Archiv der aktuellen Meldungen 2007

Frohe Weihnachten wünscht das Team der Biostation (20.12.2007)
Erfolgreiche Kopfweidenaktion in Werfen (15.12.2007)
Spürnasenpfad im Katzenholz eröffnet (13.12.2007)
Er ist da: Der Spürnasenpfad im Stuckenberg (23.11.2007)
Im Stuckenberg wird ein Naturerlebnispfad gebaut (21.11.2007)
Obstbaumverteilaktion 2007 (16.11.2007)
Biostation schaltet Website www.kidsvital.de frei (30.10.2007)
Ziegeleigrube Ennigloh wird wieder ein wertvoller Lebensraum für bedrohte
    Tiere!
(25.10.2007)
100 Jahre Rolf Dircksen - Symposium u. Ausstellung (24.10.2007)
Apfelflut in Stift Quernheim! (08.10.2007)
Welcher Baum ist das? (21.09.2007)
Schwere Brandkatastrophe in der Partnerregion Sibenik (19.09.2007)
Mit Rilke durch die Natur (10.09.2007)
Die letzten Kreuzkröten im Kreis Herford und die Biostation im Fernsehen
   (20.08.2007)
Ein Rekordjahr für den Steinkauz im Kreis Herford (06.08.2007)
Heumahd unter schwierigen Bedingungen (20.07.2007)
Wandertagsbegleiter ausgebildet (27.06.2007)
Sehr hohe Kundenzufriedenheit (20.06.2007)
Weidenbauten an Kindergärten und Schulen (01.06.2007)
Terminverschiebung: 100 Jahre Rolf Dircksen jetzt am 10.11.2007   
   (21.05.2007)
Welcher Baum ist das? (21.05.2007)
Trifolium: Natur, Illustration und Kunst (27.04.2007)
Kleine Korbflechter am Werk (21.03.2007)
Die letzten Kopfweiden in diesem Winter (28.02.2007)
Alte Obstsorten - neu entdeckt für Westfalen und Lippe (13.02.2007)
... mehr als nur Tipis! (03.02.2007)
Bäume schneiden leicht gemacht (16.01.2007)
Programm Januar 07: Obstbaumspechstunde und Obstbaumschnittkurs
   (13.01.2007)




Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford
wünschen allen Freunden, Förderern und Partnern
ein ruhiges Weihnachten 2007 und ein erfolgreiches Jahr 2008!



Kopfweidenaktion in Werfen am 15.12.2007 erfolgreich verlaufen

Mit ehrenamtlicher Unterstützung - vor allem Kinder und Jugendliche packten ordentlich mit an – konnte die Biologische Station mit der Kopfbaumpflege an der Else in Bünde beginnen. 7 starke Weiden wurden „auf den Kopf gesetzt“ und alles Material weggeräumt und gehäckselt, damit sich die weidenden Schafe wieder frei bewegen konnten.

Leider wird die Finanzierung dieser Maßnahmen für die Station in Zukunft erheblich erschwert: Ab 2008 werden vordringlich nur Maßnahmen in Naturschutzgebieten von Landesseite aus gefördert. Aber die Kopfweiden halten sich nicht an die Vorgaben aus Düsseldorf und stehen in großer Zahl eben auch außerhalb der Naturschutzgebiete. Dank der ehrenamtlichen Unterstützung hofft die Station, auch weiterhin die wichtigen, landschaftsprägenden Kopfweiden pflegen und bewahren zu können.

 
Viel los auf der Schnittaktion!

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

Weitere Termine für Kopfweidenschnittaktionen mit ehrenamtlicher Unterstützung sind:

  • 12.01.2008 in Groß Aschen
  • 16.02.2008 in Vlotho

Jeder, der helfen möchte, ist herzlich willkommen!

Nähere Informationen erhalten Sie bei uns unter 05223 78250.



Spürnasenpfad im Katzenholz eröffnet (13.12.2007)

Das Katzenholz bei Spenge hat einen Spürnasenpfad bekommen!
Am 13.12.2007 fand die Eröffnung durch den Bürgermeister der Stadt Spenge, Herr Manz, statt.

Er ist da: Der Spürnasenpfad im Katzenholz bei Spenge!

Vier Pfade entstehen im Projekt „Kids Vital im Kreis Herford“ - und einen können wir heute der Öffentlichkeit übergeben! Die anderen drei Spürnasenpfade finden Sie im Stuckenberg (Herford), demnächst auch im Schweichelner Wald (Hiddenhausen) und in Randringhausen (Bünde).

Dem kindlichen Bedürfnis nach Bewegung wird heute immer weniger entsprochen. Viele Kinder haben Defizite in der Psychomotorik. Bewegung und Spaß stehen deshalb bei den Spürnasenpfaden im Vordergrund. Für alle vier Pfade gilt: Spielen, Lernen und Entspannen ohne Langeweile - raus aus den vier Wänden und hinein in die freie Natur!

 
Eröffnung des Spürnasenpfades im Katzenholz

erste Führung durch die Biologische Station

Weitere Informationen zum Spürnasenpfad finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte und unter www.kidsvital.de.

Wollen Sie schon jetzt eine Führung buchen? Dann drucken Sie bitte das Buchungsformular aus und senden es ausgefüllt an die Biologische Station.
Download Buchungsformular


Am Beginn des Spürnasenpfades steht nur eine Informationstafel - der Wald soll möglichst von größeren, störenden Bauten frei bleiben. Nur einfache, aus „nachhaltigem“ Material gefertigte Zeichen und einige wenige Bauten für die Spielstationen mit Wippe oder Holzbalken zum Balancieren wurden verwendet. Bevor man auf dem Spürnasenpfad aber richtig spielen und erleben kann, sollten Familien, Schulklassen oder Kita-Gruppen die Spürnaseninfozentren aufsuchen - alles was man für den Pfad braucht, findet man hier!

Es wurden vor Ort Kooperationspartner gefunden, die nun Spürnasen-Infozentren sind. Am Katzenholz sind dies Ziegenbruch´s Hotel-Restaurant (Zum Blücherplatz 6 in 32139 Spenge) und die Arche, Naturkostladen von Roswitha Kayser (Biermannstr. 26 in 32139 Spenge)! Wir wünsche Ihnen in Zukunft viel Besuch und Nachfrage nach den Spürnasenpfad-Rucksäcken! An beiden Häusern werden die Familien- oder Klassenrucksäcke ausgeliehen. Mehrsprachige Anleitungen (deutsch / türkisch / russisch) mit vielen Tipps und Materialien aus dem Rucksack helfen, für jede markierte Station des Spürnasenpfades ein passendes Spiel zu finden. Bewegungsreich, konzentriert, aktiv, entspannend - für alle ist etwas dabei.

Die Broschüre begleitet den Spürnasenpfad und vertieft das Naturerlebnis. Alle Stationen sind durch einen Pfahl mit unterschiedlichen Symbolen (Fuchs, Fledermaus, Eidechse usw.) gekennzeichnet. Zu diesen Symbolen finden sich in der Broschüre die jeweiligen Erläuterungen für die hier vorgesehenen Aktionen. An jeder Spielstation können mehrere, verschiedene Spiele mit unterschiedlichen Aktivitätsstufen gespielt werden. Wer nicht alle Spiele an einem Tag schafft, kommt einfach wieder!

Und ganz nebenbei lernt die Gruppe, sich für die Besonderheiten der Natur zu interessieren. Die Spürnasenpfade stehen damit auch für eine Erlebnispädagogik, die zur Verbesserung von Wahrnehmung und Wissen über die Natur beiträgt. Zugleich wird Verantwortung im Umgang mit der belebten Umwelt vermittelt. Aufenthalte im Wald bilden die beste Grundlage für eine positive Beziehung zur Natur - und auch zu sich selbst.

Angesprochen sind neben Kindergartengruppen, Grundschulklassen und Kindergruppen aus Vereinen besonders die Familien. Denn nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen sind eingeladen, die Natur einmal anders zu erleben. Auch Kindergeburtstage können hier hervorragend mit Spiel und Bewegung auf dem Spürnasenpfad gefeiert werden. Organisieren Sie einfach noch ein gesundes Picknick dazu, leihen Sie sich den Erlebnisrucksack aus, packen Sie eine Portion Neugier mit ein - los geht's!

Buchbare Gruppenführungen helfen, die Spürnasenpfade zu einer attraktiven (Freizeit-) Einrichtung im Kreis Herford werden zu lassen. Für die Führungen wenden Sie sich direkt an die Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford. (05223/78250, info@bshf.de).

Bitte an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung denken.

Wer finanziert das Projekt? Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz startete im Mai 2005 den Wettbewerb "Besser essen. Mehr bewegen" mit dem Ziel, Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen wirksam vorzubeugen. Einer der Gewinner ist der Kreis Herford mit dem Projekt Kids Vital im Kreis Herford. Die Spürnasenpfade der Biologischen Station sind ein zentraler Bestandteil des Projektes.



Sie sind da: Die Spürnasenpfade!

Eröffnung durch Kids Vital im Kreis Herford und die Biologische Station Ravensberg e.V., die den Pfad konzipiert und angelegt hat (23.11.2007).

Gemeinsam mit einer Grundschulklasse wird der Spürnasenpfad von dort aus das erste Mal erobert.

Auf dem 3,2 km langen Rundweg können Kinder mit der Natur auf Tuchfühlung gehen: mit der Familie beim nächsten Ausflug oder Kindergeburtstag, mit der Schule an Wander- und Projekttagen, mit der Kita-Gruppe beim Naturspaziergang oder Waldtag oder mit den Freunden aus dem (Sport-) Verein. Nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen, sind eingeladen, die Natur einmal anders zu erleben.

 
Landrätin Liselore Curländer eröffnet den Spürnasenpfad

Weitere Informationen zum Spürnasenpfad finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte und unter www.kidsvital.de.

Wollen Sie schon jetzt eine Führung buchen? Dann drucken Sie bitte das Buchungsformular aus und senden es ausgefüllt an die Biologische Station.
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Kommentare von den Kids wie: „Wie lange noch?“ oder „Sind wir gleich da“, die bei Ausflügen gerne schon mal fallen, dürften der Vergangenheit angehören. Denn wer sich auf den Spürnasenpfad begibt, kann einen ganzen Rucksack voll guter Ideen und Materialien gegen Langeweile mitnehmen. Es gibt eine Vielzahl von Spielvorschlägen für jeden Geschmack. Alle 5 Sinne der Kinder werden angesprochen.

Es gibt auf den Pfaden reichlich zu entdecken: Natürlich den Wald an sich, mit all seinen faszinierenden Geheimnissen. Zusätzlich angelegt wurden einige einfache Bauwerke, wie das Holzxylophon, das Insektenhotel, die Klettersteine oder das Baumtelefon.

Es wurde Wert darauf gelegt, dass hierfür nur natürliches Material verwendet wurde. Schließlich soll der Spürnasenpfad kein konventioneller Spielplatz sein, sondern Raum bieten für fantasievolles Ausprobieren“, so Gabriele Potabgy von der Biologischen Station als zuständige Projektleiterin.

Vier Pfade entstehen im Projekt „Kids Vital im Kreis Herford“. Der erste „Spürnasenpfad“ im Stuckenberg wird heute der Öffentlichkeit übergeben! Weitere Spürnasenpfade wird es im Schweichelner Wald (Hiddenhausen), im Katzenholz (Spenge) und in Randringhausen (Bünde) geben.

Dem kindlichen Bedürfnis nach Bewegung wird heute immer weniger entsprochen. Viele Kinder haben Defizite in der Psychomotorik. Bewegung und Spaß stehen deshalb bei den Spürnasenpfaden im Vordergrund. Für alle vier Pfade gilt: Ausprobieren, Spielen, Lernen und Entspannen außerhalb der eigenen vier Wände - und ohne Langeweile!

Zu den Spürnasenpfaden wurden vor Ort Kooperationspartner gefunden, die als „Spürnasen-Infozentren“ fungieren. Am Stuckenberg sind dies das Waldrestaurant Steinmeyer der Familie Pohlmann und das Hotel Waldesrand Herford der Familie Stranghöner. An beiden Häusern können innerhalb der Öffnungszeiten Familien- oder Klassenrucksäcke ausgeliehen werden. Viele Tipps, mehrsprachige Anleitungen (deutsch / türkisch / russisch) und Materialien aus dem Rucksack helfen, für jede markierte Station des Spürnasenpfades ein passendes Spiel zu finden. Bewegungsreich, konzentriert, aktiv, entspannend - für alle ist etwas dabei.

Die Broschüre begleitet den Spürnasenpfad und vertieft das Naturerlebnis. Alle Stationen sind durch einen Pfahl mit unterschiedlichen Symbolen (Fuchs, Fledermaus, Eidechse usw.) gekennzeichnet. Zu diesen Symbolen finden sich in unserer Broschüre die jeweiligen Erläuterungen für die hier vorgesehenen Aktionen. An jeder Spielstation können mehrere Spiele aus einer oder aus der verschiedenen Aktivitätsstufen (von aktiv bis besinnlich) gespielt werden. Wer nicht alle Spiele an einem Tag schafft, kommt einfach wieder, um weitere Spiele auszuprobieren, denn schon an einer Spielstation können Kinder und Erwachsene viele Stunden spielen.

Und ganz nebenbei lernt die Gruppe, sich für die Besonderheiten der Natur zu interessieren. Die Spürnasenpfade stehen damit auch für eine Erlebnispädagogik, die zur Verbesserung von Wahrnehmung und Wissen über die Natur beiträgt und zugleich Verantwortung im Umgang mit der belebten Umwelt vermittelt. Aufenthalte im Wald bilden die beste Grundlage für eine positive Beziehung zur Natur - und auch zu sich selbst.

Organisieren Sie einfach noch ein gesundes Picknick dazu, leihen Sie sich den Erlebnisrucksack aus, packen Sie eine Portion Neugier mit ein – und los geht’s!

Buchbare Gruppenführungen helfen, die Spürnasenpfade zu einer attraktiven (Freizeit-) Einrichtung im Kreis Herford werden zu lassen. Für die Führungen wenden Sie sich direkt an die Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford. (05223/78250, info@bshf.de )

Bitte an festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung denken.



Im Stuckenberg wird ein Naturerlebnispfad gebaut.

Heute wurde die Informationstafel aufgestellt (21.11.2007)

Vielleicht hat der ein oder andere Wanderer sich schon über die ungewöhnlichen Aktivitäten im Stuckenberg um den Bismarkturm herum gewundert. Sind dies noch Aufräumarbeiten von dem Sturm Kyrill?

Hier werden Baumstämme in einer merkwürdigen Ordnung in den Wald gelegt, dort stehen Baumklötze in einer Reihe geordnet, hier werden kleine Steine in den Weg ungeordnet eingebaut.

 
Eines der letzten Arbeiten war das Aufstellen der Infotafel

Weitere Informationen zum Spürnasenpfad finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte und unter www.kidsvital.de.

Wollen Sie schon jetzt eine Führung buchen? Dann drucken Sie bitte das Buchungsformular aus und senden es ausgefüllt an die Biologische Station.
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Die Bauaktivitäten zum ersten „Spürnasenpfad“ nähern sich dem Ende. Der Bau ist weitgehend abgeschlossen.

Das Geheimnis lüftet sich jetzt. Als letztes wird heute die Informationstafel auf dem Privatgrundstück der Familie Pohlmann gesetzt.

Mit einem knuffigen Igel steht darauf groß „Spürnasenpfad“ in „Naturschrift“.

Eine Karte mit eingezeichnetem Weg und Tiersymbolen machen neugierig.

Am Freitag den 23.11. um 9.00 Uhr ist Eröffnung. Ab dann können Kinder mit der Natur auf Tuchfühlung gehen: mit der Familie beim nächsten Ausflug oder Kindergeburtstag, mit der Schule an Wander- und Projekttagen, mit der Kita-Gruppe beim Naturspaziergang oder Waldtag oder mit den Freunden aus dem (Sport-) Verein. Nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen, sind eingeladen, die Natur einmal anders zu erleben.

Zu den Spürnasenpfaden wurden vor Ort Kooperationspartner gefunden, die als „Spürnasen-Infozentren“ fungieren. Am Stuckenberg sind dies das Waldrestaurant Steinmeyer der Familie Pohlmann und das Hotel Waldesrand Herford der Familie Stranghöner. An beiden Häusern können innerhalb der Öffnungszeiten ab Freitag den 23.11. Familien- oder Klassen-rucksäcke ausgeliehen werden.

Organisieren Sie einfach noch ein gesundes Picknick dazu, leihen Sie sich den Erlebnis-rucksack aus, packen Sie eine Portion Neugier mit ein – und los geht’s!

Buchbare Gruppenführungen mit einer eigenen „Kids Vital“ - Homepage helfen, die Spürna-senpfade zu einer attraktiven (Freizeit-) Einrichtung im Kreis Herford werden zu lassen. Für die Führungen wendet man sich direkt an die Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford. (05223/78250, info@bshf.de)

Dem kindlichen Bedürfnis nach Bewegung wird heute immer weniger entsprochen. Viele Kinder haben Defizite in der Psychomotorik. Bewegung und Spaß stehen deshalb bei den Spürnasenpfaden im Vordergrund.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz startete im Mai 2005 den Wettbewerb "Besser essen. Mehr bewegen" mit dem Ziel, Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen wirksam vorzubeugen.

Einer der Gewinner ist der Kreis Herford mit dem Projekt Kids Vital im Kreis Herford. Die „Spürnasenpfade“ der Biologischen Station Ravensberg sind eines von den 11 Projekten innerhalb Kids Vital im Kreis Herford.

Weiter Informationen gibt es bei der Biologischen Station Ravensberg Gabriele Potabgy (05223/78250) und www.bshf.de , www.kidsvital.de




Obstbaumverteilaktion 2007

Über 400 Bäume - Rekord im dreizehnten Jahr (16.11.2007)

Die Biologische Station Ravensberg setzt sich seit 1995 für den Erhalt der Streuobstwiesen mit ihren regionalen Obstsorten ein. Dabei hat sich das Obstwiesenprojekt in den letzten Jahren von einem Geheimtipp zu einer festen Größe im Obstwiesenschutz gemausert. So wurde dieses Jahr erstmals die 400-Bäume-Marke geknackt. Eine logistische Höchstleistung!

Das Interesse an historischen Hochstammobstbäumen ist nach wie vor groß. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, welche Sorten für die Neu- oder Nachpflanzung geeignet sind. Die Auswahl ist groß und jede Sorte hat ganz individuellen Ansprüche und nicht zu vernachlässigen jeder Interessent seinen eigenen Geschmack.

Im Rahmen ihres erfolgreichen Obstwiesenprojektes (3.716 Bäume wurden bereits verteilt) hilft die Biologische Station Interessenten bei der Auswahl passender Sorten.

 
Geschnitten und sortiert warten die Obstbäume auf ihre neuen Besitzer

Susanne Schütte koordiniert die Verteilaktion

Neue Bestellungen für die Verteilaktion im Herbst 2008 werden schon jetzt entgegengenommen!

aktuelle Bestelliste (PDF-Datei 260 KB)

Weitere Informationen zum Obstwiesenprojekt finden Sie unter Projekte.

Dabei wird vermehrt auf historische, in unserer Region beheimatete Sorten wie Prinzeß Noble, Ravensberger oder die Westfälischer Frühapfel zurückgegriffen. Diese Liebhabersorten sind überwiegend robust, besonders schmackhaft, reichtragend und an das heimatliche Klima angepaßt. Einige alte Sorten werden sogar von Allergikern vertragen. Ein Grund mehr die Ressourcen unserer alten Obstwiesen zu nutzen.

Bei der diesjährigen Verteilaktion wurden unter anderem auch Walnußbäume (Juglans regia) verkauft. Die Walnuß ist der Baum des Jahres 2008. Seit der jüngeren Steinzeit wird die sie vom Menschen kultiviert. Aufgrund ihres stattlichen Wuchses bekam sie den Beinamen "regia", die Königliche. Die Walnuß ist frostempfindlich und bevorzugt daher geschützte Lagen. Traditionell steht sie an Höfen, oft dicht am Misthaufen oder in der Nähe der Viehställe. Mit ihren intensiven Geruch soll sie Fliegen und andere Insekten vertreiben und diese von angrenzenden Wohnbereichen fernhalten. Dieses und vieles mehr macht die Walnuß zu einen ganz besonderen Baum.



Sa. 10.11.

100 Jahre Rolf Dircksen - Symposium u. Ausstellung

Symposium und Ausstellung zum Gedenken an Rolf Dircksen (1907 – 1983), der Ornithologe, Hochschullehrer, Didaktiker, Autor, Jäger und Naturschützer gewesen ist. Das vollständige Programm liegt nun vor und kann als Datei heruntergeladen werden.

Leitung  Eckhard Möller & Klaus Nottmeyer-Linden

Treffpunkt   

Gut Bustedt, Hiddenhausen

Dauer 10.30 – 17.00 Uhr

Teilnahmegebühr  

keine

Anmeldung Bitte per Email (info@bshf.de) oder
Telefon(05223 – 78 250)
Programm PDF-Dokument zum Herunterladen (750 kb)




Biostation schaltet Homepage zum Projekt "Kids Vital im Kreis Herford" frei (30.10.2007)

Gesunde Ernährung und mehr Bewegung für unser Kinder: Wer dazu Informationen, Anregungen, Angebote und Ansprechpartner aus der Region sucht, wird jetzt unter www.kidsvital.de fündig.

Bewegungsspiele für zuhause und die Pause, gesunde Rezepte zum Nachkochen, eine Infothek mit Hinweisen zu Literatur, Projekten und Aktivitäten und natürlich alle Informationen über das regionale Aktionsbündnis Kids Vital im Kreis Herford werden übersichtlich präsentiert.

 

Neu im Internet: www.kidsvital.de

Die neue Homepage wendet sich an Mütter und Väter von Kindern im Vor- und Grundschulalter, LehrerInnen, ErzieherInnen und alle Multiplikatoren, die Einfluss auf die Gesundheit unserer Kinder haben.

„Gesunde Ernährung und ausreichende und kindgerechte Bewegung sind wichtige Grundlagen für ein gesundes Aufwachsen von Kindern. Kinder brauchen informierte Eltern und Pädagogen, die ihnen gute Startchancen ins Leben geben und ihnen ein gesundes Umfeld bieten. Darum soll die Website die Informationen bündeln und Plattform für die genannten Akteure sein, die im Leben von Kindern eine so wichtige Rolle spielen“, so Renate Ricken, die Koordinatorin des Projektverbundes Kids Vital.

