Archiv der aktuellen Meldungen 2015

Fledermaus Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!
Fledermaus Weidenschnitt mit vielen Ehrenamtlichen und Ehemaligen!
Fledermaus Der Fischotter ist noch da!
Fledermaus Freiwillige Helfer beim Kopfweidenschnitt am 12.12.2015 herzlich willkommen! (Achtung: neuer Standort)
Fledermaus Der NABU gibt Tipps zur Winterfütterung der Vögel (20.11.2015)
Fledermaus Der Igel im Winter (20.11.2015)
Fledermaus „Köstliche von Charneu“ oder „Ingrid Marie“ - 150 neue Obstbäume haben den Besitzer gewechselt! (13.11.2015)
Fledermaus Kinder kommen spielend wieder ins Gleichgewicht (21.10.2015)
Fledermaus Herzliche Einladung zur 61. Jahrestagung der Ostwestfälisch-Lippischen Ornithologen (21.10.2015)
Fledermaus Insektenhotel am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium steht! (30.09.2015)
Fledermaus Baumbestimmung im Herbst! (30.09.2015)
Fledermaus Eigene Äpfel zu Saft machen (30.09.2015)
Fledermaus Erstmaliger Nachweis vom Baummarder im Kreis Herford! (15.09.2015)
Fledermaus Kleine Stauwehre an der Kranichwiese (03.09.2015)
Fledermaus Rasputin ist wieder da (31.08.2015)
Fledermaus Viel hoher Besuch im Enger Bruch (27.08.2015)
Fledermaus Die Hundert ist voll! (25.08.2015)
Fledermaus Das gute Wetter hilft der Biostation bei der Heumahd! (10.06.2015)
Fledermaus Nachwuchs nicht nur bei seltenen Vogelarten im Kreis Herford (10.06.2015)
Fledermaus Gülle-GAU in der Else (27.05.2015)
Fledermaus Fundstücke aus der Vogelwelt (05.05.2015)
Fledermaus Watvögel im Enger Bruch! (29.04.2015)
Fledermaus Noch mehr Otter im Kreis Herford! (27.03.2015)
Fledermaus BUND bittet um Mithilfe beim Amphibienschutz (24.03.2015)
Fledermaus 358 Weidenbäume für den Naturschutz geköpft! (04.03.2015)
Fledermaus Der Biber ist da! (16.02.2015)
Fledermaus Aufruf zum Mitmachen! (03.02.2015)
Fledermaus Der Fischotter kommt! (21.01.2015)
Fledermaus Biologische Station und BUND stellen ihr gemeinsames Veranstaltungsprogramm 2015 vor! (17.01.2015)
Fledermaus Freiwillige Helfer beim Kopfweidenschnitt herzlich willkommen!





Weidenschnitt mit vielen Ehrenamtlichen und Ehemaligen!
(12.12.2015)

Seit über 20 Jahren schneiden die ehrenamtlichen Helfer des BUND und die Mitarbeiter der Biologischen Station Kopfbäume im Kreis Herford.
Am letzten Samstag begann die Schnittsaison mit herrlichem Wetter und mit der Ankunft von 22 hilfsbereiten- und  gut gelaunten Freiwilligen, dessen Hilfe enorm effektiv war.
Rund vier Stunden wurde „gescheitelt“ (wie der Fach-ausdruck für das Zurückschneiden der Weidenäste heißt), getragen und geschwitzt.
15 Kopfweiden am Rande des Füllenbruchs (Naturschutzgebiet in Hiddenhausen) erhielten einen Radikalschnitt. Als Dankeschön sorgte am Ende der Aktion eine warme Suppe zur Stärkung der fleißigen Naturschützer.


 


Stärkung muss sein:
Die fleißigen Helfer werden mit Suppe belohnt


Zusammentreffen der Ehemaligen FÖJler und BFDler bei der Kopfweidenschnitt-Aktion


Glück mit dem Wetter: Die Sonne ließ nicht auf sich warten!




Der Fischotter ist noch da! (15.12.2015)

Nachdem es der Biologischen Station mithilfe der Fischotter-Expertin Anja Roy gelang, im März 2015 an mehreren Stellen im Gewässersystem der Else frische Spuren des seltenen Fischotters zu finden, passierte das Gülle-Desaster an der Else mit vielen tausend toten Fischen. Dies ließ schlimmes für den gerade nach über 50 Jahren wiedergekehrten Fischfresser vermuten. Um sicher zu sein, ob er noch da ist, hat der Kreis Herford die Expertin aus Niedersachsen erneut in den Kreis Herford eingeladen, um an zwei Tagen gezielt Nachsuche zu betreiben. Am ersten Tag (Montag, den 14.12.2015) konnten die Suchenden gleich einen Erfolg an zwei Zuläufen der Else vermelden. Auch wenn die Spuren aufgrund des nicht optimalen Wetters (viel Regen in den Tagen davor) nur schwach waren, es bleibt sicher: Der Otter ist noch da! Intensive weitere Suchen, auch gezielt mit Wildkameras, sollen nun noch mehr Gewissheit bringen!




 

Achtung! Standort hat sich aufgrund von Nässe geändert!

Freiwillige Helfer beim Kopfweidenschnitt am 12.12.2015 herzlich willkommen!

Am Samstag den 12. Dezember findet die nächste gemeinsame Schnittaktion mit dem BUND statt. In Hiddenhausen-Oetinghausen müssen ca. 20 Kopfweiden gepflegt werden. Wie auch bei der Aktion letzten Jahres, die ein großer Erfolg war, sind freiwillige Helfer herzlich willkommen!.

Die Aktion beginnt um 9:30 Uhr.
Treffpunkt ist an der Ziegelstraße Hiddenhausen-Oetinghausen, Ecke Milchstraße.


Alle Jahre wieder: Die Kopfweiden sind dran

Warum schneidet man Kopfweiden? Seit 19 Jahren haben die Mitarbeiter der Biologischen Station - unterstützt von vielen freiwilligen Helfern – mehr als 5350 Bäumen den Kopf frisiert. Exakt 6852 dieser Bäume an 523 Standorten im ganzen Kreis sind laut Kataster der Station bekannt.

Früher war die Pflege der Bäume fest geregelt: Jeden Winter wurden immer ein paar zurückgeschnitten, das Holz kam in den Ofen und die Zweige wurden zu Körben, Zäunen und anderen Nutzgegenständen geflochten. Im Sommer konnten die Zweige als frisches Grün an das Vieh verfüttert werden. Mit den Jahren entwickeln die Bäume, meist Weiden, viel seltener sind Hainbuchen oder Pappeln, eine besondere Wuchsform: kurz aber dafür stämmig mit einem dicken Kopf. Werden sie nicht mehr geschnitten, wächst mit den Jahren eine große Krone mit vielen Ästen heran - oft zu viel für einen Baum mit einem so kurzen Stamm. Um die für viele Tierarten wertvollen Kopfbäume vorm auseinanderbrechen zu bewahren und ihren Schutz langfristig zu sichern, müssen sie gepflegt und auch nachgepflanzt werden, wo sie schon verschwunden sind.

Deshalb heißt es in jedem Winter: Säge an und „Schneiteln“, wie der Fachausdruck für das Zurückschneiden der Weidenäste heißt. Auf Bastel-Seminaren mit Weiden kann man bei der Station anschaulich lernen, was sich aus den vielen Ästen alles machen lässt!

Weitere Informationen stehen auf unserer Homepage unter Programm 2016.

Informationen über unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden.



 

Der NABU gibt Tipps zur Winterfütterung der Vögel (20.11.2015)

Das Füttern von Vögeln ist nicht nur ein Naturerlebnis, sondern gibt auch eine interessante Artenkenntnis her. Für Kinder und Jugendliche ist dies eine gute Gelegenheit, Beobachtungen und Erlebnisse in der Natur kennenzulernen, denn das wird immer weniger angewendet.

 

Der NABU empfiehlt die Vogelfütterung deshalb als einmalige Möglichkeit für Naturerlebnisse und Umweltbildung. Gleichzeitig sollte man die Vogelfütterung nicht mit effektivem Schutz bedrohter Vogelarten verwechseln, da von ihr fast ausschließlich wenig bedrohte Arten profitieren, die von der Natur so ausgestattet wurden, dass ihre Bestände auch durch kalte Winter nicht dauerhaft reduziert werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der NABU-Homepage.




  

Der Igel im Winter

Was mache ich mit dem Igel aus meinem Garten in der kalten Jahreszeit? (20.11.2015)

Diese oder so ähnliche Fragen stellen sich oft die Menschen, die einen Igel finden.

Soll ich ihn füttern oder sogar mit ins Haus nehmen?
   

 

Damit Sie auf diese Fragen eine Antwort haben, hat die Biologische Station Ravensberg eine kleine Einführung in das Thema: „Igel im Winter“ für Sie zusammengestellt.

Am besten ist es, wenn Sie dem Igel für seine Überwinterung ihren Garten zur Verfügung stellen.

Denn ein naturnaher Garten ist für den Igel der optimale Lebensraum. Der Igel findet nämlich nicht nur Futter in Ihrem naturnahen Garten, sondern er bietet dem kleinen Stacheltier auch optimale Möglichkeiten seinen Winterschlaf zu halten.

Weitere wertvolle Tipps zum idealen Winterquartier finden Sie auf der Internetseite des NABU.

Jedoch kommt es leider auch mal vor, dass der Igel nicht alleine im Stande ist zu überwintern. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Igel sich zu wenig Fettpolster für seine Überwinterung angefressen hat und somit untergewichtig (d.h. wenn er Ende Oktober/Anfang November weit unter 500g wiegt) ist. Des Weiteren braucht der Igel menschliche Hilfe, wenn er krank oder verletzt ist.

Damit Sie bei so einem Fall wissen, wann Sie dem Igel am besten helfen und was Sie dann beachten müssen, finden Sie Informationen dazu auf folgender Internetseite: http://www.pro-igel.de/igel_gefunden/gefunden.html

Auf jeden Fall gilt bei weiteren Fragen oder Problemen: Wenden Sie sich an einen Tierarzt in ihrer Nähe, an eine Igelstation (http://www.igelhotel.de.vu) oder an einen Tierschutzverein.

 


„Köstliche von Charneu“ oder „Ingrid Marie“ - 150 neue Obstbäume haben den Besitzer gewechselt! (13.11.2015)

Nicht nur die Namen sind etwas Besonderes: Bei der diesjährigen Verteilaktion hat die Biologische Station im Rahmen ihres erfolgreichen Obstwiesenprojektes wieder schöne Hochstammsorten an die Eigentümer von Obstwiesen abgegeben. Seit dem Start des Obstwiesenprojektes vor zehn Jahren sind damit schon über 5.676 Bäume zum Erhalt von Streuobstwiesen verteilt worden! Die 150 Bäume wurden in diesem Jahr an knapp 40 Besteller verteilt, die ab mittags ihre Bäume abholen konnten – die Praktikanten, Georg Borchard und Ulrike Letschert hatten die Bestellungen zusammengestellt und die Verteilung klappte wieder reibungslos.

Zu jedem Baum gab es auf Wunsch noch Zubehör: Wühlmausschutz, Rehverbissschutz und einen Holzpfahl mit Anbindestrick.
Die fast ausschließlich historischen, in unserer Region beheimateten Sorten sind überwiegend robust, besonders schmackhaft, als Tafel- oder Wirtschaftsapfel zu verwenden und häufig sogar für Allergiker geeignet.
Unter unserer Projektseite finden Sie schon die Obstbaum-Bestellliste für 2016!

Informationen über unser Obstwiesenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiesen.




Kinder kommen spielend wieder ins Gleichgewicht (21.10.2015)

Eine Spende ermöglicht den Neubau einer Spielstation für den Spürnasenpfad der Biologischen Station auf dem Stuckenberg

Kirchlengern: Erfreut nahm die Biologische Station die Spende von Gerhard Schüring, Geschäftsführer von Town & Country Hausbau GmbH aus Bad Salzuflen entgegen. „Damit können wir die marode Wippe am Stuckenberg endlich ersetzen“, sagte Gabriele Potabgy von der Biologischen Station. Mit 750 Euro Spende konnte schon der Rohbau fertiggestellt werden, in den nächsten Wochen wird die Wippe wieder einsatzbereit sein. Auf der großen Holzplatte kann eine ganze Schulklasse üben, ins Gleichgewicht zu kommen. Dabei werden sowohl Gleichgewichtssinn, Teamarbeit als auch ökologische Grundtatbestände erlebbar und anschaulich. Vermittelt wurde die Spende über Dr. Tim Ostermann, MdB aus Löhne: „Als ich von Herr Schüring hörte, dass er ein passendes Projekt für seine Spende suchte, fielen mir gleich die Spürnasenpfade der Biologischen Station ein!“ Keine Frage für den Vater einer dreijährigen Tochter, dass er alsbald selbst einmal die neue Wippe ausprobieren wird. „Meine Tochter ist ein Draußen-Kind - und auch deshalb finde ich das Engagement des Spenders und der Station besonders lobenswert!“, so der Bundestagsabgeordnete. Gerhard Schüring ist in Sachen Spenden keineswegs ein unbeschriebenes Blatt: „Als einen gewissen Ausgleich für unserer Tätigkeit, bei der eben auch Flächen und Material verbraucht werden, unterstützen wir mit unserem Partner „netzwerk natur“ Projekte im Naturschutz“. Seine Firma ist auch mit einer eigenen Stiftung für benachteiligte Kinder sozial aktiv. Klaus Nottmeyer und Gabriele Potabgy bedankten sich herzlich für die Spende aus Bad Salzuflen und hatten auch schon gute Ideen für die weitere Zusammenarbeit.


Auf dem Bild von rechts nach links:
Klaus Nottmeyer, Gerhard Schüring, Gabriele Potabgy und Dr. Tim Ostermann

Zusatzinfo zur vermittelnden Einrichtung netzwerk natur:
Im Herbst 2012 hat netzwerk natur gemeinsam mit dem Deutschen Franchise-Verband e.V. und Town & Country Haus die Umwelt-Initiative Zukunft Stadt & Natur gestartet. Als erstes Aktionsmodul wurde die Pflanzung von ZukunftsBäumen in bundesdeutschen Städten und Gemeinden durch Town & Country Haus Lizenz-Partner umgesetzt. Auf diese Weise leisten die zumeist stark regional orientierten Lizenz-Partner einen konkreten Beitrag für mehr Stadtgrün in ihrer Region. Bislang konnten über hundert Straßenbäume gepflanzt und weitere Pflanzaktionen und durchgeführt werden.





Herzliche Einladung zur 61. Jahrestagung der Ostwestfälisch-Lippischen Ornithologen (21.10.2015)
im Hauptgebäude der Universität Bielefeld, Raum W0-135
am 7.11.2015 von 10:00-16.00 Uhr

Wolfgang Beisenherz und Klaus Nottmeyer konnten wieder ein spannendes Programm organisieren:
Von der überraschenden Wiederkehr des Braun-kehlchens nach langer Abwesenheit in der Region berichtet Frank Püchel-Wieling aus Bielefeld.
Alte Daten aus Löhne zu dieser Art stellt Eckhard Möller vor. Ein Bericht über den Wert der Vögel für Erholungsuchende von Jürgen Albrecht schließt sich an.

 

Ganz aktuell und hoch politisch ist ein Block mit zwei Beiträgen zum Thema Vogelschlag auf Flughäfen und an Windkraftanlagen (Holger Meinig und Oliver Krüger).Zwei Vorträge über das Enger Bruch im Kreis Herford beenden das Programm. Alle an Naturschutz und Vogelwelt interessierte Menschen sind herzlich eingeladen, die Teilnahme kostet nichts!






Insektenhotel am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium steht!
(30.09.2015)

Die Natur-AG des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums hat in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Ravensberg im Innenhof der Schule ein Insektenhotel angefertigt, welches einen alternativen Lebensraum für Insekten darstellen soll.

Dieses wurde von Einnahmen der Schülerfirma gesponsert und von den Fünftklässlern aus dem Neigungsfach “Lebensräume- Lebensträume” befüllt.

 



Als Materialien hierfür wurden Kiefernzapfen, Staudenstöcker, Baumscheibe und Holzklötze mit Löchern und mit Lehm gefüllte Ziegelsteine verwendet.
Zudem sind an den Außenseiten Tontöpfe mit Stroh für Ohrenkneifer angebracht.





Baumbestimmung im Herbst! (30.09.2015)

Die Baumbestimmungskurse waren wieder ein voller Erfolg

Im Rahmen unseres Kinderprogramms haben gleich zwei Klassen der Grundschule Stift Quernheim die Biologische Station besucht und viel über unsere heimischen Bäume erfahren.

Welcher Baum ist das?

Buche, Eiche und all die heimischen Bäume, die unsere Landschaft prägen standen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Gemeinsam bastelten wir ein Bestimmungsbuch. Die Kinder entdeckten die verschiedenen Blattformen, Farben und die unterschiedlichen Rinden. Im Anschluss gingen wir raus und schauten uns die Bäume in der Natur an und spielten verschiedene Spiele, z.B. "Fledermaus und Motten", dabei hatten die Kinder und wir eine Menge Spaß.

Haben Sie auch Interesse an unseren vielfältigen Kinderangeboten?

Dann melden Sie sich per Email (info@bshf.de) oder unter 05223 78250!


Baumbestimmung in der Praxis

 


Die Kinder basteln ihre eigenen Bestimmungsbücher

Ein Dankeschön geht an die Siftung der Sparkasse Herford, die uns großzügig in diesem Projekt unterstützt.





Eigene Äpfel zu Saft machen

Am 17.10. kommt "Das Saftmobil" im Rahmen des 3. Blasheimer Apfeltages mitten nach Lübbecke- Blasheim. Es steht ab 11.00 Uhr an der Ampelkreuzung bei der Blasheimer Kirche (Hauptstraße 102).

Hier kann jeder seine Äpfel zu Apfelsaft pressen lassen. Eine Anmeldung ist dafür notwendig.

Weiterhin wird u. a. ein Flohmarkt mit Pflanzentauschbörse, eine kleine Apfelausstellung und Kaffe als auch Kuchen angeboten. Außerdem wird geplant, mit Kindern Saft in einer Kelter von Hand zu pressen.

Bei Rückfragen steht Frau Aschemeier Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Kontakt:
Sabine Aschemeier unter 0160-7202050

 



Ab 10:30 Uhr findet eine zweistündige Obstbaumschnitt-Vorführung durch Geoerg Borchard (Mitarbeiter der Biologischen Station) statt - Treffpunkt ist in der Lehmkuhle, Blasheim. Weitere Informationen unter Veranstaltungen






Erstmaliger Nachweis vom Baummarder im Kreis Herford! (15.09.2015)

Schon wieder gelingt der Biologischen Station ein sensationeller Nachweis einer seltenen Säugetierart!
Der Baummarder lebt versteckt in großen, zusammenhängenden Laub- und Mischwäldern. Im Gegensatz zu seinem viel häufigerem Verwandten, dem Steinmarder, ist er sehr selten und meidet die Nähe zum Menschen. Auf der Roten Liste der Säugetiere in NRW ist er als stark gefährdet, Stufe 2, eingestuft!

Wald-Wildkameras 2015 - Best Of:
https://youtu.be/2kbHM78Ic5I

Für den Kreis Herford gab es für den kleineren Baummarder nur einen unsicheren Nachweis aus dem Buch „Die Säugetiere Westfalens“ - von 1984! Seitdem konnte kein Baummarder mehr zweifelsfrei nachgewiesen werden, auch durch Jäger nicht. Die Biologische Station hat 2015 im Rahmen einer Untersuchung zu planungsrelevanten Vogelarten in Wäldern bei Herford auch nach dem Baummarder „gefahndet“. Und hatte Erfolg: 1350 Filme und bis zu vier Kameras gleichzeitig brauchte es, bis eindeutig feststeht: 100% Baummarder! Hilfe bei der nicht einfachen Bestimmung (Baum- und Steinmardersind sich sehr ähnlich) leistete zwei Säugetierfachmänner: Dr. Jan Ole Kriegs vom Naturkundemuseum in Münster und der bekannte Biologe Holger Meinig, die den Männchen machenden Marder auf dem Film der Biostation als Baummarder identifizierten.

Der erste sichere Nachweis für den Kreis Herford seit über 30 Jahren!

Das genaue Waldstück wird nicht angegeben, um nicht zu sehr auf den wertvollen und schützenswerten Waldbereich hinzuweisen. Die Auswertung der Filme zeigt nämlich auch, dass viele Menschen und ihre Hunde die Wälder abseits aller Wege aufsuchen; keineswegs immer zur Freude der Naturschützer, die Förster... und natürlich der scheuen Wildtiere. Klaus Nottmeyer von der Biologischen Station bittet die Waldbesucher daher dringend, „immer die Hunde anzuleinen und selbst auf den Wegen zu bleiben, damit der Baummarder sich weiter-hin im Kreis Herford wohl fühlen kann!“

Der Einsatz der Kameras wurde durch eine großzügige Spende der
Stiftung für die Natur Ravensberg“ ermöglicht!



Kleine Stauwehre an der Kranichwiese (03.09.2015)

Ein ungewöhnlicher Anblick bietet sich dem aufmerksamen Beobachter im Enger Bruch: Von der Aussichtskanzel ist ein kleines Stauwehr an einem Stichgraben zum Bruchgraben gut zu sehen.


Es wurde von den Mitarbeitern der Biologischen Station am 1.9.2015 eingesetzt (Foto). Ein weiteres, baugleiches Exemplar findet sich weiter hinten im Gebiet.

Welche Funktion haben diese beiden leichten Stauwehre?

Das Enger Bruch ist ein Naturschutzgebiet mit feuchten Wiesen. Vor allem im Winterhalbjahr rasten viele, seltene Wasser- und Watvögel auf der Kranichwiese, wenn diese unter Wasser steht. Zugleich ist diese aber eine sehr wertvolle Feuchtwiese, deren Erhalt von einer regelmäßigen Mahd abhängt. In den letzten Jahren klappte das mit dem Wasser ganz gut: es waren vor allem die zwei 2005 und 2006 extra gegrabenen Stichgräben, die für das nötige Wasser gesorgt haben. Dabei wurde die Fläche teilweise auf Dauer zu nass für eine Mahd. Zudem musste der Bruchgraben nach langen Jahren in diesem Spätsommer wieder geräumt werden, damit bei Starkregen die Anwohner nicht Wasser in die Keller bekommen. Beim Bachräumen hat der Baggerführer die Stichgräben erneuert. Nun soll das Wasser fließen - und sich aber auch aufhalten lassen! Von Oktober bis April/Mai ruhig so feucht wie es geht; danach ist weniger Wasser aber besser, damit eine Mahd im Juni möglich (und später) ist. Die beiden Wehre sollen helfen, eine Art Wassermanagement für das Bruch her zu stellen. Es handelt sich hierbei um einen Test; inwiefern die beiden Stichgräben mit ihren kleinen Stauwehren zum Steuern der Wasserstände beitragen können.

 



Rasputin ist wieder da! (31.08.2015)

Vor mehr als einem halben Jahr begeisterten die Filme vom Biber an der Else, die der Biologischen Station durch das Anbringen von Wildkameras gelungen waren, die Naturfreunde in Bünde und darüber hinaus. Vom frühen Erfolg ermuntert, haben die Mitarbeiter der Station zwischen dem 13.02.2015 und dem 09.07.2015 weiterhin mit 8 Wildkameras „Jagd“ auf dem Biber gemacht.

 

 

 

 

 

 

 

 



Elseaue Wildkameras 2015 - Best Of:
https://youtu.be/uJ_awawrjx0

Denn es ging ja darum, nachzuweisen, dass der erste Nachweis für den Biber seit Generationen keine Eintagsfliege gewesen war. Für die anschließende Auswertung gab es Foto- und Videomaterial von 167 Einsatztagen der Kameras. Insgesamt machten sie über 3093 Aufnahmen, 1659 Fotos und 1434 Videos. Leider war das Ergebnis betrüblich: zwar filmten die Kameras immerhin 20 Vogel- und 18 Säugetierarten (dabei auch seltenes wie Hermelin und Waschbär). Aber eben kein Biber. Treu nach der Devise „Niemals aufgeben“ und mit Unterstützung von Saskia Dröge, Studentin aus Bielefeld und derzeit Praktikantin in der Station wurden erneut 5 Kameras zeitgleich postiert. Nach weiteren 743 Filmen war es in der Nacht vom 30. Auf den 31.8 endlich soweit: wieder zeigte sich auf zwei Filmen prachtvoll und unzweifelhaft ein kräftiger Biber. Durchaus möglich, dass es Rasputin ist, also das Tier, was schon vor sechs Monaten für Furore gesorgt hat und von den Lesern der NW Bünde sogar getauft wurde. In der Station gab es großes Hallo, als endlich wieder ein Biber auf einem Film auftauchte. Nachsuchen und weitere Aufnahmen sollen nun zeigen ober nicht nur ein Biber sesshaft geworden ist! Das wäre ein noch größerer Erfolg für den Naturschutz im Kreis Herford!!



Viel hoher Besuch im Enger Bruch (29.08.2015)
Aktualisierte Vogelliste vorgestellt

Am 27.8.2015 besuchten die Mitglieder des Landschaftsbeirates beim Kreis Herford und der Kreisumweltausschuss im Rahmen einer Bereisung auch das Enger Bruch. Dabei wurden sie ausführlich informiert über Ziele und Nutzung des Gebietes (Vortrag von Frau Frick-Pohl, s. Foto) und über die überregionale Bedeutung des Bruches für die Vogelwelt. Holger Stoppkotte als langjähriger Kenner (seit seiner Grundschulzeit) beschrieb eindrucksvoll die vielen Arten, die das Bruch auf ihrer Reise in die Brut- oder Winterquartiere aufsuchen: allein 18 so genannte Limikolenarten (lange Schnäbel, lange Beine) konnten in diesem Jahr gesehen werden, zwei davon waren ganz neu für das Enger Bruch: Sichelstrandläufer und Temminckstrandläufer. Sie erhöhen die Gesamtliste auf 183 (von 1961 bis heute)! Klaus Nottmeyer von der Station verteilte die neu erstellte Liste, die auch ab sofort online abrufbar ist. Er erläuterte auch die aktuell geplante Maßnahme der Station: zwei Stichgräben werden mit kleinen, provisorischen Wehren versehen, um den Wasserhaushalt vor allem für die wichtige Kranichwiese besser regulieren zu können. Hier sammeln sich die meisten interessanten Vogelarten - aber nur, wenn es in der richtigen Zeit (Oktober bis März) nass genug ist!




Die Hundert ist voll! (25.08.2015)

Zivildienstleistende (ZDL), Bundesfreiwillige (BFD) und Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) sind seit 1993 in unserer Station aktiv. Sie waren und sind ein unverzichtbarer Bestandteil vor allem der praktischen Arbeiten. Die neue Crew von vier jungen Leuten - zweimal Föj und zweimal BFD - heißen: Fabian und Julian sowie Ronja und Lara. Beim Durchzählen der Ehemaligen (s. Website) stellten wir zu unserer Freude fest: Die 100 ist voll! 48 Zivildienstleistende, 39 Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr und 9 Bundesfreiwillige waren es bisher - mit den Neuen sind es genau 100! Wir freuen uns sehr, dass der Strom der Interessierten nicht abreißt und dass viele der jungen Leute, die einmal bei uns waren, einen engen Kontakt zu uns halten. Für uns ist es auch eine wesentliche Motivation für die Arbeit, dass die bei uns gewonnenen Erfahrungen der ZDL und Freiwilligen ihren Lebensweg nachhaltig beeinflussen! Wir freuen uns auf die Zeit mit den Neuen!!




Das gute Wetter hilft der Biostation bei der Heumahd! (10.06.2015)

20 Jahre ist die Biologische Station inzwischen als landwirtschaftlicher Betrieb in vielen Schutzgebieten im Kreis Herford aktiv. In erster Linie ist es die Mahd vieler Wiesen oder Ostwiesen, die ab Ende Mai die Außenarbeiten der Station bestimmt.


Foto: Der Schlepper der Station bei der Arbeit


An die 25 ha Grünlandfläche machen eine Menge Arbeit, wie Georg Borchard von der Station auch in diesem Jahr wieder feststellt. gute Bedingungen haben wir selten“, freut sich der Landespfleger und Außendienstchef der Station über die Hilfe von Wind und Sonne.Das Heu von den extensiv genutzten Flächen, die ohne Pflanzenschutzmittel und ohne Düngung bewirtschaftetet werden, schätzen vor allem Pferdehöfe in der Region. Leider finden sich im Heu immer mehr Verunreinigungen: Hundehalter wissen offenbar nicht, dass die Hinterlassenschaften ihre Lieblinge das Heu vielerorts unbrauchbar macht, da Krankheitskeime übertragen werden können.



Nachwuchs nicht nur bei seltenen Vogelarten im Kreis Herford (10.06.2015)

n den Hunnebrocker Wiesen bei Bünde gelang der erste richtige Brutnachweis für eine ganz besondere Vogelart, das Schwarzkehlchen. Am Freitag, den 5. Juni konnten Klaus Nottmeyer und Igor Schellenberg nicht nur die Altvögel entdecken sondern auch mindestens ein Junges, das schon flügge war, sich aber nah bei den Eltern aufhielt und offenbar gefüttert wurde. Das Männchen sang schon wieder; Schwarzkehlchen machen mehrere Bruten in einem Jahr. Später konnten drei Junge beobachtet werden.




Seit vielen Jahrzehnten waren die sehr hübschen kleinen Vögel, die vor allem extensive Wiesen, Brachen und ungenutzte Wegränder lieben, im Kreis Herford als Brutvögel ausgestorben. Nun kommen sie an derzeit mindestens drei Stellen im Kreisgebiet wieder vor - und brüten zum Glück erfolgreich!

Die großen Weißstörche direkt nebenan haben drei Junge, die noch ganz klein sind. Auf dem Kunsthorst in Lippinghausen konnte zwei Junge gesehen werden.

Überall fliegen, schwirren, sitzen und hopsen junge Vögel herum - das anhaltend guten Wetter unterstützt einen offensichtlich guten Bruterfolg bei Meise, Kleiber und Co. Aus ihren Höhlen rufen Buntspechtjunge so laut durch den Wald, dass es weit hin zu hören ist.



Gülle-GAU in der Else (27.05.2015)

Das Auslaufen von ca. 140 Tonnen Gärsubstrat einer Biogasanlage in Melle-Sondermühlen hat das Leben in der Else weitgehend zum Stillstand gebracht. Fische und andere Wasserlebewesen sind zu Tausenden gestorben.



Der sehr seltene und in Europa besonders geschützte kleine Fisch Steinbeißer hat genau im betroffenen Flussabschnitt einen landesweit sehr wichtigen Bestand ... gehabt?! Muss man das jetzt so formulieren? „Ich fürchte JA“, sagt Klaus Nottmeyer, Leiter der Biologischen Station im Kreis Herford, die das NSG Elseaue seit 22 Jahren fachlich betreut. Genau dieser nun wahrscheinlich vernichtete oder stark dezimierte Bestand hat zur Ausweisung der Else als FFH-Schutzgebiet geführt. Es ist also ein äußerst empfindlicher Verlust für den Naturschutz nicht nur in der hiesigen Region zu beklagen. Auch für das ganz aktuell sicher belegte Vorkommen des Fischotters, eines der ganz wenigen in Westfalen, muss man schlimmes befürchten. Gerade eben erst hatte der seltene Wassermarder sich nach 70 Jahren wieder hier angesiedelt. Jetzt sind wertvolle Nahrungsgründe für den Fischfresser schwer geschädigt.
Einige Maßnahmen zur Rettung der Fischbestände wurden unternommen, wie das Abdichten des kleinen Altarmes in Südlengern. Dankenswerter Weise sprangen das THW und der Bauunternehmer Meyer aus Bünde ein, um schnellstmöglich die Abdichtung des alten Flussarmes zu erreichen, damit die Fische dort vor der Welle mit Gülle geschützt werden konnten.
Nun muss genau nachgesehen werden, ob und wie viele Fische überlebt haben, wie schwer auch das Substrat geschädigt ist. Die rechtlichen Konsequenzen durch die deutliche Verschlechterung eines FFH-Gebietes müssen genau geprüft werden, um auch die Schäden an der Natur besser beziffern und wenn es geht auch ausgleichen zu können.



Fundstücke aus der Vogelwelt (05.05.2015)
3. Artikelserie zu den Vögeln im Kreis Herford

In der neuen Serie der Neuen Westfälischen „Fundstücke aus der Vogelwelt“ bestimmt der Vogelexperte Klaus Nottmeyer, Leiter der Biologischen Station Ravensberg, jede Woche ein neues Fundstück. Die Leser sind aufgerufen, ihre Funde zu fotografieren und einzuschicken. Mit Bussard, Schwanz- und Sumpfmeise startete die Serie Anfang April 2015.



Auch 2014 wurden, zusammen mit Klaus Nottmeyer, die im Kreis Herford am häufigsten Greifvögel und Eulen von der NW vorgestellt.
Bereits 2011 brachte die NW eine Artikelserie unter Begleitung der Biologischen Station heraus. Diese informierte die Leser unter dem Namen „Das Vogel- ABC“ über die insgesamt 40 heimischen Vogelarten, die jeder (fast) jeder sehen und erleben kann.
Alle Artikel haben wir auf einer Extra- Seite für Sie zusammen gestellt.



Watvögel im Enger Bruch! (29.04.2015)

Am 21. und 22. 4. 2015 gaben sich im Enger Bruch auf der Kranichwiese viel durchziehende Watvögel - auch Limikolen genannt - die Klinke in die Hand. Folgende Arten wurde gesehen und auch teilweise gut fotografiert:

1. Alpenstrandläufer
2. Bekassine
3. Bruchwasserläufer
4. Dunkler Wasserläufer
5. Flussregenpfeifer
6. Grünschenkel
7. Kampfläufer
8. Kiebitz (ein Paar brütet)
9. Waldwasserläufer

Diese Häufung von neun Arten ist etwas Besonderes im Enger Bruch und viele Vogelkundler schauten vorbei, um sich an den selten zu beobachtenden Arten zu erfreuen (vor allem 1., 4, 6. und 7.)!

In der Folgezeit gab es weiteres Interessantes zu sehen (und zu hören):

24.4.: Ein weiblicher Gartenrotschwanz

26.4.: Der erste Kuckuck rief!

25.4.: Eine weibliche Rohrweihe scheint wieder brüten zu wollen

26.4.: Gleich drei Weißstörche hielten sich nahe der Nisthilfe auf! (Foto)

Am 27.4. konnte Klaus Nottmeyer immerhin noch 7 Bruchwasserläufer, eine Bekassine und die brütenden Kiebitze beobachten. Dazu die Enten: Stock-, Schnatter-, Knäk-, Krick -und Reiherente! Viele Schafstelzen und große Schwärme Rauchschwalben flogen dicht am Boden durch die diesig-feuchte Luft. Der erste Teichrohrsänger sang vorsichtig im Chor der Rohrammern mit. Dazu laut und vernehmlich: Dorn- und Klappergrasmücke. Das Konzert der Singvögel wird langsam komplett.

Unter Bertreungsgebiete finden sie immer aktuelle Informationen zum Enger Bruch.






Noch mehr Otter im Kreis Herford! (27.03.2015)

Im Auftrag der Station und mit tatkräftiger Unterstützung von Gabriele Potabgy, Mitarbeiterin der Station im Kreis Herford, wurden von Fachfrau und Diplombiologin Anja Roy am 11.3.2015 ausgewählte Brücken im Kreis Herford auf Nachweise zur Anwesenheit des Fischotters kontrolliert. Das Hauptaugenmerk lag auf den Uferbereichen der Else und Werre und ihren Nebenbächen im Norden des Kreises Herford.

Anlass und Motivation für die Nachsuche war ein Nachweis des Fischotters an der Else im Herbst 2014 westlich von Bünde.

Das erstaunliche und erfreuliche Ergebnis lautet: Der Nachweis an der Else im Herbst 2014 war kein Einzelfall. Die Else östlich und westlich von Bünde wird anscheinend regelmäßig von einzelnen Fischottern aufgesucht.



Spannend war hier, dass an einer Stelle in Kirchlengern zwei parallele Fährten entdeckt wurden. Weil die Spuren aber bisher nicht auf ein dauerhaftes Revier hin deuten, soll noch weiter nachgeforscht werden. Untersuchungen auch an der Werre und im Kreis Lippe wären von großem Interesse.

Die Biostation plant nun mit 12 neu angeschafften Wildkameras - finanziert durch die Stiftung für die Natur Ravensberg - mehr Belege und Informationen zur Anwesenheit der Otter zu sammeln. Dabei werden zugleich konkrete Vorschläge zum besseren Schutz der sich offenbar gerade ansiedelnden Population entwickelt.



BUND bittet um Mithilfe beim Amphibienschutz (24.03.2015)
Wo werden viele Frösche und Kröten auf der Straße überfahren?

Der März ist ein beliebter Monat für Krötenwanderungen. Bei milden Temperaturen erwachen Amphibien-Arten, wie etwa die Erdkröte, aus der Winterruhe und begeben sich jetzt massenweise zu ihren Geburts-Gewässern um zu laichen. Viele Tiere finden dabei jedoch den Tod auf der Straße.




Um eine OWL-weite Übersicht über Straßenopfer zu bekommen, wo keine Schutzzäune angebracht sind, aber auch wo es trotz Schutzmaßnahmen zu überfahrenen Amphibien kommt, bittet der BUND um Ihre Mithilfe.
Überfahrene Amphibien können an den BUND-Herford gemeldet werden, der sich dann für den Schutz der Tiere an den betroffenen Stellen einsetzt. Schicken Sie dazu eine E-Mail mit Angabe des genauen Fundortes und der Anzahl der toten Tiere an bund.herford@bund.net oder kontaktieren Sie uns telefonisch unter: 01590 24 58 29 3.
Autofahrer sollten insbesondere an Straßen mit entsprechenden Hinweisschildern, aber auch in Talsenken, in der Nähe von Teichen usw. möglichst nicht schneller als 30kmh fahren. Bei höheren Geschwindigkeiten werden die Tiere, selbst wenn sie nicht von den Reifen erfasst werden, durch den hohen Luftdruck unter dem Wagen getötet, bzw. erleiden innere Verletzungen.


358 Weidenbäume für den Naturschutz geköpft! (04.03.2015)
Die Biologische Station beendet Schnittsaison 2014/2015 – Die Pflege wurde maßgeblich gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Herford.

In Löhne-Mennighüffen haben die sieben "Praktis" der Station an einem schönen Standort bei Grimminghausen die letzten Kopfweiden in diesem Winter zurück geschnitten.




Fertig! Das Team der Biologischen Station hat die letzte Kopfweide für diesen Winter geschnitten.

Zwischen Bach und Teich auf einer feuchten Wiesen stehen 9 Weiden, deren letzter Schnitt schon 8 Jahre zurück lag – jetzt mussten sie wieder gepflegt werden.

Früher war die Pflege der Kopfbäume fest geregelt: Jeden Winter wurden immer einige zurückgeschnitten, das Holz kam in den Ofen und die Zweige wurden zu Körben, Zäunen und anderen Nutzgegenständen geflochten. Im Sommer wurden die Äste als frisches Grün an das Vieh verfüttert. Mit den Jahren entwickeln die Bäume - meist Weiden, viel seltener sind Hainbuchen oder Pappeln - eine besondere Wuchsform: kurz aber dafür stämmig mit einem dicken Kopf. Werden sie nicht mehr geschnitten, wächst mit den Jahren eine große Krone mit vielen Ästen heran - oft zu viel für einen Baum mit einem so kurzen Stamm. Um die für viele Tierarten wertvollen Kopfbäume vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren und ihren Schutz langfristig zu sichern, müssen sie gepflegt und auch nachgepflanzt werden, wo sie schon verschwunden sind.

Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer der Biologischen Station im Kreis Herford erledigen diese Arbeit seit 19 Jahren mit Hilfe der Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und den Bundesfreiwilligen (BFD) im gesamten Kreisgebiet. „Mit 358 Bäumen erreichten wir diesen Winter ein gutes Ergebnis“ sagte Dennis Böse, Praktiker bei der Station, „die milden Temperaturen haben uns die Arbeit sehr erleichtert“: Insgesamt kann die Station inzwischen auf die stattliche Anzahl von über 5364 gepflegten Kopfweiden verweisen.

Da die staatliche Förderung schon lange zusammengekürzt wurde, spendete für die Bewältigung dieser arbeitsintensiven Aufgabe die Stiftung der Sparkasse Herford. „Die Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse hilft uns sehr, die Kopfweiden im Kreis Herford zu erhalten“, bedankt sich Thomas Wehrenberg im Namen der Biologischen Station.

Flechtweidenmaterial für den Bau von Zäunen, Rankhilfen, Tippis und vielen anderen „Bauwerken“ kann bei der Biologischen Station bis Ende März kostengünstig bezogen werden. Bestellung unter 05223 78250.



Der Biber ist da!
(16.02.2015)

Gerade konnten die Naturschützer sich erfreuen an der Wiederkehr des Fischotters im Kreisgebiet, da folgt schon die nächste Sensation. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung (ein Bürger hatte einen verdächtig abgenagten Ast gefunden und in Gut Bustedt abgegeben) suchten die Biologen und fanden: Am 5.2.2015 gelang Holger Stoppkotte ein Foto von einem angenagten Stamm und heute konnten Mitarbeiter der Biostation und von WWE den Nachweis eindeutig belegen und bestätigen! Ein Biber hat eine Weide direkt am Fluss so angenagt, dass sie bald fallen wird, wenn er so weitermacht.

An insgesamt drei Stellen konnte man Spuren des großen Nagers entdeckten, dessen Kommen schon lange erwartet wurde. An der Else zwischen Kirchlengern und Bünde hat der Biber viel Platz und es bleibt zu hoffen, dass er sich dauerhaft einrichtet! Gut, dass der Flussverlauf in diesem Abschnitt vor über 30 Jahren von engagierten Bürgern - unter ihnen ist vor allem Dr. Rolf Lachner zu nennen - vor der Begradigung geschützt wurde!

 

Mit einer Wildkamera konnten wir am 14.02.2015 erstmals den Biber in der Elseaue nun auch filmen: zum Starten der Filme bitte auf das jeweilige Foto klicken.

 



Zum Abspielen der Filme bitte auf die Fotos klicken:

Biber

Biber



Aufruf zum Mitmachen!
AN DER GRENZE – BRANDMÄUSE IM KREIS HERFORD (03.02.2015)

Manche Arten sind nicht nur in der freien Natur zu beobachten, sondern auch im Garten oder sogar in der Wohnung. Die possierliche Brandmaus mit ihrer schwarzen Rückzeichnung findet man in der kalten Jahreszeit vermehrt in ländlichen Anwesen, an Komposthaufen oder an Vogelfutterplätzen. Da sie oft nur wenig Scheu zeigt, lässt sie sich dort gut beobachten. Sie besiedelt ein breites Spektrum von Lebensräumen.
Weit über die Hälfte der pflanzlichen Nahrung sind Früchte im weitesten Sinne: Samen, Getreidekörner, Beeren und Nüsse. Ihre tierliche Nahrung sind überwiegend Insekten, Insektenlarven und Regenwürmer. Weiterhin fressen sie auch Spinnen und Schnecken. Sie ist überwiegend tag- und dämmerungsaktiv.

 


Brandmaus (Foto: Henning Vierhaus)


Brandmaus (Foto: Dennis Wolter)

 

Das Verbreitungsgebiet reicht im Osten bis in die Mongolei und nach China. Die Besiedlung Westeuropas erfolgte erst vor ca. 7.000 Jahren. In NRW verläuft ein Teil ihres Areals durch den Kreis Lippe, Höxter und Paderborn. Interessant ist, dass die Grenze Ihres Verbreitungsgebietes nach Norden der Kreis Herford ist. Warum sie in dem nur wenige Kilometer entferntem Kreis Bad Salzuflen vorkommt und es im Kreis Herford kaum Nachweise gibt, ist ein Rätsel.

Die Brandmaus ist in ihrem Vorkommensgebiet häufig sehr lange kaum auffindbar, da ihre Populationsdichte sehr gering sein kann. In manchen Jahren hat sie optimale Vermehrungsbedingungen, so dass sie gehäuft in Regionen auftritt, in denen sie lange Zeit nicht beobachtet wurde. „Diese jetzt vorherrschende Häufigkeit wollen Biologen nutzen, um mit Hilfe der Bevölkerung die Verbreitung der Art genauer kennen zu lernen, und zwar bevor der Bestand – typisch für viele Mäusearten – wieder zusammenbricht" berichtet Holger Sonnenburg von der Biologischen Station Lippe, der schon verschiedenen Meldungen aufgrund des Presseaufrufes erhalten konnte. „Die Brandmaus wurde hier im Kreis Herford gerade durch Jörg Hadasch in Vlotho Valdorf nachgewiesen. Daten zur Verbreitung von Säugetieren werden nur selten gemeldet. Interessant ist es jetzt, ob jemand diese niedliche Maus im Kreis Herford beobachtet hat“ erläutert Gabriele Potabgy, Zoologin bei der Biologischen Station Ravensberg.

Meldungen (auch Todfunde), sehr gerne mit Belegfoto, nimmt die Biologische Station Ravensberg, Dipl. Biol. Gabriele Potabgy unter potabgy@bshf.de oder 05223/78250 gerne an.



Der Fischotter kommt! (21.01.2015)

Infoveranstaltung in der Biologischen Station war sehr gut besucht.

Die Biologische Station lud ein - und viele Interessierte kamen, um mehr über den Fischotter zu erfahren. Aktueller Anlass der mit 45 Personen sehr gut besuchten Veranstaltung war ein Nachweis des Otters an der Else zwischen Bünde und Melle (Niedersachsen). Dr. Jan Ole Kriegs vom LWL Naturkundemuseum in Münster zeigte in seinem einführenden Vortrag, dass sich die große Lücke in der Verbreitung des Fischotters in Mitteleuropa seit etwa 20 Jahren langsam zu schließen beginnt. Von Ost und West nehmen die Otter immer mehr zu und wie in einer Zangenbewegung kommen sie über Weser und Ems dem Kreis Herford näher. Wildkameras an Brücken und intensive Suche nach Tritt-Spuren und Kotresten bringen immer mehr positive Nachrichten über diese stark gefährdete Säugetierart. Die Biologin und ausgewiesene Fischotter-Spezialistin Anja Roy (Lienen, Kreis Steinfurt) erläuterte im zweiten Vortrag die Ökologie und die Gefährdung des „Wasser-Marders“. Zugleich zeigte sie mit vielen sehr aufschlussreichen Bildern, wie ein guter Lebensraum des Otters aussieht, was man dafür tun kann und wie man erkennt, ob er auch da ist. Am Ende des informativen Vormittags referierte Karin Bohrer (untere Landschaftsbehörde, Kreis Herford) sehr anschaulich über den rechtlichen Rahmen des Otter-Schutzes, der europa- und bundesweit zu den besonders geschützten Arten zählt.
In den sehr regen Diskussionen tauschten sich die Teilnehmer aus Kommunen, Naturschutzverbänden, Angel- und Kanuvereinen sowie der Jägerschaft intensiv aus. Am Ende war allen klar, dass der Otter dauerhaft in den Kreis Herford und seine Nachbarregionen kommen wird. Er ist bei uns hoch willkommen und es bedarf vieler, gemeinsamer Anstrengungen, ihm ausreichend guten Lebensraum zu schaffen und zu sichern.




Biologische Station und BUND stellen ihr gemeinsames Veranstaltungsprogramm 2015 vor!
(17.01.2015)

Das neue Programm der Biologischen Station für 2015 ist deutlich umfangreicher als in den Vorjahren: es umfasst 37 Veranstaltungen über Natur und Naturschutz im Kreis Herford! Zusätzliche Veranstaltungen hat die Kreisgruppe des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) beigesteuert, mit der das Programm gemeinsam erstellt wurde.
Schon gleich im Januar starten die Angebote für Kreative: Das sehr beliebte Bauen und Basteln mit Weiden findet am 31. Januar (und nochmals am 28. Februar) jeweils von 14 bis 16.30 Uhr in der Biologischen Station statt! Dabei gibt es praktische Anleitungen für Bauten mit Weidenschnitt. Erwachsene wie Kinder stellen fachkundig angeleitet Weidenkörbchen, Rankhilfen oder Weidenkugeln her. Für diese Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Der erste Obstbaumschnittkurs findet schon am 7.2. in Bünde-Spradow statt. Wieder im Programm ist das Bemalen von Ostereiern mit Acrylfarbe: am 21.3. bekommt man mit der Künstlerin Katja Chaplin Einblick in dieses spezielle Handwerk - absolut passend zur Jahreszeit!

Zu den Vögeln ins Enger Bruch geht es 2015 dreimal: am 22.03, am 10.5. und noch mal am 08.11. Neu im Programm sind z.B. die Wanderung „Im Schatten der Bäume“ am 4.7. oder die „Audienz beim König der Nacht“, dem Uhu, am 26.9. Nicht zu vergessen ist die Suche nach Kräutern am 05. und 26.6. mit Dorothee Gößling. Wie schon in 2014 werden auch drei Wanderungen mit Hannelore Frick-Pohl unter der Rubrik „Natur und Kultur im Kreis Herford“ im Programm der Biostation angekündigt.
Die Programme liegen ab sofort in zahlreichen Apotheken, Naturkostläden, Sparkassen, Buchhandlungen, Büchereien etc. und in den Rathäusern in der Umgebung aus.
Weitere Informationen und auch eine Downloadmöglichkeit finden Sie auf dieser Homepage unter Veranstaltungen.

Ein Dankeschön für die freundliche Unterstützung geht an die Stiftung der Sparkasse Herford.






Freiwillige Helfer beim Kopfweidenschnitt herzlich willkommen!(17.01.2015)

Am Samstag den 17. Januar findet die nächste gemeinsame Schnittaktion mit dem BUND statt. In Herford-Eickum müssen 58 Kopfweiden gepflegt werden. Wie auch bei der letzten Aktion in Vlotho, die ein großer Erfolg war, sind freiwillige Helfer herzlich willkommen! Die Aktion beginnt um 9:30 Uhr. Treffpunkt ist an der Südbachweg etwas nördlich der Kreuzung Eickumer Straße /Südbachweg.


Nach der Arbeit wartet eine warme Suppe auf die fleißigen Helfer.

In diesem Winter folgt am Samstag den 07.02.2015 noch eine weitere gemeinsame Großschnittaktion in Hiddenhausen-Oetinghausen (NSG Füllenbruch), bei der neben den Stationsmitarbeitern auch wieder viele Freiwillige helfen werden. 37 Kopfweiden sind an diesem Standort zu pflegen. Der Treffpunkt ist an der Ziegelstraße, südlich der Kreuzung Ziegelstraße /Milchstraße.

Weitere Informationen stehen auf unserer Homepage unter Programm 2015.

Informationen über unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden.