Archiv der aktuellen Meldungen 2009

Neue Rote Liste NRW 2008 (23.12.2009)
Neue Tafeln informieren über Naturschutzgebiete im Kreis Herford
(21.12.2009)
Biologische Station Ravensberg fährt auch für Widufix! (10.12.2009)
Kopfweidenschnittaktion in Vlotho rund um gut (05.12.2009)
Gemeinsame Kopfweidenschnittaktion in Vlotho/Hollwiesen
   am 05.12.2009 (02.12.2009)
Den Weiden werden wieder die Köpfe geschnitten (27.11.2009)
Anpacken für Sorten-Vielfalt - 15 Jahre Obstwiesenprojekt (21.11.2009)
Neues Xylophon für den Spürnasenpfad in Schweicheln (19.11.2009)
Biostation veröffentlicht Sachstand zum Feldvögelprojekt (16.11.2009)
Der Igel im Winter (12.11.2009)
Letzter Blick auf die Blutwiese (08.10.2009)
Dicke Fische im NSG Füllenbruch (17.09.2009)
Aufruf zum aktiven Feldlerchenschutz im Kreis Herord (17.09.2009)
24 Apfelsorten vorgestellt (15.09.2009)
Obstbaumschnittkurs (14.09.2009)
Wir trauern um unseren Kollegen Karlheinz Böhm
(10.09.2009)
zusätzlicher Obstbaumschnittkurs am 12.09.2009 in Löhne-Halstern und
Obstsortenbestimmung am 19.09.2009 (07.09.2009)
"Survival III" (24.08.2009)
Aktuelles vom Kopfweidenprojekt (04.08.2009)
Schöne grüne Wiesen (25.07.2009)
Heide und Wachholder auf dem Eiberg (27.05.2009)
Der Minister und die Rohrweihe (14.05.2009)
Stadtwerke Herford spendet "erdrehtes" Geld für den Spürnasenpfad
  (06.05.2009)
Interessenten für das Freiwillige Ökologische Jahr gesucht (24.04.2009)
Werbegemeinschaft Schweichel spendet Spürnasenrucksack (06.04.2009)
Kreativ mit Weiden basteln! (31.03.2009)
Gemeinsam gegen die illegale Greifvogelverfolgung im Kreis Herford! 
   (06.03.2009)
Lebensraum für den Eisvogel! Aufräumarbeiten an einem Teich im
   Naturschutzgebiet Elseaue
 (28.02.2009)
Obstbaumschnitt! Erziehungs- und Fruchtholzschnitt an jungen und
   älteren Kernobstbäumen.
(28.02.2009)
Beherzter Einsatz! Vlothoer Forum Natur setzt sich für Dompfaff und Co ein!
   (14.02.2009)
... mehr als nur Tipis! Die Weide als Flecht- und Baumaterial
   (07.02.2009)
BUND und Biostation pflegen Kopfweiden auf der Trasse der L557neu!
   (26.01.2009)
15 Jahre Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Herford
   (26.01.2009)
Wanderfalkenkasten hängt! Spektakuläre Aktion in luftiger Höhe!
   (21.01.2009)
Kopfweidenschnittaktion am Sa 24.01.2009: Freiwillige gesucht
Naturschützer geben verletzt gefundenen UHU die Freiheit wieder
   (08.01.2009)




Neue Rote Liste NRW 2008
(23.12.2009)

Die neue Rote Liste 2008 informiert über gefährdete Brutvogelarten in Nordrhein Westfalen. Die Bewertung der einzelnen Brutvogelarten erfolgt durch die viel Kriterien: Aktuelle Bestandsgröße, langfristiger Bestandstrends, kurzfristiger Bestandstrend und durch die Risikofaktoren. Diese Kriterien gewährleisten eine Umfangreiche Bewertung, in der auch die historischen Daten berücksichtigt werden. Insgesamt haben wesentlich mehr Arten in NRW ab als zugenommen. Gegenwertig sind mehr als die Hälfte der Nordrhein-Westfälischen Brutarten als ausgestorben oder gefährdet einzustufen; ein weiteres zehntel steht in der Vorwarnliste (23 Arten ausgestorben, 21 vom Aussterben bedroht, 10 stark gefährdet, 26 gefährdet, 17 extrem selten und 18 Arten auf der Vorwarnliste).

 
Rote Liste NRW 2008



Neue Tafeln informieren über die Naturschutzgebiete im Kreis Herford
(21.12.2009)

Neue Infotafeln zieren jetzt die Naturschutzgebiete und informieren über wichtige Maßnahmen und Besonderheiten dieser Gebiete. Zwei Tafeln wurden neu aufgestellt und eine rund um erneuert.

Bei Klick auf die einzelnen Bilder erscheint eine größere Ansicht.

Das Füllenbruch:
Lippinghauser Bach
Ziel der Naturschutzarbeit im Füllenbruch ist der Erhalt bestehender und die Entwicklung neuer Feuchtwiesen. Hier kann man den seltenen Kiebitz hören und dieverse Pflanzenarten begutachten.

Wiesental
Das früher bewaldete Füllenbruch verwandelte sich durch die landwirschaftlichen Nutzung zu einer Bachniederung. Besonders wertvoll für den Naturschutz sind die Wiesen, die nicht mehr gedüngt und erst ab Mitte Juni gemäht werden. So findet hier z.B. der Diestelfalter und der Sumpfohrsänger ein optimales zu Hause.

Warmenau Marhtmühle:
Die Biologische Station entwickelte hier naturnahe Wiesen. Diese bieten Lebensraum für Schmeterlinge und Heuschrekenarten,dient aber auch als hervoragender Standpunkt für Stecklinge.

 

Infotafel: Mehr Platz für den Lippinghausen Bach
Mehr Platz für den Lippinghauser Bach
Infotafel: Vom Bruchwald zum Wiesental
Vom Bruchwald zum Wiesental

Infotafel: Naturnahe Wiesen an der Warmenau
Naturnahe Wiesen an der Warmenau




Biologische Station Ravensberg fährt auch für Widufix!
(10.12.2009)

Eine Erneuerung einer Plane für den Bulli der Station gab den Anlass: Wie schon bei vielen kreiseigenen Fahrzeugen ziert nun das Widufix-Logo auch die beiden Einsatzfahrzeuge der Biologischen Station Ravensberg.

 
Biostation fährt auch für Widufix!

Schon seit etlichen Jahren ist die kleine und schlagkräftige Naturschutzeinrichtung Mitglied in der Wirtschaftsinitiative des Kreises. Vor allem die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen z.B. im praktischen Artenschutz und das weit gestreute Veranstaltungsprogramm der Station machen eine Kooperation zwischen Wirtschaft und Naturschutz ganz konkret nachvollziehbar.

Widufix ist ein Verwaltungsnetzwerk im Kreis Herford und engagiert sich für die schnelle Beantwortung von Anfragen und die Vereinfachung von Verwaltungsverfahren - direkt an der Schnittstelle zwischen Kunde und öffentlicher Hand.




Kopfweidenschnittaktion in Vlotho rund um gut

Die Mitarbeiter der Biologischen Station Ravensberg, die Kreisgruppe des BUND und viele jugendliche Helfer brachten am Samstag Weiden in Bestform (05.12.2009)

Am Samstag, den 5 Dezember versammelten sich 27 fleißige Helfer in Vlotho um gemeinsam 20 Kopfweiden zu schneiden. Lange gerade Äste wurden zu Tippistangen, biegsame Zweige zu Flechtmaterial und dickes Stammholz zu Setzstangen für neue Kopfweiden (Stecklingen) verarbeitet.
Entgegen der schlechten Wettervorhersage, hielt das Wetter sich so gut, dass die Arbeit ohne Unterbrechungen durchgeführt werden konnte. Die Teamarbeit klappte sehr gut und es entstand schnell eine angenehm freundliche Atmosphäre, in der jeder seine Aufgaben schnell und einfach erledigen konnte. Selbst die Kleinsten halfen fleißig mit, die abgesägten Äste zum Häcksler zu tragen, so dass zwei große Anhänger in kürzester Zeit voll waren. Nach getaner Arbeit wurden vom Besitzer der Weiden Pizza und Getränke gestellt. So wurde die Aktion durch ein gemeinsames Essen in der Deele des Hofes abgerundet.

 
Kopfweidenschnittaktion mit BUND und Waldjugend in Vlotho

Optimal Ausgerüstet schneidet Rebekka Flügel von der Biologischen Station Kopfweiden

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden



Gemeinsame Kopfweidenschnittaktion in Vlotho/Hollwiesen am Sa.05.12.2009
Freiwillige gesucht!
(02.12.2009)

Der ehrenamtliche Naturschutz ,in Vlotho vor allem der BUND, pflegt die Kopfweiden seit Jahrzehnten. Unterstützung bekommen die Naturschützer mehrfach in der Saison von der Biologischen Station, die ein kreisweites Kopfweiden-Kataster führt und die Schnittarbeiten koordiniert.

Die erste gemeisame Schnittaktion in diesem Winter findet in Vlotho/Hollwiesen statt:

Samstag, 05.12.2009
9.00 - 13.00 Uhr
Hof Gerhard Kordes
Waddenbergstr. 29
32602 Vlotho/Hollwiesen

Jeder Freiwillige ist herzlich willkommen. Näheres zum genauen Ablauf und Treffpunkt erfahren sie bei der Biologischen Station (05223 78250).

Allgemeine Infos rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

 
Professionell ausgerüstet unterstützen die Mitarbeiter der Biologische Station die ehrenamtliche Naturschutzaktion




Den Weiden werden wieder die Köpfe geschnitten!

