Archiv der aktuellen Meldungen 2006

Obstbaumverteilaktion (24.11.2006)
Kopfweidenaktionen in Vlotho und Bünde - Freiwillige gesucht
(23.11.2006)
Weidenbau in Lenzinghausen (09.11.2006)
Weiden für die Kids (24.10.2006)
2. Auflage der Obstbroschüre ist erschienen (16.10.2006)
Apfelsorte unbekannt? (28.09.2006)
Apfeltag auf Obsthof Otte (24.09.2006)
Im Jammertal blüht wieder die Heide (19.09.2006)
Schutz der Hecken in Vlotho (12.09.2006)
Neue Praktikantinnen im FÖJ (29.08.2006)
Neue Veranstaltungen/Termine im September (15.08.2006)
20 Jahre Vertragsnaturschutz NRW (06.07.2006)
Programm speziel für Kinder (06.07.2006)
Meeresnationalpark Kornati (26.06.2006)
Ein großer Vogel kommt zurück! (19.06.2006)
Ein Bündnis für gesunde Kinder (09.06.2006)
Fließgewässertage (21.05.2006)
Das Projekt zur Bekämpfung der Herkulesstaude geht ins 2. Jahr
   (12.05.2006)
Das Feldlerchen-Projekt geht ins 2. Jahr (18.04.2006)
Staatssekretär Dr. Schink besucht die Biologische Station Ravensberg
   (07.04.2006)
Flinke Finger basteln für den Osterhasen (05.04.2006)
Der neue Bulli ist da! (21.03.2006)
Stiftung der Sparkasse Herford spendet Brutröhren und Metallleiter für
   den Steinkauzschutz
(13.03.2006)
Interessenten für das freiwillige ökologische Jahr gesucht (06.03.2006)
Zivildienststellen 2006 noch frei (20.02.2006)
Freistellungsarbeiten in der Ziegeleigrube Ennigloh (13.02.2006)
Volles Haus am Weidentag (11.02.2006)
...mehr als nur Tipis! (07.02.2006)
Wacholder am Eiberg freigeschnitten (06.02.2006)
Treffen der Biologischen Stationen im Regierungsbezirk Detmold mit der
    Regierungspräsidentin Frau Thomann-Stahl (26.01.2006)
25 freiwillige Helfer schneiden Kopfweiden in Groß-Aschen (14.01.2006)
Obstbaumschnittkurs (14.01.2006)





Obstbaumverteilaktion 2006
11 Jahre Obstwiesenprojekt (24.11.06)

Seit elf Jahren setzt sich die Biologische Station Ravensberg für den Erhalt der Streuobstwiesen mit ihren regionalen Obstsorten ein. Bei der diesjährigen Verteilaktion wurden im Rahmen des erfolgreichen Obstwiesenprojektes ca. 230 Obstbäume von den Abnehmern abgeholt. Diese haben bis zu einen Jahr auf ihre ganz spezielle Sorte, die es nur noch bei der Biologischen Station gibt, ge-wartet.

Im Laufe der letzten Jahre ist das Interesse am Erhalt und der Neuanlage von Streuobstwiesen mit historischen Hochstammobstbäumen stetig gestiegen. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, welche Sorten für die Neu- oder Nachpflanzung in unserer Gegend geeignet sind. Im Rahmen ihres erfolgreichen Obstwiesenprojektes (3.296 Bäume wurden in elf Jahren verteilt) hilft die Biologische Station Interessierten bei der Auswahl passender Sorten für die Streuobstwiese und den Hausgarten. Dabei wird vermehrt auf historische, in unserer Region beheimatete Sorten wie Jakob Lebel, Ravensberger oder die Graue Herbstrenette zurückgegriffen. Diese Liebhabersorten sind überwiegend robust, besonders schmackhaft, reichtragend und an das heimatliche Klima angepaßt.

In diesem Jahr wird besonders auf die ganz ursprünglichen Sorten zurückgegriffen. Sorten wie Ravensberger, Westfälischen Frühapfel oder Ribston Pepping, die robuste Muttersorte des Cox orange, sind robust und ideal für die Streuobstwiese. In Gärten halten Sorten wie Prinzeß Noble, Allington Pepping oder Goldparmäne Einzug. Diese Sorten ziehen den heimischen Garten der Wiese vor. Jede einzelne dieser Sorten hat ihren ganz eigenen Charakter. Wer diesen kennen gelernt hat, wird sich mit den Einheitssorten von Elstar bis Pink Lady nicht mehr begnügen.

 
mehr als 230 Bäume lagen zur Verteilung bereit

Karlheinz Böhm, Mitarbeiter der Biologischen Station, beim Erziehungsschnitt

Herr Schiereck holt seine vorbestellten Bäume ab.

Persönliche Kundenbetreuung ist Ehrensache!



Kopfweidenaktionen in Vlotho und Bünde
Freiwillige gesucht! (23.11.06)

Der ehrenamtiche Naturschutz - in Vlotho vor allem der BUND - pflegt die Kopfweiden seit Jahrzehnten. Unterstützung bekommen die Naturschützer mehrfach in der Saison von der Biologischen Station, die ein kreisweites Kopfweiden-Kataster führt und die Schnittarbeiten koordiniert.

Am letzten Samstag wurden 40 Weiden in Vlotho an der Wittler Straße geschnitten – „geschneitelt“, wie der Fachausdruck heißt. Neben der Sägearbeit wurde für das Ab- und Aufräumen besonders viel Handarbeit benötigt. So war es sehr gut, dass zahlreiche Helfer die Gemeinschaftsaktion tatkräftig unterstützten.

Die nächste gemeinsame Schnittaktion findet am 09.12.2006 im Werfener Bruch in Bünde statt. Auch dann ist wieder jeder Freiwillige herzlich willkommen. Näheres zum genauen Ablauf und Treffpunkt erfahren sie bei der Biologischen Station (05223 78250).

 
Professionell ausgerüstet unterstützen die Mitarbeiter der Biologische Station die ehrenamtliche Naturschutzaktion
Foto: Vlothoer Anzeiger

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

An der Gemeinschaftsaktion von BUND und Biostation beteiligten sich zahlreiche Helfer
Foto: Löhner Zeitung

Kopfweiden sind ein Bestandteil unserer heimischen Kulturlandschaft. Man findet sie meist an Rand von Wiesen und in der Nähe von Bächen. Neben der Verwendung als Brennholz, Zaunpfahlersatz oder Grundstücksmarkierung lieferten sie früher Flechtmaterial für Körbe, Zäune u.v.m. Durch das fortwährende Zurückschneiden bildeten sich erhebliche Verdickungen aus, die sogenannten „Köpfe“. Fällt die Pflege aus – und dieses geschieht leider durch die Aufgabe der Nutzung zunehmend – werden die Bäume „kopflastig“ und brechen auseinander (Große Krone, kurzer Stamm). Bevor das passieren konnte, wurden sie vielerorts ganz entfernt. Vielen Tieren und auch Pflanzen bietet ein alter Kopfbaum aber einen wichtigen Lebensraum: die rissige Rinde und zahlreiche Höhlen im weichen Holz sind ein Tummelplatz für Feldsperlinge, Käfer, Steinkäuze, Schmetterlinge, Fledermäuse u.v.a.m.

Heutzutage wird das Schnittgut der Kopfweiden entweder als Brennholz, Häckselgut oder besser noch als grünes Baumaterial in Kindergärten, Schulen und in Privatgärten verwendet. Mit viel Phantasie und etwas Geschick entstehen Tipis, Schiffe, Schlangen, Irrgärten, Zäune oder Rankhilfen.



Weidenbau in Lenzinghausen

Das erste von sechs Weidenobjekten wurde mit Hilfe der Biologische Station errichtet (09.11.2006)

Am 3. November wurde an der Grundschule Lenzinghausen ein Tipi und ein Rondell aus Weidenmaterial gebaut. Die Kinder, unterstützt von ihren Eltern und Lehrern, packten kräftig mit an! So konnten sich die Schüler ihren Wunsch nach einer Ruhezone auf dem Schulhof selber verwirklichen. Die Biologische Station Ravensberg stand mit Rat und Tat zur Seite und auch das Material wurde kostenlos bereitgestellt. Die Grundschule Lenzinghausen ist die erste von sechs Einrichtungen, die von der Förderung solcher Aktionen durch die Stiftung der Sparkasse Herford profitiert.

In der lokalen Presse wurde über diese Aktion ausführlich berichtet:


 
Die Schüler bauen ihr eigenes Tipi auf dem Schulhof





Weiden für die Kids

Die Biologische Station hat mit der neuen Schnittsaison begonnen und bietet Weidenschnitt und Beratung zum Bau von Weidenobjekten an (24.10.2006)

Seit 10 Jahren schneiden die Mitarbeiter der Biologischen Station im Kreis Herford mit ihren ZDL und FÖJ (Zivildienstleistende und Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr) und mit ehrenamticher Unterstützung Kopfbäume im Kreisgebiet - vor allem diejenigen, deren Pflege schon seit langem nicht mehr durchgeführt wurde. In diesen Ta-gen hat die neue Schnittsaison 2006/2007 begonnen.

 
Das Weidenlager wird eingerichtet
Die Schulpraktikanten Julian Schöneberg und Andree Schimmelpfennig richten zusammen mit Julia Dreischmeier (Praktikantin im Freiwilligen Ökologischen Jahr) das Weidenlager ein

Kopfweiden sind ein Bestandteil unserer heimischen Kulturlandschaft. Man findet sie meist an Rand feuchter Wiesen oder in der Nähe von Bächen. Neben der Verwendung als Brennholz, Zaunpfahlersatz oder Grundstücksmarkierung lieferten sie früher Flechtmaterial für Körbe, Zäune u.v.m. Durch das fortwährende Zurückschneiden bil-deten sich erhebliche Verdickungen aus, die sogenannten "Köpfe". Fällt die Pflege aus - und diese geschieht leider durch die Aufgabe der Nutzung zunehmend - werden die Bäume "kopflastig", sie drohen auseinander zu brechen (Große Krone, kurzer Stamm). Bevor das vielerorts passieren konnte, wurden sie ganz entfernt. Vielen Tieren und auch Pflanzen bietet ein alter Kopfbaum aber wichtigen Lebensraum: die rissige Rinde und zahlreiche Höhlen im weichen Holz sind ein Tummelplatz für Feldsperlinge, Käfer, Steinkäuze, Schmetterlinge, Fledermäuse u.v.a.m.

Heute wird das Schnittgut geeigneter Kopfweiden als grünes Baumaterial in Kindergärten, Schulen und vermehrt auch in Privatgärten verwendet. Mit viel Phantasie und etwas Geschick entstehen Tipis, Schiffe, Schlangen, Irrgärten, Zäune oder Rankhilfen.

Die Biologische Station bietet ab sofort wieder komplette Bausätze mit Schnittmaterial oder auch Steck- und Flechtweiden gegen eine Aufwandsentschädigung an. Interessierte können sich ab jetzt bei der Biologischen Station melden!!

In diesem Winter kann die Biologische Station eine Besonderheit anbieten:

Durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Herford können an 6 Kindergärten oder Schulen kostenlos jeweils ein Weidenbauwerk errichtet werden. Dies umfasst Beratung, fachliche und praktische Anleitung und das benötigte Weidenmaterial. Wer zuerst kommt, baut zuerst!

Interessenten können sich ab sofort bei der Biologischen Station melden!



2. Auflage der Obstbroschüre ist erschienen

Alte Obstsorten
neu entdeckt für Westfalen und Lippe
Sortenwahl, Pflanzung, Pflege

2., komplett überarbeitete Auflage September 2006; 84 Seiten

Herausgegeben und gefördert durch:
Biologische Station Ravensberg und Stiftung für die Natur Ravensberg,

in Zusammenarbeit mit:
Pomologen-Verein e.V.

gefördert durch:
Nordrhein-Westfälische Stiftung für Umwelt und Entwicklung

Text:
Hans-Joachim Bannier

 
Obstbroschüre: 2. Auflage 09.2006

Gestaltung sowie Apfelzeichnungen:
Corinna Lüdtke

Druck:
Hans Kock Buch- und Offsetdruck GMBH, Bielefeld

Preis: 4,80 € zuzüglich Porto
 
Bezug per Post: Stiftung für die Natur Ravensberg
Am Herrenhaus 27
32278 Kirchlengern
   
Bezug per E-mail: schuette@bshf.de

Weitere Informationen zur Obstbroschüre finden sie auf dieser Seite unter Veröffentlichung/Obstbroschüre






Apfelsorte unbekannt?

Sortenbestimmung im Herrenhaus (12.10.2006)

Sie wollen wissen, welche Apfelsorte auf Ihrer Obstwiese oder in Ihrem Garten wächst? Kein Problem! Der Experte Hans-Joachim Bannier bestimmt Ihre unbekannten Äpfel. Bitte bringen Sie zu den Bestimmungsterminen mindestens 3-4 typische Äpfel möglichst von der Sonnenseite des Baumes mit.

Termin:
Donnerstag, den 12.10.2006

Dauer:
18.00 - 20.00 Uhr

Ort:
Biologische Station Ravensberg
Am Herrenhaus 27, Stift Quernheim

 
Sortenbestimmung im Herrenhaus





Apfeltag auf Obsthof Otte

Apfelausstellung und Natur-Quiz mit der Biologischen Station Ravensberg (24.10.2006)

Am 24. September fand wieder der beliebte Apfeltag auf dem Obsthof Otte in Hiddenhausen statt! Die Biologische Station präsentierte sich mit ihrem Naturschutzquiz und vielen schönen Preisen, einer Ausstellung regionaler Apfelsorten und Informationen rund um das Thema "Alte Obstsorten".

 
Natur-Quiz zum Thema Obst

Apfelausstellung





Im Jammertal blüht wieder die Heide!

Eizeitigungsplatz für Eidechsen wird angelegt (19.09.2006)

Heide vermutet man in dem nährstoffreichen Lößgebieten des Ravensberger Hügellandes, das zudem schon seit über tausend Jahren vom Menschen besiedelt und kultiviert wird, kaum. Um so mehr kann es irritieren, dass hier zahlreiche Orts- und Flurnahmen auf „-heide“ enden. Das Rätsel lässt sich mit einem Blick auf historische Karten aus den Jahren 1826- 1841 lösen. Hier finden sich mehrere Flächen mit Heidesignatur, teilweise sogar mehrere Hektar große Heideflächen.

In sehr kleinen Resten finden sich auch heute noch Fragmente von Heiden im Ravensberger Hügelland, meist an Waldrändern oder an lichten Stellen im Wald, aber auch an Siekböschungen.

Was bedeutet der Rückgang der Heide in unserer Heimatlandschaft? Zunächst einmal geht hiermit ein besonderer Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen verloren. Man kann sich nicht damit trösten, dass es ja in der Senne auf der anderen Seite des Teutoburger Waldes noch viel Heide gibt. Denn dies ist eine Heide auf Sandboden, was eigentlich der Normalfall ist. Die Ravensberger Heide stellt daher etwas ganz besonderes dar, da sie Lehmboden besiedelt. Entsprechende andere und teilweise noch seltenere Arten kommen bzw. kamen hier vor.

Dann hat die Heide natürlich auch Bedeutung für das Landschaftsbild und das Naturerlebnis und ferner bietet sie durch ihre späte Blütezeit den Insekten eine Nektarquelle zu einer Jahreszeit, in der es in unserer Landschaft nur sehr wenig Blühendes gibt. Insofern stellt sie einen nicht zu unterschätzenden Wert für die Imkerei und blütenbesuchende Insekten wie Schmetterlinge und Wildbienen dar.

