an Flurstücksgrenzen und erschweren die Zuordnung und die Suche nach dem Eigentümer.

 




Aufbau Erhebungsbogen


Aufbau Datenbank - Beispiel Blutwiese


Ausschnitt GIS-Anwendung

Als Grundlage der Kopfbaumsuche dienten zunächst die bekannten Standorte durch Maßnahmen des BUND oder NABU, oftmals mit Gestattungsverträgen, seit über 25 Jahren. Hinzu kamen eigene Informationen, Daten der Kommunen und Hinweise von Einzelpersonen. Nach gezielten Presseinformationen und anderen Öffentlichkeitsterminen gingen (und gehen) zahlreiche Meldungen aus der Bevölkerung über Kopfbaumstandorte ein.

Aufbauend auf einer von Thomas Wehrenberg erstellten Datenbank (in Access) mit einer Anbindung an das GIS der Station (Arc View) sind nun jederzeit Darstellungen der aktuellen Standorte (zur Pflegeplanung und allgemeinen Präsentation) und Abfragen nach den akuten "Pflegefällen" möglich. Es lassen sich Umfang und Aufwand der kontinuierlichen Pflege erkennen und berechnen – nachdem der nicht unerhebliche Rückstand aufgeholt ist. Dateiformat und Aufbau der GIS-Anbindung kann jeder Interessent als Kopie beziehen.



Ergebnisse
Die Tabelle zeigt den Stand der Erfassung von März 2018. Insgesamt sind im Kreis Herford mit 445 km² 6670 Kopfbäume an 541 Standorten aktuell im Kataster erfasst. Über 97 % dieser Bäume und Standorten existieren genaue Informationen, d.h. für jeden einzelnen Baum wurden Alter, Umfang, Baumart, Pflegezustand etc. aufgenommen und in einer Karte dokumentiert, die inzwischen auch mit dem GIS der Station digital erfasst ist. Neben den detailliert erfassten Kopfbäumen werden in Zukunft alle weiteren Standorte bezüglich des Informationsstandards angeglichen sowie weitere Standorte gesucht. Schätzungsweise fehlen dem Kataster noch mehrere Dutzend Standorte, vor allem solche mit einer niedrigen Baumzahl. Im Durchschnitt finden sich 13 Bäume je Standort. Auffällig ist der hohe Durchschnittswert in den NSG (über 17 Bäume pro Standort); u.a. durch ein Gebiet bedingt, das trotz geringer Größe (NSG Blutwiese mit 23,5 ha) über 90 Kopfbäume aufweist.

 
Bäume
%
Standort
%
außerhalb NSG
5124
77
452
84
in NSG
1546
23
89
16
insgesamt
6670
100
541
100
Wieviele Kopfweiden stehen an wievielen Standorten im NSG und außerhalb dieser?

Der Blick auf die Übersichtskarte des Kreises Herford zeigt, dass fast alle uns bekannten Standorte genau erfasst sind. Vor allem im Bereich der Stadt Löhne baute das Kataster ursprünglich auf Meldungen der Stadtverwaltung auf. Jetzt sind aber auch diese Standorte genau überprüft worden.

 


Karte vom Kreis Herford und Standorte der Kopfbäume (469 auf 445 km²)

 





Pflege

Nach einem vorsichtigen Beginn hat die Einführung des Katasters Früchte getragen und viele neue Standorte konnten erfasst und bearbeitet werden. Auch die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen "Pflegekräften" funktioniert besser, Absprachen mit Kommunen und privaten Besitzern lassen sich gezielt durchführen. Begründet durch die sich stetig verbessernde Datenlage konnte auch die Zahl der geschnittenen Bäume pro Winter deutlich gesteigert werden. Anhand der Kataster-Unterlagen wurden erstmals für den Winter 1999/2000 die pflegebedürftigen Kopfbäume ermittelt, die einzelnen Maßnahmen geplant und nach der folgenden Prioritätenliste abgearbeitet:

  1. Pflege dringend notwendig,
  2. Lage in einem NSG oder einem anderen Betreuungsgebiet der Station,
  3. Gestattungsvertrag vorhanden,
  4. Der Besitzer kümmert sich um den Verbleib des Schnittguts oder eine andere gute Lösung ist gefunden,
  5. Standort ist gut und witterungsunabhängig erreichbar.

 

 




Die meiste Arbeit beim Kopfbaumschnitt: das Aufräumen. Unzugängliche, feuchte Standorte lassen sich oft nur mit der Hand bearbeiten, hier mit Unterstützung einer Schulklasse

Winter

Bäume
1996/97
10
1997/98
104
1998/99
165
1999/00
315
2000/01
199
2001/02
396
2002/03
496
2003/04
279
2004/05
291
2005/06
344
2006/07
409
2007/08
292
        2008/09
486
2009/10
254
2010/11
266
2011/12
255
2012/13
221
2013/14 256
2014/15
358
2015/16
316
2016/17
261

2017/18

231
Summe
6210
 







Pflegeschnitt von Kopfbäumen im Kreis Herford in den letzten vierzehn Jahren – durch die Station mit ehrenamtlicher Unterstützung.


So konnten die Stationsmitarbeiter mit ehrenamtlicher Unterstützung erstmals in der Schnittperiode 1999/2000 über 300 Bäume pflegen. Bisher konnten im Projekt 6210 Kopfbäume geschnitten werden. Anfangs musste zumeist ein Neuschnitt nach über 10 jähriger Pause durchgeführt werden, mit entsprechend erheblichem Aufwand und großen Mengen an Schnittgut.
Allen bekannten Bäumen wurden - wenn möglich - Verantwortliche für die Pflege zugeordnet. Nur 25% der Bäume werden von den Eigentümern gepflegt. Die Pflege durch den ehrenamtlichen Naturschutz (BUND Kreis Herford und NABU Rödinghausen) und einige Maßnahmen der Kommunen erfolgen in Kooperation mit der Biologischen Station (s. folgende Tabelle).

Verantwortlich
Bäume
Standorte
Bäume in %
Pflege unklar
554
38
8
Pflege /Eigentümer
1558
197
23
Pflege / Ehrenamt
578
42
9
Pflege / Kommune
767
67
12
Pflege / Station
1608
98
24
Pflege / Weser-Werre-Else-Projekt
1605
99
24
Summe
6670
541
100
Wer pflegt die Kopfbäume im Kreis Herford ?



Verbleib des Schnittguts
Teilweise konnte das Schnittgut über Spendengelder der Eigentümer, des Kreises Herford oder finanziert über andere Zuwendungen gehäckselt und abgefahren werden. Vielfach gelang eine erfolgreiche Vermittlung des Schnittguts an Grundschulen oder Kindergärten zur Außenanlagengestaltung. Vorteilhaft sind Abnehmer, die selbst anfahren und Auswahl, Bearbeitung und Abtransport durchführen. 
Leider zeigte sich, dass weit über die Hälfte der vorhandenen Kopfbäume keine "Korb"- sondern meist "Bruchweiden" sind, die sich für Tipi- und Tunnelbau nicht eignen. Eine Aufbereitung von Schnittgut für die Verwendung von Weidenbauten und Flechtarbeiten z.B. in Kindergärten und Schulen erfolgt nur auf Bestellung oder für den "Weidentag" der Biologischen Station. Nur noch gelegentlich finden sich Anwohner oder Eigentümer, die das Astholz der Kopfbäume als Anmach- oder Kaminholz selbst aufschneiden und abtransportieren.



Zukünftige Pflege durch die Station
Bei einem Blick auf die zukünftige Entwicklung zeigt sich, dass bedingt durch die verbesserte Datenlage schon viele Bäume gepflegt wurden und deshalb in den nächsten Jahren der Pflegebedarf relativ konstant bleibt. Zudem fehlen im Kataster sicher noch einige Standorte, so dass Nachkartierungen die Zahlen noch erhöhen werden.
 


Jahr
Schnitt
2018/19
448
2019/20
165
2020/21
154
2021/22
309
2022/23
129
Summe
1205




Fazit und Ausblick
Obwohl aktuell kein fachlich abgestimmtes, landesweit einsetzbares Datenbank-Programm vorliegt, sind die verwendeten Standard-Anwendungen als Zwischenlösung ausreichend, zumal das vom Land NRW geplante Programm OSIRIS bereits vorhandene Access-Daten einarbeiten soll.

Die Einrichtung eines Kopfbaum-Katasters im Kreis Herford zeigt die Chancen, die eine EDV-gestützte Planung und Umsetzung für den praktischen Naturschutz bietet. Zugleich wird deutlich, dass eine maßnahmen- und fachbezogene Datenbankstrukur, wie sie mit OSIRIS geplant ist, dringend benötigt wird. Die Einrichtung eines Katasters ist allerdings nur mit der direkten Anbindung an konkrete Maßnahmenumsetzung sinnvoll und kann zur Nachahmung unbedingt empfohlen werden.

Durch ehrenamtliche Unterstützung, mit Hilfe von FÖJ - Praktikanten/innen und einer ABM im Bereich EDV, konnte ein relativ verlässliches Bild der Situation der Kopfbäume im Kreis Herford gewonnen werden. Für über 97 % der Bäume liegt ein genauer Pflegeplan vor, der die Unterrichtung der Eigentümer per Gestattungsvertrag und ein Organisationsplan (Anfahrt, Verbleib Schnittgut etc.) beinhaltet. Mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit und vor allem durch die zahlreichen Kontakte mit Eigentümern u.a. wurde ein dichtes Netz von Entsorgungsmöglichkeiten geschaffen. Ein überraschendes Ergebnis war der geringe Anteil der "Korbweiden", die im Weidenbau sehr gut verwendbar sind und deshalb gezielt (nach-)gepflanzt werden.

Wenn die Daten noch fehlender Standorte eingearbeitet sind und der Pflegerückstand aufgeholt ist, kann mit einem Gesamtbestand von ca. 7200 Bäumen im Kreis Herford und einer dauerhaften Pflege von ca. 1000 Bäumen je Saison gerechnet werden. Geht man davon aus, dass ca 25 % durch die Eigentümer und ca. 25% nach wie vor durch Kommunen oder ehrenamtliche Naturschützer gepflegt werden, muss zukünftig für ca. 3600 Bäume (7 Jahre, jährlich ca. 515 Bäume) eine langfristige Lösung gefunden werden. Legt man für die Pflege von 515 Bäumen 60,- € je Baum zugrunde, ergeben sich jährliche Kosten in Höhe von ca. 30.000,- €. Die existierenden Förderungen von Seiten der öffentlichen Hand reichen dafür nicht aus. Die zukünftige Pflege der Kopfweiden im Kreis Herford muss also anders sichergestellt und finanziert werden, z.B. durch Spenden und Drittmittel.



Stecklinge bringen neues Leben für die Kopfweidenstandorte
Der Biologischen Station geht es im Kopfweidenprojekt nicht nur um den Erhalt des „Status quo“: vielmehr muss der Verlust vieler Weiden in den letzten Jahrzehnten unbedingt aufgefangen werden. Dazu kommt, dass ein überraschendes Ergebnis der genauen Erfassung aller Kopfbäume im Kreis ergab, dass nur ein geringer Anteil "Korbweiden" gefunden werden konnte. Diese sind aber vor allem für die Verwendung des Schnittmaterials im Weidenbau sehr wichtig verwendbar sind und sollen deshalb gezielt (nach-)gepflanzt werden.

Durch Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Herford konnte die Station im Laufe des Jahres 2008 und 2009 an bisher 16 Standorten 310 dieser Korbweiden nachpflanzen:

2008:

2009:

 


Timo Kruse, Zivildienstleistender bei der Biologischen Station, pflanzt Stecklinge in eine lückige Kopfweidenreihe

Christina Naumann, Kathrin Paepenmöller und Simon Helling, Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr, bei Nacharbeiten an den Kopfweiden-Stecklingen

Aufgrund der guten Informationen über die Weiden im Kreisgebiet insgesamt, konnten von vorhandenen Bäumen die geeigneten Stecklinge geschnitten und in vorhandene Lücken eingebracht werden. Probleme machen nach wie vor die Standorte: Leider sind nicht alle Eigentümer bereit, neue Weiden auf ihren Flächen zu zulassen. Die Unsicherheit der Pflege wird dann als Argument ins Feld geführt. Deshalb wird die Station weiterhin an der dauerhaften Pflege der Bäume festhalten, und die Anzahl durch fortführendes Nachstecken der Weiden erhöhen.

Weitere Informationen können Sie auch den Pressartikeln der regionalen Zeitungen entnehmen

21.08.2008 Westfalen-Blatt 150 Korbweiden an sieben Orten
Biologische Station setzt Stecklinge
Artikel
18.08.2008 Neue Westfälische Biologen pflanzen Korbweiden
150 Stecklinge an sieben Standorten gesetzt
Artikel



Bauanleitungen
Die Biologische Station hat über 20 verschiedene Bauanleitungen von Zaun bis Tipi zusammengestellt. Hier werden einige dieser Bauanleitungen vorgestellt, die sie an dieser Stelle als PDF-Dokumente herunterladen können. Die komplette Sammlung der Bauanleitung können Sie bei uns bestellen.



Weidenbauten an Schulen und Kindergärten

Kurzer Sachbericht

Gefördert von der Stiftung der Sparkasse Herford wurde von November 2006 bis März 2008 an 12 Kindergärten bzw. Grundschulen (s. Übersicht) im Kreis Herford Weidenbauten errichtet.

Die Tätigkeiten der Biologischen Station umfassten

  • ein Beratungsgespräch vor Ort,
  • die Gewinnung des Materials (Zurechtschneiden, Bündeln und Lieferung)
  • und die fachliche Anleitung und Mithilfe beim Weidenbau.

Die nebenstehenden Fotos und Zeitungsartikel verdeutlichen das hohe Engagement und die begeisterte Mitarbeit der Kinder , Eltern, Erzieher und Lehrer. Es gelang erfolgreich, die nachhaltige Nutzung des Weidenschnitts mit den nötigen Informationen zur Bedeutung und zum Schutz der heimischen Kulturlandschaft mit praktischen Aktionen zu verbinden, die den Kindern (und den Eltern) dazu auch noch viel Spaß gemacht haben. Die auf längere Dauer angelegten Weidenbauten können und sollen, wie auch schon geschehen, kontinuierlich mit den Kindern gepflegt werden und vermitteln somit auch auf lange Sicht wertvolle Kenntnisse und Fertigkeiten. Aufgrund der sehr positiven Resonanz (es konnten nicht alle Anfragen berücksichtigt werden) ist an eine Fortführung des Projektes gedacht.





Übersicht über die Kindergärten und Schulen mit durchgeführten Weidenbauten:

 
Kindergarten Kirchlengern

Kindertagesstätte Kinderparadies

Kindertagesstätte Vlohzirkus

Grundschule Oldinghausen

Grundschule Spenge/Hücker-Aschen

  • Grundschule Lenzinghausen in Spenge
  • Kindergarten Kirchlengern in Kirchlengern
  • Kindertagesstätte Vlohzirkus in Vlotho
  • Kindertagesstätte Kinderparadies in Bünde
  • Grundschule Oldinghausen in Enger
  • Grundschule Spenge/Hücker-Aschen in Spenge
  • AWO-Kindergarten Bünde-Südlengern
  • Eickhofschule in Schweicheln
  • Grundschule Stift Quernheim
  • Förderschule Arche in Schweicheln
  • Waldorf-Kindergarten Morgenstern in Hiddenhausen
  • Kindergarten Zappel in Kirchlengern
 


Kindergarten Zappel in Kirchlengern

Förderschule Arche in Schweicheln

15.04.2008 Neue Westfälische Weidenlandschaft wandelt sich
Damit der Waldorfkindergarten noch grüner wird
Artikel
08.04.2008 Westfalen-Blatt Schüler lernen in Weidentipis
Biologische Station baut >>grüne Zelte<< auf dem Gelände der >>Arche<<
Artikel
08.04.2008 Neue Westfälische Zelte aus Weidenruten
Die Biologische Station baut Tipis mit Mitteln der Sparkassen-Stiftung
Artikel
06.03.2008 Westfalen-Blatt Kinder freuen sich über Tipi
Weidenaktion kommt gut an
Artikel
04.03.2008 Neue Westfälische Eickhofschule bekommt ein Weidenzelt
Zu Ostern wird das Tipi grün
Artikel
01.03.2008 Neue Westfälische Kinder lieben Grün
AWO-Kindergarten und Biologische Station bauen Weiden-Iglu
Artikel



Aktionsangebot rund um die Weide
Die Biologische Station führt regelmäßig jedes Jahr am ersten Samstag im Februar einen Tag rund um die Weide durch. Weiter bieten wir für interessierte Gruppen kreative Veranstaltungen zum Basteln mit Weidenmaterial für Kindern und Erwachsene an. Die Termine können mit der Biostation individuell angesprochen werden. Bitte rufen Sie uns an.

Weitere Informationen finden Sie auch in inserem Veranstaltungskalender.