Die Biologische Station hat mit der neuen Schnittsaison begonnen und bietet Weidenschnitt und Beratung zum Bau von Weidenobjekten an (24.11.2009)

Seit 13 Jahren schneiden die Mitarbeiter der Biologischen Station im Kreis Herford mit ihren ZDL und FÖJ (Zivildienstleistende und Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr) und mit ehrenamticher Unterstützung Kopfbäume im Kreisgebiet – vor allem diejenigen, deren Pflege schon seit langem nicht mehr durchgeführt wurde. In diesen Tagen hat die neue Schnittsaison 2009/2010 begonnen.

 
Die Kopfweidensaison 2009/2010 ist eröffnet!

Kopfweiden sind ein Bestandteil unserer heimischen Kulturlandschaft. Man findet sie meist an Rand feuchter Wiesen oder in der Nähe von Bächen. Neben der Verwendung als Brennholz, Zaunpfahlersatz oder Grundstücksmarkierung lieferten sie früher Flechtmaterial für Körbe, Zäune u.v.m. Durch das fortwährende Zurückschneiden bildeten sich erhebliche Verdickungen aus, die sogenannten „Köpfe“. Fällt die Pflege aus – dies geschieht leider durch die Aufgabe der Nutzung zunehmend – werden die Bäume „kopflastig“, sie drohen auseinander zu brechen (Große Krone, kurzer Stamm). Bevor das vielerorts passieren konnte, wurden sie ganz entfernt. Vielen Tieren und auch Pflanzen bietet ein alter Kopfbaum aber wichtigen Lebensraum: die rissige Rinde und zahlreiche Höhlen im weichen Holz sind ein Tummelplatz für Feldsperlinge, Käfer, Steinkäuze, Schmetterlinge, Fledermäuse u.v.a.m.

Heute wird das Schnittgut geeigneter Kopfweiden als grünes Baumaterial in Kindergärten, Schulen und vermehrt auch in Privatgärten verwendet. Mit viel Phantasie und etwas Geschick entstehen Tipis, Schiffe, Schlangen, Irrgärten, Zäune oder Rankhilfen.

Die Biologische Station bietet ab sofort wieder komplette Bausätze mit Schnittmaterial oder auch Steck- und Flechtweiden gegen eine Aufwandsentschädigung an. Interessierte können sich ab jetzt bei der Biologischen Station melden!!

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden




Anpacken für Sorten-Vielfalt - 15 Jahre Obstwiesenprojekt

Biologische Station verteilt 230 Obstbäume (21.11.2009)

Auch dieses Jahr hat die Biologische Station Ravensberg im Rahmen des überregional bekannten Obstwiesenprojektes wieder Obstbäume alter regionaler Sorten wie Gravensteiner, Ribston Pepping oder Tannenkrüger günstig abgeben. Die Biologische Station ünterstützt seit nunmehr 15 Jahren Interessenten bei der Auswahl der passenden Sorten für die Neuanlage oder zum Nachpflanzen von Streuobstwiesen. Äpfel-, Birnen-, Zwetschen- und Kirschsorten konnten als Hochstämme bestellt werden.
Den Spitzenwert von 450 verkauften Bäumen aus dem Jahr 2006 erreichte die Biologische Station in diesem Jahr nicht, doch mit der Stückzahl von 230 konnte die Station ebenfalls gut zufrieden sein.
Seit dem Start des Projektes haben bereits 4.410 Bäume den Besitzer gewechselt.

 

Johannes Meyer zur Müdehorst und Dennis Böse beim Obstbäume einschlagen

Johannes Meyer zu Müdehorst und Dennis Böse hatten bei der Obstbaum-Verteilaktion alle Hände voll zu tun.

Foto: Felix Eisele (Neue Westfälische)

Für das Jahr 2010 können jetzt schon neue Bestellungen aufgegeben werden. Für weitere Informationen steht Ihnen Frau Schütte (schuette@bshf.de) zur Verfügung.

Die aktuelle Bestellliste und weitere Infos zum Obstwiesenprojekt der Biologische Station finden Sie auf diesen Seiten unter Projekte/Obstwiesen





Neues Xylophon für den Spürnasenpfad in Schweicheln

Stadtwerke spenden 4568 Euro für Erneuerung der Spürnasenpfade (19.11.2009)

Zwei Jahre gibt es jetzt schon die Spürnasenpfade im Kreis Herford. Im Schweichler Wald ist einer der 4 Pfade.
Allein 53 Gruppen mit über 1070 Kindern wurden auf den Schweichelner Pfad geführt. Die Spürnasenpfade haben sich in den letzten zwei Jahren zu einer sehr beliebten Freizeit, Schul- und Kindergarteneinrichtung entwickelt.
Leider ist mit dem 31.10.2009 das Projekt beendet, d.h. die öffentliche Förderung des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ist ausgelaufen.

Bei der Suche nach neuen Unterstützern wurde die Biostation fündig. Die Stadtwerke Herford unterstützen die Pfade im Schweichler Wald und im Stuckenberg mit 4.568€. Die Spende ist durch das Drehen des Glücksrades bei dem Energietagen erspielt worden. Das Geld wird zur Erhaltung der Pfade eingesetzt. Als erstes wurde jetzt das Baumxylophon im Schweichler Wald erneuert. Weitere Bauwerke folgen in Kürze.

Für die Spürnasen-Spende bedankt sich die Biologische Station Ravensberg.

 

Ortstermin im Schweichler Wald

Ortstermin im Wald: Die Zivis Dennis Böse, Jan-Christian Weitzel und Johannes Meyer zur Müdehorst erneuern das Xylophon.

Foto: Ralf Bittner (Neue Westfälische)

Allgemeine Infos Rund um unsere Spürnasenpfade finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Spürnasen





Biostation veröffentlicht Sachstand zum Feldvögelprojekt

Landesweit beachteter Bericht erschienen (16.11.2009)

In der aktuell erschienenen Darstellung unseres regionalen Projektes zum praktischen Feldvogelschutz wird offensichtlich, wie wichtig die persönliche Ansprache der Landwirte ist. Mit der Nachbarstation Gütersloh/ Bielefeld haben wir die ersten wesentlichen Projekterkennt-nisse aus vier Jahren Schutz der Feldlerche und anderer Vögel der offenen Feldflur in der offiziellen Fachzeitschrift des Landes „Natur in NRW“ öffentlich zugänglich gemacht. In dem Bericht wird deutlich, dass nur die Ausweitung der Maßnahmen auf die gesamte Fläche einen positiven Einfluss auf die dramatisch schwindenden Bestände der Feldvögel insgesamt haben kann.

 

Die Feldlerche

Conny Oberwelland, Klaus Nottmeyer-Linden

Praktische Schutzmaßnahmen für Feldvögel

in:

Natur in NRW, Nr. 3/2009, Lebensraum Feldflur: Maßnahmen zum Erhalt der Artenvielfalt, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen, Recklinghausen 2009






Der Igel im Winter

Was mache ich mit dem Igel aus meinem Garten in der kalten Jahreszeit? (12.11.2009)

Diese oder so ähnliche Fragen stellen sich oft die Menschen, die einen Igel finden.
Soll ich ihn füttern oder sogar mit ins Haus nehmen?“

Damit Sie auf diese Fragen eine Antwort haben, hat die Biologische Station Ravensberg eine kleine Einführung in das Thema: „Igel im Winter“ für Sie zusammengestellt.

Am besten ist es, wenn Sie dem Igel für seine Überwinterung ihren Garten zur Verfügung stellen.

 

Igel im Winter

Igel im Winter

Denn ein naturnaher Garten ist für den Igel der optimale Lebensraum. Der Igel findet nämlich nicht nur Futter in Ihrem naturnahen Garten, sondern er bietet dem kleinen Stacheltier auch optimale Möglichkeiten seinen Winterschlaf zu halten.

Weitere wertvolle Tipps zum idealen Winterquartier finden Sie auf der Internetseite des NABU.

Jedoch kommt es leider auch mal vor, dass der Igel nicht alleine im Stande ist zu überwintern. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Igel sich zu wenig Fettpolster für seine Überwinterung angefressen hat und somit untergewichtig (d.h. wenn er Ende Oktober/Anfang November weit unter 500g wiegt) ist. Des Weiteren braucht der Igel menschliche Hilfe, wenn er krank oder verletzt ist.

Damit Sie bei so einem Fall wissen, wann Sie dem Igel am besten helfen und was Sie dann beachten müssen, finden Sie Informationen dazu auf folgender Internetseite: http://www.pro-igel.de/igel_gefunden/gefunden.html

Auf jeden Fall gilt bei weiteren Fragen oder Problemen: Wenden Sie sich an einen Tierarzt in ihrer Nähe, an eine Igelstation (http://www.igelhotel.de.vu) oder an einen Tierschutzverein.



Letzter Blick auf die Blutwiese
(08.10.2009)

Der Bau der Nordumgehung quer durch die Blutwiese hat begonnen. Dieser Eingriff hat erhebliche Folgen für Flora und Fauna.

Leidtragende sind die kleinsten Bewohner der Flussaue. So verlieren seltene Auen-Bewohner wie der Teichrohrsänger, die Spitze Sumpfdeckelschnecke, neun Libellenarten, der Wiesengrashüpfer und die Erdkröte ihren Lebensraum.
Es stehen hier außerdem fast 100 teils sehr alte Kopfbäume. Die meisten sind davon Kopfweiden. Kopfweiden sind typische Bestandteile der heimischen Kulturlandschaft. Besonders wertvoll für den Naturschutz sind die Wiesen, die nicht gedüngt und erst ab Mitte Juni gemäht werden. Hier wachsen deutlich mehr Pflanzenarten, als auf den stärker genutzen Wiesen. So finden auch Schmetterlinge und Heuschrecken mehr Nahrungspflanzen und Plätze für die Eiablage.

Der Bau der Nordumgehung wird ein großer Einschnitt sein! Die Natur steckt so einen Eingriff nicht mal eben weg.

Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel der Neuen Westfälischen

Dieses Bild weist auf die Schutzbedürftigkeit der Blutwiese hin. Die Wege dürfen nicht verlassen werden. Also schön auf der Autobahn bleiben, die bald hindurch führt.

Kopfweidenreihe in der Blutwiese

Hinter dieser Kopfweidenreihe beginnt das Gebiet der saftigen Feuchtwiesen.

Fotos: Alexandra Buck (Neue Westfälsche)




Dicke Fische im Naturschutzgebiet Füllenbruch
(17.09.2009)

Am 16.09. wurden die beiden Teiche am Grillenweg und an der Ziegelstraße abgefischt, um für Amphibien und kleinere, heimische Fischarten wieder einen Lebensraum zu schaffen. Vom Boot aus wurden die Teiche mit einem Elektrofischereigerät befischt und es gingen einige dicke Fische ins Netz: Im Teich an der Ziegelstraße konnten sechs bis 1 m große Karpfen mit einem Gesamtgewicht von 90 Kilo herausgezogen werden und 14 große Hechte.

Durch die Entnahme der Karpfen kann sich das Teichwasser wieder klären und Amphibienlaich, Libellenlarven, Kleinfische und Jungvögel haben wieder eine Entwicklungschance durch das Abfischen der großen Hechte.

Ein Mitarbeiter des Weser-Werre-Else-Projektes zieht den dicksten Karpfen an Land
Ein Mitarbeiter des Weser-Werre-Else-Projektes zieht den dicksten Karpfen an Land

ein Teil des Fanges




Aufruf zum aktiven Feldlerchenschutz im Kreis Herford
Die lokale Biostation ist Ansprechpartner für landeweites Projekt! (17.09.2009)

Wer kennt sie nicht, die Feldlerche? Kaum ein Vogel ist in Liedern, Gedichten, Mythen und Geschichten so stark vertreten wie der hoch über den Äckern singende Sommerbote. Leider droht der braune Vogel mit der Vorliebe für die offene Kulturlandschaft ganz zu verschwinden. Viele Teile der Agrarlandschaft sind inzwischen nur noch sehr dünn besiedelt oder bereits verlassen. Über 75% der Feldlerchenpaare sind in den letzten Jahrzehnten aus unserer Heimat verschwunden! Also höchste Zeit, dass für die Feldlerche als typischen „Ackervogel“ konkrete Schutzmaßnahmen ergriffen werden!

Feldlerchen-Fenster in einem Getreideacker; Foto: Conny Oberwelland, Biologische Station Gütersloh / Bielefeld
Feldlerchen-Fenster in einem Getreideacker
Foto: Conny Oberwelland, Biologische Station Gütersloh / Bielefeld

Informationen liefert auch der Bericht im Landwirtschaftlichen Wochenblatt vom 03.09.2009:
Bauern Schützen die Feldlerchen

Allgemeine Infos Rund um unser Feldprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Feldlerche

Die Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford arbeitet bereits seit fünf Jahren aktiv mit Landwirten für den Schutz der Feldvögel zusammen. Aufbauend auf diesen Erfahrungen hat nun der Düsseldorfer Umweltminister Eckhard Uhlenberg ein landesweites Programm zum Schutz der Lerchen gestartet. Finanziell gefördert werden dabei die so genannten „Feldlerchen-Fenster“: das sind Flächen ohne Bewuchs von ca. 20 m² Größe in den Getreidefeldern. Entweder bei der Aussaat ausgespart oder später in die Äcker gefräst bieten sie den Feldlerchen Platz zur Nahrungssuche oder zum Brüten. Deswegen müssen bei ihrer Anlage auch bestimmte Kriterien beachtet werden (Abstand zum Wald, Anzahl pro Flächen etc.). Aktuell stehen die Einsaaten für den kommenden Sommer an.

Alle interessierten Landwirte sind aufgerufen, auf ihren Ackerschlägen die für die Feldlerchen-Fenster notwendigen, kleinen Flächen von der Bewirtschaftung auszusparen. Anträge bekommen die Landwirte bei ihrer Biostation vor Ort, die auch organisatorischeund fachliche Fragen gern beantworten hilft.

Projektvorstellung: "Feldlerchenprojekt - 1000 Fenster für die Lerche"

Projektvorstellung: "Feldlerchenprojekt - 1000 Fenster für die Lerche"

von links:

  • Herrn Johannes Frizen (stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft und Präsident der Landwirtschaftskammer)
  • Herrn Klaus Nottmeyer-Linden (Vorsitzender des Dachverbandes der Biostationen NRW und des Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft)
  • Herrn Franz-Josef Möllers (Vorstandsvorsitzender der Stiftung Westfälische Kunturlandschaft und Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes)
  • Herrn Minister Eckhard Uhlenberg
  • Herrn Bernhard Taphorn (Landwirt aus Handorf, auf dessen Fläche (im Hintergrund) die ersten Lerchenfenster angelegt wurden)
  • Herrn Wolfgang König (geschäftsführer der Stiftung westfälische Kulturlandschaft)

Foto: Björn König





24 Apfelsorten vorgestellt
Apfeltag auf dem Obsthof Otte (15.09.2009)

Riesige Nelkenäpfel und 23 weitere alte Apfelsorten von Streuobstwiesen aus dem Kreis Herford – die auch probiert werden durften - zogen wieder das Interesse von vielen Besuchern des 15. Apfeltags am 13. September auf dem Obsthof Otte auf sich. Die Kinder hatten viel Spaß dabei, ihr Wissen beim Naturquiz zu testen und kleine Preise mit nach Hause zu nehmen. Fast 350 mal wurde das Glücksrad gedreht und eine Frage rund ums Obst beantwortet.

Allgemeine Infos Rund um unser Obstwiesenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiesen

Susanne Schütte mit ihrer Apfelausstellung
Probieren geht über Studieren: Die Besucher des Apfeltages konnten sich bei der Apfelausstellung von Susanne Schütte von dem tollen Geschmack alter Apfelsorten überzeugen.

Stefan Reising stellt die Fragen am Glücksrad
Auch dieses Jahr fand das Glücksrad der Biostation großes Interesse bei den kleinen Besuchern.





So werden Obstbäume geschnitten

Die Grüne Jugend aus Löhne unterstützt das Obstwiesenprojekt der Biologische Station (14.09.2009)

Georg Borchard von der Biologischen Station Ravensberg zeigte am 12. September auf seiner vorgezogenen Obstschnitt-Veranstaltung des kommenden Klimaschutztages der Stadt Löhne 15 Interessierten am Beispiel von 2-3 Bäumen, wie man fachgerecht Pflegemaßnahmen an Obstbäumen durchführt.

Streuobstwiesen sind enorm wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt. Sie bieten sehr vielen Tier- und Pflanzenarten ein Rückzugsgebiet. In unserer ausgeräumten Landschaft ist deren Lebensraum stark bedroht.

Georg Borchard demonstriert den Obstbaumschnitt

Der Film zu diesem Obstbaumschnittkurs informiert ausführlich über die fachgerechte Pflegemaßnahme an Obstbäumen

Allgemeine Infos Rund um unser Obstwiesenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiesen



Wir trauern um unseren Kollegen.(10.09.2009)

Über 16 Jahre hat Karlheinz mit uns für die Biologische Station gearbeitet.

Die Station und der Naturschutz im Kreis Herford haben einen tatkräftigen und unermüdlichen Helfer verloren.

Unser Mitgefühl gilt vor allem der Familie.

Die Mitarbeiter, Mitglieder und der Aufsichtsrat der Biologischen Station Ravensberg
im Kreis Herford e.V.
Am Herrenhaus 27
32278 Kirchlengern

Traueranzeige

Wir trauern um unseren Kollegen Karlheinz Böhm

Karlheinz Böhm

* 14. Oktober 1956

08. September 2009






zusätzlicher Obstbaumschnittkurs am 12.09.2009 in Löhne- Halstern und Obstsortenbestimmung am 19.09.2009 (07.09.09)

Entlastungsschnitt / „Sommerschnitt“ auf einer Streuobstwiese
Zur Vermeidung von Astbruchschäden und zur gleich bleibenden Fruchtbildung ist es wichtig, die Bäume zu entlasten. Es wird ein fachgerechter Rückschnitt demonstriert.

Termin 12.09.2009

Leitung   

Georg Borchard

Treffpunkt   

Obstwiese Grimminghauser Weg/Ecke Langenfohrn
in 32584 Löhne-Halstern

Dauer   

14.00-17.00 Uhr

Teilnahmegebühr   

kostenlos

Anmeldung nicht erforderlich


Apfelsortenbestimmung
Die Pomologin Sabine Fortlak aus Braunschweig bestimmt Apfelsorten auf dem Klimaschutztag der Stadt Löhne.
Termin 19.09.2009

Leitung   

Sebastian Esser

Treffpunkt   

Lübbecker Straße 191, Fa. Fründ

Dauer   

11.00 - 16.00 Uhr

Teilnahmegebühr   

2,50 € pro Bestimmung

Anmeldung nicht erforderlich





"Survival III"
(24.08.2009)

Aktiv bein Umweltschutz helfen statt ohne Perspektive zu Hause zu sitzen.

Seit dem 06. April 2009 hat die Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford e.V. bei ihrer Arbeit Unter-stützung von einer Gruppe Jugendlicher aus dem Kreis Herford.
Die Jugendlichen sind Teil-nehmer eines Projektes der Akademie Überlingen Bünde Lübbecke GmbH, durchgeführt im Auftrag der ARGE Herford. Im Rahmen von Arbeitsgele-genheiten („Ein-Euro-Job“) sind die Jugendlichen für ein halbes Jahr in Sachen Natur- und Umweltschutz im Einsatz.

Alexander Heinz und Viktor Hagedorn jähten Unkraut am Doberg: Foto Andrea Rolfes (Neue Westfälische) Alexander Heinz und Viktor Hagedorn jähten Unkraut am Doberg.
Foto:Andrea Rolfes (Neue Westfälische)

Die Betreuung und Qualifizierung der Teilnehmer wird durch die Akademie Überlingen Bünde Lübbecke GmbH durchgeführt, für die praktische Arbeit wurde die Biologische Station Ravensberg als Kooperationspartner gewonnen.
Die Biologische Station Ravensberg betreut seit 16 Jahren über 20 Natur-schutzgebiete im Kreis Herford.
Für zusätzliche Arbeiten, die die Mitarbeiter der Biologischen Station nicht leisten können, sind die Jugendlichen als Helfer herzlich willkommen. Es wurden bereits viele Arbeiten durchgeführt: in den Elseauen wurde Stachel-draht um einen Teich entfernt, stattdessen eine Benjeshecke angelegt und der allgegenwärtige Müll eingesammelt. In der Ziegeleigrube Ennigloh wurden unerwünschte Pflanzen entfernt, in Spenge wurden Herkulesstauden gerodet, in Bünde/Muckum Gehölze aus einer Tongrube entfernt und Müll gesammelt, im Naturschutzgebiet Jammertal wurde die neu angelegte Heidefläche von Gehölzjungwuchs befreit und auch am Doberg wurden beschattende Gehölze gerodet, Mähgut von den Wiesen zusammengeharkt und Müll gesammelt.
Zusätzlich wurden mit den Jugendlichen Möglichkeiten zur weiteren beruflichen Orientierung entwickelt. Es zeigen sich erste Ergebnisse: drei Jugendliche haben sich bereits entschlossen, notwendige Schulabschlüsse nachzuholen, andere wollen und können ihre beruflichen Interessen in einem kurzen betrieblichen Praktikum überprüfen. Für alle ist die Kombination von Arbeit, Unterstützung bei Alltagsproblemen und dem Aufbau einer Tagesstruktur ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur „richtigen“ Arbeitsstelle.




Aktuelles vom Kopfweidenprojekt
Diese Saison über 480 Kopfweiden gepflegt und 170 Stecklinge nachgepflanzt
(04.08.2009)

Die Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford kümmert sich seit 12 Jahren um den Erhalt der landschaftsprägenden Kopfweiden. Seit 1996 wurden durch die Stationsmitarbeiter mit tatkräftiger Unterstützung ehrenamtlicher Helfer über 3700 Weiden nachgeschnitten, um ein Auseinanderbrechen zu verhindern. Allein im vergangenen Winter konnten 486 Kopfweiden gepflegt werden.

Aber es geht der Station nicht nur um den Erhalt des „Status quo“: Vielmehr muss der Verlust vieler Weiden in den letzten Jahrzehnten unbedingt aufgefangen werden. Durch die Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Herford, die das Kopfweidenprojekt schon seit Jahren fördert, konnte die Station auch 2009 zahlreiche Korbweiden nachpflanzen. Mit insgesamt 170 Stecklingen wurden 9 Weidenstandorte ergänzt und verjüngt. Aufgrund der guten Informationen über die Kopfweiden im Kreisgebiet insgesamt, konnten von älteren Bäumen die geeigneten Stecklinge geschnitten und in vorhandene Lücken eingebracht werden. Probleme macht nach wie vor die Standortsuche: Leider sind nicht alle Eigentümer bereit, neue Weiden auf ihren Flächen nachpflanzen zu lassen. Die Unsicherheit der Pflege wird dann als Argument ins Feld geführt. Deshalb wird die Station auch bei den jungen Bäumen die dauerhafte Pflege übernehmen.

Tim Krüger (links) und Niklas Steiner, Zivildienstleistender bei der Biologischen Station, pflanzen Stecklinge in eine lückige Kopfweidenreihe

Tim Krüger (links) und Niklas Steiner, Zivildienstleistender bei der Biologischen Station, pflanzen Stecklinge in eine lückige Kopfweidenreihe

Kathrin Paepenmöller (rechts) und Christina Nauman, Praktikan-ten im Freiwilligen Ökologischen Jahr, bei Nacharbeiten an den Kopfweiden-Stecklingen

Kathrin Paepenmöller (rechts) und Christina Nauman, Praktikan-ten im Freiwilligen Ökologischen Jahr, bei Nacharbeiten an den Kopfweiden-Stecklingen





Schöne grüne Wiesen
Hinter dem Deich läuft das Wasser wie in eine Badewanne (25.07.09)

Natalie Hesch hält wenig von der geplanten Landstraße: „Das wäre total doof. Die Hunnebrocker Wiesen sind der einzige Ort in Bünde, wo ich meinen Hund noch frei laufen lassen kann.“ Und: „Was passiert mit den Tieren, die dort leben?“

Eine Straße mitten durch die Hunnebrocker Wiesen wäre eine Katastrophe“, sagt Klaus Nottmeyer-Linden, Leiter der Biologischen Station Ravensberg. „Die Hunnebrocker Wiesen und der Werfer Bruch sind der größte zusammenhängende Grünlandkomplex im Kreis Herford.“ Viele selten gewordene Arten haben sich hier hin zurückgezogen...

Weitere Informationen erhalten Sie auch durch die Presseartikel der regionalen Zeitungen: Pressespiegel.

Klaus Nottmeyer-Linden beim Beobachten der vielen seltenen Vogelarten (Foto: NW 25.07.2009, Patrick Menzel)

Klaus Nottmeyer-Linden beim Beobachten der vielen seltenen Vogelarten (Foto: NW 25.07.2009, Patrick Menzel)

Foto: NW 25.07.2009, Stadtarchiv Bünde

Foto: NW 25.07.2009, Stadtarchiv Bünde


Heide und Wachholder auf dem Eiberg
Pflegemaßnahmen zur Entwicklung des Eibergs gehen weiter (27.05.09).

Noch im letzten Jahrhundert fand man im Kreis Herford ausgedehnte Heideflächen. Oft deuten Flur und Straßennamen auf die heute seltene Kulturlandschaftsform hin. Die Besonderheit zu anderen Heidegebieten besteht hier im Kreis Herford darin, dass die Heide auf Lößlehm und Mergel und nicht auf Sandboden bestanden ist.

Der Eiberg ist für den Kreis Herford mit seiner Fauna und Flora einmalig.

Neben Golddistel und Stengelloser Kratzdistel kommt hier die Zauneidechse und der Baumpieper vor. Als Besonderheit wurde hier der in ganz NRW stark bedrohte Kleine Heidegrashüpfer nachgewiesen. Dieser kleine Grashüpfer kommt hier in einem stabilen Bestand vor, ist allerdings auf eine sehr kleine Restheidefläche begrenzt.

Zivildienstleistender Tim Krüger und Praktikannt Stefan Bareis schneiden den Wachhholder frei

Zivildienstleistender Tim Krüger und Praktikannt Stefan Bareis schneiden den Wachhholder frei

Karlheinz Böhm mit einem Wachholdersteckling der im Topf gut angewachsen ist und jetzt in der Heidelandschaft angepflanzt werden kann

Weitere Informationen erhalten Sie auch durch die Presseartikel der regionalen Zeitungen: Pressespiegel.

Die Bemühungen zur Entwicklung des Gebietes zielten bisher darauf ab, die Restheide und die Wachholder zu erhalten und zu entwickeln. Trotzdem schreitet die Überalterung der Heide, Vergrasung und Verbuschung weiter fort.

Der letzte Lebensraum im Kreis Herford für diese seltenen Tiere und Pflanzen ist gefährdet.

Zum Schutz der seltenen Tiere und Pflanzen muss der Heidebestand zukünftig auch auf geeignete Bereiche ausgedehnt werden. Dafür wurden kleinere, mittlerweile bewaldete Restheidebestände wieder in Heide umgewandelt. Abplaggen des Oberbodens fördert die Heideentwicklung. Abplaggen ist eine alte Wirtschaftsform. Der Vegetationsaufwusch wurde als Einstreu für die Ställe und als Düngung der Äcker verwendet.

Um den Erhalt der seltenen und wertvollen Heide-Gesellschaften zu sichern und zu entwickeln, werden die Flächen mit Schafen beweidet. Die Heidepflanzen können sich durch den Verbiss erneuern und überaltern so nicht. Mit einer Schafbeweidung lässt sich der Eiberg in eine seltene Kulturlandschaft mit stabilen Beständen ansonsten gefährdeter Pflanzen- und Tierarten entwickeln und damit für unsere Kinder und Enkel erhalten.

Zu den wichtigsten unmittelbaren Gefährdungen dieser Lebensräumen zählen schleichende Verbuschung (sog. Ausweitung des angrenzenden Waldes durch Flugsamen), unvernünftige Erholungsnutzung, gut gemeinte Aufforstungen der früheren Jahre und unkontrollierte Eutrophierung (ungebremster Nähstoffeintrag z.B. in den letzten Jahrzehnten hoher Stickstoffeintrag aus der Luft).

Den Fortbestand dieser regionaltypischen Landschaftsform sichert u.a. die dort weidende Heidschnuckenherde.

Weil die traditionelle bäuerliche Nutzung dieser Flächen weggefallen ist, aber starkwachsende Pflanzen die geschützten Arten zu verdrängen drohen, sind aufwendige Pflege- und Schutzmaßnahmen notwendig, um diese Lebensräume zu erhalten. Wir sehen es als unsere Pflicht an, den seltenen Tier- und Pflanzenarten ihre Lebensräume zu erhalten.

Die blauschwarze Wacholderbeere, die in zwei Jahren an den weiblichen Sträu-chern heranreift während sonstige Pflanzenteile heute vollkommen geschützt sind, findet ebenfalls vielfältige Verwendung: als geschätztes Gewürz für Sauerkraut, Wild- und Fischgerichte, als Grundlage zur Herstellung des Wacholderschnapses und als Heilmittel gegen Leber-, Nieren- und Blasenleiden sowie Rheuma und Gicht, das schon Sebastian Kneipp empfahl. Der Gemeine Wachholder ist heute eine geschützte Pflanze.




Der Minister und die Rohrweihe (14.05.2009)

Am 14. Mai 2009 kam hoher Besuch aus Düsseldorf in die Niederungen des Füllenbruchs in Hiddenhausen.

Umweltminister Eckhard Uhlenberg machte während seiner kreisweiten Visite auch Station an der neu angelegten Furt des Lippinghauser Baches, um sich über das Vorzeige-Gewässerrenaturierungs-projekt "Weser-Werre-Else" (WWE) zu informieren!

Christina Naumann, Kathrin Paepenmöller und Simon Helling, Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr, bei Nacharbeiten an den Kopfweiden-Stecklingen

(Foto: Kiel-Steinkamp, Neue Westfälische)

Weitere Informationen erhalten Sie auch durch die Presseartikel der regionalen Zeitungen: Pressespiegel.

Auch das NSG Füllenbruch wurde dabei vorgestellt – und stellte sich selbst am besten vor: Während des gesamten Besuches von fast einer Stunde balzte ein Rohrweihenpaar ausgeprägt über dem Schilf. Hohe Kreiselflüge wurde ebenso gezeigt, wie trudelnde Abstürze des Männchens direkt ins Schilf, eine tolle Beobachtung! Dieses auffällige Balzverhalten - im Englischen „leafdrop“ genannt, vergleichbar mit dem Herabtrudeln eines Ahornblattes - ist typisch für die Rohrweihe, einem seltenen Greifvogel, der im Schilf auf dem Boden brütet. Es war eine geniale Vorstellung - ganz exklusiv vor den Augen des obersten amtlichen Naturschützers des Landes. Nebenbei wurde damit auch ein deutlicher Brutverdacht der seltenen Rohrweihe für den Kreis Herford erbracht - bisher der einzige in diesem Jahr!


Stadtwerke Herford spendet "erdrehtes" Geld für die Spürnasenpfade (06.05.2009)

Die Stadtwerke Herford GmbH übergeben einen Scheck in Höhe von 4568.- Euro an die „Spürnasen-Pfade“ im Herforder Stuckenberg und im Schweichelner Wald, da sie diese Institution sehr schätzen.

So sorgen sie mit der Spende für die Unterhaltung der Spürnasenpfade ab Oktober 2009, wenn die Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ausläuft. Das tolle Engagement, mit dem das Umweltbewusstsein der Kinder gefördert und das positive Erleben der Natur verstärkt wird, wird durch die Spende gewürdigt.

Christina Naumann, Kathrin Paepenmöller und Simon Helling, Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr, bei Nacharbeiten an den Kopfweiden-Stecklingen

Foto Neue Westfälische (Stefan Boscher): Freude über den symbolischen Scheck: Beatrix Schymroch von den Herforder Stadtwerken mit Gabriele Potabgy (Biologische Station) und Inge Thiele (Stadtwerke, v.l.)

Weitere Informationen entnehmen Sie auch dem Presseartikel der Neuen Westfälischen.

Die Stadtwerke Herford GmbH waren in diesem Jahr auf drei Messen vertreten und das Glücksrad war jedes Mal dabei. Im Februar 2009 fanden zum zweiten Mal die Energiespartage im Alten Güterbahnhof Herford statt und im März waren dort die „Herforder Bautage“. Auf der Messen „Lebensfreude“ im April informierten sich ca. 600 Besucher in der Räumen der Sparkasse Herford.

Alle Besucher der Messen, die das Glücksrad drehten, gewannen attraktive Preise, gleichzeitig wurden diese „erdrehten“ Punkte addiert und in einen Geldbetrag umgerechnet, der als Spende durch die Stadtwerke Herford den Spürnasen- Pfaden zugutekommt. 3159 Besucher der Messen haben auf dem Stand der Stadtwerke Herford am Glücksrad 9136 Punkte „erdreht“: Die Gewinner reichten von einer Quietscheente bis zum 10- Euro- Gutschein für das H2O. Jeder „erdrehte Punkt“ ist 50 Cent wert.





Eisvögel, Molche und Kopfweiden:
Die Biologische Station sucht wieder Interessenten für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) (24.04.2009)

Die Biologische Station ist schon seit 14 Jahren Einsatzstelle für das Praktikum im “Freiwilligen Ökologischen Jahr”, das vom Land NRW im Jahr 1995 eingerichtet wurde. Die derzeitigen „FÖJler“, Christina Naumann, Kirchlengern und Kathrin Paepenmöller, Bielefeld, suchen in ausgewählten Gewässern im Kreisgebiet nach Molchen, Salamandern, Kröten und Fröschen. Die Eisvögel im Kreis erfassen sie im laufenden Jahr ebenfalls mit. Sie hatten schon das Glück, die scheuen Eisvögel mehrfach zu sehen und konnten helfen, ihre Bruten zu schützen. Viele Bäche und Wiesen in der Region sind ihnen inzwischen gut bekannt. Auch die Kopfbäume, ihr Zustand und ihre Pflege sind Arbeitsgebiet der „FÖJler“. Mit einem kleinen Dienstfahrzeug sind sie unterwegs, um Standorte der wertvollen Kopfweiden aufzusuchen. Das Ziel der kreisweiten Erfassung aller Kopfweiden sind Absprachen mit den Eigentümern über die langfristige Sicherung und Organisation der konkreten Pflege. Dabei müssen die FÖJ auch mit anpacken, beim Sägen der (Kopf-)Bäume, beim Abtransport der Äste, bei der Pflanzung zahlreicher Bäume und Heckenpflanzen, bei Aktionen mit Kindern und Jugendlichen, und .... und... und....

Christina Naumann, Kathrin Paepenmöller und Simon Helling, Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr, bei Nacharbeiten an den Kopfweiden-Stecklingen

Sehr vielseitig und abwechslungsreich:
so ist das FÖJ in der Biologischen Station Ravensberg!

Und wieder werden neue Leute gesucht !! Interessenten/innen, die ab dem 1. August 2009 ein FÖJ bei der Biologischen Station machen wollen, sollten (aber müssen nicht) einen Führerschein Klasse 3 besitzen und möglichst in der näheren Umgebung von Kirchlengern wohnen. Von der Station erhalten sie mit Unterstützung des Landes ein Taschengeld und eine Auf-wandsentschädigung. Im Verlauf des FÖJ sind die Teilnehmer/innen sozialversichert.

Weitere Informationen zum FÖJ sind auf dieser Homepage unter Station/Das Freiwillige Ökologische Jahr zu finden.





Werbegemeinschaft Schweicheln übergibt Spürnasenrucksack an das Kids Vital Projekt „Spürnasen in der Natur“
(06.04.2009)

Fast ein Jahr gibt es jetzt schon den Spürnasenpfad im Schweichelner Wald, einer von 4 Pfaden im Kreis Herford.

Da die Finanzierung der Pfade und der Erlebnisrucksäcke sehr knapp bemessen ist, hat die Werbegemeinschaft Schweicheln die Finanzierung eines großen Lehrerrucksack zum Anschaffungspreis von 500 € übernommen. Die Werbegemeinschaft setzt sich mit 30 Mitgliedern seit 2002 für eine gute Infrastruktur und das Halten der Kaufkraft in Schweicheln ein und organisiert Veranstaltungen.

Für die Spende bedankt sich die Biologische Station Ravensberg als Projektträger der Spürnasenpfade.

Foto von Moritz Winde, Westfalen-Blatt: Manfred Stranghöner (Hotel Freihof, links) und Detlef Rösche (Edeka) von der Werbegemeinschaft Schweicheln übergeben den Lehrrucksack im Wert von 500 Euro an Biologin Gabriele Potagby.

Weitere Informationen zur Spende finden Sie auch unter Pressespiegel 2009.

Informationen zu den Spürnasenpfaden stehen unter Projekte für Sie bereit.

Dem kindlichen Bedürfnis nach Bewegung wird heute immer weniger entsprochen. Viele Kinder haben Defizite in der Psychomotorik. Bewegung und Spaß stehen deshalb bei den Spürnasenpfaden im Vordergrund. Für alle vier Pfade gilt: Ausprobieren, Spielen, Lernen und Entspannen außerhalb der eigenen vier Wände - und ohne Langeweile. Das die Kinder Spaß haben und die Pfade intensiv genutzt werden, zeigt der Erfolg. Über 600 Kinder wurden bisher schon über den Schweichelner Pfad geführt. Über 30 Mal wurde zusätzlich der Rucksack ausgeliehen um den Spürnasenpfad in Eigeninitiative zu erleben. Auf den 4 Pfaden wurden bisher ca. 3000 Kinder geführt. Zusätzlich haben über 150 mal Eltern und Kinder durch Ausleihen der Rucksäcke die Pfade erlebt. Spaß haben die Kinder und Erwachsenen bei Familienfesten, Kindergeburtstagen, als Unterricht für Grundschulklassen, im Offenen Ganztagsbereich und als Kindergartengruppe beim Naturspaziergang oder Waldtag, mit den Freunden aus dem (Sport-) Verein und beim Sonntagsspaziergang mit der Familie.

Kommentare von den Kids wie: „Wie lange noch?“ oder „Sind wir gleich da“, die bei Spaziergängen gerne schon mal fallen, dürften der Vergangenheit angehören. Denn wer sich auf den Spürnasenpfad begibt, kann einen ganzen Rucksack voll guter Ideen und Materialien gegen Langeweile mitnehmen. Es gibt eine Vielzahl von Spielvorschlägen für jeden Geschmack. Alle 5 Sinne der Kinder werden angesprochen. Auch „Draussen-Wald-Muffel“ werden schnell zu echten Spürnasenigeln.
Es gibt auf den Pfaden reichlich zu entdecken: Natürlich den Wald an sich, mit all seinen faszinierenden Geheimnissen. Zusätzlich angelegt wurden einige einfache Bauwerke, wie das Holzxylophon, die Lebenswippe, das Summholz oder das Baumtelefon. Es wurde Wert darauf gelegt, dass hierfür nur natürliches Material verwendet wurde. Schließlich soll der Spürnasenpfad kein konventioneller Spielplatz sein, sondern Raum bieten für fantasievolles Ausprobieren“, so Gabriele Potabgy von der Biologischen Station als zuständige Projektleiterin.

Ohne die Kooperation und das Einverständnis des Rathauses Hiddenhausen, des Schweichelner Krugs der Familie Generotzky, des Hotel Freihof der Familie Stranghöner und des Rathauses Hiddenhausen wäre ein Spürnasenpfad in Schweicheln nicht möglich. Diese sind Kooperationspartner und fungieren wie die Biologische Station als „Spürnasen-Infozentren“.
In diesen Spürnasen-Infozentren können innerhalb der Öffnungszeiten Rucksäcke ausgeliehen werden. Hier sind alle Materialien (Haselnüsse, Eiersteine, Augenbinden usw.) drin, welche zur Entdeckung der Pfade notwendig sind. Dazu gibt es eine Anleitung, um für jede markierte Station des Spürnasenpfades ein passendes Spiel zu finden. Bewegungsreich, konzentriert, aktiv, entspannend - für alle ist etwas dabei.
Die Broschüre begleitet den Spürnasenpfad und vertieft das Naturerlebnis. Alle Stationen sind durch einen Pfahl mit unterschiedlichen Symbolen (Fuchs, Fledermaus, Maikäfer usw.) gekennzeichnet. Zu diesen Symbolen finden sich in unserer Broschüre die jeweiligen Erläuterungen für die hier vorgesehenen Aktionen. An jeder Spielstation können mehrere Spiele aus einer oder aus der verschiedenen Aktivitätsstufen (von aktiv bis besinnlich) gespielt werden. Wer nicht alle Spiele an einem Tag schafft, kommt einfach wieder, um weitere Spiele auszuprobieren, denn schon an einer Spielstation können Kinder und Erwachsene viele Stunden spielen.

Und ganz nebenbei lernt die Gruppe, sich für die Besonderheiten der Natur zu interessieren. Die Spürnasenpfade stehen damit auch für eine Erlebnispädagogik, die zur Verbesserung von Wahrnehmung und Wissen über die Natur beiträgt und zugleich Verantwortung im Umgang mit der belebten Umwelt vermittelt. Aufenthalte im Wald bilden die beste Grundlage für eine positive Beziehung zur Natur - und auch zu sich selbst.

Organisieren Sie einfach noch ein gesundes Picknick dazu, leihen Sie sich den Erlebnisrucksack aus, packen Sie eine Portion Neugier mit ein – und los geht’s!
Diese attraktiven (Freizeit-) Einrichtung im Kreis Herford kann selbstständig durch Ausleihen der Rucksäcke an den Spürnasen-Infozentren erlebt werden, oder es kann auch ein Kindergeburtstag, Klassen- oder Kindergartenausflug bei der Biologischen Station für 25 € pro Gruppe gebucht werden.




Weiden kreativ...
(31.03.2009)

Die Biologische Station bot im Februar und März an drei Samstagnachmittagen die Möglichkeit, selber etwas aus Weidenflechtmaterial zu erstellen. Die Landfrauen aus Bünde und Kirchlengern und viele weitere Interessierte – insgesamt 45 Erwachsene und 10 Kinder – stellten bei gutem Wetter und mit viel Spaß Weidenkörbe, Fackeln, Rankhilfen oder Tabletts her. Die vielfältigen Bauwerke am Herrenhaus, entwickelt und gebaut von den Praktikantinnen im Freiwilligen Ökologischen Jahr, wurden bewundert und Weidenmaterial für den Nachbau gleich mitgenommen. Auch im nächsten Jahr, am 13. Februar und am 13. März wird: „Kreativ mit Weiden basteln“ wieder angeboten.

Weitere Informationen finden Sie auch unter Pressespiegel 2009.


Illegale Greifvogelverfolgung!
Greifvogelfallen reduzieren den Paarbestand
(06.03.2009)

Obwohl alle Greifvögel (im Kreis Herford: Mäusebussard, Turmfalke, Sperber, Habicht und Rotmilan) ganzjährig Schonzeit haben, gibt es auch im Kreis Herford immer wieder Anzeichen für illegale Verfolgungen von Greifvögeln. Die Vogelschützer und Jäger im Kreis Herford wollen gemeinsam gegen diese Form illegaler Naturzerstörung vorgehen. Sie greifen eine landesweite Initiative auf: Die "gemeinsame Initiative gegen illegale Greifvogelverfolgung in NRW" wurde August 2005 gestartet - getragen von Jägern, Naturschutzverbänden und vom zuständigen Ministerium. Im Kreis Herford macht den Vogelschützern der Bestand des Habichts große Sorgen. Bei einer ehrenamtlich gestützten Erfassung im Jahr 2007 konnten nur noch maximal acht Habichtspaare im Kreisgebiet sicher nachgewiesen werden. Noch zehn Jahre früher fanden sich mindestens zwölf Reviere dieses großen Beutegreifers, vor 20 Jahren waren es noch um die 20.

Im Kreis Herford werden nun alle Naturfreunde, Jäger und Spaziergänger gebeten, Todfunde von Greifvögeln zu melden bzw. zu dokumentieren, vor allem wenn der Verdacht auf eine illegale Handlung vorliegt und es sich nicht um ein Verkehrsopfer handelt. Ebenso sollten Greifvogelfallen gemeldet werden. Laut Rechtslage ist die illegale Greifvogelverfolgung eine Straftat und keine Ordnungswidrigkeit und fällt somit in den Aufgabenbereich von Polizei und Staatsanwaltschaft. Auf Jagdwilderei stehen bis zu zwei Jahre Gefängnisstrafe!

Foto: dpa (Bünder Westfalen-Blatt 11.03.2009)

Foto: dpa (Bünder Westfalen-Blatt 11.03.2009)

Foto: JWL (Neue Westfälische 11.03.2009)

Foto: JWL (Neue Westfälische 11.03.2009)

Foto: Rolfes/D/V (Neue Westfälische 11.03.2009)

Foto: Rolfes/D/V (Neue Westfälische 11.03.2009)

Weitere Informationen finden Sie auch unter Pressespiegel 2009.



Lebensraum für den Eisvogel!
Müll und Stacheldraht wird beseitigt
(28.02.2009)

Am Samstag, den 28.02.2009 hat die Biologische Station mit tatkräftiger Unterstützung des Angelvereins Bünde ein Teichgrundstück im Naturschutzgebiet Elseaue aufgeräumt.
Die Zivildienstleistenden der Biologischen Station haben in den letzten Tagen Gebüsche geschnitten, die am Samstag um das Grundstück herum als „Benjeshecke“ aufgebaut wurden. Dort können dann schon in diesem Frühjahr Vögel wie Zaunkönig und Rotkehlchen brüten.
Sowohl die störenden Zäune mit Stacheldraht wie auch Müll wurde aus dem Teich herausgezogen und beseitigt.

Nun hat auch dort der Eisvogel eine ruhige Stelle, an der er ansitzen und kleine Fische jagen kann. Durch den langen, kalten Winter sind die Eisvogelbestände im Kreis Herford wahrscheinlich zu Frühjahsbeginn sehr niedrig. Somit ist jede weitere Möglichkeit Nahrung zu beschaffen hoch willkommen. Brutmöglichkeiten hat der Eisvogel ganz in der Nähe in den steilen Elseufern.

 

Weitere Informationen finden Sie auch unter Pressespiegel 2009.



Obstbaumschnitt!
Schnittkurs an jungen und alten Obstsorten aus der Region!
(14.02. und 28.02.2009)

Dipl. Ing. Landschaftsarchitekt Georg Borchard ist seit 13 Jahren in der Biologischen Station für die Betreuung und Durchführung der praktischen Naturschutzmaßnahmen tätig. Seit 24 Jahren, als Gärtner und Anleiter, beschäftigt er sich u.a. mit dem Habitusgerechten Rückschnitt von Gehölzen, insbesondere von Obstgehölzen.
Ziel der jährlich wiederkehrenden Obstbaumschnittkurse ist es Obstwiesenbesitzern bzw. Obstbaumbesitzern den fachgerechten Rückschnitt und die fachgerechte Pflege der Obstgehölze zu erlernen. Seit nunmehr zehn Jahren werden die verschiedenen Obstbaumschnittkurse in Zusammenarbeit mit der VHS Herford angeboten.

Auch in diesem Jahr waren die beiden Schnittkurse, zum Einen am 14.02.09 in Herford-Schwarzenmoor (Obstwiese Im Öfkendiek) mit 16 Interessenten, zum Anderen am 28.02.09 auf der Obstwiese in Enger/Belke-Steinbeck mit 10 Teilnehmern, sehr erfolgreich.

 

Regeln bei Hochstämmen:

1. Pflege von Stamm und Veredelungsstelle
2. Entfernen von kranken und beschädigten
Ästen
3. Entfernen von Bewuchs, ca. 30cm um den
Stamm herum (Freihalten der
Baumscheibe)
4. Der Baum sollte nur eine Spitze haben,
also Konkurrenzspitzen entfernen.
5. Vom Stamm abgehend sollte es 3-5
Leitäste mit gleichmäßiger Streuung
geben, die restlichen werden entfernt.
6. Auf keinen Fall alle Äste irgendwo
einkürzen, Konsequenz wäre ein dichter
Wuchs in der Kronenmitte.
7. Evtl. Wasserruten nur zum Teil entfernen,
sonst kommen sie nächstes Jahr alle
wieder.
8. Ziel ist es eine transparente Krone zu
erzeugen um genug Licht zum
Fruchtansatz im Baum zu haben.
9. Größere Schnittwunden sollten
fachgerecht versorgt werden, also mit
einem scharfen Messer nachgeschnitten
und anschließend verstrichen werden

Weitere Informationen finden Sie auch unter Pressespiegel 2009.




Beherzter Einsatz für Dompfaff und Co!
Vlothoer Forum Natur pflegt Hecken und Bäume als Lebensraum der heimischen Vogelwelt!
(14.02.2009)

Großeinsatz in Uffeln (Vlotho): Mehr als 30 Naturfreunde haben dort am Wochenende Hecken geschnitten, Weiden ausgedünnt Berge von Ästen und Gehölz gehäckselt.

Das Vlothoer Forum Natur, in dem sich Landwirte, Jäger, der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) und die Biologische Station Ravensberg engagieren, veranstaltet seit 2002 jährlich so einen Auseneinsatz.

Da es in Vlotho viel zu wenige Wälder gibt brauchen viele Vogelarten die Hecken als Ruhe- und Lebensraum. Nicht nur Goldhammer und Girlitz, sondern auch Grauschnäpper, Feldsperling und Rotkelchen, sowie viele Durchzügler nutzen die Hecken dazu. Aus diesem Grund arbeiteten die zahlreichen freiwilligen Helfer Hand in Hand, sodass schon nach fünf Stunden die Hecken und Bäume ausgelichtet waren.

 

Weitere Informationen finden Sie auch unter Pressespiegel 2009.





... mehr als nur Tipis!

Die Weide als Flecht- und Baumaterial (07.02.2009)

Die Weide ist ein wahres Multitalent. Seit Jahren hält sie als grünes Baumaterial Einzug in Kindergärten, Schulen, aber auch vermehrt in Privatgärten. Mit viel Phantasie und etwas Geschick können nicht nur Tipis, Schiffe, Irrgärten und Zäune entstehen, sondern auch Bänke, Sonnenliegen, Stühle und viele Kleinigkeiten für den Garten.

Ulrike Letschert und Susanne Schütte leiteten die gut besuchte Veranstaltung und vermittelten mit ihrem know how eine Menge Tips und Tricks aus der Praxis. Christina Naumann (Praktikantin im Freiwilligen Ökologischen Jahr) bastelte mit den Kindern Körbchen und kleine Tippis. Das notwendige Baumaterial aus Ruten und Stangen lag gut vorbereitet für die Bauaktivitäten an diesem Tag bereit. Alle, deren Interesse für weitere Weidenbauten geweckt wurde, konnten sich mit Material für Zuhause eindecken. Einige Anregungen lieferten die von den Praktikanten der Station errichteten Ausstellungsstücke: Im Garten konnten ein Krokodil, ein Tisch mit Stuhl, verschiedene Rankhilfen und Fackeln sowie eine Sitzbank bestaunt werden und regten zum Nachmachen an.

Die Schnittsaison nähert sich dem Ende, noch hat die Biologische Station Flecht-, Baumaterial und komplette Bausätze mit Steck- und Flechtweiden vorrätig und kann auch auf individuelle Wünsche eingehen. Interessierte können sich bis Anfang März bei der Biologischen Station melden!!

 
Kathrin Paepenmöller beim Errichten der Ausstellungsstücke aus Weiden

Die neusten Ausstellungsstücke: Tisch und Stuhl aus Weidenästen

Christina Naumann hilft den Kindern bei ihren kleinen Bauprojekten

Hier wird ein Weidenkörbchen gebastelt

Nächster Termin zum Thema Weidenbau:

14.03.2009: Kreativ mit Weiden basteln

Die Teilnehmer können unter fachkundiger Anleitung Weidenkörbchen, Rankhilfen, Osterkränze, Obstschalen und vieles mehr basteln. Bitte eine Rosenschere mitbringen.

Weitere Infos entnehmen Sie unserem Programm.

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden




Kopfweidenaktion in Bünde-Werfen am 24.1.2009
– erfolgreicher Artenschutz für den Steinkauz!

BUND und Biostation pflegen Kopfweiden – auf der Trasse der L557neu! (26.01.2009)

Der ehrenamtliche Naturschutz pflegt Kopfweiden schon seit Jahrzehnten. Unterstützung bekommen die Naturschützer des BUND mehrfach in der Saison von der Biologischen Station, die ein kreisweites Kopfweiden-Kataster führt und die Schnittarbeiten koordiniert.

In Bünde/Werfen wurden nun an der Else 22 Kopfweiden geschnitten und 20 neue gesetzt – als so genannte Stecklinge. Dafür werden etwa 2,50m lange Weidenäste in die Erde eingegraben: In den meisten Fällen wachsen die extrem fruchtbaren Weiden-stecklinge an und werden ihrerseits zu Bäumen!

 
Die Kopfweiden an der "Neuen Else" werden in Form gebracht

nach getaner Arbeit gab es lecker Suppe

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

Die Weiden in Werfen haben eine besondere Bedeutung als Lebensraum für den seltenen und gefährdeten Steinkauz, der im gesamten Umkreis fast nur noch hier brütet. Er braucht die Kopfweiden als Ansitz, Versteck und Nahrungsrevier. Es kann in den künstlich verdickten Kronen auch zu Bruten der kleinen Eule kommen. So werden die Weiden in Werfen auch in Abschnitten gepflegt, damit immer genügend Bäume Zweige tragen. Auch die Nachpflanzung ist wichtig; viele Kopfweiden sind überaltert.

Bei der Aktion am letzten Samstag waren trotz des miesen Wetters 25 freiwillige Helfer beteiligt: 10 Kinder von der Waldjugend packten ebenso kräftig mit an wie 11 BUNDler und 4 Mitarbeiter der Biologischen Station.

Bernd Meier-Lammering, Vorsitzender des BUND im Kreis Herford und zugleich auch stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes, verwies auf die anstehende Straßenplanung: „Eine komplett neue Straßenführung der L557n auf einem Damm quer durch die Aue der Else wird den Charakter dieser alten Kulturlandschaft komplett zerstören – und den Steinkauz vertreiben. Die Aktion heute ist also auch ein Protest gegen die lebensraumvernichtende und überflüssige Straßenplanung!“

Am Ende der Aktion gab es eine von der Biostation gespendete Suppe, die allen nach der körperlichen Arbeit bei dem Schmuddelwetter besonders gut schmeckte! Nun sind die Weiden an der Else für viele Jahre wieder gesichert als Lebensraum für den Steinkauz – es sein denn, die Straßenplanung macht alle Arbeit und Hoffnung auf den Artenschutz zunichte!






15 Jahre Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Herford (26.01.2009)

Die Biologische Station wird auf vielfältige Weise durch die Sparkasse Herford gefördert: Seit 15 Jahren fördert die Sparkasse mit ihrer Stiftung oder direkt Projekte der Station!

 
Die Sparkasse Herford unterstützt seit 15 Jahren die Biologische Station

  • Ankauf von Geräten für die praktische Landschaftspflege in Naturschutzgebieten
  • Finanzierung von Maßnahmen wie z.B. zur Anlage von Artenschutzteichen
  • Direkter Artenschutz, z.B. für Steinkauz-, Eisvogelnisthilfen
  • Stützung der Kopfweidenbestände (Finanzierung von Nachpflanzungen)
  • Umweltbildung: Weidenbauten mit Schulen und Kindergärten, Natur-DVD für Schulen.

Dieses sind nur einige der unterstützen Projekte. Insgesamt beläuft sich die Fördersumme seit Beginn der Zusammenarbeit auf über 150.000 €!

Wir sagen Danke!






Wanderfalkenkasten hängt! Spektakuläre Aktion in luftiger Höhe!
Biostation organisiert Aufhängen der Bruthilfe für den schnellen Vogeljäger am Schornstein bei Göhner in Enger (21.01.2009)

Bemühungen um den Artenschutz und ein Gewerbegebiet mit einem großem Schornstein – wie passt das zusammen? Viele Tierarten haben ihre natürlichen Lebensräume auf von Menschenhand geschaffene Biotope ausgedehnt. Gebäude stellen z.B. Ersatzlebensraum dar für die Arten, die in der Natur an Felsen leben - wie z.B. der Wanderfalke.

Dieser große, seltene und gefährdete Greifvogel ist nicht nur mutmaßlich das schnellste Tier auf der Welt, sondern auch ein ganz besonderes Symbol für den Naturschutz. Seit dem 19. Jahrhundert wurde der edle Falke von Taubenzüchtern und Eierdieben erheblich dezimiert. Schlimmer noch trafen den weltweit verbreiteten Großfalken die Rückstände des Pflanzenschutzmittels DDT, die sich in den Eiern der Wanderfalkenweibchen anreicherten.

 
mit Hilfe eines Hubwagens wird der Wanderfalkenkasten in luftiger Höhe montiert

alle halfen mit, jeder aus seine Weise

Immer mehr Eier zerbrachen und der Wanderfalke war in Mitteleuropa um 1970 fast ganz ausgestorben. Das Verbot von DDT und intensive Schutzbemühungen der letzen Brutplätze ermöglichten, dass der Bestand sich langsam erholte. Seit etwa 20 Jahren ist der Wanderfalke auch in NRW wieder groß im Kommen. 2007 hatten 102 Brutpaare einen Horst besetzt und immerhin waren 75 % Paare mit insgesamt 174 Jungvögeln erfolgreich. Auch das Jahr 2008 brachte dreistellige Jungvogelzahlen.

Dabei brüten die meisten Paare an Gebäuden, an großen Kirchen und vor allem an Kraftwerken. Nur wenige natürliche Steilwände oder Steinbrüche sind vorhanden bzw. für den Wanderfalken geeignet. Um den Kreis Herford herum sind in den letzten Jahren überall Wanderfalkenbrutpaare aufgetaucht. In Bielefeld an der Müllverbrennungsanlage, an den Kraftwerken in Petershagen und in Veltheim ... aber nicht im Kreisgebiet selbst, obwohl schon vor über 8 Jahren am Kraftwerk in Kirchlengern eine Bruthilfe angebracht wurde.

Seit Wochen werden nun fast täglich aus Enger Wanderfalkenbeobachtungen gemeldet. Einmal konnten sogar zwei Individuen unterschieden werden (wegen einer fehlenden Feder im Flügel des einen Vogels). Seit Tagen wird immer wieder ein Vogel am Schornstein der Firma Göhner gesichtet. Gerade diese Beobachtungen machen das Anbringen eines Kastens im offensichtlichen Jagdrevier der Falken sehr vielversprechend.

Mit dem Riesenarm (70m Reichweite) des Hubwagens der Firma Bollmeyer gelang es in luftiger Höhe, den Kasten für den Wanderfalken anzubringen: Oben auf den schon lange abgedeckten und inaktiven Schornstein wurde der Kasten montiert – und zwar von den Mitarbeitern der Tischlerei Kienker, die auch den Kasten baute. Und kaum zu glauben: Nachdem die Aktion nach etwa drei Stunden erfolgreiche beendet wurde, flog der Wanderfalke an und setzte sich auf seinen „angestammten“ Sitzplatz am Schornstein auf halber Höhe! Nun müssen nur noch Männchen und Weibchen einander finden – damit eine erste Brut des Wanderfalken im Kreis Herford gelingen kann!

Folgenden Institutionen und Personen machten die Aktion möglich:

  • Die Firma Göhner gestattete das Aufstellen des Kasten auf dem 50m hohen Turm.
  • Die Sparkasse Herford unterstützt die Kosten mit 1000.- €.
  • Die Firma Bollmeyer Hebebühnen vermietet ein Fahrzeug zu einem besonders günstigen Preis.
  • Der BNU Kreis Herford regte die Aktion an und beantragte die Spendenmittel.
  • Die Zimmerei Kienker baute die Kästen zum Selbstkostenpreis und befestigt den Kasten am aktuellen Standort.
  • Die Biologische Station Ravensberg begleitet die Maßnahme fachlich und organisatorisch.






Kopfweidenschnittaktion in der Elseniederung westlich von Bünde am
Sa. 24.01.2009
Freiwillige gesucht!

Der ehrenamtiche Naturschutz - in Bünde vor allem der BUND - pflegt die Kopfweiden seit Jahrzehnten. Unterstützung bekommen die Naturschützer mehrfach in der Saison von der Biologischen Station, die ein kreisweites Kopfweiden-Kataster führt und die Schnittarbeiten koordiniert.

Im letzten Monat wurden 25 Weiden in Vlotho geschnitten – „geschneitelt“, wie der Fachausdruck heißt. Neben der Sägearbeit wurde für das Ab- und Aufräumen besonders viel Handarbeit benötigt. So war es sehr gut, dass zahlreiche Helfer die Gemeinschaftsaktion tatkräftig unterstützten.

Die letzte gemeisame Schnittaktion in diesem Winter findet in Bünde/Werfen statt:

Samstag, 24.01.2009
9.30 - 13.00 Uhr
Bünde/Werfen,
Werfer Straße / Borrekampstr.

Auch dann ist wieder jeder Freiwillige herzlich willkommen. Näheres zum genauen Ablauf und Treffpunkt erfahren sie bei der Biologischen Station (05223 1837775).

 
Professionell ausgerüstet unterstützen die Mitarbeiter der Biologische Station die ehrenamtliche Naturschutzaktion

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden





Naturschützer geben verletzt
gefundenen Uhu die Freiheit wieder!
(08.01.2009)

Kurz vor Weihnachten fanden Bürger einen Uhu, der sich in Bünde-Ennigloh in einem Fußballtornetz verfangen hatte. Entkräftet wurde der große Greifvogel erst zur Tierklinik Quernheim und dann zur Artenschutzstation nach Sachsenhagen gebracht. Inzwischen ist er wieder fit und konnte in die freie Natur entlassen werden. Deshalb holten Mitarbeiter der Biologischen Station das Tier aus Sachsenhagen ab und setzten es am 8. Januar, um 13:00 Uhr in Rödinghausen am Wiehengebirge wieder aus. Obwohl das Tier auf dem Sportplatz Ennigloh aufgefunden wurde, ist es dennoch nicht ratsam, die große Eule in der Stadt auszusetzen. Auch wenn es durchaus vorkommt, dass Uhus weit ab von Brutplätzen umherstreifen,sollte der Vogel nahe dem Wiehengebierge freigelassen werden da sich dort die einzig bekannten Brutplätze Bündes befinden.

 





Markus Stäritz und Erhard Nolte mit dem wieder zu Kräften gekommenen Uhu


gesund und wieder in Freiheit fliegt der Uhu in sein neues Revier

Lange Jahrzehnte galt die Art in Nordrhein-Westfalen als ausgestorben: verfolgt und verfemt vom Menschen!
Nach langjährigen Bemühungen mit Wiederansiedlungsprojekten seit den 1960er Jahren hat die größte Eulenart inzwischen in unserer Region wieder gut Fuß - oder besser Kralle - gefasst. Vor allem Steinbrüche liebt der Felsbrüter, der aber auch in Horsten von Greifvögeln oder sogar auf dem Boden brüten kann. Mindestens 200 Paare sind wieder in unserem Bundesland heimisch geworden, schätzen die NRW-Ornithologen. Im Kreis Herford sind drei Reviere bekannt, wo Brutpaare leben.
Gemeinsam mit Naturschützern vor Ort wurde der Uhu nun an einem günstigen Standort wieder frei gelassen – selten nur bekommt man einen Vogel in dieser Größe so gut zu Gesicht!


Allgemeine Informationen über den Uhu:

Der Uhu ist etwa doppelt so groß wie die viel häufigere Waldohreule. Männchen werden 68 cm groß, Weibchen sogar 73 cm und bis zu 3 Kilo schwer. Mit einer Flügelspannweite bis zu 170 cm sind die Uhus imponierende Vögel. Sie benötigen zum Leben eine reich gegliederte Land-schaft mit offenen und bewaldeten Flächen, die auch im Winter genug Nahrung bieten. Gern leben die Großvögel in der Nähe von Flüssen und Seen. Uhus jagen vom Ansitz aus - im lautlosen Pirschflug. Die Beutetiere werden vorwiegend akustisch lokalisiert. Die Ernährung des Uhus ist sehr vielseitig. Hohen Anteil an der Nahrung haben Igel, Schermäuse, Wildkaninchen, Feldhasen, Nagetiere und Vögel wie Krähen, Tauben und auch Greifvögel.

 
Uhu: Illustration Ron Meier

Uhus führen eine monogame Dauerehe. Im Oktober werden die Reviere abgegrenzt, die eigentliche Balz findet von Januar bis März statt. Die ers-ten Eier werden meistens im März gelegt; das Gelege besteht aus zwei bis drei Eiern. Die frischgeschlüpften Jungen wiegen nur etwa 60 Gramm. Wenn sie vier bis fünf Wochen alt sind, verlassen sie nach Möglichkeit den Brutplatz und halten sich in der Umgebung versteckt auf. Die flugfähigen Jungen werden noch lange von den Altvögeln betreut, bevor sie im Sep-tember/Oktober selbstständig werden und das elterliche Revier verlassen. Sie streifen nun herum, wandern aber nur durchschnittlich 40 km vom Ge-burtsort entfernt ab. Die Altvögel bleiben meistens lebenslang in ihren Re-vieren. In Gefangenschaft erreichten Uhus schon ein Alter von 28 und 34 Jahren, einmal sind 53 und einmal 68 Jahre verbürgt, in freier Natur sind mindestens 19 Jahre belegt.