Aus alle dem ergibt sich die Frage, ob man nicht versuchen sollte, Heide an geeigneten Stellen wieder neu anzusiedeln. Die Frage ist natürlich, ob so ein Lebensraum, typisch für nährstoffarme Standorte, in unserer überdüngten Landschaft zu entwickeln ist.

Ende 1993 hat die Biologische Station im Kreis Herford ihre Arbeit für die Natur aufgenommen. Zu dieser Zeit bot sich ein trauriges Bild für die Heidefläche im Naturschutzgebiet Jammertal. Sie war eine der letzten verbliebenen Relikte der Heideflächen auf Herforder Stadtgebiet. Birken und andere Gehölze hatten den Lebensraum erobert. Nur noch einzelne vergreiste Heidepflanzen zeugten von einem ehemals wertvollen Lebensraum aus zweiter Hand.

Bis 1994 wurde diese Fläche nicht als Heidefläche gepflegt. Kontakt mit den Eigentümern wurde aufgenommen. Die Anwohner wurden über das einzigartige Biotop vor ihrer Haustür aufgeklärt.

1996 konnte die Fläche durch den Kreis Herford angekauft werden. Die Entwicklung eines einzigartigen Biotops konnte beginnen:

 
Die Heide im Jammertal

Die Heide im Jammertal

Die Heide im Jammertal

Die Heide im Jammertal


Nachdem Verjüngungsschnitte der Heide und der Rückschnitt der aufgekommenen Gehölze nicht den gewünschten Erfolg gebracht hatten wurde die Fläche im Sommer 1999 abgeplaggt. Gefördert wurde diese Maßnahme durch die Stiftung der Sparkasse Herford, den Kreis Herford und das Land.

Im Herbst wurde durch die Biologische Station Heidematerial eingesät. Schon im nächsten Jahr waren erste kleine Heidepflanzen zu erkennen.

Heute hat sich die Fläche zu einer wunderbaren, artenreichen Heide-Gesellschaft etabliert, nicht nur mit massenweise Heidekraut, sondern auch mit vielen weiteren typischen Arten wie Englischer und Behaarter Ginster, Vogelfuß, Borstengras, Augentrost und Blutwurz. Das sich dieser einzigartige Lebensraum weiter entwickeln kann und erhalten bleibt, dafür setzt sich die Biologische Station Ravensberg zusammen mit der Beschäftigungsgesellschaft Euwatec gGmbH, Löhne ein. Regelmäßige wird diese Fläche gemäht und aufkommende Bäumchen per Hand herausgezogen. Zur Ansiedlung von Eidechsen wird ein Eizeitigungsplatz angelegt.





Schutz der Hecken in Vlotho:

Praktikantinnen der Biostation sind aktiv (12.09.2006)

Hecken waren früher weit verbreitet: Sie waren durch ihre Funktion als Wind- und Erosionsschutz in Höhenlagen sehr wichtig und wurden deshalb jahrhundertelang gepflanzt, gepflegt und geschützt. Als Einfriedung von Viehweiden, als Lieferant von Holz, von Wildfrüchten und zur Unterstützung der biologischen Schädlingsbekämpfung bereichern sie das Landschaftsbild. Aus Sicht des Naturschutzes sind Hecken wichtig als Lebensraum für viele Vogelarten (z.B. Neuntöter, Rebhuhn, Dorngrasmücke), Reptilien, Amphibien und Insekten. Sie stellen Singwarten für Kleinvögel und Ansitzwarte für Greifvögel, Überwinterungsquartier und Schutz vor Witterung oder Fressfeinden für viele Kleinsäuger u.v.a.m. Dazu beherbergen sie fast alle heimischen Strauch- und Baumarten der jeweiligen Landschaft.

Vielerorts sind die Hecken aber verschwunden oder durch fehlende Nutzung gefährdet. Veränderte Bedingungen der Landwirtschaft lassen sie überflüssig erscheinen und immer weniger Grundeigentümer sehen sich zur Pflege imstande. So gehört der Schutz der Hecken schon seit Jahrzehnten zum Standardrepertoire des Naturschutzes. Vor allem in Vlotho wurden vom ehrenamtlichen Naturschützern auch mit Unterstützung des Kreises viele neue Hecken angelegt und im Landschaftsplan wurden besondere Schutzbereiche ausgewiesen.

 
Kathrin Schlottmann und Wiebke Ransiek stellen die Ergebnisse ihrer Heckenarbeit der regionalen Presse vor

Mit vielen ehrenamtlichen Helfern hat die Biologische Station im Jahr 2005 eine Erfassung eines typischen Heckenbewohners, dem Neuntöter, durchgeführt. Diese Zählung brachte es an den Tag: Viele Hecken sind schon zu alt, d.h. zu hochgewachsen, um den besonderen Wünschen vieler Heckenbewohner nach dichtem Geäst nachzukommen. Ermöglicht durch die Arbeit von zwei Praktikantinnen der Station, Kathrin Schlottmann und Wiebke Ransiek und angeleitet durch ehrenamtliche Mitarbeiter des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Ortsgruppe Vlotho), wurden in Vlotho alle relevanten Heckenstandorte neu erfasst und auf notwendige Maßnahmen hin geprüft. Nun stellen die Praktikantinnen ihr Ergebnis vor: Für viele Standorte besteht akuter Handlungsbedarf; alle Eigentümer wurden oder werden unterrichtet. Nach dem Ende der Vegetationszeit im Oktober werden die Mitarbeiter des BUND und der Biostation gemeinsam mit anderen Helfern dem „Pflegenotstand“ der Hecken zu Leibe rücken.






Neue Praktikantinnen im Freiwilligen Ökologischen Jahr

Sonntag erster öffentlicher Einsatz auf der Geburtstagsparty „250 Jahre Liesbergmühle in Enger“ (29.08.2006)

Schon seit einem Monat sind sie dabei: Julia Dreischmeier aus Vlotho und Franca Tramer aus Enger leisten ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr und verstärken damit das Team der Biologischen Station Ravensberg in Stift Quernheim. Ihr Arbeitsgebiet ist vielseitig: Sie fahren mit ihrem kleinen roten Dienstfahrzeug durch den Kreis, um Standorte der ökologisch wertvollen Kopfweiden aufzusuchen, mit dem Ziel, mit den Eigentümern die langfristige Sicherung der Bäume zu erreichen. Obstwiesen und Hecken werden ebenso erfasst und bearbeitet. Dabei müssen die FÖJ auch mit anpacken: beim Sägen der (Kopf-) Bäume, beim Abtransport der Äste, bei der Pflanzung von Bäumen und He-cken, bei der Darstellung der Station nach außen, bei Aktionen mit Jugendlichen, bei Kartierungen von Amphibien, Mithilfe bei der Wiesenmahd und .... und... und.

 
Franca und Julia bauen das Glücksrad für das Liesbergmühlen-Fest zusammen

Aktuell kontrollieren unsere Praktikantinnen im FÖJ die letzten Bruten der Eisvögel in diesem Jahr an den Gewässern im Kreisgebiet. Am Sonntag, den 03.09.2006 von 11.00 - 18.00 Uhr, haben die beiden dann ihren ersten "Öffentlichkeitseinsatz". Ausgerüstet mit dem Glücksrad der Station, dem Naturquiz, tollen Preisen und viel Informationsmaterial über Station und Natur sind sie eingebunden in die Geburtstagsparty "250 Jahre Liesbergmühle in Enger".

Weitere Informationen zum FÖJ finden sie auf dieser Seite unter Station/FÖJ






Neue Veranstaltungen/Termine im September (15.08.2006)

In Zusammenarbeit mit der Biologischen Station finden im September drei neue Veranstaltungen statt:

Sonntag, 03.09.2006 

250 Jahre Liesberg-Mühle

Als Wahrzeichen der Stadt Enger und attraktives Besucherziel gilt die in 118 m Höhe weithin sichtbare Liesberg-Mühle im südlichen Teil der Stadt.

Am 02. und 03. September feiert die Mühle ihren 250. Geburtstag.

Die Stadt Enger, der Kreisheimatverein und die Naturfreunde organisieren mit mehr als 50 Vereinen und Schulen aus Enger und dem gesamten Kreis Herford aus diesem Anlass ein großes Geburtstagsfest. Mit ihren Ideen gestalten sie die große Geburtstagsparty rund um die Mühle - zum Mitmachen, Feiern und Genießen.

Die Biologische Station beteiligt sich am Sonntag von 11 - 18.00 Uhr mit ihrem Glücksrad und dem bei Kindern sehr beliebten Natur-Quiz an der Veranstaltung.

Mehr zur Mühle und dem Fest erfahren Sie unter www.enger.de/besucher/sehenswertes/ muehle.html

Samstag, 23.09.2006

Kindertag zur Maack-Ausstellung

Die Ausstellung ist dem Geologen und Geografen Reinhard Maack gewidmet. Sie finden hier Informationen über sein Leben und Wirken, seine Bedeutung für den Umweltschutz und die Wissenschaft bis in die heutige Zeit.
Am 23.09.2006 findet von 11.00 - 18.00 Uhr ein Kindertag in der Ausstellung statt: Es gibt bei der Maack-Ralley durch die Ausstellung tolle Preise zu gewinnen! Eingebunden in diese Veranstaltung ist die Biologische Station mit ihrem Glücksrad und dem Natur-Quiz. Mehr zu der Ausstellung erfahren Sie unter www.reinhard-maack.de

Sonntag, 24.09.2006

Apfeltag auf dem Obsthof Otte

Auf dem schon traditionellen Apfeltag auf dem Obsthof Otte mit Bauernmarkt, Infomeile, Traktorfahrten, vielen Verköstigungen u.a.m. ist die Biologische Station mit ihrem Naturschutzquiz und vielen Informationen zu regionalen Obstsorten vertreten. Der Termin ist nun auf den 24. September von 11.00 - 18.00 Uhr festgelegt.

 
Liesberg-Mühle: Foto Stadt Enger


Die Jägerin: Ausstellung Reinhard Maack


Fest auf dem Obsthof Otte: Foto Familie Otte



20 Jahre Vertragsnaturschutz (06.07.2006)

Eine Veranstaltung am 11. /12. August von NUA, LÖBF, MUNLV und Landwirtschaftskammer in Kooperation mit den Biologischen Stationen

Zum Thema:

Mitte der 1980er Jahre begann die Kooperation des Naturschutzes mit der Landwirtschaft sowohl über Förderprogamme (z. B. Ackerrrand-streifenprogramm), als auch mit vertraglichen Bindungen im Feuchtwiesenschutz. Mit einer Fachtagung werden die Beteiligten gemeinsam zurückblicken und die gesammelten Erfahrungen auswerten. In einer Feierstunde werden die Leistungen aller Partner gebührend gewürdigt und bei regionalen Orts- und Presseterminen die erfolgreichen Kooperationen vorgestellt. Eine halbtägige Exkursion führt die Teilnehmer zu Schutzgebietsflächen im Münsterland.

Die Rolle der Biologischen Stationen im Vertragsnaturschutz wird von Klaus Nottmeyer-Linden, Biologische Station Ravensberg, vorgestellt

Weitere Informationen finden Sie in dem Veranstaltungprogramm (pdf-Datei 1,1MB)

 
Das Veranstaltungsprogramm






Programm speziell für Kinder (06.07.2006)

Die Biostation bietet zusätzliche Veranstaltungen für Kinder an!

Für Kinder im Grundschulalter hat die Biologische Station ein zusätzliches Programm zu den Themen "Welcher Baum ist das?" und "Die Weide" entwickelt.

Wenn Sie Interesse an diesen Veranstaltungen haben, dann setzen Sie sich bitte mit unseren Mitarbeitern in Verbindung.

Weitere Informationen zum neuen Kinderprogramm finden sie auf dieser Seite unter Veranstaltungen/Kinder

 
Basteln mit Weidenmaterial






Meeresnationalpark Kornati (26.06.2006)

Veröffentlichung zum Naturschutzprojekt

In der Veröffentlichsreihe "Initiativen zum Umweltschutz" hat Klaus Nottmeyer-Linden - Geschäftsführer der Biologische Station Ravensberg - unter der Überschrift "Der Meeresnationalpark Kornati" das Deutsch-kroatisches Naturschutzprojekt, an dem auch die Biostation beteiligt ist, vorgestellt.

Weitere Informationen finden sie auf dieser Seite unter Veröffentlichungen/Kornati

 
Broschüre zum Herkulesstaudenprojekt





Ein großer Vogel kommt zurück! (19.06.2006)

Erste Brutkolonie des Graureihers im Kreis Herford

So ganz nebenbei gelang ein erstaunlicher Nachweis: Bei der Kontrolle eines Artenschutzteiches in Spenge konnten Karin Bohrer vom Amt 72 des Kreises Herford und Gabriele Potabgy von der Biologischen Station im Mai seltsame Bettelrufe vernehmen: Oben in ein paar Fichten saßen fast unsichtbar junge Graureiher und riefen nach Nahrung. Ruhig und majestätisch kamen die Altvögel heran und setzen sich vorsichtig in die Nähe der Nester, um zu füttern.

 
Der Graureiher (Foto: LÖBF)

So banal das für manche klingen mag: für den Kreis Herford ist dies der erste Nachweis einer, wenn auch mit 3-4 Paaren noch kleinen, Kolonie dieser großen Vögel – seit „Menschengedenken“, wie Eckhard Möller ausführt, den meisten als Kreisheimatpfleger und Vogelkundler bekannt.

Früher wurden Graureiher, auch heute noch oft einseitig und nicht ganz frei von Vorurteilen als „Fischreiher“ tituliert, massiv vom Menschen als Fressfeinde bekämpft und gnadenlos abgeschossen, so dass ein Aussterben in vielen Regionen die Folge war. Seit über 30 Jahren unter Schutz gestellt, konnte sich der auffällige Reiher nach und nach erholen. Heute zählt er schon lange wieder zur Ausstattung von Natur und Landschaft dazu. Als ausgewiesner Koloniebrüter ist er aber nach wie vor ein seltener Brutvogel und meist nur als Nahrungsgast auf Äckern, Wiesen und an Teichen anzutreffen. Neben Fischen frisst er aber auch gerne Amphibien, Mäuse und Insekten.

Die Biologen und Naturschützer in der Region freuen sich auf jeden Fall über den Neuzuwachs im Kreisgebiet Herford und wünschen den jungen Reihern einen „guten Flug“.




Ein Bündnis für gesunde Kinder (09.06.2006)

Kids Vital im Kreis Herford ist Teil eines bundesweiten Projektes und die Biologische Station ist mit zwei Unterprojekten maßgeblich beteiligt

David, Henriette, Darwin, Jan, Cedric und Jac aus der Kita Sommerwiese in Vlotho lernen spielerisch im Kreishaus, wie lecker Obst und Gemüse schmecken. Nebenbei wird getobt – eine gute Grundlage für späteres Wohlbefinden.(FOTO KIEL-STEINKAMP)
FOTO KIEL-STEINKAMP

Es gibt Geld aus Berlin: 370.000 Euro macht das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz für das auf drei Jahre angelegte Gesundheitsprojekt "Kids Vital im Kreis Herford" locker. Es soll Bewegungsarmut und Fettleibigkeit von Kindern im Alter zwischen 6 und 10 Jahren reduzieren. Gestern wurde das Konzept im Kreishaus vorgestellt.

Mit den Unterprojekten "Spürnasen im Kreis Herford - Mit Sinnen in Bewegung" und "Vitale Kids - Informationen, Impulse und Initiativen aus der Region" ist die Biologische Station Ravensberg an dem Herforder Bündnis maßgeblich beteiligt.

Weitere Informationen zum Projekt Kids Vital im Kreis Herford sind in dem hier archivierten Zeitungsartikel der Neuen Westfälischen nachzulesen.

Alles zum Bundesprojekt "Besser essen.Mehr bewegen", dem Wettbewerb und den Preisträgern finden Sie auf der Bundesprojekthomepage unter www.besseressenmehrbewegen.de




Regionale Fließgewässertage OWL
(19. - 21.05.2006)

Besucherandrang bei den Biostationsaktionen

Die Regionalen Fließgewässertage OWL fanden vom 19. bis 21. Mai 2006 im Rahmen des Bürgerfestes der Städte Löhne und Bad Oeynhausen auf dem Gelände der Aqua-Magica statt.

Trotz schlechten Wetters war das Interesse sehr groß und das Ausstellungszelt besonders am Sonntag sehr gut besucht.

Die Biologische Station Ravensberg unterstützte die Veranstaltung aktiv mit folgenden Angeboten:

  • An der Naturforscherstation gab es viele kleine Bachbewohner mit Becherlupen zu beobachten, einige konnten sogar selber aus einem Aquarium gekeschert werden.
  • Erwachsene und Kinder konnten ihr Wissen am Glücksrad testen. Es galt knifflige Fragen rund um das Thema Fließgewässer zu beantworten. Richtige Antworten wurden mit einem kleinen Preis belohnt.
  • In der Kreativecke konnten Kinder ihrer Phantasie freien lauf lassen. Es werden Weidenkörbchen geflochten, Bilder gemalt, fliegende Libellen und Steingeister gebastelt.
  • In der Ausstellung waren Tastkästen mit den unterschiedlichsten natürlichen und naturfremden Materialien, die an Gewässern zu finden sind, versteckt. Mit viel Fingerspitzengefühl konnte der Inhalt der Kästen ertastet und erraten werden.

 
Naturforscherstation

Glücksrad

Kreativecke

Tastkasten-Ralley

Weitere Informationen zu den Fließgewässertagen erhalten Sie auf der Homepage des Gewässerentwicklungsprojektes unter www.weser-werre.else.de




Gefährliche Schönheit (12.05.2006)

Das Projekt zur Bekämpfung der Herkulesstaude geht ins 2. Jahr

Die untere Landschaftsbehörde (Kreis Herford) hat 2005 zusammen mit der sozialen Agentur für Arbeit Maßarbeit e.V., der Biologischen Station Ravensberg und den Kommunen Bünde, Kirchlengern, Vlotho und Rödinghausen ein mehrjähriges Projekt zur Bekämpfung der Herkulesstaude ins Leben gerufen. Mit Hilfe von gemeinnützigen und zusätzlichen Arbeitsgelegenheiten ("1,- Euro Jobs") soll die Ausbreitung des Riesenbärenklaues gestoppt und der Bestand reduziert werden. Die Tätigkeiten haben im Juni 2005 begonnen und werden seit Mai auch im Jahr 2006 fortgesetzt.

Eine neu herausgebrachte Broschüre (siehe rechts) soll dabei helfen, die Bevölkerung über die Herkulesstaude und die Bekämpfungsmöglichkeiten aufzuklären.

Weitere Informationen zum Projektjahr 2006 sind in dem hier archivierten Zeitungsartikel der Neuen Westfälischen nachzulesen.

Die Projektbeschreibung und erste Ergebnisse aus dem Jahr 2005 finden sie auf dieser Seite unter Projekte/Herkulesstaude

 





Ein Herz für die schöne Sängerin (18.04.2006)

Das Feldlerchen-Projekt geht ins 2. Jahr

In den Kreisen Herford und Gütersloh soll der Bestandrückgang der Feldlerche aufgehalten werden. Dazu ist im letzten Jahr das Feldlerchen-Projekt von den Biologischen Stationen Gütersloh-Bielefeld und Ravensberg im Kreis Herford ins Leben gerufen worden, welches von der Stiftung für die Natur Ravensberg bis 2007 gefördert wird. In diesem Jahr soll nach einer erneuten Bestandsaufnahme mit ausgewählten Landwirten die unterschiedlichen Bewirtschaftungsmethoden und ihre Auswirkungen auf den Feldlerchenbestand analysiert werden.

 
Die Feldlerche

Weitere Informationen zum Projektjahr 2006 sind in dem hier archivierten Zeitungsartikel der Neuen Westfälischen nachzulesen.

Die Projektbeschreibung und erste Ergebnisse für den Kreis Herford finden sie auf dieser Seite unter Projekte/Feldlerche und für das Gebiet Gütersloh unter www.biostation-gt-bi.de/feldlerche.html.



Hoher Besuch in Stift Quernheim

Staatssekretär Dr. Alexander Schink besucht die Biologische Station Ravensberg, 07.04.2006

Bei einem Treffen mit Vertretern der acht Biologischen Stationen im Regierungsbezirk Detmold verschaffte sich der Staatssekretär des NRW-Umweltministeriums, Dr. Alexander Schink, einen Überblick über die umfassenden Tätigkeiten der Stationen in Ostwestfalen.

Weitere Informationen zu diesem Treffen sind den hier archivierten Zeitungsartikeln der Neuen Westfälischen und dem Westfalenblatt zu entnehmen.

Treffen der Biologischen Stationen im Regierungsbezirk Detmold mit dem Staatssekretär des NRW-Umweltministeriums, Dr. Alexander Schink




Flinke Finger basteln für den Osterhasen
(05.04.2006)

Am Mittwoch, den 5. April besuchte die 3. Klasse der Grundschule Stift Quernheim die Biologische Station Ravensberg

25 Kinder der Grundschule Stift Quernheim bastelten im historichen Gewölbekeller des Herrenhauses kleine Weidenkörbchen für den Osterhasen.
Dabei wurden sie von den Mitarbeitern der Biologische Station tatkräftig unterstützt , die neben der Bastelhilfe den Kindern viel wissenswertes über die Weide beibringen konnten.
Am Ende der Veranstaltung zeigten die Kinder stolz ihre Meisterwerke

 
Weidenkörbchenbasteln im historischen Gewölbekeller

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

Stolz präsentieren die Kinder ihre Meisterwerke






Der neue Bulli ist da!
(21.03.2006)

Nach langen Jahren (und immer mehr Reparaturen) musste es sein: das Haupteinsatzfahrzeug der Station war reif für einen Wechsel. Ermöglicht durch eine Zuwendung des Landes NRW, eine großzügige Spende der Stiftung Sparkasse Herford sowie einem Zuschuss von eon Westfalen konnten die Mitarbeiter der Station nun ihren „Neuen“ in Empfang nehmen.

 

Stolz wird der neue Bulli den Mitarbeitern der Biostation präsentiert

In einem gediegenen "Indienblau" wurde der fast neue Pritschenbulli mit Dieselmotor in den Dienst bei der Station gestellt. Sein Einsatzgebiet: der Kreis Herford. Sein Aufgabenbereich: Transport der ZDL und anderer Mitarbeiter sowie vielerlei technisches Gerät der Landschaftspflege zu den zahlreichen Standorten für praktische Arbeiten zum Schutz von Natur und Landschaft.

Und: Indienblau ist der neue Bullis schon längst nicht mehr, schlammbraun trifft es da schon besser. So wie eben ein Fahrzeug im praktischen Naturschutz aussieht!






Stiftung der Sparkasse Herford spendet Brutröhren und Metallleiter für den Steinkauzschutz
(13.03.2006)

Die Steinkäuze im Kreis Herford haben Grund sich zu freuen: Heinz-Werner Neumann übergibt der Biologischen Station Ravensberg und dem BUND (Bund für Umwelt Deutschland, Kreisgruppe Herford) einen Scheck über 1.200 € für den Schutz des Steinkauzes im Kreis Herford. Die Naturschützer haben dafür 8 Steinkauzniströhren und eine Teleskopleiter angeschafft. Die Leiter ist sehr leicht und gut zu transportieren.

Der Steinkauz ist die kleinste einheimische Eule im Kreisgebiet und brütet nur mit ca. 5 Paaren bei uns. Insgesamt hat der Steinkauz - bekannt als Eule von Athen(e) - seinen deutschen Verbreitungsschwerpunkt in NRW - leider liegt der Wittekindskreis am Rande des Verbreitungsgebietes. Um so wichtiger sind die Schutzbemühungen: Große und mardersichere Nistkästen sollen den Mangel an Brutplätzen abmildern. Fachkundige Naturschützer wählen die Plätze zum Aufhängen der Nisthilfen aus und bringen sie auch an. Mit der neuen Leiter können die Niströhren leichter regelmäßig gereinigt und der Bruterfolg kontrolliert werden.

 

Steinkauz: Illustration Ron Meier

FÖJler Thorsten mit der Niströhre







Eisvögel, Molche und Kopfweiden:
Die Biologische Station sucht wieder Interessenten für das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) (06.03.2006)

Die Biologische Station ist schon seit elf Jahren Einsatzstelle für das Praktikum im “Freiwilligen Ökologischen Jahr”, das vom Land NRW im Jahr 1995 eingerichtet wurde. Die derzeitigen „FÖJler“, Nicole Deppe, Kirchlengern und Thorsten Haver, Lübbecke, suchen in ausgewählten Gewässern im Kreisgebiet nach Molchen, Salamandern, Kröten und Fröschen. Die Eisvögel im Kreis erfassen sie im laufenden Jahr ebenfalls mit. Sie hatten schon das Glück, die scheuen Eisvögel mehrfach zu sehen und konnten helfen, ihre Bruten zu schützen. Viele Bäche und Wiesen in der Region sind ihnen inzwischen gut bekannt. Auch die Kopfbäume, ihr Zustand und ihre Pflege sind Arbeitsgebiet der „FÖJler“. Mit einem kleinen roten Dienstfahrzeug sind sie unterwegs, um Standorte der wertvollen Kopfweiden aufzusuchen. Das Ziel der kreisweiten Erfassung aller Kopfweiden sind Absprachen mit den Eigentümern über die langfristige Sicherung und Organisation der konkreten Pflege. Dabei müssen die FÖJ auch mit anpacken, beim Sägen der (Kopf-)Bäume, beim Abtransport der Äste, bei der Pflanzung zahlreicher Bäume und Heckenpflanzen, bei Aktionen mit Jugendlichen, und .... und... und....

 

Nicole Deppe und Thorsten Haver, Praktikanten im FÖJ, testen den von ihnen gerade fertiggestellten Hochstuhl aus

Sehr vielseitig und abwechslungsreich: so ist das FÖJ in der Biologischen Station!

Und wieder werden neue Leute gesucht !! Interessenten/innen, die ab dem 1. August 2006 ein FÖJ bei der Biologischen Station machen wollen, sollten (aber müssen nicht) einen Führerschein Klasse 3 besitzen und möglichst in der näheren Umgebung von Kirchlengern wohnen. Von der Station erhalten sie mit Unterstützung des Landes ein Taschengeld und eine Auf-wandsentschädigung. Im Verlauf des FÖJ sind die Teilnehmer/innen sozialversichert.

Weitere Informationen zum FÖJ sind auf dieser Homepage unter Station/Das Freiwillige Ökologische Jahr zu finden




Zivildienststellen 2006 noch frei
(20.02.2006)

Sie sind mit der Schule fertig, engagiert und suchen einen Zivildienstplatz im Naturschutz?

Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Die Biologische Station Ravensberg ist schon seit 12 Jahren Einsatz-stelle für Zivildienstleistende.
Auch in diesem Jahr sind bei uns wieder drei Stellen neu zu besetzen.
Der Beginn des Dienstes ist der 01.07 und/oder 01.10 und/oder 01.11.2006.

Einsatzbereich:

  • Landschaftspflege (Mahd, Gehölzpflege, Pflanzungen u.v.a.m.)
  • Artenschutz (Bau von Nisthilfen, Pflege von Eisvogelsteilwänden, Anlage von Teichen etc.)

Voraussetzungen:

  • Führerschein für PKW
  • Handwerkliches Geschick
  • Körperliche Tauglichkeit
  • Wohnsitz in der näheren Umgebung (keine Unterkunftsmöglichkeit!)

 


Zivis im Einsatz: Gehölzpflege im NSG Eiberg



Interessenten aus dem Raum Herford melden sich bitte bei uns per

  • Post: Am Herrenhaus 27, 32278 Kirchlengen
  • Telefon: 05223 78250 oder
  • E-Mail: info@bshf.de .

Zusätzlich bieten wir auch in diesem Jahr einen Platz im "Freiwilligen Ökologischen Jahr" (FÖJ) anstatt des Zivildienstes an (ab dem 01.08.2006)

Weitere Informationen zum FÖJ sind auf dieser Homepage unter Station/Das Freiwillige Ökologische Jahr zu finden.
Unter www.zivildiest.de , www.zivildienst.org und www.zivi.org erfahren Sie alles über den Zivildienst.




Freistellungsarbeiten in der Ziegeleigrube Ennigloh (13.02.2006)

Nach ihrer Gründung im Jahre 1899 war die alte Ziegelei im Bünder Ortsteil Ennigloh bis zum Zweiten Weltkrieg 40 Jahre lang in Betrieb. Aus Kriegsgründen wurde sie 1939 geschlossen und erst 1947 wieder eröffnet. Der zweite Betrieb lief längst nicht so gut wie der Erste, so dass die Firma im Jahre 1969 endgültig Konkurs anmelden musste. Danach sollte das Gelände als Mülldeponie genutzt werden. Bünder Bürger protestierten gegen diese Nutzung und plädierten für eine Ausweisung als Naturschutzgebiet. Die Besitzverhältnisse gingen nach langer Diskussion an den Kreis Herford über. Seit 1994 ist die alte Ennigloher Ziegeleigrube mit seinen 4,55 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Seit dieser Zeit betreut die Biologische Station dieses Naturschutzgebiet. Neben dem großen See gibt es auch noch zwei kleiner Artenschutzteiche, Hochstauden und Seggenrieder. Diese bieten vielen Amphibien wie z.B. Berg- und Teichmolch, Teichfrosch, Erdkröte und Grasfrosch, aber auch Fledermäusen, Vögeln und Insekten - es wurden hier 22 Libellenarten festgestellt - Lebensraum.

Um den strukturreichen mit vielen besonnten Bereichen ausgestatteten Lebensraum zu erhalten, werden zur Zeit Gehölze herausgenommen.

Die Maßnahme wird von der Biologischen Station zusammen mit der Mobilen Einsatztruppe Kirchlengern der gGmbH Euwatec durchgeführt.

 


Zivi im Einsatz: Jörg Ottemöller füttert den Häcksler (Foto: Bernhard Eickenberg, Westfalenblatt)


Artenschutzteich im nördlichen Bereich der Ziegeleigrube

Der große See im südlichen Bereich der Ziegeleigrube



Volles Haus am Weidentag
(11.02.2006)

40 Interessierte nahmen an der Infoveranstaltung der Biologische Station teil.

Die Mitarbeiter der Biologischen Station zeigten nach einer kleinen theoretischen Einführung die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Weidenmaterials. Die biegsame Weide eignet sich hervorragend zum Bau von Zäunen, Kräuterbeeten, Sonnenliegen, Tippis uvm. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nebenbei wurden noch kleine Tipps und Tricks zum praktischen Weidenbau verraten.

Für die Umsetzung im eigenen Garten konnten die Teilnehmer das zu benötigende Weidenbaumaterial und Bauanleitungen zu den Themen Zäune, Bauwerke, Garten und Gartenmöbel mitnehmen.

Noch bis Ende Februar schneidet die Biologische Station Kopfweiden. Solange ist das Weidenlager am Herrenhaus gut gefüllt. Interessierte können gegen eine kleine Aufwandsentschädigung das begehrte Material abholen.

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

 
Nicole Deppe und Thorsten Haver, Praktikanten im FÖJ, testen den von ihnen gerade fertiggestellten Hochstuhl aus

Tipps und Tricks zum Weidenbau von Susanne Schütte

Kinder testeten eifrig die Biegsamkeit der Weide beim Körbeflechten
Weidenkörbchen und Mini-Tippis wurden mit Begeisterung von den Kindern gebastelt





...mehr als nur Tipis! (07.02.2006)

Die Weide als Flecht- und Baumaterial

Die Biologische Station veranstaltet am Samstag, den 11. Februar 2006 von 14.00 bis 16.00 Uhr einen Nachmittag rund um die Weide.

Wir zeigen die vielfältigen Möglichkeiten, die dieses grüne Baumaterial aufweist, bauen gemeinsam einen Weidenzaun mit verschiedenen Flechttechniken und bieten individuelle Hilfestellung zur Planung von Weidenspielräumen. Sie erhalten Bauanleitungen und können auch gleich das benötigte Weidenmaterial gegen Erstattung der Unkosten mitnehmen.

 
Thorsten Haver, Praktikant im FÖJ, testet die von ihm und Nicole Deppe gerade gebaute Sonnenliege aus

Die Weide ist ein wahres Multitalent. Seit Jahren hält sie als grünes Baumaterial Einzug in Kindergärten, Schulen und auch in Privatgärten. Mit viel Phantasie und etwas Geschick entstehen nicht nur Tipis, Schiffe, Irrgärten und Zäune, sondern auch Bänke, Sonnenliegen und Stühle. Das notwendige Baumaterial aus Ruten und Stangen fällt beim Schnitt der Kopfweiden an.

Kopfweiden sind ein Bestandteil der heimischen Kulturlandschaft. Heute findet man sie meist an Rand feuchter Wiesen oder in der Nähe von Bächen. Neben der Verwendung als Brennholz, Zaunpfahl oder Grundstücksmarkierung lieferten sie früher Flechtmaterial für Körbe, Zäune u.a.m. Durch das fortwährende Zurückschneiden bildeten sich erhebliche Stammverdickungen aus, die sogenannten "Köpfe". Fällt die Pflege aus - und diese geschieht leider durch die Aufgabe der Nutzung zunehmend - werden die Bäume "kopflastig", sie drohen auseinander zu brechen (Große Krone, kurzer Stamm). Bevor das passieren konnte, wurden sie vielfach ganz entfernt. Vielen Tieren und auch Pflanzen bietet ein alter Kopfbaum aber wichtigen Lebensraum: die rissige Rinde und zahlreiche Höhlen im weichen Holz sind ein Tummelplatz für Feldsperlinge, Käfer, Steinkäuze, Schmetterlinge, Fledermäuse u.v.a.m.

Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden




Wacholder am Eiberg freigeschnitten (06.02.2006)

Forum Natur pflegt zusammen mit der Biologischen Station seltenes Biotop im Kreis Herford

Die im Vlothoer Forum Natur zusammengeschlossenen Naturschützer der unterschiedlichen Vereine und Gruppen (Landwirte, Jäger, Imker, Sportfischer, Vogelliebhaber, Tierschützer, BUND) führten am Samstag, den 04.02.2006 zusammen mit der Biologischen Station Ravensberg eine gemeinsame Biotop-Pflegeaktion am Eiberg duch. Trotz des winterlichen Wetters trafen sich mehr als 50 freiwillige Helferinnen und Helfer um einen Stangenwald auszudünnen und die angrenzenden Wacholderbeständ freizuschneiden.

Durch eine ökologisch sinnlose Aufforstungsaktion in den 60er Jahren wurde die ursprüngliche Wacholderheide auf dem damals unbewaldeten Eiberg zurückgedränkt. Auch die wärme liebenden Reptilien fanden bald keinen Lebensraum mehr. Durch die heutige Maßnahme soll dieser Prozess aufgehalten werden. Weitere Pflegeaktionen in den nächsten Jahren sollen sogar wieder mehr Fläche für den im Kreis Herford seltenen Magerrasen am Eiberg schaffen.

bei winterlichem Wetter ging es am Eiberg an die Arbeit

zahlreiche Bäume wurden gefällt,...

die Äste sofort gehäckselt,...

das Stammholz gleich abtransportiert,...

oder am Wegrand zwischengelagert.

Zwischendurch gab es zur Stärkung eine leckere Suppe

Der Eiberg im Winter: die angrenzende Heide mit den Wacholderbeständen




Treffen der Biologischen Stationen im Regierungsbezirk Detmold mit der Regierungspräsidentin Frau Thomann-Stahl

Bielefeld, Rieselfelder Windel, 26.01.2006

Bei einem Treffen der Regierungspräsidentin mit den acht Biologischen Stationen im Regierungsbezirk Detmold verschaffte sich Frau Thomann-Stahl erstmals einen Überblick über die umfassenden Tätigkeiten der Stationen. Von den Stationen waren die Leiter bzw. Geschäftsführer anwesend:

1. Biologische Station Minden-Lübbecke, Jutta Niemann
2. Biologische Station Ravensberg im Kreis Herford, Klaus Nottmeyer-Linden
3. Biologische Station Gütersloh-Bielefeld, Bernhard Walter
4. Biologische Station Lippe, Dr. Ute Röder
5. Biologische Station Senne, Peter Rüther
6. Biologische Station Paderborner Land, Herbert Wolf
7. Biologische Station Südkreis Paderborn, Christian Finke
8. Landschaftsstation für den Kreis Höxter, Dr. Burkhard Beinlich

Frau Thomann-Stahl wurde begleitet von Jens Kronsbein, persönlicher Referent und Frau Erdmute Voith von Voithenberg, zuständige Dezernatsleiterin in Detmold.

Treffen der Biologischen Stationen im Regierungsbezirk Detmold mit der Regierungspräsidentin Frau Thomann-Stahl

Getragen werden alle Stationen von ehrenamtlich geführten gemeinnützigen Vereinen, die für ihre Aufgaben durch Mittel des Landes und der Kreise bzw. der kreisfreien Stadt Bielefeld gefördert werden. Darüber hinaus bemühen sich alle Biologischen Stationen im RP Detmold Drittmittel einzuwerben. In jeder Station werden jährlich Hunderte bis Tausende Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

„Es ist gerade diese Vielfalt, die den Reiz der Biologischen Stationen ausmacht“, so der Sprecher der hiesigen Stationen, Klaus Nottmeyer-Linden von der Station im Kreis Herford, der zugleich Vorsitzender des Dachverbandes aller 42 Stationen in NRW ist. Die Einbindung in die Region, die enge Zusammenarbeit mit den Landnutzern, die effektive Arbeit der kleinen Einrichtungen mit meist weniger als vier Mitarbeiterstellen macht die Umsetzung des Naturschutzes mit Hilfe der Stationen besonders attraktiv für die öffentliche Hand.

Kürzungen bei den Stationsfinanzen

Zur aktuellen Finanzlage bitten die Biologischen Stationen die Regierungspräsidentin um Unterstützung bei der Diskussion um den Landeshaushalt 2006. Die Stationen haben landesweit eine Kürzung ihrer Zuschüsse von 20 % in zwei Schritten akzeptiert - können mehr aber auch nicht verkraften.

Die angekündigten Kürzungen versuchen die Stationen u.a. durch Lohnsenkungen und Einsparungen bei den Sachkosten aufzufangen. Allerdings ist dies nicht die erste Kürzung bei den Stationen - nicht zu vergessen die erheblichen Kostensteigerungen vor allem im Bereich der praktischen Maßnahmen. Die Stationen erhoffen sich daher auch aus dem heutigen Gespräch eine konkrete Unterstützung ihrer Positionen durch die Regierungspräsidentin: Beschränkung der Kürzungen auf 20 % in zwei Schritten bis 2010 - wie es dem Dachverband der Stationen in Düsseldorf zugesagt wurde. Die Stationen brauchen Zeit, um die sinkenden Einnahmen anderweitig aufzufangen. Nur dann sind sie in der Lage, ihre erfolgreiche Arbeit zum Schutz von Natur und Landschaft weiter zu führen.

Bedeutung der Stationen für die Region

Im gesamten Regierungsbezirk sammeln die Mitarbeiter der Stationen nicht nur die wichtigen Informationen über Tiere und Pflanzen, planen dazu die notwendigen Schutzmaßnahmen und setzten sie um – sie vermitteln vielmehr auch erfolgreich zwischen den Ansprüchen der Landnutzer und den Interessen des Naturschutzes. Viele Drittmittel haben die Stationen schon in die Region gelenkt: entweder EU-Mittel, andere Landesmittel oder auch immer mehr private Zuwendungen von Stiftungen oder Spendern (auf Landesebene waren dies 2004 immerhin stolze 7 Mio. €). Alle Stationen beschäftigen auch Zivildienstleistende bzw. Praktikanten im Freiwilligen Ökologischem Jahr (derzeit in OWL: 40 junge Menschen).

Ortsnähe als Prinzip

Die erfolgreiche Arbeit einer Biologischen Station setzt eine Ortsnähe voraus. Der regelmäßige Kontakt zu den Bürgern und besonders zu den in den Schutzgebieten tätigen Landnutzern ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg und die Akzeptanz der Arbeit.

Verbesserung des touristischen Angebots in OWL durch die Biologischen Stationen

Für die touristische Vermarktung der Region OWL lassen sich zahllose schon laufende Angebote der Stationen viel besser nutzten, wenn sie Eingang in die Angebotspalette der Touristiker finden. Natur und Landschaft sollten als „weiche Standortfaktoren“ viel mehr Beachtung gerade bei der Präsentation der Region nach außen finden.

Die Station überreichten der Regierungspräsidentin Frau Thomann-Stahl zur Veranschaulichung dieses Angebotes ihre aktuellen Veranstaltungsprogramme.







25 freiwillige Helfer schneiden Kopfweiden in Groß-Aschen (14.01.2006)

Bei einer Gemeinschaftsaktion der Biologischen Station mit dem BUND wurden am Samstag, den 14.01 insgesamt 30 Kopfweiden geschnitten.

Der Zeitungsartikel des Westfalenblatts vom 17.01.2006 beschreibt dieser Aktion näher:

 
Weidenäste werden gebündelt, um sie später als Flechtmaterial zu nutzen. Foto: Verena Petring, Westfalenblatt

Steinkauze leben an der Warmenau

BUND gibt Tieren ein Zuhause

Von Verena Petring (Text und Fotos)

Groß-Aschen (SN). Etwa 25 freiwillige Helfer des BUND-Kreisverbandes Herford und der Biologischen Station Ravensberg haben die Kopfweiden in Groß-Aschen geschnitten. Die Naturschützer rückten mit schweren Geräten an, darunter zahlreiche Fahrzeuge, Anhänger und Motorsägen. Die Helfer kommen seit mehr als zwanzig Jahren zum Schneiden der dreißig Kopfweiden ins Warmenautal. »Die Weiden hier liegen uns besonders am Herzen«, erklärte Bernd Meier-Lammering, Geschäftsführer des BUND-Kreisverbandes, »denn das Warmenautal ist eines der wenigen Gebiete, in dem es noch Steinkauze gibt.« Nicht nur für die Vögel, sondern auch für mehr als 200 Insektenarten bilden Kopfweiden einen Lebensraum. Diese müssen alle sieben bis zehn Jahre geschnitten werden, damit sie nicht einbrechen.

Der Naturschutz steht dabei zwar im Mittelpunkt der Interessen des Bundes für Umwelt- und Naturschutz und der Biologischen Station Ravensberg, aber der Erhalt der Kopfweiden ist auch von kulturellem Interesse. Das Auf-den-Kopf-setzen der Weiden ist ein Bestandteil alter bäuerlicher Kulturlandschaft, der festzuhalten sei, so Meier-Lammering am Samstag bei der Veranstaltung. Das Holz wurde früher zum Heizen oder beispielsweise zum Herstellen von Holzschuhen genutzt. Heute ist das Pflegen von Kopfweiden landwirtschaftlich nicht mehr rentabel, so dass viele Bauern sich nicht mehr um die Weiden kümmern. Deshalb sind die Landwirte dankbar dafür, dass sich die Naturschutzvereine um den Erhalt kümmern.

Im Kreis Herford gibt es etwa 6000 der Weiden, die alle bei der Biologischen Station kartographiert sind. In den Wintermonaten rücken die Naturschützer einmal pro Monat aus, um im Kreisgebiet Weiden zu schneiden. Die Finanzierung der Aktionen erfolgt ausschließlich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Die Entsorgung des Holzes geschieht selbstverständlich ökologisch verträglich. Während die kleinen Äste gebündelt werden, um anschließend beispielsweise zu Zäunen oder Körben geflochten zu werden, können die dicken Äste zu Kaminholz verarbeitet werden. Der Arbeitseinsatz im Warmenautal in Groß-Aschen begann gegen 9 Uhr. Mittags konnten sich die freiwilligen Helfer mit einer heißen Suppe stärken.

Der BUND gehört mit seinen 16 eigenständigen Landesverbänden, mehr als 2000 BUND-Gruppen und mehr als 390 000 Mitgliedern und Fördermitgliedern zu den größten Umweltverbänden in Deutschland. Seit fast 30 Jahren engagiert sich der BUND für den Erhalt einer lebenswerten Zukunft für Natur, reine Luft, sauberes Wasser und gesunde Lebensmittel. Nähere Informationen zum BUND gibt es unter Telefon 0 52 21-3 10 22 oder 0174-49 48 521.


Allgemeine Infos Rund um unser Kopfweidenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden







Obstbaumschnittkurs (14.01.2006)

Erziehungsschnitt an „Jungen Kernobstbäumen“

Termin:
Sa. 14. Januar 2006 -- 14.00 - 17:30 Uhr

Treffpunkt:
Obstwiese neben dem Klärwerk, Bünde-Spradow, Straße Am Klärwerk

Leitung:
Georg Borchard, Biologische Station Ravensberg im Kreis HF

Unkostenbeitrag:
5,00 Euro

 
Geoerg Borchard erklärt den Erziehungsschnitt

Der Erziehungsschnitt ist für einen späteren vitalen Kronenaufbau der Obstbäume unbedingt erforderlich. Somit richtet sich der Kurs an Gartenbesitzer und Landwirte die in den letzten Jahren Obstbäume gepflanzt haben, bzw. in den kommenden Jahren Obstbäume neu anpflanzen möchten. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit mindestens einen Obstbaum unter Anleitung selbst zu schneiden. Der Fachgerechte Rückschnitt wird auf der Obstwiese demonstriert, deshalb empfiehlt es sich wetterfeste Kleidung und bei Interesse Rosenschere mitzubringen.

Hinweis: Bitte möglichst zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen, da direkt vor Ort keine Parkplätze vorhanden sind.

Diese Veranstaltung ist der Auftakt für weitere Termine:

Sa. 11.02. Fruchtholzschnitt an älteren Kernobstbäumen

Treffpunkt: Obstwiese Madlietweg 89, Enger/Belke-Steinbeck,
Dauer: 14.00-17.30 Uhr

Sa 09.09. Entlastungsschnitt an alten Kernobstbäumen

Treffpunkt: Obstwiese bei Hof Sonntag, Arendorfer Weg 23, Herford-Laar
Dauer: 14.00-17.00 Uhr

Sa 21.10. Erziehungs- und Fruchtholzschnitt an jungen Kernobstbäumen

Treffpunkt: Obstwiese Im Öfkendiek Herford-Schwarzenmoor (Nähe Krankenhaus)
Dauer: 14.00-17.30 Uhr

Allgemeine Infos Rund um unser Obstwiesenprojekt finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiesen