Grasfrosch (Rana temporaria)

Auf den landwirtschaftlich intensiv genutzten und waldarmen Flächen des Kreis Herford, sowie in ausgeräumten Agrarlandschaften allgemein, hat es der Grasfrosch, der sich wie sein Name schon sagt, gerne im Gras naturbelassener Wiesen und Weiden aufhält, nicht leicht. So kommt es, das die an ihr Biotop noch weniger Ansprüche stellende Erdkröte, hier weitaus häufiger anzutreffen ist als dieser eigentlich sehr häufige Frosch. Bei der Untersuchung der Amphibien in Herford, durchgeführt durch den "Bund für Natur- und Umweltschutz im Kreis Herford e.V." (BNU) wurden ca. 5000 Grasfrösche gezählt.

  Grasfrosch (Quelle: Rieser Naturschutzverein)


Verbreitung des Grasfrosches im Kreis Herford
Link zur Legende der Karte


Allgemeine Informationen

Wie Moorfrosch und Springfrosch gehört der Grasfrosch durch die alle drei Arten verbindende ähnliche Farbe zu den sogenannten "Braunfröschen". Von ihnen ist er der weitaus häufigste, im Kreis Herford sogar die einzige vorkommende Braunfroschart. Aufgrund ihrer großen Anpassungsfähigkeit und vergleichsweise geringen Ansprüche an ihren Lebensraum sind Grasfrösche von allen Lurchen die am weitesten nach Norden verbreiteten. Man kann sie sogar am Nordkap und im Gebirge bis in Höhenlagen von über 2500 m über NN finden. Ihr Vorkommen lässt sich leicht an den charakteristischen, im Frühjahr an der Wasseroberfläche der Laichgewässer treibenden Laichballen feststellen. Mit der Erdkröte gehört der Grasfrosch aufgrund seiner hohen Mobilität zu den durch den Straßenverkehr am meisten gefährdeten Lurchen.

Lebensraum

Grasfrösche bevorzugen Gewässer die im Einzugsgebiet feuchter Wiesen und Wälder liegen. Die verschiedensten Gewässertypen werden zur Fortpflanzung genutzt, bevorzugt jedoch besonnte Teiche und Tümpel mit ausgeprägter Unterwasservegetation und Flachwasserzonen.

Gefährdungsursachen

  • Intensive Landwirtschaft
  • Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden
  • Straßenverkehr
  • Vernichtung der Laichgewässer

Rote Liste NRW

  • Kategorie n: „nicht in der roten Liste geführt“

Hilfsmaßnahmen

  • Amphibienschutz an Straßen
  • Schutz der Laichgewässer