Archiv der aktuellen Meldungen 2012

Die Mitarbeiter der Biologischen Station wünschen ein frohes
   Weihnachtsfest (21.12.2012)
Eine Hecke für das Enger Bruch (30.11.2012)
Die Kopfweiden sind wieder dran (21.11.2012)
Von Alkmene bis Winterglockenapfel - 250 Obstbäume haben den Besitzer 
   gewechselt! (20.11.2012)
Blätter im Wind (12.11.2012)
Preisverleihung für das Gewässerentwicklungsprojekt
   Weser-Werre-Else (29.10.2012)
Die Biologische Station bei Facebook (25.10.2012)
Das Enger Bruch im Fernsehn (05.10.2012)
Großer Heidegrashüpfer in Herford (02.10.2012)
Die neuen Freiwilligen sind da! (20.09.2012)
Vogelkundliche Sensation im Enger Bruch (10.09.2012)
Bekämpfung der Herkulesstaude geht weiter (03.07.2012)
Bau von Wildbienenhotels(12.05.2012)
Noch Plätze frei im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und im  
   Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der Biologischen Station(28.03.2012)
Saisonende beim Kopfweidenschnitt (08.03.2012)
Kreatives aus Weiden (03.03.2012)
Kreatives aus Weidenmaterial (11.02.2012)
Die Kopfweiden sind wieder dran (16.01.2012)
Das neue Programmheft 2012 ist da (19.12.2011)
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Liebe Freunde, Förderer, Mitglieder, Mitstreiter und Kollegen!

Vorstand und Mitarbeiter der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford wünschen Ihnen und Euch ein friedliches Weihnachtsfest!

Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit - verbunden mit den besten Wünschen für 2013!

Die Mitarbeiter der Biologischen Station Ravensberg wünschen frohe Weihnachten

  




Eine Hecke für das
Enger Bruch
(30.11.2012)

Viele Jahre diente ein "Wall" aus Gehölzschnitt und Ästen als Sicht- und Betretungsschutz an der viel begangenen Breiten Straße im NSG Enger Bruch. Seit einiger Zeit schon war dieses Hindernis per Kompostierung verschwunden. Die vielen interessanten und seltenen Rastvögel ebenso wie die brütenden Arten wurden immer wieder durch Fußgänger (mit und ohne Hund) aufgescheucht. Dem ist nun auf Dauer ein Riegel vorgeschoben: Die Mitarbeiter der Biologischen Station pflanzten mit Hilfe der Stadt Enger 320 Weißdornpflanzen direkt an den Weg. Eine Lücke mussten sie lassen, weil dort zwei Gasleitungen den Weg kreuzen. Die Pflanzen zahlte das Land NRW als Hauptflächeneigentümer, der Kreis Herford organsierte die Finanzierung.

Nun hoffen die Naturschützer, dass sich die Hecke gut entwickelt, um auf lange Sicht den Vögeln die nötige Ruhe zu ermöglichen.



Die ersten Meter sind fertig!
Die ersten Meter sind fertig!




Die Kopfweiden sind wieder dran (21.11.2012)

Warum schneidet man eigentlich Kopfweiden? Seit nunmehr 17 Jahren haben die Mitarbeiter der Biologischen Station unterstützt von vielen freiwilligen Helfern über 4500 Kopfweiden den Kopf frisiert. Über 6100 dieser Bäume an fast 500 Standorten im ganzen Kreis sind bekannt. Früher war die Pflege der Bäume fest geregelt: Jeden Winter wurden immer ein paar zurückgeschnitten, das Holz kam in den Ofen und die Zweige wurden durch Flechten zu Körben, Zäunen etc. Im Sommer wurden die Zweige als Futter für das Vieh genutzt.

Mit den Jahren entwickeln die Bäume, meist Weiden, aber auch Hainbuchen oder Pappeln, durch das regelmäßige zurückschneiden eine besondere Wuchsform: kurz aber stämmig mit einer erheblichen Verdickung, dem sogenannten "Kopf". Werden diese Bäume nicht mehr geschnitten, wächst mit den Jahren eine große Krone mit vielen Ästen heran - oft zu viel für einen Baum mit Zwergenwuchs.