Kinder sollen im Kreis Herford gesund und lebendig aufwachsen. Im Projektverbund Kids Vital machen sich dafür stark:

Anna-Siemsen Berufskolleg, Arbeitsgruppe Kids Vital, Biologische Station Ravensberg e.V., Diakonisches Werk (Familien- und Sozialberatung), Westfälisch-Lippischer Landfrauenverband Kreisverband Herford, Initiative Eltern pro Gesundheit, Intern. Beratungs- und Bildungszentrum der AWO in Löhne, Qualitätszirkel der Kinderärzte im Kreis Herford, Jugendamt der Stadt Herford, Projekt „Steps – frühe Hilfen“, Schulamt für den Kreis Herford, Sportjugend im Kreissportbund.

Die informative Website wurde gemeinsam mit der Biologischen Station Ravensberg e.V. erstellt und gestaltet. Sie wird – so das Ziel aller Beteiligten – kontinuierlich erweitert und um aktuelle Themen ergänzt. Darüber hinaus sollen weitere Angebote über diese Plattform dargestellt und miteinander vernetzt werden.




Die Ziegeleigrube Ennigloh wird wieder ein wertvoller Lebensraum für bedrohte Tiere!
Biologische Station Ravensberg beginnt im Naturschutzgebiet „Alte Ziegelei“ noch einmal bei Null (25.10.2007)

Nach ihrer Gründung im Jahre 1899 war die alte Ziegelei im Bünder Ortsteil Ennigloh bis zum Zweiten Weltkrieg 40 Jahre lang in Betrieb. Aus Kriegsgründen wurde sie 1939 geschlossen und erst 1947 wieder eröffnet. Der zweite Betrieb lief längst nicht so gut wie der Erste, so dass die Firma im Jahre 1969 endgültig Konkurs anmelden musste. Danach sollte das Gelände als Mülldeponie genutzt werden. Bünder Bürger protestierten gegen diese Nutzung und plädierten für eine Ausweisung als Naturschutzgebiet. Die Besitzverhältnisse gingen nach langer Diskussion an den Kreis Herford über. Seit 1994 ist die alte Ennigloher Ziegeleigrube mit seinen 4,55 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

 
Arbeiten in der Ziegekleigrube Ennigloh

Den Artikel der regionale Presse über die große Sammelaktion können Sie hier lesen.

Seit dieser Zeit betreut die Biologische Station dieses Naturschutzgebiet. Neben dem großen See gibt es auch noch zwei kleiner Artenschutzteiche, Hochstauden und Seggenrieder. Diese bieten vielen Amphibien wie z.B. Berg- und Teichmolch, Teichfrosch, Erdkröte und Grasfrosch, Fledermäusen, Vögeln und Insekten, es wurden hier 22 Libellenarten und 290 Schmetterlingsarten festgestellt, Lebensraum. Diese Tiere benötigen jedoch neben Feuchtigkeit, Strauch und Baumbestand auch sonnige Bereiche. Da sonnige artenreiche Grünlandbereiche aber durch das Voranschreiten der Sträucher und Baume immer kleinflächiger wurden, sind auch die auf Sonnenbereiche angewiesenen Arten wie Zauneidechse, Blindschleiche, Kreuzkröte und andere Amphibien, Schmetterlinge, Heuschrecken und Libellen nur noch in geringer Artenzahl vorhanden oder ganz verschwunden.

Seit 2005 hat die Biologische Station Ravensberg die voranschreitende Sukzession laufend zurückgedrängt. Da die Wurzelstöcke jedoch immer wieder austreiben und dadurch die Wiederherstellung von artenreichen Sonnenflächen eine kostenintensive Dauermaßnahme ist, wird heute die Fläche mit einer Wurzelfräse bearbeitet. Dadurch können große Bereiche der Ziegeleigrube wieder in eine Mahd überführt werden. Zusätzlich werden für Kreuzkröte und Co. kleine Laichbiotope angelegt.



Apfelflut in Stift Quernheim!
Apfelsammelaktion der Biologischen Station ein voller Erfolg (08.10.2007).

Die Biologische Station Ravensberg nahm wie bereits in den letzten Jahren ungespritztes, ausgereiftes Fallobst (Äpfel und Birnen) von Streuobstwiesen und Hausgärten an.
Innerhalb von 3 Stunden war der gemietete Container gut gefüllt: 7 t Äpfel verschiedenster Sorten und Größen konnten auf den Weg nach Isselhorst geschickt werden, um dort von Hans-Joachim Bannier zu köstlichem Apfelsaft gepresst zu werden.

 
Alle Hände voll zu tun!

Weitere Informationen zum Obstwiesenprojekt finden Sie unter Projekte.

Den Artikel der regionale Presse über die große Sammelaktion können Sie hier lesen.



Welcher Baum ist das?
Kinder bestimmen Bäume (21.09.2007).

Baum ist nicht gleich Baum! Das weiß doch jedes Kind. Doch welcher Baum ist das? Diese Frage stellten sich die Schüler der 3. Klassen der Grundschule Stift Quernheim in der Woche vom 17. bis 21. September. Sie besuchten die Biologische Station um unsere heimischen Bäume kennen und erkennen zu lernen. Die Kinder bastelten ihr eigenes Bestimmungsbuch und dann ging es raus zu Buche, Eiche, Linde und Co. Zahlreiche kleine Spiele rund um den Baum zeigten den Kindern, wie unterschiedlich unsere heimischen Bäume sind und welche Geheimnisse sie vor uns haben.

 
Wie groß ist die Baumwurzel?

Weitere Informationen zu dieser und anderen Angeboten für Kinder finden Sie unter Veranstaltungen.

Speziell für den Baumbestimmungskurs können die Grundschulen uns gerne besuchen kommen, auf Wunsch kommen wir aber auch zu Ihnen.




Schwere Brandkatastrophe in der Partnerregion Sibenik

Sibenik/Kreis Herford (19.09.2007)

Zwölf tote und weitere teilweise schwerverletzte Feuerwehrleute sind nach einem Wald- und Vegetationsbrand Ende August auf der Insel Kornat der kroatischen Region Sibenik zu beklagen. Dies wurde erst gestern in Herford bekannt.

 
Infozentrum Kornati

Bei einem Löschversuch eines zunächst wenig bedeutenden Feuers im Nationalpark der Insel wurde eine Gruppe freiwilliger Feuerwehrleute im Alter zwischen 18 und 26 Jahren durch plötzlich drehenden Wind vom Feuer eingeschlossen. Die Feuerwehrleute waren zuvor von einem Hubschrauber auf der Insel abgesetzt worden. Für 6 junge Männer kam die eingeleitete Rettungsaktion zu spät, mindestens 7 weitere erlitten zum Teil schwere Verbrennungen. Zwischenzeitlich erhöhte sich die Zahl der Toten auf 12 Personen, die Opfer erlagen ihren schweren Verletzungen in einer Klink in Dubrava. Wie weiter bekannt wurde, sind umfassende Ermittlungen zum Hergang durch Regierungschef Ivo Sanader angeordnet worden. Zeitungsberichten zur Folge gehen die Ermittler derzeit von Brandstiftung aus. Die getöteten Feuerwehrleute hatten keine Atemschutzmasken während des Einsatzes verfügbar.

Mit großer Anteilnahme verfolgt Landrätin Lieselore Curländer die Nachrichten aus der Partnerregion des Kreises über den möglicherweise schlimmsten Unfall in der Geschichte der kroatischen Feuerwehr. Curländer hat sich in einem Kondolenzschreiben an ihren kroatischen Landratskollegen Goran Pauk gewandt.

