Sperber (Accipiter nisus)

Nach Unterschutzstellung und einem Anwendungsverbot von DDT, Dieldrin und anderer Pestizide in den 1970er Jahren hat sich der Sperber deutlich von seinem Bestandstief erholt. Die Bestandszunahme setzte jedoch großflächig erst mit mehrjähriger Verzögerung und regional zeitlich verschieden ein. Heute ist der Sperber wieder nahezu flächendeckend verbreitet und einer der häufigsten Greifvögel im Kreis Herford.

  Sperber mit Beute

Verbreitungskarte Sperber

Verbreitungskarte 2012 im Kreis Herford, eingeteilt in TK25-Viertel
Link zur Legende der Karte

Allgemeine Informationen

Der Sperber ist sozusagen eine „verkleinerte Form des Habichts“ und mit diesem eng verwandt. Die Weibchen sind wesentlich größer als die Männchen und seine Hauptbeute sind Vögel, die er teilweise noch bis in tiefes Gestrüpp hinein verfolgt, weshalb er vielfach auch als „Buschräuber“ bezeichnet wird. Sperber lassen sich gut an ihren breiten, runden Flügeln und dem relativ langem Schwanz erkennen.

Lebensraum

Sperber nisten mit Vorliebe meist versteckt in dichteren Nadelholzbeständen, gerne aber auch in Mischbeständen aus Laubholz und Lärchen, seltener in älteren, reinen Laubwaldbeständen. Ausserhalb des Waldes brüten sie in schmalen Gehölzstreifen, Parkanlagen, baumdurchsetzten Hecken, in verbuschten Industriebrachen, Hausgärten, auf Friedhöfen selbst in Alleen und isoliert stehenden Einzelbäumen.

Gefährdungsursachen

  • weiterhin stellt chemische Umweltbelastung ein gewisses Gefährdungspotential dar.
  • Schutz der Bruten durch menschliche Störungen, insbesondere durch forstwirtschaftliche Maßnahmen
  • Rückgang potentieller Beute (Kleinvogelarten) durch anhaltende Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und Überdüngung
  • Stromleitungen, Zäune, Glasscheiben

Rote Liste NRW

  • "N"=nicht gefährdet

Hilfsmaßnahmen

  • Schutz der Brutbäume
  • Einstellung forstlicher Arbeiten im Bereich der Brutbäume