Archiv der aktuellen Meldungen 2004

Programm 2005 (23.12.2004)
Kopfweidenschnitt in Vlothoer Weserwiesen (18.11.2004)
2004 liegt die "Graue Herbstrenette" voll im Trend! (08.11.2004)
Ungespritztes Obst gesucht! (27.10.2004)
Die Weide als Multitalent (12.10.2004)
Lebensraum für Amphibien gespendet (08.10.2004)
Ein Tag rund um den Apfel (28.09.2004)
Neue Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr (31.08.2004)
Wiesenmahd abgeschlossen (24.08.2004)
Die Homepage zum Wanderfisch-Projekt ist online (17.06.2004)
Mit dem Kanu Unrat aus der Werre gefischt (17.05.2004)
Ein Uhu war das größte Erlebnis (Birdrace in Deutschland) (01.05.2004)
Gewässerprojekt mit europäischer Dimension (05.03.2004)
32 Vogelarten entdeckt (29.02.200
Ein Führerschein zum Motorsägen (19.02.2004)
Kopfweidenschnitt in Eickum (14.02.2004)
Grünes Baumaterial erobert die Gärten  (14.02.2004)
Naturfreunde schneiden alte Ruschberg-Teiche frei  (31.01.2004)
Obstbaumschnittkurs in der Elseaue  (18.01.2004)
Vorstellung des Veranstaltungsprogramms 2004 
   (12.01.2004)




Programm 2005

Das neue Veranstaltungsprogramm ist fertig.

Wie in den vergangenen Jahren laden wir Sie auch 2005 wieder recht herzlich zu unseren Veranstaltungen ein.

Unser Programm umfasst Wanderungen, Projekte, Seminare und Ausstellungen zu unterschiedlichen und vielfältigen Themen rund um das Thema Natur.

Für interessierte Gruppen können spezielle Führungen vereinbart werden.

Die einzelnen Veranstaltungen finden Sie auf dieser Homepage unter Veranstaltungen

Das Programmheft ist natürlich auch in gedruckter Form über uns erhältlich, liegt aber auch an vielen Stellen im Kreis Herford aus.

 
Titelseite Programmheft 2005





Kopfweidenschnitt in den Vlothoer Weserwiesen

Ehrenamtlicher Naturschutz pflegt zusammen mit der Biologische Station 18 Kopfweiden

Kopfbäume sind meist Weiden, die oft an feuchte Wiesen gepflanzt wurden. Neben der Verwendung als Brennholz, Pfahlersatz oder Grundstücksmarkierung lieferten sie früher Flechtmaterial für Körbe, Zäune u.a.m. Durch das fortwährende Zurückschneiden bildeten sich erhebliche Stammverdickungen aus, die sogenannten „Köpfe“. Fällt die Pflege aus – und diese geschieht leider durch die Aufgabe der Nutzung zunehmend – werden die Bäume „kopflastig“ , sie drohen auseinander zu brechen (Große Krone, kurzer Stamm). Bevor das passieren konnte, wurden sie vielfach ganz entfernt. Vielen Tieren und auch Pflanzen bietet ein alter Kopfbaum aber wichtigen Lebensraum: die rissige Rinde und zahlreiche Höhlen im weichen, aber enorm fruchtbaren Holz sind ein Tummelplatz für Feldsperlinge, Käfer, Steinkäuze, Schmetterlinge, Fledermäuse u.v.a.m.

Seit Jahrzehnten ist die Pflege der Kopfbäume ein zentrales Anliegen des ehrenamtlichen Naturschutzes – so auch wieder am letzten Wochenende in Vlotho. Zahlreiche Helfer vom BNU trafen sich, um einen Standort in den Weserwiesen mit vielen alten Weiden zu schneiden: Keine leichte Aufgabe. Deshalb sind die Naturschützer froh über die aktive Hilfe der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford, die seit 10 Jahren mit ihren ZDL und FÖJ (Zivildienstleistende und Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr) nicht nur bei diesem Einsatz dabei ist, sondern auch selbst an die 300 Bäume pro Wintersaison schneidet.

Weidenschnitt findet inzwischen einen guten Absatz in Kindergärten und Schulen, aber auch in Privatgärten. Interessenten können sich bei der Station melden.

Allgemeine Infos Rund um die Kopfweide finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

 
der Standort


Schneiden der Kopfweide und Häckseln der Äste


in der verdienten Pause gab es lecker Suppe






2004 liegt die "Graue Herbstrenette" voll im Trend!

Das Interesse an alten Hochstammobstsorten ist ungebrochen!

Im Rahmen des erfolgreichen Obstwiesenprojektes verkaufte die Biologische Station Ravensberg auch in diesem Jahr fast 300 Obstbäume. Die vorbestellten Bäume wurden am Freitag den 5. November von den Abnehmern abgeholt. Insgesamt 48 Interessenten hatten im Laufe des Jahres die Obstbäume bei der Biologischen Station bestellt.

Schon seit einigen Jahren ist das Interesse am Erhalt und der Neuanlage von Streuobstwiesen mit historischen Hochstammobstbäumen erfreulich hoch. Dabei stellt sich immer wieder die Frage, welche Sorten für die Neu- oder Nachpflanzung in unserer Gegend geeignet sind. Im Rahmen ihres erfolgreichen Obstwiesenprojektes (2.765 Bäume wurden in 9 Jahren verteilt) hilft die Biologische Station interessierten Obstwiesenbesitzern bei der Auswahl passender Sorten. Es wird vermehrt auf historische, in unserer Region beheimatete Sorten wie Jakob Lebel, Ravensberger oder die Graue Herbstrenette zurückgegriffen. Diese Sorten sind überwiegend robust, besonders schmackhaft, reichtragend und an das heimatliche Klima angepasst.

 
die Bäume werden geschnitten und sortiert

fast 300 Bäume warten auf ihre neuen Besitzer

die neuen Besitzer kommen

Das beste Beispiel ist die Graue Herbstrenette, ein unscheinbarer grauer Apfel, der erst nach einigen Wochen Lagerung seinen vollen Geschmack entwickelt, der dieses Jahr eine Renaissance erlebt. Wurde er in den letzten Jahren kaum nachgefragt, erinnern sich dieses Jahr viele an den Apfel aus Großmutters Garten und wollen genau diese Sorte nachpflanzen. Kein Problem, viele der alten Sorten, die nur noch selten in Baumschulen zu finden sind, sind im Obstwiesenprojekt der Biologischen Station vertreten.

Für dieses Jahr sind alle Bäume verteilt, aber es geht weiter. Bis September 2005 sammelt die Biologische Station Ravensberg wieder Bestellungen.

Allgemeine Infos Rund um die Obstwiese inklusive Bestelliste finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiese




Ungespritztes Obst gesucht!

Rekordverdächtig, die Biologische Station sammelte am 26. Oktober über 8 t Fallobst

Wie bereits in den vergangenen Jahren nahm die Biologische Station Ravensberg in Zusammenarbeit mit dem Aufpreisvermarkter Hans-Joachim Bannier aus Bielefeld auch dieses Jahr ungespritztes, ausgereiftes Fallobst von Streuobstwiesen und Hausgärten der Umgebung an. Aus den Äpfeln wird leckerer, naturtrüber Apfelsaft, der ohne Zusatz von Zucker auskommt.

Das die Bäume dieses Jahr besonders reich tragen, war schon bekannt, aber mit dieser Resonanz hatte keiner gerechnet. Bereits am frühen Nachmittag, bevor die Aktion offiziell startete, hatte sich eine lange Autoschlange gebildet, die den ganzen Nachmittag nicht abriss. Nach einer Stunde war klar, der LKW-Apfeltransporter reicht nicht aus. Ca. 8t kamen innerhalb von drei Stunden zusammen. Viel mehr wäre logistisch auch nicht möglich gewesen.

 
1000 Säcke waren nicht genug

8 t wurden auf  LKWs verladen

Häufig sind die regionalen Mostereien, die in Ostwestfalen-Lippe relativ zahlreich anzutreffen sind, einzige Verwertungsmöglichkeit für größere Obstmengen. Das Obst kann entweder gegen eine entsprechende Menge Saft getauscht (Lohnmost) oder an die Mostereien verkauft werden, leider nur zu einen oft lächerlich niedrigen Preis.

Aus diesen Gründen haben sich – oft aus Naturschutzverbänden heraus – in vielen Regionen Nordrhein-Westfalens zahlreiche sogenannte Aufpreisvermarkter-Initiativen gebildet, die für ungespritztes, regionales Mostobst einen deutlich höheren Preis von ca. 12–16 Cent/kg zahlen. Allerdings können diese Initiativen auch nur soviel Obst annehmen, wie sie jeweils an Saft in der Region verkaufen können.

Allgemeine Infos Rund um die Obstwiese finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Obstwiese







Die Weide als Multitalent

Ob Tipi, Schlange oder Zaun,
der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Seit nunmehr 8 Jahren schneiden die Mitarbeiter der Biologischen Station im Kreis Herford mit ihren ZDL und FÖJ (Zivildienstleistende und Praktikanten
im Freiwilligen Ökologischen Jahr) Kopfbäume im Kreisgebiet – vor allem diejenigen, deren Pflege schon seit langem nicht mehr durchgeführt wurde. In diesen Tagen startet nur die neue Schnittsaison 2004/2005.

Die Weide ist ein wahres Multitalent. Seit Jahren hält sie als grünes Baumaterial Ein-zug in Kindergärten, Schulen und auch in Privatgärten. Mit viel Phantasie und etwas Geschick entstehen Tipis, Schiffe, Schlangen, Irrgärten oder Zäune. Das notwendige Baumaterial aus Ruten und Stangen fällt beim Schnitt der Kopfweiden an.

Die Biologische Station bietet ab sofort wieder komplette Bausätze mit Schnitt-material oder auch Steck- und Flechtweiden gegen eine Aufwandsentschädi-gung an. Interessierte können sich ab jetzt bei der Biologischen Station melden!!

Kopfweiden sind ein Bestandteil der heimischen Kulturlandschaft. Heute findet man sie meist an Rand feuchter Wiesen oder in der Nähe von Bächen. Neben der Verwen-dung als Brennholz, Zaunpfahl oder Grundstücksmarkierung lieferten sie früher Flechtmaterial für Körbe, Zäune u.a.m. Durch das fortwährende Zurückschneiden bil-deten sich erhebliche Stammverdickungen aus, die sogenannten „Köpfe“. Fällt die Pflege aus – und diese geschieht leider durch die Aufgabe der Nutzung zunehmend – werden die Bäume „kopflastig“, sie drohen auseinander zu brechen (Große Krone, kurzer Stamm). Bevor das passieren konnte, wurden sie vielfach ganz entfernt. Vielen Tieren und auch Pflanzen bietet ein alter Kopfbaum aber wichtigen Lebensraum: die rissige Rinde und zahlreiche Höhlen im weichen Holz sind ein Tummelplatz für Feld-sperlinge, Käfer, Steinkäuze, Schmetterlinge, Fledermäuse u.v.a.m.

... mehr als nur Tipis! Die Weide als Flecht- und Baumaterial

Die Biologische Station veranstaltet am Samstag den 12. Februar 2005 einen Nachmittag rund um die Weide (14.00 – 16.00 Uhr)
Wir zeigen die vielfältigen Möglichkeiten die dieses grüne Baumaterial aufweist, bauen gemein-sam einen Weidenzaun mit verschiedenen Flechttechniken und bieten Hilfestellung zur Planung von Weidenspielräumen. Sie erhalten Bauanleitungen und können auch gleich das benötigte Weidenmaterial gegen Erstattung der Unkosten mitnehmen.

Allgemeine Infos Rund um die Kopfweide finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

 
Schneiden einer Kopfweide

Weiden-Staketenflechtzaun


Weidenliege

Weidenbank

 



Lebensraum für Amphibien gespendet!

Donnerstag, den 7.10.2004 um 10.00 Uhr
Ort: Bünde/ Muckum, Surensiekweg gegenüber vom Gut Böckel

Die Sparkassenstiftung Natur & Umwelt und das Tiefbauunternehmen Kuhlmann aus Lage finanzieren den Bau eines 2000 qm großen Artenschutzgewässers. Herbert Claus aus Ennigloh stellt dem Naturschutz dafür seine Flächen zur Verfügung. Zur Zeit der knappen öffentlichen Kassen sind solche Maßnahmen für die Natur nur durch Spender möglich. Dafür möchte sich die Biologische Station auch im Namen aller Naturinteressierten bei der Sparkassenstif-tung Natur & Umwelt, dem Baggerunternehmen Kuhlmann aus Lage und dem Eigentümer Herbert Claus aus Ennigloh besonders bedanken.

 
der Teich wird angelegt

Der Teich wird als flache Mulde gestaltet und wird etwa eine Größe von 2000 qm haben und ca. 0,80 m tief sein. Wichtig sind die sehr flachen Ufer. Nur dann können Frösche, Molche und Kröten hier eine Heimat finden. Auch Tiere wie z.B. Libellen mit so wohl klingenden Namen wie Blaugrüne Mosaikjungfer und Becher-Azurjungfer oder Wasserwanzen wie den Rückenschwimmer oder dem Wasserskorpion und viele andere Arten finden nur eine Heimat wenn die Ufer des Artenschutzteiches flach sind und doch mindestens eine 0,80 m tiefe, frostfreie Stelle aufweisen. Fische sind in dem Gewässer nicht gewünscht da sie auf ihrem Speisezettel den Laich und die Larven der Amphibien und vieler schutzwürdiger Wasserinsekten haben.

Durch die naturnahen Teiche um das Gut Böckel hat der Teich eine gute Anbindung , so dass wir auf eine schnelle Besiedlung von z.B. Teich- und Bergmolch oder sogar Kammmolch und Wasserfröschen wie auch Grasfrosch und Erdkröte hoffen. Auch viele Vögel sollen hier dann an und um den Teich Nahrung finden.

Seit 1993 betreut die Biologische Station verschiedene Schutzgebiete im Auftrage des Kreises und des Landes. Ziel und Aufgabe von uns ist, u.a. die naturnahe Entwicklung wie z.B. die extensive Bewirtschaftung der Wiesen und die Revitalisierung der Fließgewässer und Quellen sowie die Förderung und Beobachtung unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt.





Ein Tag rund um den Apfel

10. Apfeltag auf dem Fruchthof Otte in Hiddenhausen.

Wie in den letzten Jahren war auch dieses Mal die Biostation auf dem Apfeltag vertreten. Den ganzen Tag herrschte ein großer Andrang am Stand der Biologischen Station.

Das Glücksrad mit Fragen zur Natur zog die Kinder an wie ein Magnet. Mit viel Schwung drehten die Kleinen 385 mal die Drehscheibe und lösten knifflige Quizfragen, bei denen nicht selten auch die Eltern ins Grübeln kamen. Die FÖJler Johanna Obodda und Thomas Palm belohnten die Kinder mit kleine Preisen.

Gleich daneben präsentierte die Landespflegerin Susanne Schütte eine umfangreiche Ausstellung historischer Apfelsorten. Sorten, wie Jakob Lebel und Graue Renette waren vielen Besuchern noch aus früheren Zeiten in schmackhafter Erinnerung. Wer wollte, konnte ein Stück von der Roten Sternrenette und dem Ravensberger, heute noch sehr beliebte und robuste Obstbäume, probieren. Dazu gab es eine umfangreiche Beratung rund um das Thema Obstbaum. Besonders gefragt waren Tipps zur Pflege und zum Schnitt der Bäume, aber auch zur Lagerung des geernteten Obstes.

Viele haben einen Apfelbaum, kennen aber nicht die Sorte. Am 8. Oktober können Interessierte ihre Äpfel im Rathaus Kirchlengern von 15.00 - 18.00 Uhr bestimmen lassen. Der bekannte Pomologe Hans-Joachim Bannier steht ihnen den ganzen Nachmittag zur Verfügung.

 
es herrschte den ganzen Tag ein großer Andrang bei dem Biostationsstand

Das Glücksrad lief heiß!


Bestimmung unbekannter Apfelsorten




Neue Praktikanten im Freiwilligen Ökologischen Jahr

In der Biostation schauen die FÖJler bei den Trafohäuschen nach dem Rechten

Schon seit einem Monat sind sie dabei: Johanna Obodda und Thomas Palm leisten ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr. Die Abiturientin aus Vlotho und der Realschüler aus Hiddenhausen verstärken das Team der Biologischen Station Ravensberg in Stift Quernheim. Ihr Arbeitsgebiet ist vielseitig: Sie fahren mit ihrem kleinen roten Dienstfahrzeug durch den Kreis, um Standorte der wertvollen Kopfweiden aufzusuchen, mit dem Ziel, mit den Eigentümern die langfristige Sicherung der Bäume zu erreichen. Obstwiesen und Hecken werden ebenso erfasst und bearbeitet. Dabei müssen die FÖJ auch mit anpacken: beim Sägen der (Kopf-) Bäume, beim Abtransport der Äste, bei der Pflanzung von Bäumen und Hecken, bei der Darstellung der Station nach außen, bei Aktionen mit Jugendlichen, und .... und... und.

  Johanna Obodda und Thomas Palm beim Trafohaus in Stift Quernheim

Zudem haben die FÖJ der Biostation im Laufe ihrer "Dienstzeit" sicher das Glück, die scheuen Eisvögel zu sehen, wenn sie im Frühjahr ihre Brutplätze kontrollieren und instandsetzen.

Aktuell suchen sie Trafohäuschen im ganzen Kreisgebiet auf, die seinerzeit auf Betreiben des ehrenamtlichen Naturschutzes als Brut- und Lebensstätten für Vögel und Fledermäuse umgebaut wurden. Leider waren einige der alten Steinhäuschen, durch Erdkabel überflüssig geworden, nicht mehr aufzufinden. Sie sollten aber erhalten werden, um Schleiereulen, Turmfalken, Mauerseglern, aber auch Fledermäusen und Insekten Unterschlupf zu bieten. Mit wenigen Arbeitsschritten lassen sich die alten EMR-Stationen in Tierasylheime umwandeln. Die FÖJ sollen nun den Zustand der Häuschen und eine mögliche Besetzung durch Tierarten feststellen. Auch ehrenamtliche Naturschützer im Kreis kümmern sich um die Tierwohnungen aus "zweiter Hand".

Das FÖJ in der Biologischen Station kann also getrost als sehr vielseitig und abwechslungsreich bezeichnet werden. Und jedes Jahr werden neue Leute gesucht !! Interessenten/innen, die ab dem 1. August 2005 ein FÖJ bei der Biologischen Station machen wollen, sollten (aber müssen nicht) einen Führerschein Klasse 3 besitzen und möglichst in der näheren Umgebung von Kirchlengern wohnen. Von der Station erhalten sie - mit Unterstützung vom Land - ein Taschengeld und eine Aufwandsentschädigung. Im Verlauf des FÖJ sind die Teilnehmer/innen sozialversichert.

Neu: Die Station hat ein dritten FÖJ-Platz für 2005/2006 beantragt. Solle diese Ausweitung genehmigt werden, wird dieser weitere Platz für Kriegsdienstverweigerer reserviert, die ein FÖJ statt ihrem Zivildienst machen wollen.




Wiesenmahd abgeschlossen

Gerade noch rechtzeitig vor der Regenperiode konnte die Biostation ihr Heu einfahren.

Mit zwei Traktoren, zahlreichen Mähgeräten, diversen Anhängern und mit 2-3 Mitarbeitern ist die Biologische Station Ravensberg mit Sitz in Stift Quernheim nun schon seit etlichen Jahren dabei, in Schutzgebieten im Kreis Herford Wiesen zu mähen. Inzwischen sind die Flächen schon auf 25 ha angewachsen, über 6.000 Bund Heu konnten die Stationsmitarbeitern in der Saison 2004 bisher mähen, pressen und abfahren. Dabei spielt das Wetter eine ganz große Rolle: Nur wenn es drei Tage trocken bleibt, kann das Heu erfolgreich eingefahren werden. „Dies ist immer ein Vabanquespiel“, weiß Georg Borchard, in der Station u.a. mit der Mahd beschäftigt, zu berichten. „In diesem Jahr haben wir mächtig Glück gehabt“, so Borchard im Blick auf die aktuelle Wetterlage und auf den verregneten Juli. Immer in den (wenigen) Regenpausen gelang es, wieder ein paar Flächen fertig zu bekommen. Die meisten der Standorte finden sich mit fast 20 ha im NSG Elseaue, die anderen sind weit über das Kreisgebiet verstreut und werden oft noch später gemäht.

  Wiesenmahd in der Elseaue


Schwaden des Heus

Das Grünland im Kreis Herford ist stark gefährdet und immer weniger geworden. Viele seltene Pflanzen- und Tierarten ziehen feuchte, grüne Flächen als Lebensraum vor und finden nur noch dort in der freien Landschaft ihr Auskommen. Um Flächen mähen zu können, die fast alle im Besitz des Kreises sind und von Landwirten in vielen Fällen nicht ohne weiteres bearbeitet werden können, hat die Station ihren praktischen Arm mehr und mehr verstärkt. Damit sind die Mitarbeiter in der Lage, auch landwirtschaftlich problematische Flächen zu pflegen, die aber für den Naturschutz um so wertvoller sind. Dies geht nur mit Unterstützung (die Stiftung der Sparkasse half beim Ankauf von Geräten; Kreis und Land fördern den allgemeinen Haushalt der Station) und mit engagiertem Mitarbeitern, für die – wie eben in der Landwirtschaft üblich – das Wochenende keineswegs heilig ist. „ Es ist manchmal verflixt,“ scherzt Georg Borchard, „ meistens ist gutes Wetter am Wochenende!“.

Mitgeholfen haben in diesem Jahr neben Karlheinz Böhm, dem anderen Landschaftspfleger der Station, die ZDL . Da diese oftmals aus der Landwirtschaft kommen, kann die Einarbeitungszeit klein gehalten werden. „Ohne die ZDl werden wir neue Wege finden müssen, um die Wiesenmahd und viele andere Maßnahmen der Station sicher zu stellen“, führt Klaus Nottmeyer-Linden, Leiter der Station, in die Zukunft blickend aus.





Die Homepage zum Wanderfisch-Projekt ist online!

Eine kurze Information zum Wanderfisch- Projekt erhalten Sie auf diesen Seiten unter Projekte oder ausführlich auf der eigenen Wanderfisch-Homepage.

  Hier geht es zur Wanderfisch-Homepage





Kanuweise Müll und Dreck
Paddler fischten Unrat aus der Werre zwischen Herford und Löhne

Treckerreifen, Autoreifen, Kinderwagen, dazwischen eine Autobatterie, Rohre, Plastiktüten, ein Fahrradsattel und mehr. Mit zehn Kanus sind Andreas Brünger und seine Mannschaft vom Arbeitskreis Tourismus im Kreis Herford (Biologischen Station Ravensberg, Kreisamt für Landschaftsökologie, Wirtschaftsinitiative, Unteren Wasserbehörde, Kanuklub Rio Negro und ProHerford) von der Hansabrücke in Herford losgefahren, um vor der Paddelsaison den Müll aus dem Fluss zu fischen. Nach der Häfte der Strecke bis zur Straßenbrücke in Schweicheln sind die Fahrzeuge schon nahezu voll.

Weitere Informationen zu dieser Maßnahme sind in einem Artikel der "Neuen Westfälischen" nachzulesen.

 
Geoerg Borchard und Laura Gerson von der Biologischen Station haben schon auf halber Strecke ihr Kanu voll mit Müll

Vor lauter Müll ist im Kanu von Martina Elsing und Thomas Wehrenberg (Biostation) schnell kein Platz mehr.





Ein Uhu war das größte Erlebnis
Engeraner Team war beim 1. Deutschen Birdrace dabei

Insgesamt 85 Vogelarten bestimmten Holger Stoppkotte, Heinz Stoppkotte, Petra und Heinz-Jürgen Uffmann aus Enger am 1. Mai. Sie nahmen am ersten deutschen Birdrace teil. Birdrace bedeutet, an einem Tag so viele Vogelarten wie möglich zu hören oder zu sehen. Für jede Vogelart spenden Sponsoren Geld für einen deutschen Brutvogelatlas.
Deutscher Gesamtsieger mit 160 Vogelarten wurde ein Team aus Cuxhaven. In Herford hatte das beste Team um Eckhard Möller 104 Arten kartiert.
"Uns fehlen im Kreis Herford geeignete Wasserflächen", sagte Biologielehrer Holger Stoppkotte, der mit seinem feinen Gehör wesentlich zum Erfolg des Engeraner Teams beitrug.
"Es war ein harter Tag, aber wir sind sehr zufrieden", meinte Hobby-Vogelkundler Uffmann nach fast 18 Stunden Beobachtung: "Es ist erstaunlich, was wir alles gesehen haben: Gelbspötter am Elsternbuschdenkmal, Braunkelchen im Enger Bruch, Feldschwirl, Wanderfalke, Eisvogel und vieles mehr."
"Das Größte aber war die Begegnung mit einem Uhu in Vlotho," fügte Stoppkotte hinzu. "Diesen Vogel hatten wir alle noch nie zuvor gesehen."
Die letzte Vogelart des Tages war eine Schleiereule. Henning Möller aus Westerenger hatte eigens ein paar Stühle vor dem Hofgiebel für das schon müde Team aufgebaut. Nach 30 Minuten Wartezeit schoss der Vogel in die Nacht. Das Team ist einig: "Beim nächsten Vogelrennen in einem Jahr sind wir wieder dabei."

Weitere Informationen zum Birdrace erhalten sie beim Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V.

 
Klaus Nottmeyer-Linden, Bernhard Walter, Frank Püchel-Wieling auf Vogelsuche

Klaus Nottmeyer-Linden (li.), Leiter der Biologischen Station Ravensberg im Kreis Herford am 1. Mai 2004 mit seinem Team beim Birdrace. Als einer der Initiatoren des ersten bundesweiten Birdrace trat er wie schon in den Vorjahren in seinem Heimatkreis Gütersloh an. Das Team mit Bernhard Walter, Leiter, und Frank Püchel-Wieling, Mitarbeiter der Biologischen Station Gütersloh Bielefeld, konnte das Vorjahresergebnis mit 112 Arten wieder erreichen und bekam Platz 16 unter 42 Teams (Herford 1: Platz 20).







Gewässerprojekt mit europäischer Dimension-
Global denken, lokal handeln!

Über Kreisgrenzen hinweg: 18 Partner aus Minden-Lübbecke und Ravensberg, unter ihnen die Biologische Station Ravensberg, unterzeichnen eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Durchführung des
" Gewässerentwicklungsprojektes Weser-Werre-Else".

Ein besonderer Tag für die 18 unterzeichnenden Partner der Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Durchführung des "Gewässerentwicklungsprojektes Weser-Werre-Else"

"Durchaus europäische Dimensionen" misst der Vertreter der Bezirksregierung, Karl-Heinz Meier, dem "Gewässerentwicklungsprojekt Weser- Werre-Else" bei. Am Donnerstagg (4. März 2004) haben 18 Vertreter von Kommunen und Verbänden im Kreishaus in Minden die Verträge unterzeichnet.

"Das Projekt werde nicht nur einen großen Beitrag zur Verbesserung unserer Gewässerökosysteme leisten", erklärte Minden-Lübbeckes Landrat Wilhelm Krömer als Gastgeber, "sondern hat gleichzeitig auch positive Auswirkungen auf Beschäftigung und heimische Wirtschaft". Denn ein mehrfacher Millionenbetrag soll in den kommenden Jahren für den Erwerb von Uferstreifen, den Rückbau von Querbauwerken und verrohrten Gewässerabschnitten sowie für die Rückgewinnung von Auenbereichen eingesetzt werden. Allein im ersten Jahr fördert das Land das Projekt mit 1,75 Millionen Euro. Durch die Beschäftigung von Sozialhilfeempfängern erhalten während der dreijährigen Laufzeit insgesamt mehr als 100 Sozialhilfeempfänger und ältere Arbeitslose auf jeweils ein Jahr eine Beschäftigung.

Erwachsen ist das interkommunale Pilotprojekt aus einer seit November 2001 laufenden Arbeitsbeschaffungsmaßnahme an Werre und Else - mit maßgeblicher Unterstützung der Städte Löhne und Bad Oeynhausen. Später stiegen vier weitere Kommunen im Kreis Herford und die Gemeinde Hüllhorst mit ins Boot, um auf lokaler Ebene im Sinne der europäischen Wasserrahmenrichtlinie den Zustand der Gewässer "vor der Haustür" zu verbessern.

Mit besonderer Auszeichnung durch die Landesregierung NRW wurden die bisherigen Aktivitäten mit Vorbildcharakter für praktizierte Nachhaltigkeit im Rahmen der Agenda 21 NRW zum "Best Practice Beispiel" als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in NRW im Dezember 2003 offiziell gewürdigt.

Die Ausweitung des Projektes auf die Wasserverbände Weserniederung und Große Aue und die Zusammenarbeit "über alle Grenzen hinweg" bezeichnete die Herforder Landrätin Lieselore Curländer am Tag der Kooperationsvereinbarung als "etwas ganz Besonderes, ein Projekt mit idealem Mehrfachnutzen für unsere Region".

Meier, der sich seitens der Bezirksregierung in Düsseldorf für das Projekt eingesetzt hatte, erhofft eine Signalwirkung. "Das neue Projekt steht auf sicheren Füßen und wird garantiert Vorbildcharakter für NRW, vielleicht auch für ganz Deutschland haben."

Beteiligt sind die Städte Bad Oeynhausen, Bünde, Enger, Herford, Löhne, Porta Westfalica, Spenge und Vlotho, die Gemeinden Hiddenhausen und Rödinghausen, der Werre-Wasserverband und die Biologische Station Ravensberg - Sitz des Koordinationsbüros mit Dipl.- Biologe Heinrich Linnert und Dipl.- Ing. Anke Schurtzmann.

"Das Projekt wird uns helfen, die gesetzliche Forderung der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen, bis zum Jahr 2015 einen "guten Zustand" der Gewässer zu erreichen", hoffte Krömer.

Weitere Informationen zur Vertragsunterzeichnungen sind in einem Artikel der Zeitung "Mindener Tageblatt" nachzulesen.







32 Vogelarten entdeckt

Klaus Nottmeyer-Linden leitete am Sonntag eine ornithologische Winterwanderung durch das Enger Bruch. 30 Teilnehmer, z.T. mit Ferngläsern und Bestimmungsbüchern ausgerüstet, entdeckten insgesamt 32 Vogelarten.

Die Neuen Westfälische berichtete ausführlich über diese Veranstaltung der Biologischen Station (gekürzte und leicht veränderte Fassung):

"Enger (mal). Mit kleinen Erwartungen begann am Sonntagmorgen eine vogelkundliche Exkursion in dem verschneiten Enger Bruch. Temperaturen um den Gefrierpunkt machten wenig Hoffnung auf eine reiche Fauna. Doch die Gefiederten zierten sich nicht. So waren die Teilnehmer am Ende der Wanderung hoch zufrieden und nebenbei hatten sie eine Menge über die Geschichte und gegenwärtige Situation des Enger Bruchs gelernt.

"Sensationell! Ein Spitzenwert", freute sich Klaus Nottmeyer-Linden nach fast zweieinhalb Stunden Wanderung. Der Leiter der Biologischen Station Ravensberg zählte 32 Vogelarten, obwohl er anfangs nur mit einer gemütlichen Winterwanderung ohne viele Sichtungen gerechnet hatte. Vor Wochen hatte er im Bruch schon viele Vögel beobachtet, die nach dem Kälteeinbruch jedoch wieder andere Orte aufsuchten.

Die 25 Teilnehmer, die Nottmeyer-Linden fachkundig durch das Bruch führte, waren zum Teil selbst Experten. Mit Ferngläsern und Bestimmungsbüchern sahen sie manchen Vogel schneller als der Führer. Andere waren interessierte Laien, die sich über Gesang und Anblick der Vögel nicht weniger freuten.

Durch ihren hohen und feinen Gesang verriet sich die Blaumeise. Größere Vögel wie Reiher und Bussard machten dagegen durch ihren Flug auf sich aufmerksam. "Der Bussard hat jetzt ein Problem", erklärte Nottmeyer-Linden, "bei der Kälte verstecken sich die Mäuse."

Nicht nur Nagetiere mieden die schneebedeckte Landschaft. Krickenten könnten schon in großen Gruppen auf den Teichen schwimmen. Doch die Wanderer sahen nur eine Hand voll. Die Teiche sind von einer Eisschicht bedeckt und so schwimmen die Enten lediglich in kleiner Zahl auf den Bächen.

Der Erlenzeisig war im Geäst einer Erle anzutreffen. Eine Baumart, die zu einer Landschaft wie dem Bruch gehört. Im Gegensatz zu den vielen Pappeln. Diese wurden nach dem 2. Weltkrieg in großen Mengen gepflanzt, da sie schnell wachsen und viel Holz versprechen. Doch das Holz stellte sich als minderwertig heraus. Die Kosten für das Abholzen und Verarbeiten sind im günstigsten Fall nicht höher als der Ertrag.

Um die Bruchwiesen im gegenwärtigen Stadium zu erhalten, das Lebensraum für viele seltene Arten bietet, müssen sie regelmäßig gemäht werden. Negativ wirken sich die vielen Wege durch das Bruch aus und zwar auf Kosten der Ruhezonen für die Tiere.

Manche Entdeckungen wie die des schwer auszumachenden Kernbeißers freuten die Gruppe ganz besonders. Nur wenige Augen sahen einen Eisvogel, der gleich zu Beginn der Wanderung flink über den Bachlauf flog. Den Kiebitz konnten jedoch alle sehen. Sechs bis acht Brutpaare sind in der Brutzeit im Bruch zu beobachten. Derzeit testen sie erst einmal in Kurzbesuchen die Temperatur aus.

Der Singvogeljäger Sperber, fast alle Meisenarten, Blässhühner, ein Zaunkönig und weitere Arten zeigten sich den Winterwanderern. Bei wärmerem Juniwetter, mitten in der Brutzeit, bietet Klaus Nottmeyer-Linden eine weitere Bruchexkursion an. Dann gehts schon um fünf Uhr morgens auf Fernglas-Pirsch."



 


Ein Führerschein zum Motorsägen

Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Biostation

Ob mit Kettensägen oder am Computer im Naturschutz ist Vielseitigkeit und Einsatzwille gefragt. Für Martina Elsing und Laura Gerson ist das kein Problem. Sie absolvieren ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) in der Biologischen Station Ravensberg und fühlen sich sowohl bei der körperlichen Arbeit draußen als auch bei weniger Kalorienzählenden Tätigkeiten wohl. Für die Arbeit der Einrichtung in Stift Quernheim sind engagierte junge Leute wie Martina und Laura unverzichtbar.

 
Laura und Martina im "Kettensägeneinsatz"

Das Umwelt- Engagement liegt bei Martina Elsing in der Familie. Ihre jüngere Schwester Sabine absolviert ebenfalls ein FÖJ. Martina beendete ihre Ausbildung zur Kosmetikerin. "Das war nicht so ganz meine Welt", sagt die 19-jährige Bielefelderin rückblickend. Die Erzählungen ihrer Schwester machten sie neugierig. So begann sie im August ein FÖJ.

Bei Laura Gerson lag die Entscheidung für das freiwillige Jahr weniger nahe. Die 20-jährige war eigentlich auf der Suche nach einem Studienplatz zum Wintersemester 2003 im Fach Psychologie, als Alternative entschied sie sich schließlich zum Umweltschutz" Ich wollte mal was ganz anderes machen"begründet sie ihre Entscheidung. Um sich für die neuen Herausforderungen zu wappnen, absolvierten die FÖJ-lerinnen einen Motorsägen bei der Berufsgenossenschaft in Detmold. "Respekt sollte man schon haben .Angst haben wir aber nicht", sagt sie über das lärmende Arbeitsgerät. Sie benutzen es nicht, ohne vorher Schutzkleidung angelegt zu haben: Sicherheitshosen und Helme mit Schutzgitter und Ohrenkapseln. An alle Aufgaben wagen sich Laura und Martina aber nicht heran. Das Schneiden von Kopfweiden überlassen sie in den meisten Fällen die Zivildienstleistenden, denn diese Arbeit ist schwierig und gefährlich. Dafür kümmern sich die FÖJ-lerinnen um das häckseln der abgesägten Äste. Weiden beschäftigen die beiden aber vor allem auf eine andere Art und Weise. Martina und Laura sind verantwortlich für die Pflege des EDV-gestützen Kopfweidenkatasters der Biologischen Station. Sie sorgen dafür, dass der Datenbestand immer auf dem aktuellen Stand ist. Zur ihrer Aufgabe gehört es Bäume zu vermessen, den Zeitpunkt des letzten Schnitts abzuschätzen, Standorte zu charakterisieren, Kontakt zu Grundstückseigentümern aufzunehmen und die Daten in den Rechner einzugeben. "Die Pflege des Katasters nimmt im Winter etwa 90% der Arbeitszeit in Anspruch", sagt Martina. Im Frühjahr und Sommer wird die Aufgabenpalette bunter. Kartierungs- und Pflegearbeiten nehmen an Umfang zu. Die Kartierung der Brutplätze von Eisvögeln, Beringungen von Feldsperlingen, die Pflege von Wiesen und das Pflanzen von Bäumen und Büschen stehen dann auf dem Programm. "FÖJ-ler und Zivildienstleistende sind eine wichtige stütze sie sind unser "praktischer Arm", sagt Klaus Nottmeyer- Linden. Bei der Dikussion um die Zukunft des Zivildienstes spiele das Freiwillige Ökologische Jahr bisher keine Rolle. Aber: "Wir müssen einen Ersatz haben für den Zivildienst". Sagt der Leiter der Biologischen Station "sonst sehe ich schwarz für den Naturschutz."




 


Wohnraum in den Weiden

Kopfbäume in Eickum geschnitten / Stämme sind wichtige Lebensräume für Tiere

Rund 20 ehrenamtliche Helfer des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), des Grünen Kreises und der Biologischen Station Ravensberg packten mit an, um das Astwerk zu entfernen, aus den jungen Bäumen so genannten Kopfweiden werden zu lassen.

Weitere Informationen zu dieser Maßnahme sind in einem Artikel der "Neuen Westfälischen" nachzulesen.

 
Das Schnittmaterial wird sofort gehäckselt



 

Grünes Baumaterial erobert die Gärten

Die Weide als Flecht- und Baumaterial

Die Biologische Station veranstaltete am Samstag den 14. Februar 2004 von 14.00 – 16.00 Uhr einen Nachmittag rund um die Weide. Mehr als 40 interessierte Teilnehmer informierten sich über die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Weidenschnittmaterial zur Garten- und Spielplatzgestaltung.

Mit viel Phantasie und etwas Geschick entstehen Tipis, Schiffe, Schlangen, Irrgärten oder Zäune. Das notwendige Baumaterial aus Ruten und Stangen fällt beim Schnitt der Kopfweiden an. Bauanleitungen sind bei uns erhältlich. Ausgewählte Anleitungen finden Sie auch auf unserer Projekt-Homepage www.naturschutz-und-internet.de (unter Kopfweiden).

Die Biologische Station bietet komplette Bausätze mit Schnittmaterial gegen eine Aufwandsentschädigung an. Interessierte können sich bis Ende Februar bei der Biologischen Station melden!!

Weitere Informationen sind in einem Artikel der "Neuen Westfälischen" nachzulesen.

Allgemeine Infos Rund um die Kopfweide finden Sie auf dieser Homepage unter Projekte/Kopfweiden

 
Sonnenliege

 

Freie Bahn für Fieberklee und Torfmoos

Mehr als 40 Naturfreunde schneiden alte Ruschberg-Teiche frei.

Naturschützer in Aktion: Foto von Bodo Kohlmeyer

In einer im ganzen Kreis Herford wohl einmaligen Gemeinschaftsaktion sind am Samstag, den 31. Januar die alten Teiche am Ruschberg freigeschnitten worden. Mit weit mehr als 40 freiwilligen Helferinen und Helfern beteiligten sich Jäger, BUND, Sportangler, Landwirte, Imker, Vogelfreunde und Tierschützer aus der Weserstadt sowie die Biologische Station Ravensberg und der Eigentümer des Geländes an dieser zweiten großen Aktion des "Vlothoer Forum Natur".

Durch die Aktion soll der ursprüngliche Zustand des wertvollen Biotops wieder hergestellt werden. Heimische, zum Teil vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere sollen sich auf dem höchsten Punkt des Winterberges wieder ansiedeln können.

Eine Fotogalerie mit Fotos von Astrid Thiesmeier und Bodo Kohlmeyer dokumentiert diese erfolgreiche Gemeinschaftsaktion.







Kurs zum Obstbaumschnitt in der Elseaue trotz schlechtem Wettter gut besucht!

Der erste Obstbaumschnittkurs des Jahres fand am Samstagnachmittag in der Else-Aue am Klärwerk Spradow statt. Die Biologische Station des Kreise Herford hatte eingeladen und Mitarbeiter Georg Borchard zeigte die Pflegemaßnahmen an jungen Obstbäumen.
Trotz Kälte und Regen waren über zwanzig Hobbygärtner in das Naturschutzgebiet gekommen, die die vermittelte Theorie auch sogleich in die Praxis umsetzen durften.

 
Geoerg Borchard erklärt den Erziehungsschnitt

Nach einer theoretischen Einführung und einer Demonstration des praktischen Erziehungsschnittes durch Georg Borchard konnten die TeilnehmerInnen die Obstbäume, welche durch die Biologische Station in Zusammenarbeit mit der Stadt Bünde vor zwei Jahren gepflanzt wurden, selbstständig beschneiden. Borchard erklärte dazu die Schwerpunkte der Pflegemaßnahmen der ersten zehn Standjahre an den Hochstammobstbäumen, die vorrangig der gesunden Entwicklung der Pflanze dienen. Dazu gehören:

  • die Kontrolle des Wurzelraumes und der Veredelungsstelle. Die Veredelungsstelle muss über dem Erdreich sein, ansonsten ist der Baum Obstbaumkrebs gefährdet, bzw. er könnte absterben, falls die Veredelungsstelle mit Erdreich oder Unrat bedeckt sein sollte. Weiterhin notwendig ist die Entfernung von Aufwuchs im direkten Umfeld des Stammes, ca. 30 cm um den Baum herum.
  • die Kontrolle des Stamms, evtl. Behandlung von Wundstellen. Besonderes Augenmerk ist auf Einschnürungen durch Etiketten und Schnüren zu richten, gegebenenfalls, sollten diese Störungen entfernt werden.
  • der fachgerechter Erziehungsschnitt, Förderung eines in der Mitte der Baumkrone durchgehenden Leittriebes also einer Baumspitze (Terminale). Der Schnitt ist auf 3-4 Hauptseitenäste (Leitäste) vorzunehmen, welche zueinander die gleiche Höhe haben (Saftwaage) und mit der Endknospe nach außen weisen. Ziel des Rückschnittes ist eine gleichmäßig beastete Baumkrone, welche gut durchlüftet und belichtet ist.

Georg Borchard wies auf die Wichtigkeit des Rückschnitt an Obstbäumen für eine gesunde Entwicklung von Baum und Obst hin. Aus diesem Grunde vermittelt die Biologische Station in den Obstbaumschnittkursen dieses Wissen, damit die ObstbaumbesitzerInnen, nach Besuch des Seminars ihre Bäume selbständig pflegen und beschneiden können.

Aber die Pflegemaßnahmen an Obstgehölzen umfassen neben dem am Samstag gezeigten Obstbaumschnitt I drei weitere Phasen, für die ebenfalls von der Biologischen Station Seminare angeboten werden. Die Termine für dieses Jahr dürfen sich Interessierte schon mal im Kalender anstreichen:

Fruchtholzschnitt

Schnitttechniken während der Hauptertragsphase an Hochstämmen vom 10. bis 35. Standjahr am 06.03.2004 um 14.00 Uhr im Naturschutzgebiet Jammertal, Treffpunkt: Obstwiese in Herford Laar an der Strasse "Am Schmiedeskamp". Es werden die grundlegenden Schnitttechniken zur Gewinnung von gesundem und gleichmäßigem Obstertrag vermittelt, unter Berücksichtigung einer habitusgerechten Entwicklung der Obstgehölze.
Seminargebühr: 5,00€

Obstbaumschnitt II

am 25.09.2004 14.00 Uhr nähe Naturschutzgebiet Jammertal, Treffpunkt:
Obstwiese Hof Sonntag, Arendorfer Weg 23 HF-Laar um 14.00 Uhr:
Hier wird der fachgerechte Rückschnitt an alten Kernobstbäumen, Entfernung von Todholz, Entlastungsschnitt, fachgerechte Wundbehandlung und Beseitigung bzw. Behandlung von Beschädigungen im Stammbereich der Bäume demonstriert
Seminargebühr: 5,00€

Das vollständige Veranstaltungsprogramm finden Sie auf dieser Homepage unter Veranstaltungen

Darüber hinaus vermittelt die Biologische Station Informationen über die fachgerechte Pflanzung der Obstbäume nebst Pflanzschnitt bei der jährlich wiederkehrenden Obstbaumverteilaktion im Herrenhaus in Stift Quernheim.

 

Veranstaltungsprogramm 2004

Wie schon in den Vorjahren wird die Biologische Station auch in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen über die Natur und den Naturschutz im Kreis Herford informieren.

Hier eine Auswahl von Veranstaltungen der nächsten Monate: Auf einem naturkundlichen Spaziergang wird am 22.02. ab 16.00 Uhr die Bestimmung der Bäume und Sträucher im Winter geübt, am 29.02. führt eine Exkursion zu den Zugvögeln ins Enger Bruch und am 07.03. um 16.00 Uhr wird ein Einblick in die bewegte Geschichte des Herrenhauses in Stift Quernheim gegeben.

 
Zaunkönig, Vogel des Jahres 2004 ;  Illustration: Ron Meier

Die Wanderungen der beliebten Reihe „Natur & Kultur im Kreis Herford“ führen in Kooperation mit dem Kreis Herford in diesem Jahr wieder zu acht naturkundlich und kulturhistorisch interessanten Gebieten im Kreis Herford, wie z.B. Schloss Ulenburg, Gut Böckel, Enger Bruch und Else.

Das vollständige Programm finden Sie auf dieser Homepage unter Veranstaltungen