Der Kreis Herford hat zur betroffenen Region eine besondere Beziehung: Im Rahmen der Partnerschaft mit der Region Sibenik hat der Kreis mit der Biologischen Station Ravensberg ein Projekt zur Entwicklung eines naturnahen Tourismus in der Inselgruppe der Kornaten durchgeführt. Mit Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt aus Osnabrück soll ein Informationszentrum im vor allem bei Seglern beliebten Nationalpark Kornati ausgebaut werden. Ein Konzept wurde erstellt, zahlreiche Geräte und Materialien vor Ort untergebracht. Es ist nun zu befürchten, dass durch das Feuer nicht nur das Gebäude verloren gegangen ist, sondern auch die Förderung von naturverträglichem Tourismus einen schweren Rückschlag erlitten hat. „In diesem Augenblick zählt aber zuvorderst das schwere Schicksal der betroffenen Familien in der Küstenregion“, sagte Klaus Nottmeyer-Linden, Leiter der Biologischen Station, der bereits der Nationalparkverwaltung im Namen aller Herforder Freunde der kroatischen Küstenregion das tief empfundene Mitgefühl und Beileid ausgesprochen hat.




Mit Rilke durch die Natur

Wanderung rund um Gut Böckel am 7.9.2007

(...)„Wieder duftet der Wald. Es heben die schwebenden Lerchen mit sich den Himmel empor, der unseren Schultern zu schwer war (...)

Diese und ähnliche Textstellen aus Gedichten, Prosa und Briefen des großen Lyrikers begleiteten die 21 Interessenten auf einer - zumindest für Mitarbeiter einer Biologischen Station - etwas ungewöhnlichen Exkursion mit deutlich literarischer Schieflage!

 
Mit Rilke durch das Land: Foto Tyler Larkin, Neue Westfäliche

Die Neue Westfälische berichtete ausführlich über diese ungewöhnliche Exkursion: "Mit Rilke durch das Land".

Aber das Experiment kann als geglückt eingestuft werden, wenn man die Bitten der Zuhörer richtig deutet, ähnliche Veranstaltungen folgen zu lassen.

Auf den Tag vor genau 90 Jahren lebte Rilke für 2 ½ Monate auf Gut Böckel und erkundete oft genug die Landschaft um den alten Herrensitz. Auch wenn ihm das typisch westfälische Sommerwetter wenig behagte, finden sich in den Erinnerungen von Hertha Koenig und in seinen Briefen ausführliche Beschreibungen von Natur und Landschaft. Von einem auffliegenden Reiher an einer Rötekuhle im Voßholz oder dem Pflücken von Orchideen in feuchten Wiesen wusste Klaus Nottmeyer-Linden, Leiter der Station und passionierter Literaturfreund, aus den Zeugnissen von Rilkes Aufenthalt zu berichten. Angereichert war der Gang auf Rilkes Spuren mit zahlreichen Verweisen aus seinem Werk zur belebten Natur – passend ausgewählt zur Jahreszeit, dem Herbst.

Ähnliche Veranstaltungen zu anderen Jahreszeiten sollen folgen.




Die letzten Kreuzkröten im Kreis Herford und die Biostation im Fernsehen

Sendung Natur in OWL am 31.7.2007 im WDR, 19:30 Uhr

Eine ehemalige Tongrube im Kreis Herford birgt einen großen Schatz: Nur noch hier gibt es ein stattliches Vorkommen der seltenen Kreuzkröte - überall sonst im Kreisgebiet ist die selten Art schon lange verschwunden. Als Pionierart trockenwarmer Lebensräume liebt sie vegetationsarme Böden. Eine alte Tongrube nun stellt quasi „durch Zufall“ die notwendigen Komponenten für die kleine Kröte: offene, vegetationsarme Flächen mit ausreichenden Versteckmöglichkeiten als Landlebensraum sowie weitgehend vegetationsfreie Gewässer (Flach- bzw. Kleinstgewässer) als Laichplätze. Diese müssen auch von Fischen und anderen Tieren konkurrenzfrei sein, was gewährleistet ist, wenn die Kleinstgewässer öfter eintrocknen. Der Kreuzkröte reichen 3 Wochen Wasser für ihre Entwicklung vom Ei zur kleinen Kröte. Im ansonsten wenig geeigneten Ravensberger Hügelland sind nun die alten Tongruben die letzten Rückzugsgebiete der Kreuzkröte. Ihr ursprünglicher Lebensraum ist durch Hochwasser geprägten Fluss- oder Bachaue.

 
Kreuzkröte im Kreis Herford

Kreuzkröten im Kreis Herford: Ein Filmbeitrag des WDR


Der Film über das Kreuzkröten-Vorkommen im Kreis Herford ist über das Internet auf den WDR-Seiten anzuschauen.

Im ausführlichen Filmbeitrag des WDR wurden nicht nur die guten Bedingungen in der alten Abgrabung vorgestellt sondern auch die Kreuzkröte selbst. Die Kreuzkröte hat deutlich kürzere Beine als andere Amphibien. Sie hüpft daher nicht, sondern läuft mausähnlich um Nahrung zu finden, die Laichgewässer oder das Winterquartier aufzusuchen.

Die Männchen erzeugen zur Laichzeit mit einer großen Schallblase laute Paarungsrufe, um die Weibchen auf sich aufmerksam zu machen. Der lauteste Rufer ist bei den Weibchen der attraktivste Held. Ein Held auch deshalb, weil die lautesten Rufer die leichteste Beute für Räuber sind. Die Rufserien lassen sich als metallisch lautes Rätschen („ärr .. ärr .. ärr“) umschreiben und sind den ganzen Sommer, vorzugsweise nach Regen über zwei Kilometer weit zu hören.

Im Filmbeitrag wurde aber auch gezeigt, dass die Mitarbeiterin der Biologischen Station, die Diplombiologin Gabriele Potabgy, die kleinen Kröten im letzten Moment vorm Aussterben gerettet hat. Die Laichteiche waren bereits fast ausgetrocknet. Die Kaulquappen können eine Zeit im Schlamm überleben. Wenn es dann noch rechtzeitig regnet, erkennt man später an dem hellen Trockenfleck auf dem Rücken der Kauquappe ihre überwundene, lebensbedrohliche Situation. Durch etliche Maßnahmen gelang es der Station zusammen mit der zuständigen Kommune und dem Eigentümer den Restbestand von wenigen Exemplaren auf heute über 200 rufenden Männchen wieder zu steigern.






Ein Rekordjahr für den Steinkauz im Kreis Herford

Deutlicher Anstieg des Bestandes und sehr guter Bruterfolg

Der Steinkauz ist der Wappenvogel von Pallas Athene, der griechischen Göttin für Weißheit, wie es heute noch an seinem wissenschaftlichen Namen, Athene noctua, erkennbar ist. Mit nur 200g Körpergewicht und einer Größe von 20 cm ist die kleine Eule ein typischer Kulturfolger und seit Jahrtausenden ein enger Begleiter des Menschen. Vor allem Viehzucht und Weidewirtschaft ziehen den Steinkauz magnetisch an; fehlen diese, bleibt auch er weg. Der Stein im deutschen Artnamen benennt seine Vorliebe für alte, möglichst verlassene landwirtschaftliche Gebäude. Diese findet er heute allerdings fast nur noch im Mittelmeerraum, wo auch sein europäischer Verbreitungsschwerpunkt liegt (F, E und I). Deutschlandweit brüten die meisten Steinkäuze in NRW, mit ca. 5.000 sind es mehr als 80 % der gesamten deutschen Steinkauzbrutpaare. Daraus ergibt sich die besondere Verantwortung für den Schutz dieser gefährdeten Art in unserem Bundesland.