Deshalb heißt es in jedem Winter: Säge an und „Schneiteln“, wie der Fachausdruck für das Zurückschneiden der Weidenäste heißt.

Kopfweiden sind ein wichtiger Bestandteil unserer heimischen Kulturlandschaft. Man findet sie häufig an Rand feuchter Wiesen oder in der Nähe von Bächen. Vielen Tieren und auch Pflanzen bietet ein alter Kopfbaum einen wichtigen Lebensraum: die rissige Rinde und zahlreiche Höhlen im weichen Holz sind ein Tummelplatz für Käfer, Schmetterlinge, Vögel und Fledermäuse.

 

zu schneidene Kopfweiden
zu schneidene Kopfweiden

Timo vor einer fertig geschnittenen Kopfweide
Timo vor einer fertig geschnittenen Kopfweide

Gewonnenes Schnittgut
gewonnenes Schnittgut

Für die Bewältigung dieser arbeitsintensiven Aufgabe kann die Station auch in diesem Winter auf eine Spende der Stiftung der Sparkasse Herford zurückgreifen, da die staatliche Förderung schon lange zusammengekürzt wurde. „Die großzügige Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Herford hilft uns die Kopfweiden im Kreis Herford zu erhalten“, bedankt sich Thomas Wehrenberg, zuständiger Mitarbeiter der Biologischen Station.

Die Sparkasse Herford unterstützt seit 15 Jahren die Biologische Station

Weitere Informationen über unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden


Freiwillige Helfer sind bei großen Kopfweidenschnittaktionen natürlich herzlich willkommen!

Eine gemeinsame Schnittaktion mit dem BUND findet am 12.01.2013 ab 9:00 Uhr in Enger-Dreyen statt: 19 Kopfweiden müssen gepflegt werden. Nach getaner Arbeit wartet eine warme Suppe auf die fleißigen Naturschützer.
Der Treffpunkt ist bei Familie Böke, Im Sundern 114 in Enger.

In diesem Winter folgt am 02.02.2013 noch eine weitere gemeinsame Großschnittaktion in Löhne-Ostscheidt, bei der dann neben den Stationsmitarbeitern auch wieder viele Freiwillige helfen werden.
Der Treffpunkt ist am Hof Rasche, Börstelstraße 109 in Löhne.

Weitere Informationen stehen auf unserer Homepage unter Programm 2013.


Das bei der Kopfweidenpflege anfallende Schnittgut wird z.T. vor Ort gebündelt und kann dann je nach Bedarf weiterverwendet werden. Denn die Weiden bieten nicht nur Tieren Unterschlupf, das Schnittgut von Kopfweiden wird auch als grünes Baumaterial in Kindergärten, Schulen und vermehrt auch in Privatgärten verwendet. Mit viel Phantasie und etwas Geschick entstehen Tippis, Schiffe, Schlangen, Irrgärten oder Rankenhilfen.

Auf Bastel-Seminaren mit Weiden kann man bei der Station anschaulich lernen, was sich aus den vielen Ästen alles machen lässt! Auch damit nicht alle Zweige im Häcksler landen!

Weitere Informationen zu den Kursen und finden Sie auf dieser Homepage unter Veranstaltungen


Die Biologische Station bietet auch verschiedene Bausätze an - ein Bausatz für z.B. ein Tippizelt kostet 50 €. Interessierte können sich ab jetzt bei der Biologischen Staion melden. Ab Januar kann das bestellte Material dann abgeholt werden.

Kontakt:
Frau Dr. Letschert
letschert@bshf.de
05223-78250
Durchwahl 05223 - 1837769


Bauanleitungen
Die Biologische Station hat über 20 verschiedene Bauanleitungen von Zaun bis Tipi zusammengestellt. Hier werden einige dieser Bauanleitungen vorgestellt, die sie an dieser Stelle als PDF-Dokumente herunterladen können. Die komplette Sammlung der Bauanleitung können Sie bei uns bestellen.



Von Alkmene bis Winterglockenapfel - 250 Obstbäume haben den Besitzer gewechselt!
(20.11.2012)

Bei der diesjährigen Verteilaktion wurden im Rahmen des erfolgreichen Obstwiesenprojektes 250 vorbestellte Obstbäume abgeholt; seit dem Start des Obstwiesenprojektes 1995 sind damit schon über 5125 Bäume zum Erhalt von Streuobstwiesen in der Region verteilt worden!

Dabei wird fast ausschließlich auf historische, in unserer Region beheimatete Sorten wie Goldparmäne, Prinzeß Noble, Ravensberger oder Westfälischer Frühapfel zurückgegriffen. Diese Liebhabersorten sind überwiegend robust, besonders schmackhaft, reichtragend und häufig sogar für Allergiker geeignet.



Die Interessenten konnten neben dem Obstbaum auch Pflanzzubehör bekommen, einige Apfelsorten probieren, die beliebte Obstbroschüre erwerben und Informationen zu den Sorten und Schnittkursen im nächsten Jahr erhalten.

Neue Bestellungen für die nächste Verteilaktion im Herbst 2013 werden schon jetzt entgegengenommen!

Bestellende: September 2013

Zuständige Mitarbeiterin:
Frau Dr. Letschert
letschert@bshf.de
05223-78250
Durchwahl: 05223 - 1837769

Die aktuelle Bestellliste finden Sie hier.




Blätter im Wind! (12.11.2012)

Die Baumbestimmungskurse waren wieder ein voller Erfolg

Im Rahmen unseres Kinderprogramms haben gleich drei Klassen der Grundschule Stift Quernheim die Biologische Station besucht und viel über unsere heimischen Bäume erfahren.

Welcher Baum ist das?

Buche, Eiche und all die heimischen Bäume, die unsere Landschaft prägen standen im Mittelpunkt dieser Veranstaltung. Gemeinsam bastelten wir ein Bestimmungsbuch. Die Kinder entdeckten die verschiedenen Blattformen, Farben und die unterschiedlichen Rinden. Im Anschluss gingen wir raus und schauten uns die Bäume in der Natur an und spielten verschiedene Spiele, z.B. "Fledermaus und Motten" und "Baumfühlen", dabei hatten die Kinder und wir eine Menge Spaß.

Haben Sie auch Interesse an unseren vielfältigen Kinderangeboten?

Dann melden Sie sich per Email (info@bshf.de) oder unter 05223 78250!

"Blätter im Wind!"
"Blätter im Wind!" (Foto Anja Spiller)

Kinder beim "Baumfühlen"
Kinder beim "Baumfühlen" (Foto A.S.)

Welcher Baum ist das?
Welcher Baum ist das? (Foto A.S.)

Ein Dankeschön geht an die Siftung der Sparkasse Herford, die uns großzügig in diesem Projekt unterstützt.

Die Sparkasse Herford unterstützt seit 15 Jahren die Biologische Station




Preisverleihung für Gewässerentwicklungsprojekt Weser-Werre-Else (29.10.2012)

Das Gewässerentwicklungsprojekt Weser-Werre-Else gehört zu den diesjährigen Preisträgern im Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Die offizielle Preisverleihung fand am 25.10.2012 in der Werretalhalle in Löhne statt.
  

von links: Thomas Menzel (Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen), Christiane Tecklenburg-Busche (Deutsche Bank), Angela Lück (Mitglied des Landtages), Heinz-Dieter Held (Bürgermeister Stadt Löhne), Marianne Thomann-Stahl (Regierungspräsidentin Bezirksregierung Detmold), Bernd Deppermann (stellvertretender Landrat Kreis Herford), Markus Herpers (Deutsche Bank), Uli Quaas (Initiative „Deutschland - Land der Ideen“) und Cornelia Schöder (Kreisdirektorin Kreis Minden-Lübbecke) freuen sich zusammen mit Ralf Isemann (Wirtschaftsbetriebe Löhne, Bildmitte) über den gewonnenen Preis.


Das Gemeinschaftsprojekt der Kreise Herford und Minden-Lübbecke hat das Ziel, die Fließgewässer in den beiden Kreisen naturnahen zu entwickeln. Alle 20 Städte und Gemeinden vor Ort haben sich angeschlossen.

Neben der naturnahen Entwicklung der Flüsse und Bäche unterstützt das Projekt zeitgleich die Eingliederung von Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt. Diese finden im Projekt Beschäftigung und werden gleichzeitig beruflich weiterqualifiziert.

Die Zusammenarbeit von Entscheidungsträgern aus Kommunen, Aufsichts- und Bewilligungsbehörden stellt als „Ausgewählter Ort“ im Land der Ideen ein vorbildliches Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit dar - so die Begründung für die Auszeichnung.

Den Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ realisiert die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ gemeinsam mit der Deutschen Bank. „Deutschland – Land der Ideen“ ist die gemeinsame Standortinitiative von Bundesregierung und Deutscher Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI).

Die Auszeichnung wird seit 2006 bundesweit verliehen, soll die Stärken des Standorts Deutschland widerspiegeln und geht nun bereits das achte Mal in den Kreis Herford!

Weiter Informationen finden Sie unter www.weser-werre-else.de .




Die Biologische Station bei Facebook! (25.10.2012)

Die neusten News, Wissenswertes und Veranstaltungen finden
Sie jetzt auch auf unserer
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Wir würden uns freuen, wenn Sie dort einmal vorbeischauen würden!




Das Enger Bruch im Fernsehen (05.10.2012)

Wunderbar stimmungsvolle Bilder flimmerten am letzten Dienstag über die Fernsehgeräte; in der WDR Lokalzeit wurde ein sehr schöner Beitrag von Michael Blaschke und Ulli Haufe über den Schwarzstorch im Enger Bruch ausgestrahlt.

Schwarzstorch im Enger Bruch

Ganz vorzüglich zeigt der Film mit fantastischen Aufnahmen die besondere Fischfangtechnik des schwarzen Storches. Zwischen den Graureihern und einem farblich sehr passenden Silberreiher fischt der dunkle Gast äußerst effektiv Beute auf Beute – während die anderen Jäger offensichtlich frustriert leer ausgingen! Das besonders gelungene und sehr sehenswerte Filmdokument ist derzeit in der Mediathek des WDR unter anzuschauen. Unbedingt anklicken!

Gleichzeitig wirbt der Film für das Enger Bruch, das im weiten Umkreis berühmt ist für seine immer wieder sehr seltenen Gastvögel.

Mit vollem Bauch machte sich der Schwarzstorch dann auf die Weiterreise ins ferne Afrika. Vier Tage blieb er im Enger Bruch!



Großer Heidegrashüpfer in Herford (02.10.2012)

Ein Erfolg jahrelanger Naturschutzmaßnahmen

1996 wurde eine der letzten Heideflächen in Herford von der Kreisverwaltung angekauft und seit dem durch die Biologische Station Ravensberg weiter entwickelt und gepflegt. Diese kleine Heidefläche ist ein Relikt ehemals großer Heiden und damit ein kulturhistorisches Dokument.

Dieses Jahr konnte die Biostation einen besonderen Erfolg für ihre jahrelangen Pflegemaßnahmen feststellen.

Erstmals wurde als typische Art dieses besonderen Biotopes „Heide auf Lößlehm“ 2009 ein Männchen des gefährdeten (RL3 NRW) Heidegrashüpfers festgestellt. Jetzt im Sommer 2012 wurde diese Art in einer großen Population nachgewiesen. Das ist der bisher einzige Nachweis im Kreis Herford und damit etwas ganz besonderes.

Neben dem Heidegrashüpfer kommen auf dieser Fläche noch Arten wie der Gemeine Grashüpfer, Brauner Grashüpfer, der Nachtigall-Grashüpfer, die Säbeldornschrecke, Gemeine Dornschrecke und das Grünes Heupferd vor. Weitere häufige Begleiter sind die Heidekrauteule, der Gemeine Bläuling, der Frühlingsmistkäfer und den nach der Bundesartenschutz-verordnung besonders geschützten Feld-Sandlaufkäfer.

Großer Heidegrashüpfer
Heidegrashüpfer (Foto Gabriele Potabgy)


Heidekrauteule
Heidekrauteule (Foto G.P.)


Gemeiner Bläuling
Gemeiner Bläuling (Foto G.P.)


Frühlingsmistkäfer
Frühlingsmistkäfer (Foto G.P.)


Um diese seltene und für den Kreis Herford herausragende Lebensgemeinschaft zu schützen und zu entwickeln ist die Biologische Station Ravensberg mit viel Engagement tätig. Besonders wichtig ist dabei, dass diese Fläche und auch die Nachbarflächen nicht betreten werden und das Verbot, mit Hunden hier zu laufen, eingehalten wird. Leider wird dieses in den Naturschutzgebieten immer wieder missachtet.




Die neuen Freiwilligen sind da! (20.09.2012)

Am 1. August 2012 haben die neuen Praktikanten im FÖJ ihren Dienst in der Biologischen Station Ravensberg in Stift Quernheim angetreten. Für die nächsten 12 Monate werden Timo Schubert aus Bad Salzuflen und Lukas Rommelmann aus Lübbecke ihre Liebe zur Natur bei ihrem neuen Arbeitgeber mit vollem Engagement ausleben.

Das FÖJ ist zum großen Teil praxisorientiert. Mit verschiedensten Beschäftigungsmöglichkeiten sowohl im praktischen Naturschutz (z.B. Gehölz-, Kopfweiden-, und Landschaftspflege, Amphibien- und Vogelschutz), Obst- und Artenzählung, als auch in der Organisation im Büro können sich die Freiwilligen ein ganzes Jahr lang beruflich orientieren, welches sich auch die neuen Freiwilligen der Biostation zu Nutze machen wollen.

Außerdem sind seit dem 3. September 2012 unsere Bundesfreiwilligendienstler Monique Weege aus Lemgo-Kirchheide und Anja Spiller aus Bünde auch tatkräftig mit dabei. Neben der Betreuung der Spürnasenpfade Katzenholz, Schweicheln, Randringhausen und Stuckenberg mit deren Infozentren, den Buchungen für die Führungen auf jenen Pfaden, zahlreichen praktischen Maßnahmen in den ebenso zahlreichen Naturschutzgebieten im Kreis Herford und der Öffentlichkeitsarbeit der Biologischen Station, haben sie schon am 09.09.2012 auf dem 18. Hiddenhausener Apfeltag auf dem Obsthof Otte mitgewirkt.

v.l. Anja Spiller, Monique Weege, Lukas Rommelmann und Timo Schubert




Vogelkundliche Sensation im Enger Bruch (10.09.2012)

Der seltene und scheue Schwarzstorch ist zu Gast im Enger Bruch. Seit gestern wird der sehr störungsempfindliche Vogel beobachtet, wie er seelenruhig versucht, Fische zu jagen. Von den auffällig großen schwarzen Schreitvögeln gibt es in Deutschland nur rund 400 Brutpaare, in NRW etwa 80.

Schwarzstörche sind nur selten zu sehen, weil sie in dichten Wäldern brüten und sich kaum in die Nähe von Menschen aufhalten - ganz im Gegensatz zum nahe verwandten „Vetter“, dem Weißstorch. Deshalb ist es um so „sensationeller“, dass sich der Schwarzstorch bereits seit gestern Abend in Enger beobachten lässt – der Aussichtsturm ermöglicht das unauffällige Beobachten des seltenen Vogels.

Die Ornithologen im Kreisgebiet und die Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford vermuten schon länger, dass sich benachbart zum Kreis Herford ein oder sogar zwei Schwarzstorchpaare niedergelassen haben. Möglichweise ist der Schwarzstorch im Enger Bruch einer dieser Brutvögel aus der Umgebung oder aber ein erster Zugvogel auf dem Weg nach Afrika.

Graureiher, Schwarzstorch und Silberreiher im Enger Bruch





Biologische Station und Kreis Herford bekämpfen auch 2012 die Herkulesstaude!

Die Biologische Station Ravensberg und die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Herford rücken der Herkulesstaude seit 8 Jahren „zu Leibe“ und haben schon gute Erfolge in der Bekämpfung und Zurückdrängung dieser schönen, aber gefährlichen Pflanze zu verzeichnen.

Die Mitarbeiter der beteiligten Organisationen sind seit Anfang Mai wieder in verschiedenen Naturschutzgebieten und an anderen Standorten des Kreises unterwegs und stechen die Jungpflanzen der Herkulesstauden aus, damit keine Pflanze zum Blühen kommt und ihre tausenden von Samen ausstreuen kann.



Weitere Informationen zur Herkulesstaude finden Sie auf unserer Homepage unter Projekte

Diese Maßnahme ist von allgemeinem Interesse, da die großen Stauden einen Inhaltsstoff besitzen, der bei Berührung und Sonneneinstrahlung schwere Hautverbrennungen hervorruft. Zudem ist die Herkulesstaude ein Neueinwanderer aus dem Kaukasus, der mit seinen Riesenblättern großflächig einheimische Pflanzenarten verdrängt.

Insgesamt sind im Kreis Herford über 260 Standorte bekannt, auf denen nur einzelne Pflanzen wachsen oder auch mehrere hundert Exemplare. In den letzten Jahren wurden schon 125 Standorte erfolgreich bekämpft, die in diesem Jahr nur noch kontrolliert werden müssen. Im letzten Jahr wurden an 135 Standorten die Jungpflanzen mit Wurzeln ausgestochen, insgesamt über 4650 Exemplare.

Für die weitere erfolgreiche Bekämpfung der Herkulesstaude im Kreis Herford wird auch die Bevölkerung aufgerufen, Vorkommen zu melden!! Ein Informationsfaltblatt kann über die Biologische Station oder die Untere Landschaftbehörde bezogen werden.




Bau von Wildbienenhotels
(12.05.2012)

Am 12. Mai besuchten 11 Kinder der Kita Oetinghausen mit ihren Vätern und den Betreuerinnen der Kita die Biologische Station. Nach einer kleinen Einführung über Wildbienen wurden mit viel Spaß und Einsatz perfekte Insektenhotels gebaut und mit verschiedenen Materialien wie Holz, Holunderästen und Staudenstängeln bestückt: ganz besondere Muttertagsgeschenke!

Foto: Kursteilnehmer stellen ihre fertiggestellten Insektenhotels vor






Noch Plätze frei im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und im Bundesfreiwilligendienst (BFD) bei der Biologischen Station:
(28.03.2012)

Ein Blick in die vielseitigen Aufgaben der Praktikanten

Neue Kopfweiden für die Landschaft!

Artenschutz mit Stecklingen: Im Naturschutzgebiet Elseaue sind die fünf Praktikanten der Biologischen Station unterwegs – drei im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und zwei im Bundesfreiwilligendienst (BFD) -. Eva Gust, Thomas Gretschmann und Daniel Reuter (FÖJ) sowie Falco Borbola und Alexander Forbes Nicol (BFD) pflanzen neue Kopfweiden. Wie man das macht? „Man schneidet einfach von großen Kopfweiden die Äste ab und steckt sie in die Erde – fertig ist der neue Kopfbaum!“, sagt Klaus Nottmeyer, Leiter der Station. Die Biologische Station betreut Schutzgebiete im Kreis Herford. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Kopfweiden, die leider überall in ihrer Anzahl abnehmen. Deswegen pflegt die Station nicht nur die Kopfweiden durch regelmäßiges Zurückschneiden, sondern setzt auch neue nach. Schon über 350 junge Weiden wurden in den letzten Jahren im ganzen Kreis gesetzt - von den Praktikanten! „ Wir kommen viel rum“, sagen die fünf jungen Leute. Sie haben während ihres FÖJ und BFD sehr vielseitige Arbeiten kennengelernt. „Wir haben viel an der frischen Luft zu tun und nur wenig im Büro“(z.B. die Aktualisierung der Stationshomepage), schildert Daniel Reuter stellvertretend seine Arbeit. „Langweilig wird es uns nie!“pflichten die anderen vier ihm bei.

Foto: von rechts: Thomas Gretschmann, Eva Gust, Daniel Reuter (FÖJ)

von links: Alexander Forbes Nicol, Falco Borbola (BFD)

Die Biologische Station sucht wieder interessierte junge Frauen oder Männer, die Spaß an der praktischen Naturschutzarbeit haben!

Ab dem 1. August 2012 stehen Plätze im FÖJ wie im BFD zur Verfügung. Für Neugierige findet man hier weitere Informationen, sowie Unterlagen für die Bewerbung.






Saisonende beim Kopfweidenschnitt:
(08.03.2012)

Die Biologische Station beendet Schnittsaison 2011/2012 - Pflege maßgeblich gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Herford

Seit 16 Jahren schneiden die Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer der Biologischen Station im Kreis Herford mit Hilfe der Bundesfreiwilligen (BFD) und der Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) Kopfbäume im Kreisgebiet. In diesen Tagen endete die Schnittsaison 2011/2012. „Diesen Winter konnten wir mit 213 Bäumen insgesamt 9 große Kopfweidenstandorte in Spenge, Bünde, Kirchlengern und Hiddenhausen schneiden,“ sagte Georg Borchard, Chef-Praktiker bei der Station. Insgesamt kann die Station inzwischen auf die stattliche Anzahl von über 4500 geschnittenen Kopfweiden verweisen. Da die staatliche Förderung schon lange zusammengekürzt wurde, konnte die Station für die Bewältigung der Kosten auf eine Spende der Stiftung der Sparkasse Herford zurückgreifen. „Die Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse hilft uns sehr, die Kopfweiden im Kreis Herford zu erhalten“, bedankt sich Thomas Wehrenberg, zuständiger Mitarbeiter der Biologischen Station.

Die Sparkasse Herford unterstützt seit 15 Jahren die Biologische Station

Kopfweiden sind ein wichtiger Bestandteil der heimischen Kulturlandschaft. Heute findet man sie meist am Rand feuchter Wiesen oder in der Nähe von Bächen. Neben der Verwendung als Brennholz, Zaunpfahl oder Grundstücksmarkierung liefern sie Flechtmaterial für Körbe, Zäune und Tipis. Durch das regelmäßige Abschneiden der Äste bilden sich Stammverdickungen aus, die sogenannten „Köpfe“. Vielen Tieren und auch Pflanzen bietet ein alter Kopfbaum einen wichtigen Lebensraum: die rissige Rinde und zahlreiche Höhlen im weichen Holz sind ein Tummelplatz für Käfer, Schmetterlinge, Feldsperlinge, Steinkäuze und Fledermäuse.

Weiteres über unser langjähriges Kopfweidenprojekt finden Sie hier.



Fotos (Biologische Station Ravensberg):

Georg Borchard pflegt eine Kopfweide in Spenge








Der Kopfweidenstandort nach getaner Arbeit




Kreatives aus Weiden
(03.03.2012)

Die Weide ist ein faszinierendes Baumaterial. Zum 2. Mal in diesem Jahr lud die Biologische Station zum kreativen basteln mit Weiden ein. Nach einer kleinen Einführung wurden mit viel Eifer und noch mehr Spaß Körbe, Fackeln, Rankhilfen und viele Kleinigkeiten für den Garten von den 26 Erwachsenen und 6 Kindern gebastelt. Unterstützt wurden sie dabei von Susanne Schütte, Katja Heidbreder und den FÖJlern Daniel Reuter und Thomas Gretschmann, die den Teilnehmern mit Rat und Tat hilfreich zu Seite standen.

Viele sind bereits wie wir dem Weidenbastelfieber erlegen. Aus diesem Grund werden auch im kommenden Jahr wieder zwei Kreativkurse im Februar und März mit neuen und erprobten Bastelideen rund um die Weide stattfinden.

 







Foto: Das große Weidenkörbchen wurde mit viel Mühe und Sorgfalt geflochten,
das in nur 2 Stunden!

Foto: Die teilnehmenden Kinder wussten sich selbst mit Weidenmaterial zu versorgen

Foto: Im Keller der Biostation wurden Fackeln gebaut,
auf dem Hof hingegen die Weidenkörbchen in unterschiedlichen Formen





Kreatives aus Weidenmaterial
(11.02.2012)

Mit viel Spaß und Kreativität wurden am 11. Februar in der Biologischen Station Weidenkörbchen und -körbe und Dekoratives für Wohnung und Garten gebastelt: Fackeln für Lichter oder Blumen, Meisenknödel-Apfel-Halter, Weidenkugeln und -herzen.

 


Foto: Der sogenannte Meisenknödel-Apfel-Halter

Foto: Die tatkräftigen Weidenbastler präsentieren die an dem Tage fertiggestellten Weidenbauten

Foto: Jungs stellen fertige Weidenbauten im Keller der Biostation vor





Die Kopfweiden sind wieder dran (16.01.2012)

Warum schneidet man eigentlich Kopfweiden? Seit nunmehr 16 Jahren haben die Mitarbeiter der Biologischen Station unterstützt von vielen freiwilligen Helfern an die 4500 Kopfweiden den Kopf frisiert. Über 6000 dieser Bäume an fast 500 Standorten im ganzen Kreis sind bekannt. Früher war die Pflege der Bäume fest geregelt: Jeden Winter wurden immer ein paar zurückgeschnitten, das Holz kam in den Ofen und die Zweige wurden durch Flechten zu Körben, Zäunen etc. Im Sommer wurden die Zweige als Futter für das Vieh genutzt. Mit den Jahren entwickeln die Bäume, meist Weiden, aber auch Hainbuchen oder Pappeln, eine besondere Wuchsform: kurz aber stämmig. Werden sie nicht mehr geschnitten, wächst mit den Jahren eine große Krone mit vielen Ästen heran - oft zu viel für einen Baum mit Zwergenwuchs.

Deshalb heißt es in jedem Winter: Säge an und „Schneiteln“, wie der Fachausdruck für das Zurückschneiden der Weidenäste heißt. Auf Bastel-Seminaren mit Weiden kann man bei der Station anschaulich lernen, was sich aus den vielen Ästen alles machen lässt! Auch damit nicht alle Zweige im Häcksler landen!

Weitere Informationen und auch eine Downloadmöglichkeit finden Sie auf dieser Homepage unter Veranstaltungen

 


Foto: Schon von Weitem sind Kopfweiden gut erkennbar


Foto: Links von einem Mitarbeiter der Biostation wurde Weidenschnittgut gehäuft


Foto: Falko Borbola und Alexander Forbes Nicol schneiden Weidenäste zurecht

Für die Bewältigung dieser arbeitsintensiven Aufgabe kann die Station auch in diesem Winter auf eine Spende der Stiftung der Sparkasse Herford zurückgreifen, da die staatliche Förderung schon lange zusammengekürzt wurde. „Die großzügige Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Herford hilft uns die Kopfweiden im Kreis Herford zu erhalten“, bedankt sich Thomas Wehrenberg, zuständiger Mitarbeiter der Biologischen Station.

Die Sparkasse Herford unterstützt seit 15 Jahren die Biologische Station






Das neue Programmheft 2012 ist da!
(19.12.2011)

Das neue Programmheft der Biostation informiert über zahlreiche Aktivitäten, Wanderungen, Radtouren und verschiedenste Kurse des Jahres 2012.

Die Programme liegen ab sofort in zahlreichen Apotheken, Naturkostläden, Sparkassen, Buchhandlungen, Büchereien etc. und in den Rathäusern in der Umgebung aus.

Weitere Informationen und auch eine Downloadmöglichkeit finden Sie auf dieser Homepage unter Veranstaltungen

Ein Dankeschön geht an die Siftung der Sparkasse Herford, die den Druck des Progamm-heftes gefördert hat.

Die Sparkasse Herford unterstützt seit 15 Jahren die Biologische Station


 

Programm 2012