 
Steinkauznachwuchs im Kreis Herford

Erhard Nolte bei der Steinkauzkastenkontrolle

Die regionale Presse berichtete ausführlich über die Stellungnahme von Landrätin Lieselore Curländer zur Steinkauzgefährdung durch den Neubau der L557:

Artikel Neue Westfäliche
Artikel Westfalenblatt

Im Regierungsbezirk Detmold leben derzeit etwa 500 Paare mit einer eindeutigen Konzentration in den Kreisen Gütersloh (210) und Paderborn (200). Im Kreis Herford galt der Steinkauz vor 10 Jahren als ausgestorben. Nur noch jenseits der Kreisgrenze, im benachbarten Melle, konnten rufende Steinkäuze angetroffen werden. Dank einer vorbildlichen Anstrengung ehrenamtlicher Naturschützer um Erhard Nolte aus Rödinghausen gelang es, den Steinkauz wieder im Kreis zu etablieren. So wurden westlich von Bünde zwischen Rödinghausen und Enger über 40 spezielle Nistkästen aufgehängt. Nachdem 1998 das erste Paar wieder ein Revier bezogen hatte, konnten 2003 drei Paare gezählt werden, 2006 waren es schon acht, wenn auch mit einem sehr schlechten Brutergebnis. Mit 10 Paaren, die 31 Junge groß zogen, kann 2007 als ein Rekordjahr gefeiert werden!

Die zahlreichen, aufgehängten Nistkästen dienen nicht nur der Fortpflanzung, sondern sind auch wichtige Rückzugsräume. Die Kästen müssen zudem „mardersicher“ sein, d.h. der Steinmarder muss daran gehindert werden, in die Kästen einzudringen und Alt- wie Jungtiere zu erbeuten. Durch Unterstützung des Kreises und der Stiftung der Sparkasse angeschafft bzw. speziell erbaut, müssen die Kästen jährlich mehrfach kontrolliert werden. Dafür stehen Erhard Nolte neben den Mitarbeitern der Biologischen Station zahlreiche ehrenamtliche Mitstreiter zur Verfügung.

Inzwischen droht den Steinkäuzen im Kreis Herford erneut Gefahr: laut Planung verläuft die Trasse L557 neu zwischen Enger und Rödinghausen mitten durch die Steinkauzreviere.




Heumahd unter schwierigen Bedingungen

Seit nunmehr 12 Jahren ist die Biologische Station selbst als kleiner landwirtschaftlicher Betrieb aktiv, vor allem im Bereich Wiesenmahd inklusive Obstwiesen. Mit max. 25 ha Grünlandfläche ist das schon eine Menge Arbeit, wie Georg Borchard von der Station auch in diesem Jahr wieder feststellt. Unterstützt von Karlheinz Böhm und den Zivildienstleistenden der Stationen kämpft der Landschaftspfleger im Moment gegen die schlechten Wetterbedingungen. Die lang andauernde Regenperiode im Juni hat die Mahd weit nach hinten geschoben und das Arbeitspensum dazu noch aufeinander: Viel Arbeit in zu wenig Zeit. So wurden die letzten schönen Tage voll ausgenutzt und da heißt es dann sowohl für die Familienväter wie die jungen Zivildienstleistenden: Freibadverbot. Inzwischen sind mehr als die Hälfte der Flächen gemäht und das Heu ist abgeerntet. Jetzt heißt es: Hoffen auf gutes Wetter!

 
Heumahd in der Elseaue


Obstwiesenmahd im Jammertal





Wandertagsbegleiter ausgebildet

Eingebettet in das Projekt »Kids Vital« des Kreises Herford und gefördert aus Bundesmitteln des Wettbewerbs »Besser essen. Mehr bewegen« haben 19 Teilnehmer an fünf Vormittagen unter Anleitung der Biologischen Station Ravensberg und des Projektbüros "Kids Vital" sich zu ehrenamtlichen Naturbegleitern für Wandertage und Ausflüge von Grundschulklassen, Kindergartengruppen und Familien ausbilden lassen.

Die umfangreichen Kursinhalte gingen von rechtlichen Aspekten, einer Einführung in die heimische Fauna und Flora, Naturspiele und Heimatkunde bis hin zu einer Erst-Hilfe-Unterweisung speziell für Outdooraktionen.

Am Ende der Schulungswoche erhielten alle ihre Zertifikate: Giovanna Birnbaum, Lucia Brena, Meike Brune, Elke Dießner, Andreas Guder, Ute Heinemann, Stephan Hollmann, Dagmar Höner, Reinhilde Koch-Bökenkamp, Christel Korfmacher, Heidemarie Kuhlmann, Sabine Mischel, Figen Müller, Angela Papenhoff, Manuela Prüfer, Silke Reitemeyer, Christina Rottmann, Heike Warning, Irene Warning und Ursula Witte.

Die Wandertagsbegleiter können von Multiplikatoren wie Grundschulen, Kindergärtens und Vereinen angesprochen werden, um Ausflüge für Kinder im Vor- und Grundschulalter spannender zu gestalten. Die Adressen der Naturbegleiter sind beim Schulamt, in der Geschäftsstelle der Gesundheitskonferenz (0 52 21) 13 21 33 oder beim Projekt „Kids Vital“ (0 52 21) 21 09 zu erfragen.

 
Einführung in die heimische Fauna und Flora in der Biostation


Bewegungsspiele in und mit der Natur

Klettern als Wandertagsprogramm

Berichterstattung der regionalen Zeitungen:




Sehr hohe Kundenzufriedenheit
20.06.2007

Schon im Jahr 2006 führte das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik im Auftrag des Düsseldorfer Umweltministeriums eine Umfrage bei den Kunden der Biologischen Stationen im ganzen Lande durch.

 

Für die landesweite Befragung wurden knapp 6.000 Adressen von den Biologischen Stationen bereit gestellt, von denen nach einer bestimmten Auswahl 3027 angeschrieben wurden. Personen aus den Bereichen Verwaltung, Politik, Landnutzer, Verbände und Besucher bzw. Interessenten erhielten einen jeweils angepassten Fragebogen.

Der Rücklauf war mit 57 % sehr gut.

Insgesamt haben fast 90 % der Befragten eine hohe bis sehr hohe Zufriedenheit mit den Stationen geäußert.

Genauso positiv ist auch das Ergebnis zur Befragung der Biologischen Station Ravensberg.

Als Download finden Sie hier das Ergebnis der Befragung über die Station im Kreis Herford.





Weidenbauten an Schulen und Kindergärten

Kurzer Sachbericht

Gefördert von der Sparkassenstiftung Herford wurde von November 2006 bis März 2007 an 6 Kindergärten bzw. Grundschulen (s. Übersicht) im Kreis Herford Weidenbauten errichtet.

Die Tätigkeiten der Biologischen Station umfassten

  • ein Beratungsgespräch vor Ort,
  • die Gewinnung des Materials (Zurechtschneiden, Bündeln und Lieferung)
  • und die fachliche Anleitung und Mithilfe beim Weidenbau.

Die nebenstehenden Fotos und Zeitungsartikel verdeutlichen das hohe Engagement und die begeisterte Mitarbeit der Kinder , Eltern, Erzieher und Lehrer. Es gelang erfolgreich, die nachhaltige Nutzung des Weidenschnitts mit den nötigen Informationen zur Bedeutung und zum Schutz der heimischen Kulturlandschaft mit praktischen Aktionen zu verbinden, die den Kindern (und den Eltern) dazu auch noch viel Spaß gemacht haben. Die auf längere Dauer angelegten Weidenbauten können und sollen, wie auch schon geschehen, kontinuierlich mit den Kindern gepflegt werden und vermitteln somit auch auf lange Sicht wertvolle Kenntnisse und Fertigkeiten. Aufgrund der sehr positiven Resonanz (es konnten nicht alle Anfragen berücksichtigt werden) ist an eine Fortführung des Projektes gedacht.

Übersicht über die Kindergärten und Schulen mit durchgeführten Weidenbauten:

  • Grundschule Lenzinghausen in Spenge
  • Kindergarten Kirchlengern in Kirchlengern
  • Kindertagesstätte Vlohzirkus in Vlotho
  • Kindertagesstätte Kinderparadies in Bünde
  • Grundschule Oldinghausen in Enger
  • Grundschule Spenge/Hücker-Aschen in Spenge

Zuständige Mitarbeiterin:
Dr. Ulrike Letschert

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

 
Kindergarten Kirchlengern

Kindertagesstätte Kinderparadies

Kindertagesstätte Vlohzirkus

Grundschule Oldinghausen

Grundschule Spenge/Hücker-Aschen




Terminverschiebung!

100 Jahre Rolf Dircksen - Symposium u. Ausstellung findet nicht wie ursprünglich geplant am Samstag, den 09.06.2007 statt. Als neuer Termin ist jetzt der Samstag, 10. November 2007 festgelegt worden. Alles weitere entnehmen Sie bitte unserem Programm.

 
Prachtlibelle: Illustration Ron Meier



Welcher Baum ist das?

Die erste Klasse der Grundschule Rödinghausen lernte die heimischen Bäume kennen (15. Mai 2007).

"Welcher Baum ist das?" hieß es am Dienstag Morgen im Gewölbekeller des Herrenhauses in Stift Quernheim. Schüler der erste Klasse besuchten die Biologischen Station und lernten die heimischen Bäume kennen. Mit anfangs selbstgebastelten Bestimmungsbücher ging es raus in die Natur. Dort wurden als erstes Eiche, Buche, Linde und co. unter die Lupe genommen. Beim Baummemory und verschiedenen anderen Spielen rund um den Baum konnten die Kinder dann ihr Wissen testen.

Wie hoch ist der Baum?

 
Bäume unter der Lupe

Spielerisch lernen wir Bäume kennen!

Wie groß ist die Baumwurzel?




Einladung zur Ausstellungseröffnung

Mittwoch, 9. Mai 2007
um 17:00 Uhr

Sparkasse Herford
Filiale Ennigloh

Hauptstr. 24
32257 Bünde

Trifolium:

Natur, Illustration und Kunst

  • Ron Meier
  • Francesca Mailandt
  • Andreas Schlechtriemen

Drei junge Illustratoren stellen ihre Werke erstmalig in Ostwestfalen vor.

Einführende Worte spricht Klaus Nottmeyer-Linden,
Leiter der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford

 
Kondor: Eine Zeichung der Ausstellung


Ausstellung

in der
Sparkasse Herford
Filiale Ennigloh
Hauptstraße 24 in Bünde

10. bis 31. Mai 2007
während der üblichen Öffnungszeiten





Kleine Korbflechter am Werk
25 Kinder der 3. Klasse Grundschule Stift Quernheim bastelten Osterkörbchen (21.03.07)

25 Kinder der Grundschule Stift Quernheim bastelten im historichen Gewölbekeller des Herrenhauses kleine Weidenkörbchen für den Osterhasen.
Dabei wurden sie von den Mitarbeitern der Biologische Station tatkräftig unterstützt , die neben der Bastelhilfe den Kindern viel wissenswertes über die Weide beibringen konnten.
Am Ende der Veranstaltung zeigten die Kinder stolz ihre Meisterwerke.

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

 
Der Gewölbekeller wurde zur Bastelstube


fertig!





Die letzten Kopfweiden in diesem Winter
409 Bäume in diesem Winter gepflegt (28.02.07)

Die letzten Kopfweiden für diesen Winter stehen bei der Biostation auf dem Programm: Ab dem 1. März dürfen in der freien Landschaft keine Gehölzarbeiten mehr durchgeführt werden. Daran ist natürlich auch die Station mit ihren Kopfweiden-Pflegemaßnahmen gebunden. Im ganzen Kreis haben die Mitarbeiter der Station 6.026 dieser besonderen Bäume an 440 Standorten gezählt, die regelmäßig geschnitten werden müssen. Dieses „Auf-den-Kopf-setzen“ entspricht einer alten Kulturtechnik, die der Gewinnung von Weidenruten und Holz diente. Heutzutage müssen Naturschützer einspringen, um die Bäume vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren. Seit über zehn Jahren organisiert die Station mit tatkräftiger Unterstützung ehrenamtlicher Helfer die Pflege der Weiden im Kreisgebiet. In dieser Zeit wurden schon über 3.000 Weiden „geschneitelt“, wie der Fachausdruck es benennt.

Drei große alte Weiden sind am Standort in Enger zu pflegen und damit die letzten in dieser „Saison“, in der mit 409 Bäumen ein sehr gutes Arbeitspensum erledigt wurde. Die schon über 100 Jahre alte Bäume bieten mit ihrer rissigen Borke vielen Tieren und Pflanzen wertvollen Lebensraum. In dem weichen Holz entstehen zahlreiche Höhlen und Spalten, ohne das die Lebensfähigkeit der Bäume eingeschränkt wird.

Als Zeugen einer traditionellen Landnutzung gehören die Kopfweiden zum Grundinventar unserer heimischen Kulturlandschaft.

 
Als letzter Schnittmaßnahme wurden diesen Winter 3 alte Kopfweiden in Enger gepflegt


eine der alten Kopfweiden an diesem Standort

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden






In neuer, erweiterter Auflage erschienen!

Alte Obstsorten – neu entdeckt für Westfalen und Lippe

Die neue Broschüre wird vom Autor Hans-Joachim Bannier und der Land-schaftsplanerin/Designerin Corinna Lüdtke vorgestellt !

Auch Herr Krebühl von der Nordrhein-Westfälischen Stiftung für Umwelt und Entwicklung (SUE) aus Bonn war anwesend!

Sechs Jahre sind seit der inzwischen vergriffenen ersten Auflage unserer Broschüre vergan-gen. Es hat sich gezeigt, dass die Nachfrage nach „einfachem“, aber dennoch solidem Obstbauwissen über Sortenwahl, Pflanzung und Pflege von Obstbäumen für Streuobst-wiesen sowie für den Haus- oder Kleingarten ungebrochen besteht. Ursprünglich nur für den ostwestfälischen Raum konzipiert, ist die Broschüre auch aus anderen Regionen nachge-fragt worden.

Die Neuauflage erscheint jetzt in erweiterter Form für ganz Westfalen und Lippe. Die erste Auflage wurde komplett überarbeitet und ergänzt. Neu aufgenommen wurden regionale und überregionale Internet-Adressen, unter denen aktuelle Informationen rund um Streuobst und alte Obstsorten, Baumschulen, Mostereien sowie Veranstaltungshinweise eingeholt werden können.

Auffälligste Änderung gegenüber der ersten Auflage ist – neben einem geänderten Layout – die farbige Beilage mit Abbildungen alter Apfelsorten. Viele der hier abgebildeten westfälischen und lippischen Regionalsorten sind erstmals in Wort und Bild dokumentiert.

 
Hans-Joachim Banier (Autor), Corinna Lüdtke (Design), Susanne Schütte (Biologische Station Ravensberg, Koordination) und Herr Krebül von der SUE (Förderung) stellen die neue, überarbeitete Auflage der regionalen Presse vor

Die neue Broschüre

Allgemeine Infos Rund um unser Obstwiesenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiesen





... mehr als nur Tipis!
Die Weide als Flecht- und Baumaterial (03.02.07)

Die Biologische Station veranstaltete am Samstag den
03. Februar 2007
von 14.00 – 16.00 Uhr einen Nachmittag rund um die Weide.

15 Teilnehmer lernten das „lebende“ Baumaterial Weide kennen, bauten einen Weidenzaun mit verschiedenen Flechttechniken und lernten individuelle Hilfestel-lung und Bauanleitungen für Zäune, Tunnel, Rankhilfen u.v.m. kennen.

Weidenmaterial lagt bereit und konnte gegen Erstattung der Unkosten mitgenommen werden. Kinder konnten ein Weidenkörbchen basteln und mit nach Hause nehmen.

Die Weide ist ein wahres Multitalent. Seit Jahren hält sie als grünes Baumaterial Einzug in Kindergärten, Schulen und auch in Privatgärten. Mit viel Phantasie und etwas Geschick entstehen nicht nur Tipis, Schiffe, Irrgärten und Zäune, sondern auch Bänke, Sonnenliegen, Stühle und viele Kleinigkeiten für den Garten. Das notwendige Baumaterial aus Ruten und Stangen fällt beim Schnitt der Kopfweiden an.

gemeinsames Aufstellen eines Tipis

 
Erläuterungen zu Weidenbauwerken


Körbchenflechten

Julia und Lea, Praktikantinnen im Freiwilligen Ökologischen Jahr,  bauten eine Weidenbank

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden





Bäume schneiden leicht gemacht

Seminar mit Georg Borchard von der Biologischen Station Ravensberg

Presseartikel von Jörn Petring/Westfalenblatt (eZeitung)

Kirchlengern/Bünde (jp). Kälte und Regen trotzend fanden sich 24 Seminarteilnehmer am Samstag in der Else-Aue zum ersten Obstbaumschnittkursus des Jahres ein.

Unter Anleitung von Georg Borchard, Mitarbeiter der Biologischen Station wurden Pflegemaßnahmen an jungen Obstbäumen geübt. Ziel des Kurses ist es, dass Obstbaumfreunde selbstständig ihre Obstbäume pflegen und beschneiden können.

Nach einer theoretischen Einführung und einer Demonstration des praktischen »Erziehungsschnitts« konnten die Seminarteilnehmer die Obstbäume, die von der Biologischen Station in Kirchlengern in Zusammenarbeit mit der Stadt Bünde vor zwei Jahre gepflanzt wurden, selbstständig beschneiden.

Laut Borchard ist die richtige Pflege von Obstbäumen wichtig für das Wachstum der Pflanzen. Nur durch einen regelmäßigen, fachgerechten Rückschnitt seien eine gesunde Entwicklung von Baum und Obst möglich. Ein Rückschnitt solle nur durch Fachleute durchgeführt werden.

Um Obstbaumbesitzern die Grundlagen im Baumschnitt zu vermittelt, bietet die Biologische Station Ravensberg einen dreiteiligen Kursus an. »Mit unserem dreiteiligen Lehrgang wollen wir auch Laien das Wichtigste vermitteln«, erläuterte Borchard.

Georg Borchard demonstriert den Erziehungsschnitt an jungen Obstbäumen (Foto: Jörn Petring)

24 Seminarteilnehmer beim ersten Obstbaumschnittkurs des Jahres (Foto: Jörn Petring)

Allgemeine Infos Rund um unser Obstwiesenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiesen

 

Elementar wichtig beim Obstbauschnitt sei die Förderung eines in der Mitte der Baumkrone durchgehenden Leittriebes, also einer Baumspitze. Ebenfalls sinnvoll sei das regelmäßige Entfernen von kranken Ästen - im Fachjargon Erziehungsschnitt genannt. Beim Erziehungsschnitt an jungen Bäumen wird alles kranke, sterbende und tote Holz entfernt. Sich kreuzende Äste können ebenfalls entfernt werden. »Man denke immer daran, dass jede herkömmlich gestutzte Baumkrone nach dem Beschneiden viel heftiger austreibt als zuvor. Außerdem brechen die neuen Äste viel leichter aus.«

Georg Borchard gab seinen »Schülern« an diesem Tag viele wichtige Tipps mit auf dem Weg. So gehöre zum fachgerechtem Erziehungsschnitt auch die Kontrolle des Wurzelraumes sowie der Veredelungsstelle. »Befindet sie sich nicht über dem Erdreich, ist die Pflanze krebsgefährdet«. Weiter seien eine regelmäßige Kontrolle des Stammes sowie eine eventuelle Behandlung von Wundstellen ratsam, schloss Borchard seinen Vortrag.






Kursangebot im Januar

Die Programm-Bröschüre ist noch bei der Druckerei - aber hier sind schon die ersten Kurse der Biologischen Station nachzulesen.

Das komplette Kursangebot für 2007 finden Sie wieder auf dieser Homepage unter Veranstaltungen

Obstbaumsprechstunde

Jeder kennt sie, die zahlreichen Fragen und Probleme rund um den eigenen Obstbaum. Welche Sorte passt in meinen Garten? Warum ernte ich immer so kleine Früchte? Wie pflanze ich einen Baum richtig? Welche Krankheit ist das? Was ist bei Obstbaumkrebs zu tun? Wie schneide ich meinen Baum richtig? Sie sind eingeladen, uns am Samstag Vormittag Ihre Fragen rund um den Obstbaum zu stellen.

Termin:
Sa. 13. Januar 2007 -- 10.00 - 12:00 Uhr
Treffpunkt:
Herrenhaus, Stift Quernheim in der Biologischen Station
Leitung:
Georg Borchard, Susanne Schütte, Biologische Station Ravensberg

Am Nachmittag können Interessierte an einen Obstbaumschnittkurs teilnehmen

Obstbaumsprechstunde im Herrenhaus

Obstbaumschnitt I
Erziehungsschnitt an jungen Kernobstbäumen

Erziehungs- und Fruchtholzschnitt an „Jungen Kernobstbäumen“

Unkostenbeitrag:
5,00 Euro,
Anmeldung
ist nicht erforderlich
Termin:
Sa 13. Januar 2007 – 14.00-16.30 Uhr
Treffpunkt:
Obstwiese am Klärwerk in Bünde Spradow
Leitung:
Georg Borchard

 
Geoerg Borchard erklärt den Erziehungsschnitt

Der Erziehungsschnitt ist für einen späteren vitalen Kronenaufbau der Obstbäume unbedingt erforderlich. Somit richtet sich der Kurs an Gartenbesitzer und Landwirte die in den letzten Jahren Obstbäume gepflanzt haben, bzw. in den kommenden Jahren Obstbäume neu anpflanzen möchten. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit mindestens einen Obstbaum unter Anleitung selbst zu schneiden. Der Fachgerechte Rückschnitt wird auf der Obstwiese demonstriert, deshalb empfiehlt es sich wetterfeste Kleidung und bei Interesse Rosenschere mitzubringen.

Hinweis: Bitte möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, da direkt vor Ort keine Parkplätze vorhanden sind.

Diese Veranstaltung ist der Auftakt für weitere Termine zum Thema Obstbaum:

Sa. 10.02. Obstbaumschnitt II
Fruchtholzschnitt an älteren Kernobstbäumen

Treffpunkt: Obstwiese Madlietweg 89, Enger/Belke-Steinbeck,
Dauer: 14.00-17.30 Uhr

Sa 24.02 Obstbaumschnitt I
Erziehungsschnitt an jungen Kernobstbäumen

Treffpunkt: Obstwiese Am Kuhkamp Blasheim
Dauer: 14.00-16.30 Uhr


Allgemeine Infos Rund um unser Obstwiesenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiesen